Südostasien

Backpacking

So planst du deine Südostasien Reise

Eine Backpacking Reise durch Südostasien ist für viele ein Traum: Ferne Länder und Kulturen, traumhafte Landschaften, exotische Tiere, gutes Essen, günstige Preise und nette Menschen erwarten dich in diesem Teil der Welt. Einige Länder Südostasiens wie Thailand oder Teile von Indonesien sind bei Reisenden sehr beliebte Ziele, während sich beispielsweise nach Laos bisher nur wenige Touristen verirren. Wir waren in den vergangenen Monaten in allen bekannten Ländern Südostasiens (Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Philippinen) und durften dabei sehr viel lernen. Da uns immer wieder Fragen erreichen, haben wir in diesem Südostasien Backpacking Guide all unser Wissen gesammelt. Dabei beantworten wir Fragen wie: Wie planen wir unsere Reise? Wie suchen wir nach Sehenswürdigkeiten? Wann und worüber buchen wir Unterkünfte? Wie funktioniert das mit der Rollermiete? Was muss man beim Kauf einer Sim Karte beachten? Wie handhaben wir das mit der Drohne? On top stellen wir dir auch noch eine Beispielroute für eine 6-monatige Südostasienreise vor!

Wie plane ich Reiseziele?

Worauf wir grundsätzlich immer achten und das auch weiterempfehlen, sind die Reisezeiten. In Südostasien gibt es nicht wie in Europa vier Jahreszeiten, sondern es ist in allen Ländern in Südostasien ganzjährig tropisch heiß, wobei man in die Trocken- und die Regenzeit unterscheidet, die jeweils circa 6 Monate dauert. So ganz genau lässt sich das nie vorhersagen und man kann auch Glück haben – Horst war beispielsweise mal sechs Wochen lang in der Regenzeit in Thailand ohne dass es viel geregnet hätte – aber grundsätzlich empfehlen wir schon, es zu vermeiden, wenn es möglich ist! Denn es kann in der Regenzeit durchaus vorkommen, dass es jeden Tag wie aus Eimern schüttet.

Die Tempelruinen Angkor Wat
Einsamer Strand auf Koh Kood

In manchen Teilen regnet es überwiegend am Nachmittag ein paar Stunden, in anderen Teilen nicht jeden Tag – da gibt es keine genaue Berechnung oder Vorhersage und wir haben auch immer wieder gehört, dass sich die Trocken- und Regenzeiten durch den Klimawandel verändern und sich nicht mehr so genau vorhersagen lassen. Einige Reisende bevorzugen es, in der Regenzeit zu reisen, denn dann ist Nebensaison in den Ländern, was dazu führt, dass es leerer und manchmal auch günstiger ist. Allerdings ist man in seinen Aktivitäten teils auch sehr eingeschränkt. Grundsätzlich herrscht in den meisten Ländern in Südostasien Trockenzeit zwischen November und März/April, wobei es regionale Unterschiede gibt, aber das ist so die Faustregel. Allerdings mit einer großen Ausnahme: In Indonesien ist es genau umgekehrt, dort herrscht die Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Beispielroute durch Südostasien

Anhand der Regen- und Trockenzeiten in Südostasien haben wir eine Beispielroute für einen Zeitraum von sechs Monaten erstellt. In dieser Route haben wir nicht nur die Reisezeiten beachtet, sondern sie hat auch den Vorteil, dass man möglichst wenig fliegen muss, weil man fast alle Grenzen über Land passieren kann. Und natürlich haben wir darauf geachtet, dass möglichst viele der größten Highlights in Südostasien abgedeckt sind. Unsere Route sieht demnach wie folgt aus: Wir starten im September in Indonesien, also gegen Ende der Trockenzeit. Weil Indonesien ein riesiger Inselstaat ist, der unglaublich viel zu bieten hat, verbringen wir dort zwei Monate. Übrigens musst du innerhalb Indonesiens nicht zwangsweise fliegen, Java, Bali und Lombok kannst du beispielsweise komplett ohne Flug bereisen. Weiter geht es im November, also zu Beginn der Trockenzeit in allen anderen Teilen Südostasiens, nach Singapur. In dem Stadtstaat verbringen wir ein paar Tage (weil schön, aber klein und vor allem teuer), bevor es über Land weiter nach Malaysia geht. Nach ein paar Wochen dort geht es wiederum über Land weiter ins nördlich gelegene Thailand, wo wir den Rest des Novembers und den Dezember verbringen. Beachte: Das ist absolute Hauptreisezeit in Thailand, weshalb es sinnvoll sein kann, Unterkünfte vorab zu buchen, weil es voll und teuer werden kann.

Orang Utan auf Sumatra
Millionenmetropole Bangkok
Motorradloop in Thakhek

Vom Norden Thailands, von Chiang Rai aus, führt uns der Weg nach Laos, wobei der Grenzübergang aus einer wunderschönen zweitägigen Bootsfahrt besteht. Nachdem wir den Januar im absolut unterschätzten Laos verbracht haben, geht es wiederum über die Landesgrenze nach Vietnam, wo wir den Februar, und damit den letzten Monat der 6-monatigen Reise verbringen. Wenn du noch mehr Zeit hast, oder die bisherige Route schneller absolviert hast, kannst du von Vietnam aus noch nach Kambodscha über Land reisen und/oder auf die Philippinen fliegen. Ohne diese Option kannst du die gesamte Route mit nur einem Flug von Indonesien nach Singapur zurücklegen. Eine Sache, die bei alldem berücksichtigt werden muss, sind die Visabestimmungen. In einigen Ländern in Südostasien (beispielsweise in Indonesien, Laos, Kambodscha) brauchst du ein Visum, das du entweder als e-Visum vorab online oder als Visa on Arrival bei der Einreise beantragen kannst. Du findest die jeweiligen Bestimmungen beim Auswärtigen Amt oder auch in unseren Länderguides am Anfang im FAQ.

Du bist noch unsicher, was du alles in deinen Rucksack packen musst? Dann schau mal hier vorbei!

Wie recherchiere ich Highlights?

Vorab wollen wir direkt sagen: Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Wir kennen Leute, die buchen einen Flug in ein Land und lassen sich dann ganz nach dem Motto Go with the Flow einfach treiben, ohne auch nur irgendetwas vorab geplant zu haben. Auf der anderen Seite gibt es Reisende, die jeden einzelnen Tag einer mehrmonatigen Reise im Vorhinein durchplanen. Beides ist absolut fein, aber wir würden uns da irgendwo in der Mitte einordnen. Wir informieren uns vorher, was ein Land zu bieten hat und schauen, was uns davon interessiert und was wir auf jeden Fall sehen wollen. Da gibt es dann aber immer noch Spielraum, denn oft bekommt man auch vor Ort von den Einheimischen oder anderen Reisenden noch wertvolle Tipps. Wir recherchieren immer zuerst auf Blogs, dafür geben wir in der Google Suche Stichwörter ein wie „Laos Backpacking Blog“ oder „Vietnam Norden Highlights Blog“. Wir nutzen auch oft englischsprachige Blogs, weil die Auswahl da größer ist, insbesondere wenn es um eher ungewöhnliche Reiseziele geht oder man aktuelle Infos braucht. Dabei interessieren uns dann Faktoren wie Visumbestimmungen, Reisezeit, Highlights und gegebenenfalls auch schon eine Route, sodass wir planen können, wie lange wir circa in einem Land bleiben wollen.

Lan Ha Bay in Vietnam
White Island auf Camiguin

Neben Reiseblogs informieren wir uns auch auf Youtube und Instagram oder nutzen einfach Google Maps, um nach interessanten und schönen Orten auf der Karte zu suchen. Auf Google Maps markieren wir auch alle Sehenswürdigkeiten und was wir uns sonst merken wollen. Wir haben für ein Reiseziel dank unserer Vorab-Recherche immer eine grobe Route im Kopf und wissen, was wir sehen wollen, sind aber zeitlich recht flexibel. Insgesamt finden wir die Reiseplanung echt nicht schwer, denn man ist ja nicht der erste, der ein Land oder eine Region bereisen möchte. Meist stellt sich recht schnell raus, welche Orte so die typischen für Touristen sind und dann kann man abwägen, was einen interessiert und was nicht.

Unterkünfte - wann und wie buche ich?

Eine Frage, die uns ganz häufig gestellt wird, ist: „Wann bucht ihr eure Unterkünfte?“ Unsere Antwort mag da nicht allzu hilfreich sein, denn wir buchen immer dann die nächste Unterkunft, wenn wir wissen, wann wir an dem nächsten Ort sein werden. Manchmal ist das ein Tag vorher, in Ausnahmefällen ein paar Monate vorab, aber in der Regel circa 4 bis 5 Tage vorher. Fast alle unsere Unterkünfte buchen wir über booking.com*, weil es dort einfach eine riesige Auswahl an Unterkünften in Südostasien gibt. Wenn man bei booking regelmäßig bucht, erreicht man schnell das sogenannte Genius Level 3, mit dem man bei fast allen Buchungen einen besseren Preis bekommt und ein paar Euro sparen kann.

Infinitypool mit Blick auf KL
Doppelzimmer auf Lombok
Unterkunft am Fluss in Laos

Wir buchen fast immer Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage und haben dabei ein Budget von circa 15 bis 25 Euro pro Nacht pro Zimmer. Dabei achten wir darauf, dass Kriterien wie Lage, Sauberkeit und Wlan gut bewertet sind, aber da hat natürlich jeder andere Schwerpunkte. Weitere beliebte Buchungsplattformen sind Agoda und Airbnb. Logischerweise ist die Auswahl an Unterkünften kleiner, wenn man kurzfristig bucht, aber wir hatten bisher nie Probleme, etwas Schönes in unserer Preiskategorie zu finden. Wobei es da ganz klar Ausnahmen gibt: Wer zum Beispiel in der absoluten Hauptreisezeit im Dezember in Thailand auf beliebte Touristeninseln wie Koh Samui reisen will, der sollte seine Unterkunft definitiv vorab buchen! Das sind Ausnahmen, wo es sich lohnt, mit viel Vorlauf zu planen, aber generell ist unser Tipp eher, dass man sich nicht zu sehr festlegen sollte, denn die Flexibilität auf so einer langfristigen Reise ist eines der Dinge, die wir sehr schätzen.

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Transport - Wie komme ich von A nach B?

Busterminal in Laos
Fähre in Indonesien
Nachtzug in Thailand

Ein Aspekt, zu dem wir extrem viele Fragen gestellt bekommen, ist das Thema Transport. Wir verstehen, dass man sich vorab Gedanken macht, aber grundsätzlich funktioniert (jede Art von) Transport in Südostasien viel einfacher als wir das aus Deutschland oder Europa gewöhnt sind. Man kann Transport fast immer ziemlich spontan und unkompliziert buchen. Transportmittel Nummer 1 ist der Bus, aber es gibt auch Minivans, in manchen Ländern Zugstrecken und um auf Inseln zu kommen, brauchst du natürlich eine Fähre. Du musst dich da wirklich nicht unnötig verrückt machen, du musst nicht schon Monate vorher wissen, wann der Bus von Vang Vieng nach Vientiane in Laos abfährt. Du kannst vor Ort in deiner Unterkunft nachfragen, ganz oft kannst du darüber direkt buchen oder sie verweisen dich weiter. Außerdem gibt es in touristischen Orten viele Tour Agencies, bei denen du Tickets für Minivans, Busse, Bahnen, Boote etc. kaufen kannst. Die Leute vor Ort sind darauf eingestellt und du musst in der Regel nicht lange danach suchen. Um schon mal einen groben Überblick darüber zu haben, welche Anbieter es gibt, wie lange eine Strecke dauert und was es circa kostet, können Onlineseiten wie bookaway.com* oder 12go.asia hilfreich sein. Dort gucken wir oft vorab und man kann auch darüber buchen, aber oftmals sind die Preise vor Ort günstiger. Übrigens läuft auch die gesamte Kommunikation in Südostasien viel einfacher ab als in Deutschland. Es ist üblich, mit den Anbietern in Whatsapp zu schreiben, was super niedrigschwellig und schnell ist. Wir lieben diese Einfachheit!

Roller - Ausleihen und Führerschein

Roller Koh Kood
Roller mieten in Thailand
Rollerverleih in Malaysia

Bei der Rollermiete ist es ähnlich zum restlichen Transport: Das Ausleihen ist super unkompliziert und spontan möglich. Du musst nichts vorab organisieren, sondern kannst entweder direkt vor Ort zu einem Rollerverleih gehen oder auch bei deiner Unterkunft nachfragen. Die Verleihe kannst du entweder gezielt bei Google Maps suchen oder du läufst einfach durch ein paar Straßen und wirst Schilder sehen, wo „Scooter Rental“ oder ähnliches steht. Meistens wird für die Rollermiete eine Kaution in Form von Bargeld fällig, die ja nach Land stark variieren kann. Manchmal wird auch dein Reisepass eingefordert (z.B. in Laos) – versuche hier zu diskutieren und biete stattdessen eine Kaution in Bargeld an. Die Preise sind – wie bei so vielen Dingen in Südostasien – Verhandlungssache. Aber grundsätzlich gilt, dass es günstiger wird, je länger du einen Roller ausleihst. Es gibt verschiedene Hersteller, Größen und Motorleistungen, aber grundsätzlich haben alle Roller mehr als 50 ccm, was bedeutet, dass du sie offiziell nicht fahren darfst, wenn du in Deutschland keinen Motorradführerschein hast. Denn mit dem normalen Führerschein Klasse B bist du eigentlich nicht berechtigt, Roller, die mehr als 50 ccm haben, zu fahren und dementsprechend wird das auch im Internationalen Führerschein vermerkt. In der Praxis interessiert das beim Rollerverleih niemanden (außer ab und zu in Malaysia), aber es kann zum Problem werden, wenn du in eine Polizeikontrolle kommst (typisches Beispiel hierfür: Chiang Mai, Thailand). Im Schadensfalls kann sich deine Versicherung eventuell querstellen, wenn du offiziell nicht berechtigt bist, den Roller zu fahren. Wie man damit umgeht, muss im Endeffekt jeder für sich selbst entscheiden. Seit 2020 kann man den 125iger Motorradführerschein leicht ergänzen, wenn man mindestens 25 Jahre alt ist und einen normalen Autoführerschein hat (Kosten ca. 700 €). Dazu sind lediglich 4 Theorie- und 5 Praxisdoppelstunden nötig. Eine praktische Prüfung gibt es nicht.

Reisen mit Handgepäck

Lion Air am Flughafen Jakarta
Mit Handgepäck auf Weltreise
Inlandsflug auf den Philippinen

Auch beim Thema Fliegen kommen häufig Fragen auf. Wir beide sind mit Handgepäckstücken unterwegs (Osprey Fairview 40 L für Damen* bzw. Osprey Farpoint 40 L für Herren*) haben aber zusätzlich einen Technikrucksack dabei, weshalb wir, wenn wir fliegen, mindestens einen Rucksack immer aufgeben müssen. Manchmal geben wir auch unsere Handgepäckstücke als Aufgabegepäck auf, manchmal nehmen wir sie als Handgepäck mit ins Flugzeug. Das hängt auch von der Airline ab, denn die Airlines haben unterschiedliche Handgepäckbestimmungen und gerade bei günstigen Airlines gilt inzwischen häufig nur noch eine kleine Tasche als Handgepäck. In dem Fall kann man aber meistens ein größeres Handgepäckstück dazu buchen, was immer noch günstiger ist als ein Aufgabegepäckstück. Wir hatten mit unseren Ospreys noch nie Probleme, sie mit an Board zu nehmen, sie wurden noch nie nachgemessen oder gewogen wenn wir den entsprechenden Tarif gewählt hatten – aber das ist natürlich keine Garantie, dass das bei dir auch nicht passiert. Gewichtsmäßig liegt Horst bei beiden Rucksäcken auf jeden Fall bei mehr als je 10 kg. Aber der Hauptgrund für einen Handgepäcksrucksack liegt bei uns nicht darin, bei Flugbuchungen zu sparen. Der Rucksack ist für die Dauer der Weltreise dein ständiger Begleiter und man trägt ihn fast jeden Tag – da ist es wirklich angenehm, wenn er kleiner und leichter ist.

Weiterreiseticket (Onwardticket)

Einreise nach Sri Lanka
Visa-On-Arrival in Laos

Es gibt viele Länder, die wollen bei der Einreise einen Nachweis deiner Ausreise sehen, als Beweis, dass du nicht vorhast, im Land zu bleiben oder dein Visum zu überziehen. Aber auch hier gilt: Das kann passieren, muss aber nicht. Wir wurden bisher in Südostasien nicht danach gefragt, aber das kann von Airline Mitarbeiter zu Airline Mitarbeiter beziehungsweise von Grenzbeamten zu Grenzbeamten unterschiedlich sein. Unser Tipp, wenn du kein Rückreise- oder Weiterreiseticket hast, weil du zum Beispiel länger unterwegs bist oder über Land wieder ausreist: Nutze den Service eines Onwardtickets. Das bedeutet, dass du ein Flugticket kaufst, das nach 48 Stunden automatisch wieder verfällt. Das ist legal und ein richtiges Ticket, kostet aber nur ein paar Euro. Wir nutzen dafür onwardticket.com*, weil dort garantiert wird, dass du das Ticket innerhalb einer Minute erhältst. Damit haben wir schon ganz spontan am Flughafen beim Check-in gebucht, nachdem wir nach einem entsprechenden Ticket gefragt wurden, und konnten es direkt vorzeigen. Beachte: Um das Onward Ticket zu kaufen, brauchst du natürlich Wlan oder Mobile Daten, was an einem Grenzübergang über Land manchmal schwierig sein kann. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kaufe dir das Onwardticket einen Tag vorher.

Alle Infos auch als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Blogbeitrag findest du auch auf YouTube in unserem Vlog!

Drohne - Was muss ich beachten?

Besonders zum Thema Drohne auf Reisen erhalten wir sehr viele Fragen, denn die Regularien sind von Land zu Land unterschiedlich und teilweise ziemlich verwirrend, wodurch viele Backpacker verunsichert sind. In unserem Beitrag zu Technik auf Reisen stellen wir unser Drohnenequipment vor, gehen auf die verschiedenen Regeln ein und ziehen ein Fazit, ob sich eine Drohne auf Weltreise überhaupt noch lohnt. Kurz zusammengefasst: Hier findest du eine Übersicht aller Länder mit den Regeln zur Einfuhr, ob eine Drohne vorab registriert werden muss und ob für den Flug einer Drohne Genehmigungen eingeholt werden müssen. Es gibt Länder wie Nicaragua, Uganda oder auch Indien, die die Einfuhr von Drohnen komplett untersagen und hier würden wir empfehlen, diesen Regeln zu folgen.

Mit Drohne auf Weltreise
DJI Mavic Mini (unter 250g)

In Südostasien gibt es grundsätzlich kein Land mit Einfuhrverbot von Drohnen, doch einige Länder wie Thailand oder Vietnam verlangen vorab eine Registrierung oder Anmeldung von Drohnenflügen. Nach über einem Jahr auf Weltreise und vielen Monaten davon in Südostasien würden wir sagen, dass Theorie und Praxis hier etwas auseinander klaffen. Daher können wir hier keinen allgemeingültigen Ratschlag geben wie: „Ignoriere einfach alle Regeln in Thailand“ oder „Du musst in Vietnam deine Drohne auf jeden Fall vor jedem Flug anmelden“. Wir persönlich sind mit dem Thema eher locker umgegangen und hatten keine Probleme – aber das heißt nicht, dass es bei dir auch klappen wird. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Risiko er eingehen möchte.

SIM Karten auf Reisen

Beim Thema Sim Karten gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder du nutzt eine eSim oder du kaufst dir vor Ort eine lokale Sim Karte. Wir haben uns immer für Letzteres entschieden und sind damit sehr zufrieden. Eine eSim hat den Vorteil, dass du keine physische Sim Karte wechseln musst und dass du keinen Anbieter vor Ort aufsuchen musst. Aber ehrlicherweise gestaltet sich das eigentlich in allen Ländern Südostasiens ziemlich einfach und unkompliziert, sodass uns das nie gestört hat. Zudem sind unserer Erfahrung nach eSim Anbieter häufig deutlich teurer als lokale Anbieter, wobei das von Land zu Land und Provider zu Provider variiert. Bekannte eSim Anbieter sind zum Beispiel holafly, Airalo und Nomad.

Straßenstand mit SIM Karten
Angebot von Claro in Guatemala

Wenn du dich für eine lokale Sim Karte entscheidest, musst du abwägen: Entweder du kaufst sie direkt am Flughafen, was praktisch, aber grundsätzlich auch teurer als im Land ist – in manchen Ländern aber nur unwesentlich, in anderen deutlich teurer (z.B. Bali in Indonesien). Wenn du sie nicht direkt am Flughafen kaufst, findest du in den Städten sowohl offizielle Läden der Telefonanbieter, als auch ganz viele Straßenstände und kleine Lädchen, die Sim Karten verkaufen. Dort kannst du zwischen verschiedenen Tarifoptionen wählen, die sich in Dauer, Anzahl der GB und Preis unterscheiden. Die Verkäufer übernehmen das Wechseln und Aktivieren der Sim Karte, sodass das ganze Prozedere wirklich schnell und unkompliziert ist. Wichtig ist, dass du deinen Reisepass mitnimmst! Übrigens kannst du deine alte Nummer in WhatsApp behalten. Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass es sehr praktisch ist, unterwegs immer Internet zu haben, weil es das Reisen deutlich einfacher macht. Welche Apps wir auf Reisen nutzen, findest du in diesem Beitrag.

Land€ AnbieterPaket
IndonesienTelkomsel 30 Tage – 18 GB – 4 €
KambodschaCellcard30 Tage – 20 GB – 9 €
LaosUnitel30 Tage – 60 GB – 8 €
MalaysiaDigi oder Hotlink30 Tage – 30 GB – 7 €
MyanmarOoredoo30 Tage – 5 GB – 4 €
NepalNCell28 Tage – 20 GB – 5 €
PhilippinenGlobe oder Smart30 Tage – 12 GB – 17 €
SingapurSingtel oder Starhub10 Tage – 100 GB – 11 €
Sri LankaDialog30 Tage – 50 GB – 7 €
ThailandTrueMove oder AIS30 Tage – unlimited GB – 8 €
VietnamViettel oder Mobifone30 Tage – 4 GB pro Tag – 8 €

FAQ - Oft gestellte Fragen

Bei manchen Fragen, die wir häufig gestellt bekommen, tun wir uns schwer mit einer Antwort. Das betrifft zum Beispiel das Thema Impfungen. Wir haben auf unserem Blog eine Seite dazu, wo wir vorstellen, welche Reiseimpfungen es gibt, wie das Impfverfahren abläuft, was es kostet, was die Krankenkasse übernimmt etc. Das ist eine gute Quelle, um einen Überblick zu bekommen, aber welche Impfungen für dich und deine Reise konkret empfehlenswert sind – das können nicht wir, sondern dein Arzt beantworten. Wir haben vor der Weltreise eine Beratung bei unserer Hausärztin gemacht, es gibt aber auch spezialisierte Tropenärzte, die sich mit dem Thema Reiseimpfungen richtig gut auskennen. Womit wir uns ebenfalls schwertun, sind die Themen Alleinreisende Frauen und Reisen mit Kindern. Wenn wir gefragt werden, ob wir ein Land oder einen Ort für ebendiese Gruppen empfehlen können, ist das schwierig, weil wir da einfach nicht aus Erfahrung sprechen können, weil wir immer als Paar unterwegs sind. Auch wenn wir sagen, dass Südostasien grundsätzlich eine sehr einfach und sicher zu bereisende Gegend ist, würden wir empfehlen, andere alleinreisende Frauen oder Familien mit Kindern nach ihren Einschätzungen zu fragen.

Impfungen auf Weltreise
Alleine als Frau unterwegs
Magenprobleme durch lokales Essen

Und zu guter Letzt machen sich viele auch Gedanken darum, wie sie das Essen vertragen. Während Horst schon öfter mal mit Magen Darm zu kämpfen hat, hat Helen damit gar keine Probleme. Das ist einfach super individuell, aber es gibt ein paar Tipps, die man berücksichtigen kann, um das Risiko einer Lebensmittelvergiftung oder Magen-Darm-Krankheit zu minimieren, wie zum Beispiel: kein Leitungswasser trinken (aufpassen bei Eiswürfeln in Getränken!) und eventuell zum Zähneputzen Trinkwasser nehmen, kein rohes Gemüse essen und bei Fleisch und Fisch darauf achten, dass es durchgebraten ist. Aber dass man auf einer monatelangen Reise durch Südostasien mal Durchfall bekommt, wird kaum zu vermeiden sein. In der Regel ist das aber nicht besorgniserregend und geht nach ein paar Tagen wieder weg. Kohletabletten können hilfreich sein, wenn der Durchfall gestoppt werden muss, weil du beispielsweise eine lange Busfahrt ohne Toilette vor dir hast. Was sich alles in unserer Reiseapotheke befindet, haben wir in unserer Packliste festgehalten.

Backpacking Südostasien - Fazit

Wir wissen, dass sich viele vor ihrer Reise viele Gedanken machen – und wir können das verstehen, denn es ging uns nicht anders. Aber: Man muss sich echt nicht verrückt machen, denn Südostasien ist die perfekte Region für Backpack-Neulinge. Die touristische Infrastruktur ist gut, es ist sicher, man trifft viele andere Reisende und die Einheimischen sind super freundlich und hilfsbereit. Man muss nicht alles vorher wissen, denn man findet während der Reise seinen eigenen Rhythmus.

Und ohnehin gibt es kein Richtig und kein Falsch. Nur weil wir Unterkünfte ein paar Tage vorab buchen, heißt das nicht, dass du dich vielleicht wohler fühlst, wenn du es Wochen vorher fix machst oder aber gar nichts buchst und vor Ort die Hostels abklapperst. Das ist ja das Schöne am Backpacking: Du kannst das machen, was DU willst. Lass dich von Ängsten oder Unsicherheiten nicht zurückhalten, denn wir sind uns sicher, dass du eine Reise nach Südostasien nicht bereuen wirst!