El Salvador

Highlights • Route • Kosten

Rundreise durch El Salvador

Bei Reisen nach Mittelamerika steht der Aspekt Sicherheit ständig im Fokus – ganz besonders in El Salvador, das in Deutschland überwiegend durch Kriminalität, Drogenkrieg und hohe Mordraten Schlagzeilen macht. Aber warum sollte man in ein Land reisen, das augenscheinlich so gefährlich ist? Die einfache Antwort: Weil man als Tourist davon in der Regel nichts mitbekommt und das Land wunderschöne Ecken zu bieten hat. Wir waren im Rahmen unserer Reise durch Mittelamerika eine Woche in El Salvador und haben uns nicht nur sicher gefühlt, sondern hatten ein extrem authentisches Reiseerlebnis mitten im Leben der El Salvadorianer und wurden so herzlich empfangen, wie kaum sonst wo auf der Welt! In diesem Länderguide zeigen wir dir alle Highlights und To Do’s, eine mögliche Route und alle unsere Kosten.

El Salvador - Wichtige Infos

Grundsätzlich ist es das ganze Jahr über tropisch-heiß, aber es lassen sich zwei Jahreszeiten unterscheiden: die Regen- und die Trockenzeit. In der Trockenzeit, die in El Salvador von November bis April herrscht, ist es meistens sonnig und regnet nur selten, weshalb diese Monate als beste Reiszeit gelten. Zwischen Juni und November regnet es vermehrt.

Als deutscher Staatsbürger brauchst du für die Einreise nach El Salvador für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum.

Wenn du El Salvador im Rahmen einer Mittelamerika Reise mitnehmen willst, zum Beispiel als Zwischenstopp zwischen Guatemala und Honduras oder Nicaragua, reichen schon ein paar Tage aus, um einen Einblick in das Land zu bekommen. Wir haben 8 Tage in El Salvador verbracht und konnten in der Zeit drei verschiedene Orte sehen. Das Schöne ist, dass das Land sehr klein ist und du deshalb auch in kurzer Zeit viel sehen willst. Aber wenn du das Land umfänglicher bereisen willst, würden wir trotzdem mindestens zwei Wochen empfehlen. Mehr Infos dazu folgen im Abschnitt Route.

In El Salvador zahlst du mit US-Dollar. Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. Unabhängig davon fällt in El Salvador eine Geldautomatengebühr an. Wir haben für eine Abhebung 5,50 Dollar gezahlt. Übrigens: Neben US Dollar ist Bitcoin in El Salvador offizielles Zahlungsmittel.

Teuer nicht, aber teurer als einige andere Länder in Mittelamerika, zum Beispiel Guatemala oder Nicaragua. Wir fanden das Preisniveau okay, aber Unterkünfte können etwas mehr kosten, als man erwartet – insbesondere an der Pazifikküste. Mehr Infos dazu gibt es weiter unten im Länderguide in unserer Kostenaufstellung.

Spanisch ist in El Salvador, wie in allen Ländern Mittelamerikas (ausgenommen Belize) die Landessprache. Aber auch Englisch ist weiter verbreitet als in den meisten anderen Ländern Mittelamerikas, sodass du keine Probleme haben solltest, dich zu verständigen. Trotzdem ist es natürlich immer hilfreich und die Locals freuen sich, wenn du ein paar Worte Spanisch sprichst.

El Salvador macht in Deutschland überwiegend durch Kriminalität, Drogenkrieg und hohe Mordraten Schlagzeilen. Und das entspricht sicher auch der Wahrheit. Zwei Tage nach unserer Abreise wurden 62 Menschen bei Konflikten zwischen verschiedenen Gangs an nur einem Tag ermordet und über 1000 daraufhin inhaftiert. Das gehört genauso zur Realität, wie dass Touristen von Bandenkriminalität nur in absoluten Ausnahmefällen betroffen sind. Außerdem hat sich die Sicherheitslage mit dem neuen Präsidenten Nayib Bukele seit 2019 stark verbessert. So ist beispielsweise die Mordrate seitdem stark gesunken. Wir haben uns in El Salvador immer sicher gefühlt, aber man sollte sich vorab schon informieren, welche Gegenden man meiden sollte, ob es abends sicher ist etc. Insgesamt war der Sicherheitsaspekt aber viel weniger ein Thema, als wir vorab gedacht hätten.

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Blogbeitrag findest du auch auf YouTube in unserem Vlog!

Santa Ana - Die schönste Stadt des Landes

Santa Ana gilt als die schönste Stadt des Landes und war unser erster Stopp in El Salvador. Sie liegt im Nordwesten und ist mit ihren 250.000 Einwohnern nach der Hauptstadt San Salvador die zweitgrößte Stadt. Allerdings hatten wir nie das Gefühl, uns in einer großen City zu befinden, denn das Zentrum ist echt überschaubar. Wie in vielen mittelamerikanischen Städten spielt sich das Leben rund um einen zentralen Platz ab: den Parque Libertad, um den herum prachtvolle Gebäude wie das Rathaus, das Theater und eine große weiße Kathedrale (die uns an den Mailänder Dom erinnert hat) stehen. Insgesamt ist Santa Ana eine schöne, aber keineswegs perfekte Stadt: An machen Ecken ist es etwas ranzig, aber auch das hat seinen Charme und ist vor allem authentisch und echt. Denn: Man trifft kaum andere Touristen.

Vulkan Santa Ana

Santa Ana ist der perfekte Ausgangsort für eine Tour zum Ilamatepec (oft auch einfach Santa Ana Vulkan genannt). Dieser ist mit seinen 2381 Metern der höchste Vulkan El Salvadors und auch noch aktiv. Die Wanderung ist nicht sonderlich herausfordernd, du brauchst also keine besonders gute Kondition. Los geht es in Santa Ana mit dem Chickenbus. Die Station heißt La Vencedora, du zahlst 70 Cent, nimmst Bus 239 in Richtung Cerro Verde und bist dann circa zwei Stunden unterwegs.

Am Ziel angekommen musst du einen Guide bezahlen – das ist obligatorisch und kostet dich 3 Dollar pro Person. Im Endeffekt musst du nicht mit dem Guide hochlaufen, wir haben uns auch schnell von unserer Gruppe gelöst und sind alleine hoch. Der Weg ist eindeutig und Sicherheitsbedenken brauchst du keine haben. Nach ein paar Minuten kommst du zum Eingang des Nationalparks, wo weitere 6 Dollar fällig werden. Dann folgt der Aufstieg, für den wir circa eineinhalb Stunden gebraucht haben.

Die Wanderung ist recht easy, macht aber Spaß, weil der Weg sehr abwechslungsreich ist und die Landschaften toll sind. Das Coolste dabei ist der Blick auf den Vulkan Izalco, der nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Am Gipfel angekommen wird die Sicht noch besser: Bei gutem Wetter kann man auch den nahegelegenen See Coatepeque sehen – ein richtig cooles Panorama! Aber der Santa Ana Vulkan selbst ist noch beeindruckender: Denn er hat einen Kratersee, der in einem grellen Türkis schimmert, außerdem kann man Schwefelschwaden aufsteigen sehen – und die riecht man auch! Da wird einem auf jeden Fall bewusst, dass dieser Vulkan noch aktiv ist.

Anfahrt mit dem Bus
Wanderung auf den Vulkan
Der Kratersee

Beim Abstieg solltest du die Fahrzeiten der Chickenbusse beachten: Einer fährt um 13 Uhr, der nächste erst wieder um 16 Uhr. Da der Abstieg circa eine Stunde dauert, solltest du früh genug los, wenn du den 13 Uhr Bus anpeilst. Wir haben diesen leider verpasst, was im Endeffekt aber eigentlich gar nicht schlimm war. Zusammen mit ein paar anderen Reisenden sind wir per Anhalter gefahren. Zwei Pick-up-Fahrer waren so nett, uns auf ihrer Ladefläche mitzunehmen und zurück nach Santa Ana zu fahren – ein super cooles Erlebnis!

Lago de Coatepeque

Der Lago de Coatepeque
Blick auf den See

Auch der See Coatepeque liegt nicht weit von Santa Ana entfernt und bietet sich deshalb für einen Tagesausflug an. Es gibt aber auch coole Unterkünfte am Lake, falls du lieber eine oder mehrere Nächte dort verbringen willst. Coatepeque gilt als einer der schönsten Seen Mittelamerikas und ist – wie sollte es in dieser Gegend anders sein – vulkanischen Ursprungs. Da wir kurz vorher am Lake Atitlán in Guatemala waren, haben wir den See leider geskipped, das hinterher aber ein bisschen bereut, weil er wirklich schön aussieht. Der Place to be für Backpacker ist auf jeden Fall das Captain Morgan Hostal direkt am See – allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass es dort etwas trubeliger und lauter sein kann. Das Ambiente sieht aber super chillig aus!

Die Ruta de Las Flores

Ein absolutes Must-do bei einer Reise durch El Salvador ist die Ruta de las Flores (= die Straße der Blumen). Das ist eine Gegend, die ihren Namen den Wildblumen, die zwischen November und Februar blühen, verdankt – aber auch außerhalb dieser Zeit lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall! Die Ruta de las Flores ist im Wesentlichen eine malerische Straße, die die sechs Städtchen Nahuizalco, Salcoatitán, Juayúa, Apaneca, Ataco und Ahuachapán miteinander verbindet. Drum herum finden sich zahlreiche Kaffeeplantagen, die man auch besuchen kann. Wir haben drei Nächte in Juayúa verbracht und waren sehr angetan. Das Städtchen ist klein und ruhig, hat super hübsche Ecken und wir haben uns von Anfang an wohlgefühlt. Tipp: Jedes Wochenende gibt es hier ein Foodfestival, das sowohl Locals als auch Touristen anlockt!

Las Siete Cascadas

Neben der Wanderung auf den Santa Ana Vulkan war das Coolste, was wir in El Salvador gemacht haben, eine Tour zu den Siete Cascadas (= sieben Wasserfällen). Rund um Juayúa gibt es zahlreiche Wasserfälle und einen davon, die Chorros de la Calera kann man auch auf eigene Faust besuchen. Willst du mehrere Wasserfälle sehen, so wie wir, solltest du allerdings eine Tour buchen, denn man braucht auf jeden Fall Ortskenntnisse, um sie zu finden! Wir haben unsere Tour mit zwei weiblichen Guides (Tours Siete Cascadas) über unser Hostel gebucht und dafür 15 Dollar pro Person bezahlt.

Wanderung zwischen den Wasserfällen
Wasserfall in grüner Umgebung
Klettern am Wasserfall

Wir wurden morgens von einem Pick-up im Hostel abgeholt und sind rund zwanzig Minuten zum Startpunkt der Wanderung gefahren. Von da aus ging es dann auch gleich rein in die Natur und ab zum ersten Wasserfall. Die Tour hat drei Stunden gedauert und wir haben – bei dem Namen keine große Überraschung – sieben Wasserfälle gesehen. Manche hatten mehr, manche weniger Wasser, aber am schönsten fanden wir gleich den allerersten! Du solltest auf jeden Fall Badesachen oder Kleidung, die nass werden kann, anziehen, denn du wirst du auf jeden Fall nass, da die Tour einige Canyoning-Elemente enthält.

Das absolute Highlight ist der vierte Wasserfall, denn diesen klettert man rauf! Der erste Teil ist komplett ohne Sicherung: Die Guides haben uns gezeigt, wo wir hintreten und uns festhalten sollen, aber ansonsten waren wir einfach auf unsere Kletterkünste angewiesen. Beim oberen Stück kommt dann ein Seil zu Hilfe, an dem man sich hoch hangeln kann. Das Ganze ist schon echt ein verrücktes Gefühl, weil der Wasserfall ziemlich hoch und natürlich sehr rutschig ist. Also auf jeden Fall eine abenteuerliche Angelegenheit, aber uns hat es mega viel Spaß gemacht!

Die Hauptstadt - San Salvador

Wie eingangs erwähnt, hat El Salvador nicht den besten Ruf – und das gilt besonders für die Hauptstadt. Wir hatten San Salvador ursprünglich auch nicht auf dem Schirm, mussten dann aber für einen PCR-Test (für unsere Weiterreise nach Nicaragua) dorthin. Und was sollen wir sagen: Unsere Erfahrung war total positiv und wir haben uns jederzeit wohlgefühlt. Natürlich gibt es Ecken, die man meiden sollte – wie in fast jeder großen Stadt. Aber wie überall in El Salvador sind wir auch hier auf sehr nette Menschen gestoßen. Generell ist der amerikanische Einfluss spürbar: Das merkt man an Kleidung und Musik – aber vor allem an der Sprache. Anders als beispielsweise in Guatemala haben wir viele Menschen getroffen, die gut Englisch sprechen – so kommt man dann auch schneller mit Locals ins Gespräch.

To Do's in San Salvador

San Salvador ist riesig, die Metropolregion hat mehr als 1,74 Millionen Einwohner und unfassbar viele Stadtviertel. Als eines der sichersten und schönsten gilt bei Reisenden San Benito. Auch die angrenzenden Viertel Escalon und Zona Rosa sind beliebt. Wir haben uns San Benito einen halben Tag lang angeschaut und fanden es zwar schön, aber fast schon zu perfekt. Man merkt, dass es ein sehr reiches Viertel ist, man sieht viele riesige Häuser und Villen hinter hohen Mauern und teure Autos. Das geht dann doch an der Lebensrealität der meisten El Salvadorianer vorbei. Aber einen Gastrotipp haben wir: Wenn ihr vor Ort seid, solltet ihr der Soya Nutribar einen Besuch abstatten. Im begrünten Garten kann man sehr schön sitzen und auf der Karte stehen viele vegetarische Optionen. Außerdem gibt es einen Bioladen und viele Accessoires und Schmuck zu kaufen.

Statue im historischen Zentrum
Zentraler Platz in San Salvador
Straßenszene in der Hauptstadt

Unser Hotel Happy House* lag im Viertel Colonia Miramonte und auch da haben wir uns wohlgefühlt – auch als wir im Dunkeln nach Hause gelaufen sind. Auch hier haben wir einen Restauranttipp: Clavo & Canela hat einige vegetarische Optionen und sehr leckere Pasta. Besonders angetan hat es uns allerdings das historische Zentrum der Stadt. Hier gibt es einen großen Markt und einen zentralen Platz mit einer riesigen weißen Kathedrale. Dort sind wir den ganzen Tag über nur zwei weiteren Touristen begegnet – hier kann man also wirklich noch ins Local Life eintauchen!

Honorable Mentions
Weil wir nur eine Woche vor Ort waren, konnten wir nicht alle sehenswerten Ecken in El Salvador besuchen. Das kleine Land hat aber noch viel mehr zu bieten, was wir dir natürlich nicht vorenthalten wollen. Deswegen folgen jetzt ein paar weitere Highlights.

El  Tunco ist nicht nur der bekannteste Ort an der Pazifikküste El Salvadors, sondern generell das beliebteste Reiseziel des Landes. Der kleine Küstenort ist vor allem bei Surfern beliebt. Allerdings solltest du dich auf ein höheres Preisniveau einstellen, denn El Tunco ist deutlich teurer als der Rest des Landes – was auch der Grund war, weshalb wir den Ort auf unserer Rundreise auslassen mussten. Wenn du nicht surfst und nicht auf der Suche nach Party bist, ist El Zonte vielleicht die bessere Option für dich. Der Ort ist die ruhigere kleine Schwester El Tuncos, liegt nur einige Kilometer entfernt und bietet einen tollen Strandabschnitt, der auch zum Schwimmen einlädt.

Suchitoto ist eine süße Kleinstadt im Norden El Salvadors, circa 40 Kilometer von San Salvador entfernt, die besonders für ihre koloniale Architektur bekannt ist. Dazu kommt das tolle Umland, denn die Stadt ist von grünen Bergen umgeben und liegt an einem großen See. Wie an so vielen Orten in El Salvador kannst du auch hier noch richtig in das Leben der Einheimischen eintauchen.

El Imposible ist der größte Nationalpark El Salvadors und liegt ganz im Westen des Landes. Der Park ist bisher wenig erschlossen, sodass dort noch ein richtiges Natur-Abenteuer auf dich wartet. Angeboten werden verschiedene Touren, bei denen du neben Tieren auch tolle Aussichtsplattformen, Flüsse und Wasserfälle entdecken kannst. Hier findest du mehr Informationen.

Wenn du Lust auf ein paar ruhige Tage am Meer hast, ist El Cuco der richtige Ort für dich. Dort, nahe der Grenze zu Honduras, geht es sehr entspannt zu und du triffst eher auf lokale als auf internationale Touristen.

Du bist noch unsicher, was du alles in deinen Rucksack packen musst? Dann schau mal hier vorbei!

El Salvador - Route

Deine Route durch El Salvador ist natürlich individuell und hängt in erster Linie auch davon ab, wo deine Reise startet und endet. Wir gehen in unserer Beipsielroute mal davon aus, dass du El Salvador im Rahmen einer Mittelamerika-Reise mitnimmst. Deswegen starten wir im Westen des Landes aus Guatemala kommend und reisen danach weiter in Richtung Honduras und Nicaragua. Wenn du stattdessen mit dem Flugzeug anreist, wird dein Trip in der Hauptstadt San Salvador starten und enden. Natürlich kannst du die Route umdrehen, erweitern oder ganz anders gestalten. 

Grundsätzlich lässt sich El Salvador einfach, sicher und vor allem sehr günstig mit den öffentlichen Bussen, den sogenannten Chickenbussen, bereisen. Das sind umgebaute alte amerikanische Schulbusse, die ziemlich cool aussehen und mit denen jede Fahrt ein Erlebnis für sich ist. El Salvador ist ein kleines Land, weshalb die Strecken sehr überschaubar sind. Außerdem befinden sich viele der touristischen Anlaufpunkte, die wir in unserer Route berücksichtigt haben, in einer Ecke des Landes und sind ziemlich nah beieinander. Wir haben unsere Rundreise durch El Salvador komplett mit den Chickenbussen gemacht und uns nie unsicher gefühlt. Auch musst du keine Angst haben, über den Tisch gezogen zu werden, denn die Preise stehen fest und hängen vorne im Bus aus. So weißt du immer genau, wie viel du zahlen musst.

Busterminal in Santa Ana
Chickenbus in El Salvador
Mit dem Bus durchs Land

Während wir zwischen den einzelnen Städten ausschließlich Chickenbusse genutzt haben (und ein Mal per Anhalter gefahren sind), haben wir innerhalb von San Salvador Uber genutzt, was preislich völlig okay war und was wir auf jeden Fall weiterempfehlen können. Wenn du zu Fuß unterwegs bist, solltest du dich vorab informieren, welche Viertel du meiden solltest und ob es im Dunklen sicher ist. Im Folgenden findest du die Streckenabschnitte unserer Beispielroute inklusive An- und Abreise im Detail:

Wir sind von Antigua in Guatemala aus mit einem Shuttle nach Santa Ana, zu unserem ersten Stopp in El Salvador, gefahren. Die Shuttles kannst du in den zahlreichen Tour Agencies in Antigua buchen. Wir haben für die circa 5-stündige Fahrt 38 Euro pro Person bezahlt.

Von Santa Ana aus geht es mit dem öffentlichen Bus nach Juayua an der Ruta de Las Flores. Für die circa eineinhalbstündige Fahrt haben wir gerade mal 35 Cent pro Person bezahlt. 

Weiter geht es von Juayua an der Ruta de Las Flores wieder mit dem öffentlichen Bus an die Pazifikküste des Landes nach El Tunco. Die Fahrt dauert circa 3 Stunden.

Und auch von El Tunco geht es wieder mit den Chickenbussen Richtung San Salvador, was circa eineinhalb Stunden dauert.

Von San Salvador aus gibt es täglich mehrere Shuttles von verschiedenen Anbietern, die nach Nicaragua fahren. Wir sind mit Transporte del Sol nach Leon in Nicaragua gefahren, haben circa 12 Stunden gebraucht und dafür 55 Euro pro Person bezahlt. Der Service von Transporte del Sol war super: Die Mitarbeitenden stellen sicher, dass du alle Unterlagen dabei hast, die du für die Einreise nach Nicaragua brauchst und sind auch am Grenzübergang sehr hilfreich. Außerdem wurde auf der Fahrt zwei Mal Essen serviert. Die Fahrt nach Leon wird aktuell nicht mehr angeboten, aber die Strecke nach Managua in Nicaragua kannst du online beispielsweise über bookaway.com* buchen.

El Salvador - Kosten

In El Salvador wird mit dem US-Dollar bezahlt, was dafür sorgt, dass das Preisniveau nicht ganz so niedrig ist, wie in anderen Ländern Mittelamerikas. Wir waren schon etwas überrascht, was die Preise angeht, denn El Salvador ist definitiv etwas teurer als Guatemala oder Nicaragua. So konnten wir beispielsweise unseren geplanten Stopp an der Pazifikküste in El Tunco oder El Zonte nicht machen, weil wir schlichtweg keine Unterkunft in unserem Budget gefunden haben. Im Endeffekt haben wir in unseren 8 Tagen vor Ort im Schnitt 39 Euro pro Tag pro Person ausgegeben und damit unser vorgesehenes Budget von 40 Euro am Tag ziemlich genau getroffen. Im Detail teilen sich die Kosten wie folgt auf:

Essen und Trinken ist, wie in fast jedem Land, unserer größter Kostenpunkt, was auch daran liegt, dass wir viel und gerne essen. Was du auf jeden Fall probieren solltest, wenn du in El Salvador bist, sind Pupusas. Die mit unterschiedlichen Dingen gefüllten Maisfladen sind das Nationalgericht schlechthin! Wir haben ab und zu aber auch mal westliches Essen gegessen und auch mal eingekauft und selbst gekocht. Wenn du dich ausschließlich auf Streetfood beschränkst, kannst du in dieser Kategorie deutlich günstiger wegkommen.

Für Übernachtungen haben wir im Schnitt 24 Euro für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage gezahlt, was völlig okay war. Allerdings sind die meisten Hostels an der Pazifikküste, insbesondere in El Tunco, deutlich teurer!

Zu unseren Transportkosten zählen diverse Fahrten mit den Chickenbussen – die immer super günstig sind – sowie Uber-Fahrten innerhalb San Salvadors.

Zu unseren Aktivitäten in El Salvador zählen die Tour zu den Siete Cascadas (Wasserfalltour), die Wanderung auf den Santa Ana Vulkan und eine Brauereitour, die von unserem Hostel in Santa Ana organisiert wurde. 

Wir haben in El Salvador nur ein Mal Wäsche abgegeben und dafür insgesamt 11 Euro bezahlt, was auf jeden Fall viel zu viel ist!

Wir haben uns eine Sim Karte von TIGO Sim gekauft und für eine Woche 3,50 Euro bezahlt.

Für eine Bargeldabhebung mit der kostenlosen Visa Debitkarte von der DKB* haben wir 5 Euro Geldautomatengebühr bezahlt, was 2,50 Euro pro Person entspricht.

Helen hat sich bei einem Straßenstand in Santa Ana ein Armband für zwei Euro gekauft.

El Salvador - Unterkünfte

Unterkunft in Juayua
Doppelzimmer in Santa Ana

Wir hatten in unseren 8 Tagen in El Salvador drei verschiedene Unterkünfte, die uns alle richtig gut gefallen haben. Alle drei waren sehr familiär und wir hatten richtig nette Begegnungen mit den Locals. Besonders das Hostel in Santa Ana war toll, dort wurden auch gemeinsame Aktivitäten mit den Besitzern und Gästen organisiert, was richtig viel Spaß gemacht und uns dem Leben der Einheimischen etwas näher gebracht hat. Wir hatten immer Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage und haben dafür im Schnitt 24 Euro pro Nacht gezahlt. Alle Unterkünfte haben wir über booking.com* gebucht und in folgender Tabelle aufgelistet und verlinkt:

StadtHostel€ pro Nacht
Santa AnaVelvet Hostal La novena*20 €
JuayuaMixtepek*27 €
San SalvadorHotel Happy House*23 €

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El Salvador - Fazit

Ursprünglich hatten wir El Salvador nur als Transitland zwischen Guatemala und Nicaragua eingeplant. Im Endeffekt haben wir eine Woche dort verbracht und festgestellt: Dieses Land, das international vor allem durch negative Schlagzeilen in Bezug auf Kriminalität bekannt ist, bietet wirklich schöne Ecken! An Authentizität ist es sowieso nicht zu überbieten, da sich nur sehr wenige Touristen nach El Salvador verirren – zumindest abseits von dem beliebten Strandort El Tunco.

Dort wollten wir eigentlich auch gerne hin, haben aber keine Unterkunft in unserem Budget gefunden. Denn das muss man auch sagen: El Salvador ist vergleichsweise etwas teurer – wir haben für den gleichen Standard mehr Geld ausgegeben als in Guatemala und Nicaragua. Dafür haben uns die Einheimischen mit offenen Armen empfangen und waren immer zuvorkommend und extrem freundlich. Selten haben wir so schnell mit Locals connected wie in El Salvador!