Huacachina

Peru

Wüstenoase Huacachina

Bei Peru denkt man zu allererst an Machu Picchu; dann vielleicht noch an den Rainbow Mountain oder den Amazonas. Aber dass sich in Peru eine riesige Wüste inklusive wunderschöner Oasen befinden – das haben viele nicht auf dem Schirm. Dabei wartet mit der Wüstenoase Huacachina in der Acatama Wüste im Westen des Landes ein Ort wie aus dem Bilderbuch!

Die Oase besteht nur aus einem kleinen See, ein paar Palmen und einigen Straßen drum herum und ansonsten ist da nur: Sand so weit das Auge reicht. Die Dünen sind hier bis zu 100 Meter hoch und bieten super Spots, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Das absolute Highlight in Huacachina ist eine Sandbuggy und Sandboarding Tour. Aber was man wissen sollte: Der gesamte Ort ist auf Tourismus ausgelegt – was uns in dem Fall nicht gestört hat. Um nach Huacachina zu kommen, fährt man mit dem Bus (zum Beispiel von Lima oder Paracas aus) nach Ica und von da die letzten zehn Minuten mit dem Taxi oder Tuktuk in die Oase.

Huacachina - Oase aus dem Bilderbuch

Panorama von Huacachina
Wasser, Palmen und endlose Wüste

Okay wir geben zu – bisher waren wir noch nie in einer Oase, weshalb unsere Vorstellungen davon auf Filmen beruhen. Aber zu unserer Verteidigung: Huacachina sieht genauso aus wie im Film! Es ist einfach eine perfekte kleine Wüstenoase: Ein kleiner grünblauer See, hübsche Palmen, einige kleine Straßen und das war’s. Alles andere ist Sand. Der Blick von der Oase auf die umliegenden Dünen, die bis zu 100 Meter hoch sind, ist einfach fantastisch. Die ganze Szenerie wirkt fast schon unecht; wir hatten am Anfang das Gefühl, in eine Themenwelt eines Freizeitparks geraten zu sein.

Als wir dort ankamen, waren wir wirklich überwältigt, denn – wie gesagt – so eine Landschaft hatten wir noch nie gesehen! Eines muss einem bei einem Besuch aber bewusst sein: Die gesamte Oase ist auf Tourismus ausgelegt. Huacachina hat rund 100 Einwohner und bei weitem mehr Touristen pro Tag! Aber in dem Fall hat uns das nicht gestört, weil wir das Gefühl hatten, dass der Ort trotzdem ruhig und entspannt ist.

Sonnenuntergang in der Wüste
Wie aus einem Bilderbuch

Die Übernachtungsmöglichkeiten in Huacachina sind etwas teurer als in den meisten anderen Gegenden des Landes. Wir haben im Hostal Huacachina Sunset* für 33 Euro inklusive Frühstück für zwei Personen übernachtet. Das Hostel ist wirklich toll ausgestattet mit Dachterrasse, Pool, Balkonen und eigenem Restaurant. In Ica, in der zehn Autominuten entfernt liegenden Großstadt, gibt es zahlreiche günstige Unterkünfte und viele Reisende entscheiden sich auch dafür, dort zu übernachten und dann mit einem Taxi oder Tuktuk in die Oase zu fahren. Wir würden aber ganz klar empfehlen, in Huacachina selbst zu übernachten – da bekommt man noch ein mal viel mehr von diesem besonderen Flair der Oase mit.

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Buggytour & Sandboarding

Das absolute Highlight in Huacachina ist eine Sandbuggy und Sandboarding Tour. Dabei wirst du in einer kleinen Gruppe in einem Sandbuggy durch die Dünen gefahren – das geht richtig turbulent zu und macht mega viel Spaß! Anschließend geht es mit dem Sandboard die Dünen runter. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Im Liegen oder Sitzen oder auf Skiern oder einem Snowboard, was man sich vorher ausleihen kann. Egal für welche Option du dich entscheidest: Es macht mega Bock!

Zum Abschluss wirds dann etwas ruhiger: Zusammen schaut man sich den Sonnenuntergang inmitten der Dünen an. Die Ausflüge dauern in der Regel zwei Stunden und werden von mehreren Agenturen im Ort angeboten, beinhalten aber im Prinzip alle dasselbe und unterscheiden sich hauptsächlich im Preis. Wir haben unsere Tour bei Manolito Tours gebucht und dafür 30 Soles (7,50€) pro Person bezahlt. Dazu kommen 3,60 Soles (0,90€) Eintritt in den Nationalpark.

Achterbahnfahrt durch die Sanddünen
Sandboarding darf nicht fehlen!
Wüste bis zum Horizont

Wir hatten vor der Sandbuggy und Sandboarding Tour anfängliche Bedenken: Alle Anbieter starten zur selben Zeit am späten Nachmittag, damit es nicht mehr so heiß ist und damit man den Sonnenuntergang in den Dünen schauen kann. Gegen 16 Uhr strömen also Menschenmassen in die Wüste, insbesondere am Wochenende. Aber das hat eine Wüste eben auch an sich: Sie ist unglaublich weitläufig, sodass sich die Buggys überhaupt nicht in die Quere kommen. Ganz im Gegenteil: Jeder Anbieter scheint seine eigene Strecke zu fahren und an einer anderen Düne Sandboarding zu machen, sodass wir die meiste Zeit gar keine anderen Menschen gesehen haben. Das war wirklich gut organisiert und hat uns positiv überrascht. Insgesamt können wir die Tour zu hundert Prozent weiterempfehlen!

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Huacachina - Fazit

Auch wenn für uns vor der Reise feststand, dass wir die Wüstenlandschaft im Westen Perus besuchen wollten, dachten wir eher, wir nehmen das so beiläufig mit, bis die großen Sehenswürdigkeiten des Landes (wie Colca Canyon und Machu Picchu) kommen. Doch wir wurden schnell eines besseren belehrt: Huacachina in der Acatama Wüste war für uns ein absolutes Highlight! Die Kulisse war für uns etwas ganz Neues und Faszinierendes, was wir bisher nur aus Filmen kannten.

Außerdem mochten wir die Mischung aus der einerseits entspannten Stimmung in der Oase und der andererseits actionreichen Angebote. Wir würden jedem, der eine Perureise plant, einen Stopp in Huacachina ans Herz legen und vor allem würden wir auch empfehlen, in der malerischen Oase direkt zu übernachten und nicht in der zehn Minuten entfernt liegenden Großstadt Ica. In dieser Kulisse einzuschlafen und aufzuwachen ist einfach nochmal etwas ganz Besonderes!