Indonesien

Highlights • Route • Kosten
Indonesien - Paradies aus 17.000 Inseln
Indonesien ist in vielerlei Hinsicht ein Land der Superlative: Der flächenmäßig größte Staat in Südostasien mit den viertmeisten Einwohnern weltweit und der größten muslimischen Bevölkerung auf diesem Planeten, das Land mit den meisten aktiven Vulkanen und dem größten Insel-Archipel der Welt, einem beeindruckenden Artenreichtum mit vielen endemischen Tieren, einer vielseitigen Kultur und einer paradiesischen Lage mitten am Äquator. Es gibt nicht nur 17.000 Inseln, sondern auch 17.000 gute Gründe, nach Indonesien zu reisen. Wir zeigen dir in diesem Travel Guide alle Highlights, eine mögliche Route für zwei bis drei Wochen sowie alle Kosten und weitere nützliche Infos für den Reisealltag in Indonesien.






Indonesien - Wichtige Infos

In Indonesien herrscht ganzjährig tropisch-heißes Klima und man unterscheidet in zwei Jahreszeiten: die Regen- und die Trockenzeit. Anders als in den weiter nördlich gelegenen Ländern Südostasiens, herrscht in Indonesien in unseren Sommermonaten, genauer gesagt von Mai bis Oktober, Trockenzeit. Dies gilt auch als die beste Reisezeit, weil es in dieser Zeit nur selten regnet und die Sonne häufig scheint. Aber da Indonesien ein riesiger Inselstaat ist, gibt es regionale Unterschiede (z.B. Papua oder Molukken). Beachte allerdings, dass es in der Trockenzeit zu Waldbränden kommen kann, wodurch Nationalparks temporär geschlossenen werden können.

Ja, für deine Reise nach Indonesien benötigst du ein Visum. Es gibt verschiedene Visa für Indonesien und das ganze Prozedere ist aufgrund der vielen Optionen etwas undurchsichtig. Wo und wie du das richtige Visum ohne zusätzliche Kosten beantragst, erklären wir dir in diesem Beitrag.
Offiziell wird für die Einreise ein Rückflug- bzw. Weiterreiseticket verlangt und man muss es bei der Beantragung des E-Visums auch hochladen. Wenn du kein Ausreiseticket hast, können wir dir den Service von onwardticket.com* empfehlen. Dort kannst du für wenig Geld ein gültiges Ticket kaufen, das automatisch nach 48 Stunden wieder verfällt.

Die Dauer deiner Indonesienreise hängt in erster Linie von deinen Präferenzen und deiner Zeit ab. Aufgrund der langen Anreise aus Deutschland sollten es unserer Meinung nach mindestens zwei, eigentlich eher drei Wochen sein. Grundsätzlich gilt: Je länger desto besser! Indonesien hat so viel zu bieten, da kann man locker mehrere Wochen (oder auch Monate) verbringen, ohne dass einem langweilig wird.

In Indonesien zahlst du mit der indonesischen Rupie (IDR), wobei ein EUR circa 18.000 IDR entspricht. Stell dich darauf ein, dass du viel Bargeld mit dir herum tragen wirst, denn Vieles läuft über Bargeld und der größte Schein ist 100.000 IDR (6 €).
Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose awa7 Kreditkarte* oder die DKB Visa Debitkarte*, mit denen du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. Damit fallen in Indonesien bei den meisten Banken keine Geldautomatengebühren an (z.B. BNI, Maybank, Mandiri, CIMB, HSBC). Achte bei Bargeldabhebungen immer drauf, direkt in der Landeswährung abzuheben („Continue without Conversion“).

Nein, Indonesien ist ein sehr günstiges Land und damit absolut Backpacker freundlich! Verpflegung und Unterkünfte sind sehr erschwinglich. Lediglich die Inlandsflüge können vergleichsweise teuer sein, besonders wenn man kurzfristig bucht.

Englisch ist in den Touristenregionen recht weit verbreitet, aber ein paar Floskeln auf Bahasa, der Landessprache in Indonesien, sind immer nützlich und die Einheimischen freuen sich. Weiter unten haben wir dir eine Tabelle mit den wichtigsten Worten verlinkt.

Ja, denn eine SIM Karte erleichtert den Reisealltag und die Kommunikation enorm. Der größte und beste Anbieter von SIM Karten in Indonesien ist Telkomsel. Direkt nach Ankunft am Flughafen werden dir verschiedene Tarife angeboten, die sich in Laufzeit und GB unterscheiden. Wir würden allerdings empfehlen, für die ersten Tage eine eSIM* zu kaufen. Damit bist du sofort online und solltest du länger in Indonesien unterwegs sein, kannst du dir bei Bedarf in einem Laden von Telkomsel oder einem der vielen Straßenshops eine lokale SIM Karte kaufen. Dazu benötigst du nur dein Handy und deinen Reisepass und die Mitarbeiter richten die SIM Karte für dich ein. Wir haben für 30 Tage mit 33 GB 8 Euro gezahlt und mit Hilfe der Telkomsel App kannst du Mobile Daten in den Convenience Stores von Alfa Mart aufladen.

Der Länderguide als Video
Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal.
Anreise nach Indonesien


Indonesien ist ein riesiger Inselstaat entlang des Äquators und mit über 280 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Südostasien. Die beiden größten Flughäfen in Indonesien befinden sich in der Hauptstadt Jakarta (Soekarno-Hatta, CKG) und auf der beliebten Urlaubsinsel Bali (Denpasar, DPS). Allerdings gibt es aus Deutschland keine Direktflüge nach Indonesien und du musst mindestens einmal umsteigen. Die besten Umsteigeverbindungen laufen über die Golfstaaten mit den Fluggesellschaften Emirates, Etihad oder Qatar Airways. Darüber hinaus werden Jakarta und Bali über andere Großstädte in Asien wie Bangkok (Thai Airways), Singapur (Singapore Airlines & Scoot) oder Kuala Lumpur (Malaysian Airlines, AirAsia) angeflogen. Direktflüge aus Europa gibt es nur ab Amsterdam mit KLM und Garuda Indonesia sowie ab Istanbul mit Turkish Airlines. Um den besten Flug zu finden, empfehlen wir ein Flugvergleichsportal wie zum Beispiel Skyscanner* zu nutzen.



Da Indonesien ein großer Inselstaat ist, gibt es neben Jakarta und Bali noch weitere internationale Flughäfen, die im asiatischen Raum gut vernetzt sind. Dazu gehören in erster Linie Surabaya (Java), Medan (Sumatra), Makassar (Sulawesi) und von touristischer Relevanz sind zudem Labuan Bajo (Flores), Mataram (Lombok), Balikpapan (Borneo – in Indonesien Kalimantan genannt) und Yogyakarta (Java). Die Einreise mit dem Schiff ist für Touristen eher unüblich, aber es existieren Fährverbindungen von Malaysia, Singapur und auch den Philippinen nach Indonesien.
Indonesien - Was du wissen musst
Abgesehen von Bali ist über Indonesien in der westlichen Welt wenig bekannt. Daher mal ein kurzer geschichtlicher Abriss zum Einstieg:
Indonesien war in der Frühzeit um 1.000 Jahre n. Chr. stark buddhistisch und hinduistisch geprägt. Jedoch setzte sich der Islam durch den Einfluss arabischer Händler ab dem 15. Jahrhundert als vorherrschende Religion durch. In den Folgejahren wurde ein Großteil der indonesischen Inseln durch die Portugiesen kolonialisiert, die mit der Zeit wiederum durch die Niederländer verdrängt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung durch die Japaner, erklärten Soekarno und Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens. Die bis 1954 bestehende Union mit der ehemaligen Kolonialmacht aus den Niederlanden wurde von Indonesien aufgrund des Konfliktes um Neuguinea gekündigt. Nach einem gewaltsamen Militärputsch Mitte der 60er und weiteren Konflikten mit Malaysia, Guinea und Osttimor, hat sich die politische Lage heute weitestgehend stabilisiert. International für Aufsehen sorgen die regelmäßigen Vulkanausbrüche sowie zahlreiche Erdbeben und die daraus resultierenden Tsunamis.


Die Hauptstadt Jakarta liegt auf der Insel Java und ist mit 10 Millionen Einwohnern deutlich größer als die bekannten Städte Bangkok, Kuala Lumpur oder Singapur. Die Metropolregion rund um Jakarta gehört mit über 30 Millionen Einwohnern sogar zu den bevölkerungsreichsten Regionen der Welt. Auch wenn bei den meisten Ausländern Bali, Borneo oder Sumatra bekannter sind, ist das wirtschaftliche Zentrum Indonesiens Java, da dort mehr als die Hälfte aller Indonesier leben. Indonesien ist reich an vielen Bodenschätzen und neben dem Bergbau und dem Tourismus ist die Landwirtschaft (besonders Palmöl und Reis) der wichtigste Wirtschaftszweig. Geographisch lässt sich Indonesien wie folgt aufteilen:

- Java ist durch die Metropolregion Jakarta und die Großstädte Bandung und Surabaya das wirtschaftliche und politische Zentrum Indonesiens
- Sumatra liegt im Nordwesten, ist die größte Insel Indonesiens und beherbergt tropische Regenwälder und wertvolle Bodenschätze
- Kalimantan ist der indonesische Teil von Borneo. Auch wenn Borneo hinter Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der Welt ist, ist das Staatsgebiet von Indonesien auf Borneo kleiner als das auf Sumatra. Ähnlich wie auf Sumatra prägt der tropische Regenwald die Landschaft
- Bali liegt nur wenige Kilometer östlich von Java und ist die einzige Insel Indonesiens, auf der der Hinduismus noch die vorherrschende Religion ist
- Die bekanntesten Inseln der Nusa Tenggara sind Lombok, Sumbawa, Flores und der westliche Teil von Timor. Osttimor ist seit 1975 unabhängig von Indonesien
- Sulawesi östlich von Borneo fällt vor allem durch seine eigenartige Form auf, ist in Summe aber größer als Java. Die Insel ist sowohl christlich (im Norden) als auch muslimisch (im Süden) geprägt
- Die Inselgruppe der Molukken setzt sich aus zahlreichen größeren und kleinen Inseln mit großer Nord-Süd-Ausdehnung zusammen. Sie sind auch als die „Gewürzinseln“ bekannt und waren in der kolonialen Vergangenheit ein wichtiger Handelsstandort
- Die Insel Neuguinea ist in den indonesischen Teil Papua und den unabhängigen Staat Papua-Neuguinea aufgeteilt. Kulturell unterscheidet sich Westpapua stark vom restlichen Indonesien, aber jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen werden durch die Regierung strikt unterdrückt


Diese grobe Einteilung wird der Diversität Indonesiens eigentlich nicht gerecht, aber weitere Details würden den Rahmen dieses Länderguides sprengen. Nach ein paar allgemeinen Infos wollen wir im Folgenden auf die touristisch relevanten Aspekte eingehen, denn Indonesien ist unserer Meinung nach das vielleicht sehenswerteste Land der Welt oder zumindest eines der abwechslungsreichsten Länder überhaupt: Egal ob Strände, aktive Vulkane, seltene Tiere, leckeres Essen, Hotspot für Digitale Nomaden oder unberührte Landschaften. You name it, Indonesia got it! Zudem kann man den riesigen Inselstaat außerhalb der Touristen-Hotspots sehr authentisch bereisen und es gibt nach wie vor viele unentdeckte Ecken.
Indonesien - Top 10 Highlights
Bei über 17.000 Inseln ist es schwer, sich auf ein paar Highlights zu begrenzen. Wir waren mittlerweile schon vier Mal in Indonesien und haben in dieser Zeit sowohl die typischen Ziele als auch völlig unentdeckte Inseln besucht und so einen guten Eindruck von Land und Leuten bekommen. Aber egal, wo du im Endeffekt landen wirst: Indonesien hat wahrscheinlich mehr Highlights zu bieten, als jedes anderes Land auf dieser Erde.
Jakarta
Jakarta, die Hauptstadt Indonesiens und eine der größten Metropolen weltweit, wird von vielen Reisenden möglichst schnell wieder verlassen und dient in erster Linie als Ankunftsort für internationale Flüge. Ein Besuch gehört nicht zum Pflichtprogramm, aber hier ein paar Tipps:
Monas, wie es kurz genannt wird, ist das Nationalmonument Indonesiens. Der 137 Meter hohe Turm dient als Zeichen der Unabhängigkeit und bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt. Und wer sich gerne mal als Promi fühlen möchte, ist hier genau richtig – wir wurden ständig um Fotos gebeten.
Die kleine Straße Jalan Jaksa gilt als die Hauptstraße für Backpacker. Wer jetzt so etwas wie die Khao San Road in Thailand erwartet, liegt allerdings komplett falsch. Wir waren bei unseren beiden Besuchen (2018, 2022) überrascht, wie wenig Touristen vor Ort sind. Das hat uns ziemlich gut gefallen, denn es gibt trotzdem viele Restaurants, Bars und Cafés in der Nähe und ist damit der perfekte Ort, um in Jakarta anzukommen.
Dadurch, dass die meisten Touristen schlagartig aus der Stadt flüchten, hat sich Jakarta viel lokalen Charme bewahrt. Egal ob Märkte, Einkaufszentren oder auch die Jalan Jaksa: Authentisches Local Life ist omnipräsent mit leckeren Streetfoodständen und den gastfreundlichsten Menschen überhaupt.






Java
Java ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Indonesien und über 150 der insgesamt etwa 280 Millionen Menschen leben hier. Die Insel gehört zu unseren absoluten Highlights in Indonesien, denn hier findest du unglaubliche Landschaften und einzigartige Bauwerke!

Während Jakarta eher das politische und wirtschaftliche Zentrum darstellt, ist Yogyakarta das Zentrum für Kunst und Kultur. Jogja lässt sich wunderbar mit der Bahn aus Jakarta bereisen und strahlt im Gegensatz zur hektischen und vollen Großstadt eher gemütliche Vibes aus. Zudem ist die Stadt für Batikkunst bekannt und dient als idealer Ausgangspunkt für die beiden Tempelanlagen Borobudur und Prambanan.
Der Borobudur Tempel ist der größte buddhistische Tempel der Welt und liegt nur etwa 25 Kilometer von Yogyakarta entfernt und ist definitiv ein Must-Do. Besonders mystisch ist das Ganze zum Sonnenuntergang, wenn der Tempel inmitten der grünen Umgebung im orangenen Sonnenlicht schimmert. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, aber definitiv jede Rupie wert.
Etwas näher an Yogyakarta liegt der Prambanan Tempel. Im Gegensatz zum Borobudur ist der Prambanan hinduistisch und liegt inmitten einer schön angelegten Grünanlage. Die vielen Tempel, die größten davon mit einer Höhe bis 50 Metern, dienten in der Vergangenheit der Verehrung des Hindugottes Shiva.

Kommen wir nun zum absoluten Highlight: dem Tengger Semeru Nationalpark beziehungsweise dem aktiven Vulkan Bromo. Der Sonnenaufgang mit Panoramablick auf die Vulkane in der Kaldera war eines der beeindruckendsten Naturschauspiele, die wir jemals gesehen haben. Dazu ein Spaziergang auf dem Kraterrand eines aktiven Vulkans, wo die nach Schwefel riechenden Rauchschwaden an einem vorbeiziehen und man das Brummen der Erde hört. Einfach wow! Aber wichtig: Den Ausflug nicht in einer Tour machen, sondern auf eigene Faust, damit du die Touristenmassen umgehst. Wie das geht, findest du hier.
Und wem das noch nicht reicht, der kann sich weiter Richtung Osten zum Kawah Ijen Vulkan aufmachen. Hier wird nicht nur Schwefel abgebaut, sondern wer sich mitten in der Nacht auf den Vulkan begibt, sieht auch das berühmte blaue Feuer und einen Wahnsinns Sternenhimmel.
Beachte, dass es sich bei Vulkanen um eine unberechenbare Naturgewalt handelt. Ausbrüche sind unvorhersehbar und es kann passieren, dass die Wanderungen aufgrund erhöhter vulkanischer Aktivität verboten werden (wie zuletzt beim Ijen 2024).

Der Tumpak Sewu ist der wahrscheinlich spektakulärste Wasserfall, den wir jemals gesehen haben. Er liegt südlich des Bromo Tengger Semeru Nationalparks und bietet ein unfassbares Panorama aus Wasserfall, grüner Landschaft und dem dahinter liegenden Semeru Vulkan. Einmalig!











Bali
Bali gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen weltweit und viele denken sogar, Bali sei ein eigenes Land. Tatsächlich ist Bali aber ein Teil von Indonesien und die einzige Insel, die hinduistisch geprägt ist. Daher trägt sie auch den Beinamen „die Insel der Götter“ – zurecht?

Der wohl bekannteste Ort ist Kuta an der Westküste, der sich besonders bei feierwütigen Australiern großer Beliebtheit erfreut (ebenso wie Seminyak). Auch von Ubud hast du bestimmt schonmal gehört – der Ort inmitten von Reisfeldern ist durch den Film Eat, Pray, Love bekannt geworden und lockt mit Yoga und Spiritualität sowie einem fragwürdigen Monkey Forest. Und spätestens seit den 2010er Jahren gab und gibt es einen riesigen Hype um Canggu: Ebenfalls an der Westküste gelegen war es ursprünglich ein Ort für Surfer, doch mittlerweile ist es der Place-to-be für Digitale Nomaden und alle, die es werden wollen. Und zu guter Letzt gibt es da noch den südlichen Zipfel von Bali, nämlich Uluwatu mit seinen steilen Küsten, wilden Stränden und dem berühmten Pura Luhur Tempel. Das sind so die „typischen Spots“, genau wie der Meerestempel Tanah Lot, die Wasserfälle Tegenungan oder Sekumpul, die Tegallagang Reisterrassen, hinduistische Reinigungsrituale beim Pura Tirta Tempel oder das typische Bali Postkartenmotiv beim Pura Lempuyang. Das wäre die 0815-First-timer-Bali-Reise und wer dieser folgt, muss sich auf große Touristenmassen einstellen, denn Bali ist einer der größten Touristenhotspots der Welt und gepaart mit dem fürchterlichen Verkehr im Süden kommt hier wenig von der Entspannung, Spiritualität und Ruhe auf, auf die man sich so gefreut hat.

Bali ist zum Glück mehr als nur die typischen Spots im Süden und die Insel schafft es bis heute, ihren Charme und ihre Natur zu erhalten – man muss nur wissen, wo. Ein Ort, in dem du diese Ursprünglichkeit findest, ist Sidemen. Dieser liegt inmitten grüner Reisfelder vor dem Gunung Agung, dem höchsten Vulkan auf Bali. Dazu bieten sich Ausflüge zum Virgin Beach oder dem Goa Lawah Tempel an und auch Amed, ein kleiner Ort an der Ostküste mit toller Unterwasserwelt und einem fantastischen Blick auf den Agung, liegt nicht weit entfernt. Uns hat zudem Kintamani in der Batur Caldera sehr gut gefallen, wo wir viele hinduistische Tempel und Zeremonien gesehen haben. Munduk in den Bergen sowie Pemuteran und Lovina an der Nordküste sind weitere Orte, die häufig im Zusammenhang mit dem „echten“ oder „ruhigen“ Bali genannt werden. Weitere Infos zu Bali und wie du den Touristenmassen entfliehst, um die wahre Schönheit der Insel zu sehen, findest du hier.

Östlich von Bali liegen die drei Inseln Nusa Lembongan, Nusa Ceningang und Nusa Penida. Nusa Lembongan und Nusa Ceningan sind recht klein und über eine Brücke verbunden, aber das Highlight dieses Inseltrios ist definitiv Nusa Penida! Bis vor einigen Jahren war es noch ein echter Geheimtipp, aber mittlerweile hat sich die Schönheit dieser Insel rumgesprochen und spätestens seit ein Aufzug am bekannten Kelingking Beach gebaut wird, geht die Entwicklung unserer Meinung nach in die falsche Richtung. Aber wer dem Trubel auf Bali etwas entfliehen möchte, kann ein paar gemütlich Tage auf Nusa Lembongan verbringen. Wie du dort hinkommst und was du so machen kannst, findest du hier.











Lombok
Eine Insel, die uns deutlich besser als Bali gefallen hat, ist Lombok. Sie liegt östlich von Bali und ist leicht mit der Fähre zu erreichen und bietet tolle Strände, grüne Reisfelder und den zweithöchsten Vulkan in ganz Indonesien. Dazu liegen die drei Gili Inseln direkt neben Lombok.

Kuta Lombok ist der bekannteste Ort im Süden der Insel und dient als perfekter Ausgangsort, um die verschiedenen Strände wie den Mawun oder Lancing Beach mit dem Roller an der Südküste zu erkunden. Uns hat der Selong Belanak Beach am besten gefallen, der sich auch perfekt für Surfanfänger eignet. Aber auch Lombok befindet sich im Wandel, ein trauriges Beispiel ist der einst wunderschöne Tanjung Aan Beach, wo lokale Warungs riesigen Luxusresorts weichen mussten. Mehr Infos zu der Entwicklung findest du in unserem Lombok Travel Guide.

Wahrscheinlich hast du schon mal von Ubud auf Bali gehört. Tetebatu wird auch das Ubud von Lombok genannt und bietet saftig grüne Reisfelder, spektakuläre Wasserfälle und eine tolle Aussicht auf den Rinjani Vulkan. Einziger Unterschied zu Ubud: In Tetebatu musst du dir diese Landschaften mit deutlich weniger Touristen teilen! Alle Infos zu Tetebatu gibts hier.

Mit 3.726 Metern ist der Gunung Rinjani der zweithöchste Vulkan in ganz Indonesien. Aber man musst nicht erst den Gipfel erklimmen, um das traumhaft schöne Panorama aus dem Kratersee und dem darin liegenden „Baby Volcano“ zu sehen. In einer zweitägigen Wanderung auf den Kraterrand des Rinjani kannst du dieses Panorama ohne den heftigen Anstieg auf den Gipfel genießen.








Gili Inseln
Die drei Gili Inseln, bestehend aus Gili Trawangan, Gili Air und Gili Meno, liegen an der Westküste von Lombok und haben sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Ziele in ganz Indonesien entwickelt. Aber wusstest du, dass es weiter südlich auch noch die Secret Gilis gibt?

Gili Air ist eine entspannte Urlaubsinsel ohne motorisierten Verkehr. Sie ist so klein, dass man sie ganz entspannt mit dem Fahrrad umrunden kann. Es gibt eine gute touristische Infrastrukur mit zahlreichen Unterkünften, vielen guten Restaurants und natürlich Strände, die zum Entspannen einladen. Und direkt vor der Küste befindet sich eine tolle Unterwasserwelt mit bunten Korallen und Meeresschildkröten.
Gili T steht für Gili Trawangan – sie ist die größte der drei Inseln und dort findest du vorallem eins: Party! Das komplette Gegenteil davon ist Gili Meno, die alles ruhige Honeymoon Insel bezeichnet wird.

Die drei genannten Gilis sind mittlerweile sehr beliebt und viele Touristen setzen von Bali aus über, wodurch es auf dem kleinen Inseltrio schnell voll werden kann. Wer dem entfliehen möchte, der kann einen Blick auf die weiter südlich gelegenen Secret Gilis werfen. Alle Infos zur Anreise und was dich dort erwartet, findest du hier.






Flores
Flores ist vor allem durch den Komodo Nationalpark und die dort lebenden Komodowarane bekannt geworden. Aber die wahre Schönheit der Insel verbirgt sich erst dahinter, die du bei einem epischen Roadtrip mit dem Roller entdecken kannst. Hier wartet das echte Indonesien!

Eine Tour auf die Komodo Islands ist ein Highlight jeder Indonesien Rundreise und sollte definitiv auf deiner To-Do-Liste landen. Namensgebend für das Spektakel sind die Komodo Dragons, die größten Echsen der Welt, die nur dort leben. Dazu gesellen sich weitere Stopps wie Padar Island oder der Pink Beach. Schnorcheln mit Mantarochen und Meeresschildkröten steht ebenfalls auf dem Programm und mit etwas Glück kriegst du auch Delfine zu Gesicht. Von Labuan Bajo kannst du verschiedene Touren buchen, die sich im Komfort der Boote, der Dauer und im Preis unterscheiden – eine Übersicht und Empfehlungen dazu gibts hier.

Mit dem Roller sind wir einmal quer durch Flores gefahren und zu den größten Highlights gehören die Stadt Bajawa mit ihren unglaublichen Aussichtspunkten auf den Inerie Vulkan, der traumhaft schöne Koka Beach, die Unterwasserwelt bei den 17 Islands sowie der Kelimutu Vulkan. Aber was den Roadtrip so besonders gemacht hat, waren all die Stopps und Begegnungen zwischendurch und das Gefühl, Indonesien von seiner echten Seite abseits der Touristenhotspots kennenzulernen. Infos zum Rollerverleih und der Route findest du in unserem Flores Guide.

Ein absoluter Geheimtipp auf Flores ist die vorgelagerte Insel Pulau Mules. Die Anreise über schlecht ausgebaute Straßen ist schwierig, vor Ort spricht kaum jemand Englisch, es gibt kein Internet und man muss sich irgendwie mit den Einheimischen zusammentun, damit man auf die Insel kommt. Aber was einen dort erwartet ist der absolute Wahnsinn. Schau mal hier vorbei, falls dich das interessiert – aber Spoiler: nur für echte Abenteurer!












Sumatra
Sumatra ist flächenmäßig zwar die größte Insel Indonesiens, aber wird im Schatten von Bali und den anderen Hotspots oft übersehen. Die Infrastruktur ist etwas schlechter als auf Java, aber dafür findest du hier dicht bewachsene Urwälder, in denen Orang Utans leben.

Der Hauptgrund, warum die meisten Touristen und Backpacker nach Sumatra kommen, ist der Gunung Leuser Nationalpark in der Nähe von Bukit Lawang, wo man die letzten freilebenden Sumatra Orang Utans sehen kann. Ein unvergessliches Erlebnis! Infos zu Anreise und eine Herzensempfehlung für den Anbieter der Trekking Touren in den Dschungel findest du hier.

Berastagi ist eine kleine Stadt auf 1.400 Metern Höhe mit sehr angenehmem Klima und fruchtbaren Böden. In der Nähe befinden sich mit dem Sinabung und Sibayak gleich zwei aktive Vulkane, von denen aktuell aus Sicherheitsgründen nur der Sibayak bestiegen werden kann. Südlich von Berastagi liegt der Lake Toba, der größte Kratersee auf diesem Planeten. Umgeben von traumhaften Landschaften und Bergen, lädt die Region zum Wandern und Entspannen ein.

Die Inselgruppe der Mentawai liegt südwestlich von Sumatra und trotz ihrer Abgelegenheit ist sie mittlerweile ein beliebtes Touristenziel geworden. Einerseits durch ihre paradiesische Lage mit tollen Stränden, zum Surfen, zum Schnorcheln und nicht zuletzt wegen der dort ansässigen Ureinwohner, die dort als Jäger und Sammler sehr eng mit der Natur verbunden leben. Neben den Mentawais sind die Banyak Inseln weiter nördlich ebenfalls ein interessantes Reiseziel.







Sulawesi
Sulawesi liegt zwischen Borneo und Neuguinea und fällt vor allem durch seine eigenartige Form auf. Einige Regionen sind mittlerweile touristisch gut erschlossen, aber grundsätzlich ist die viertgrößte Insel Indonesiens immer noch eine Off-the-Beaten-Path-Destination.

Der Norden von Sulawesi rund um die Großstadt Manado ist unter anderem für den Extreme Market in Tomohon bekannt, der seinen Namen zweifelsfrei verdient. Zudem gibt es mit dem Lokon und dem Mahawu zwei aktive Vulkane sowie zwei bekannte Nationalparks: den Bunaken Nationalpark vor der Küste, der zu den schönsten Tauchgebieten der Welt gehört sowie den Tangkoko National Park mit einer beeindruckenden Tierwelt.

Die Togian Islands sind ein traumhaft schönes Archipel aus 56 Inseln im Golf von Tomini. Mit ihren einsamen Sandstränden, glasklarem Wasser, Palmen und traumhaft schönen Unterkünften lädt die Region perfekt zum Entspannen ein. Etwas weiter südlich im Landesinneren befindet sich die Region Tana Toraja, die vor allem für ihren einzigartigen Totenkult bekannt ist.

Die Banggai Inselgruppe an der Ostküste hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Touristenziel entwickelt – der Grund dafür: Die glasklare Lagune Paisu Pok, die in den sozialen Netzwerken ziemlich viral gegangen ist. Aber darüber hinaus bieten die Inseln einige schöne Strände und etwas Abenteuercharakter.





Molukken
Die zahlreichen Inseln der Molukken zählen mit Sicherheit zu den weniger bekannten Zielen in Indonesien. Wir waren dort, wohin sich sonst kaum ein anderer Tourist verirrt und haben dabei die größten Abenteuer und gastfreundlichsten Menschen unserer Weltreise erlebt.

Ternate ist eine kleine Insel, die mehr oder weniger nur aus dem 1.700 Meter hohen Vulkan Gamalama besteht. Der Ort selbst ist mit über 200.000 Einwohnern trotzdem einer der größten Städte in dieser Region, wo wir die wahrscheinlich ersten Touristen seit Corona waren. Dementsprechend überschwänglich wurden wir empfangen und haben dabei die grüne Insel von ihrer schönsten Seite kennen gelernt.

Im Gegensatz zu Ternate ist Halmahera eine riesige Insel im Nordosten von Indonesien. Sie besticht durch grüne Landschaften, aktive Vulkane, eine bunte Unterwasserwelt und vorgelagerte Inseln mit einsamen Sandstränden. Einer unserer Lieblingsorte weltweit und unserer Meinung nach ein absoluter Geheimtipp für jeden, der Schönheit und Abenteuer kombinieren möchte. Definitiv nichts für die erste Reise nach Indonesien, aber falls es dich interessiert, schau hier mal vorbei.

Während sich sowohl Ternate als auch Halmahera in den nördlichen Molukken befindet, gibt es weiter südlich eine weitere Insel, die unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: Banda Neira. Ein kleines Inselarchipel mitten im Ozean, fernab von allen üblichen Routen. Einst ein wichtiger Handelsstandort für die europäischen Kolonialmächte, verirren sich heute kaum noch Westler auf die „Gewürzinsel“. Steht für unsere nächste Reise nach Indonesien ganz oben auf der Bucketlist!







Honorable Mentions
Wir haben mittlerweile so einiges von Indonesien gesehen, aber natürlich gibt es noch viele weitere Ecken, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Deswegen stellen wir hier noch vier weitere Highlights vor:

Indonesien verfügt über zahlreiche und hochklassige Tauchgebiete, aber die wohl bekannteste Region ist das Inselarchipel um Raja Ampat auf Neuguinea im indonesischen Westpapua. Neben einem Taucherparadies findet man hier Ruhe, Abgeschiedenheit und unberührte Natur. Anreise und Kosten vor Ort sind aber definitiv nichts für Low-Budget-Traveler, wobei sich die Insel Misool als Hauptanlaufspunkt für Backpacker etabliert hat. Hinweis: Die beste Reisezeit in Raja Ampat unterscheidet sich vom Rest Indonesiens. Hier herrscht von November bis April besseres Wetter.

Kalimantan wird der indonesische Teil auf Borneo genannt. Im Gegensatz zum weiter nördlich gelegenen malayischen Teil von Borneo, der touristisch deutlich besser erschlossen ist, wird Kalimantan nur von wenigen Touristen besucht. Bekannt ist der indonesische Teil für mehrtägige Hausboottouren auf dem Fluss sowie den Nationalpark Tanjung Puting, in dem man Orang Utans sehen kann. Darüber hinaus wird in Ost-Kalimantan aktuell die umstrittene neue Hauptstadt von Indonesien gebaut: Nusantara.

Zwischen Lombok und Flores fristet die große Insel Sumbawa ein absolutes Schattendasein und ist den wenigsten Touristen ein Begriff. Dort findet man einige gute Surfspots, kann mit Walhaien tauchen und den riesigen Vulkankrater des Tambora bewundern.
Südlich von Sumbawa liegt die deutlich kleinere Insel Sumba, deren Beliebtheit immer weiter steigt. Grund dafür sind schöne Strände, traditionelle Dörfer, Ruhe und eine weitläufige Landschaft.
Die Kei Islands gehören zu den südöstlichen Molukken und sind touristisch relativ unerschlossen, obwohl die Anreise per Flugzeug nach Tual nicht sonderlich kompliziert ist. Die Inselgruppe bietet tolle Strände und man kann Bootsausflüge zu den kleinen vorgelagerten Inseln machen.
Du bist noch unsicher, was du alles in deinen Rucksack packen musst? Dann schau mal hier vorbei!
Indonesien - Route
Die Route für eine Indonesienrundreise ist super individuell und hängt von deinen Präferenzen und deiner Aufenthaltsdauer ab. Aufgrund der langen Anreise aus Deutschland würden wir einen Aufenthalt von mindestens zwei, besser drei Wochen empfehlen. Natürlich kann man auch eine zweiwöchige Reise nach Bali machen, aber wer wirklich in Indonesien backpacken möchte, sollte etwas mehr Zeit mitbringen und mehrere Regionen des Landes bereisen. Wir zeigen dir eine Route über Java nach Bali und Lombok, die vieles von dem vereint, wofür Indonesien steht, die größten Highlights abdeckt und sich perfekt für deine erste Reise nach Indonesien eignet.
Die Züge starten am Gambir Bahnhof direkt neben dem Monumen Nasional in Jakarta und die Fahrt nach Jogja dauert etwa acht Stunden. Ein Ticket in der höchsten Buchungsklasse (Eksekutif) kostet um die 25 Euro, ein Ticket in der Economy Class ca. 14 Euro.
Von Yogyakarta geht es mit dem Zug weiter nach Malang. Dauer und Preise sind ähnlich zu der ersten Strecke von Jakarta nach Yogyakarta (ca. 7 Stunden, 24 Euro für Eksekutif Class).
Wir würden empfehlen, von Malang direkt zum Tumpak Sewu Wasserfall zu fahren und dort in der Nähe zu übernachten, um am nächsten Tag direkt in den Park gehen zu können. Wer einen privaten Fahrer nimmt, muss mit etwa 35 Euro und einer Dauer von zwei bis drei Stunden rechnen. Es gibt auch einen öffentlichen Bus, der allerdings nur sehr unregelmäßig fährt und länger benötigt, dafür aber deutlich günstiger ist. Solltest du weniger Zeit mitbringen, kannst du den Tumpak Sewu Wasserfall auch auslassen und direkt von Malang nach Cemoro Lawang Richtung Bromo Vulkan aufbrechen (siehe nächster Schritt).
Die einfachste Variante vom Tumpak Sewu Wasserfall nach Cemoro Lawang (Ausgangsort für den Bromo Tengger Semeru Nationalpark) zu kommen, ist sich einen privaten Fahrer zu nehmen. Das ist mit knapp 50 Euro ziemlich teuer, aber vielleicht findest du andere Backpacker, um dir die Fahrtkosten zu teilen (max. vier Personen).
Alternativ kannst du mit dem Bus zurück nach Malang fahren, von dort aus den Zug nach Probolinggo nehmen und dann in Probolinggo in eines der Sammeltaxis steigen, die nach Cemoro Lawang fahren. Das ist zwar günstiger, aber dauert deutlich länger und es gibt keine Garantie, dass es an einem Tag klappt.
Von Cemoro Lawang kannst du eines der Sammeltaxis nach Probolinggo nehmen. Von dort aus fahren Züge in etwa vier Stunden ganz in den Osten von Java nach Banyuwangi (Ausgangsort für den Ijen Vulkan). Ein Ticket für die Economy Class kostet sechs Euro und die Fahrt führt durch traumhaft schöne Landschaften!
Von deiner Unterkunft in Banyuwangi kannst du dir ein Taxi nach Ketapang nehmen (30 Min, 4 €), von wo aus die Fähren von Java nach Gilimanuk auf Bali ablegen. Die Überfahrt dauert eine Stunde und kostet 1,50 Euro. Von Gilimanuk fahren regelmäßig Busse Richtung Süden in Balis Hauptstadt Denpasar (ca. fünf Stunden).
Solltest du von Bali weiter nach Lombok reisen wollen, musst du an die Ostküste nach Padang Bai. Von dort hast du zwei Möglichkeiten, nach Lombok zu kommen: Zum Einen kannst du eine lokale Fähre nach Lembar auf Lombok nehmen, was wir empfehlen. Die Überfahrt dauert zwar um die sechs Stunden, kostet mit vier Euro aber um ein Vielfaches weniger als die sonst angebotenen Speedboote, die deine zweite Option sind. Möchtest du ein Speedboot nehmen, können wir den Anbieter Eka Jaya empfehlen. Die Speedboote fahren nach Bangsal auf Lombok, was circa zwei Stunden dauert und 35 Euro kostet. Von Lembar oder Bangsal aus kannst du dann dein erstes Ziel auf Lombok ansteuern (z.B. Kuta Lombok, 18 €, 2 Stunden von Lembar aus).
Sollte deine Reise in Lombok enden, kannst du entweder einen Inlandsflug nach Jakarta buchen, um von dort aus wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Oder du fährst zurück nach Bali, denn in Denpasar gibt es ebenfalls einen internationalen Flughafen, der von vielen Airlines über die Golfstaaten mit Deutschland verbunden ist. Solltest du genau dieser Route folgen, kannst du von Anfang an einen Gabelflug buchen. Also z.B. von Frankfurt nach Jakarta und dann von Bali (Denpasar) zurück nach Frankfurt. So sparst du dir einen Inlandsflug von Lombok oder Bali zurück nach Jakarta.
Sollte deine Reise weitergehen, kannst du vom Flughafen in Lombok nationale Ziele in ganz Indonesien anfliegen oder auch in einen Flieger nach Kuala Lumpur oder Singapur steigen.
Indonesien Insel Guides
Indonesien - Transport


Da Indonesien ein riesiger Inselstaat ist, nimmt Fortbewegung über Land und Wasser viel Zeit in Anspruch. Dafür ist der Transport grundsätzlich sehr erschwinglich und trägt besonders mit dem Zug, mit dem Roller oder auf der Fähre zu einem authentischen Reiseerlebnis bei. In den touristischen Regionen wie auf Bali, Teilen von Lombok oder in Labuan Bajo (Flores) gibt es Reiseagenturen (meist kleine Büros auf der Hauptstraße), die Transporte oft als Komplettpaket verkaufen: beispielsweise den Transfer von einer Insel zu einer anderen inklusive Abholung, zum Beispiel von Bali nach Nusa Lembogan oder auf die Gilis. Diese kann man teilweise auch online bei 12go.asia* buchen. Aber abseits dieser touristisch erschlossenen Regionen heißt es: Selbst recherchieren, buchen und nachfragen. Wie genau das funktioniert, zeigen wir dir jetzt!
Reisen mit dem Zug



Die Hauptinsel Java verfügt über ein sehr gut ausgebautes Schienennetz und die Bahn ist dort für größere Distanzen das schnellste und günstigste Verkehrsmittel. Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt Kereta Api Indonesia (KIA) und du kannst die Tickets entweder direkt am Bahnhof, über die offizielle Access by KAI App oder online auf Seiten wie tiket.com, 12go.asia* oder Railink kaufen. Beachte: Wenn du ein Ticket online kaufst, musst du es am Bahnhof an einem der Automaten oder am Serviceschalter noch drucken. Dafür kannst du einfach den Barcode scannen oder den Bookingcode eingeben (bei Buchungen über die KAI App ist das Ausdrucken nicht mehr notwendig). In den meisten Zügen gibt es zwei Klassen: Ekonomi und Eksekutif Class. Für kürzere Distanzen (bis zu vier Stunden) ist die Economy Class unserer Meinung nach ausreichend, ab fünf oder sechs Stunden ist man für die sehr großzügige Beinfreiheit in der Executive Class dankbar. Die meisten Züge verfügen über einen Speisewagen und es gibt einen Bordservice mit Essen und Getränken, ähnlich wie man es von Flügen kennt. Mittlerweile wurde sogar eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Jakarta und Bandung fertiggestellt, die zukünftig noch weiter ausgebaut werden soll. Darüber hinaus gibt es auf Sumatra ebenfalls ein Zugnetz, auch wenn dieses nicht so flächendeckend ist wie auf Java. Bahnspuren für Sulawesi und Kalimantan (Borneo) sind aktuell in Planung beziehungsweise auf Sulawesi teilweise sogar schon in Betrieb.
Reisen mit der Fähre



Auf dem größten Inselstaat der Erde ist die Fähre natürlich ein sehr gängiges Verkehrsmittel – sowohl für kürzere als auch sehr lange Distanzen. Grundsätzlich kann man in drei Typen unterscheiden:
- Große Fähren auf längeren Distanzen, die teilweise mehrere Tage unterwegs sind und die größeren Städte auf verschiedenen Inseln miteinander verbinden. Der staatliche Fähranbieter heißt Pelni, der zwar auch eine englischsprachige Website anbietet, aber die Fahrpläne werden immer nur einen Monat vorher veröffentlicht und für Touristen sind diese nicht ganz so leicht nachzuvollziehen. Pelni hat allerdings in jeder größeren Stadt Büros, bei denen man Informationen zu den verschiedenen Klassen erfragen und Tickets kaufen kann. Wir sind auf so einer Fähre acht Stunden von Ternate (Molukken) nach Bitung (Sulawesi) gefahren, was ein absolut einmaliges Erlebnis war.
- Fähren für kurze und mittlere Distanzen, meistens RoRo-Fähren, also Schiffe, die neben Passagieren auch Autos und Roller mitnehmen. Diese verkehren beispielsweise zwischen Java und Bali oder Bali und Lombok. Für diese Fähren ist eine Onlinebuchung nicht notwendig – und für Touristen auch sehr schwierig, denn häufig gibt es nur indonesische Bezahlmethoden und man kann nicht mit Visa Kreditkarte zahlen. Wir empfehlen, einfach zum Hafen zu gehen, denn die Leute vor Ort werden dir helfen, Auskünfte über Abfahrtszeiten geben und Tickets verkaufen.
- Speedboote verkehren besonders in den touristisch erschlossenen Regionen, beispielsweise von Bali auf die Nusa Inseln (Hafen Sanur) oder auf die Gilis (Hafen Padang Bai). Tickets können entweder vor Ort in den Büros der Speedbootanbieter oder online bei 12go.asia* gekauft werden und beinhalten optional einen Transfer am Ankunftsort zur Unterkunft. Die Speedboote sind deutlich schneller als die Fähren, kosten dementsprechend aber auch mehr.
Indlandsflüge



Das deutlich schnellere Verkehrsmittel ist natürlich das Flugzeug und durch Airlines wie Garuda Indonesia, Lion Air, Batik Air, Wings Air oder Air Asia sind Inlandsflüge weit verbreitet und für die Indonesier selbst ein sehr gebräuchliches Verkehrsmittel, um die riesigen Distanzen ihres Landes zu überwinden. Große Flughäfen befinden sich in Jakarta, Yogyakarta und Surabaya auf Java, in Medan auf Sumatra, in Denpasar auf Bali sowie in Makassar und Manado auf Sulawesi. Weitere Flughäfen mit touristischer Bedeutung sind Labuan Bajo (Flores), Ternate und Ambon (Molukken), Sorong auf Papua und Balikpapan auf Kalimantan (Borneo). Suchen und vergleichen kannst du Flüge über Skyscanner* oder du buchst direkt auf den Websites der oben genannten Airlines. Grundsätzlich sollte man Inlandsflüge auf Reisen so gut es geht vermeiden, aber bei einem riesigen Inselstaat wie Indonesien wird es sich (besonders bei kürzeren Urlaubsreisen) manchmal nicht verhindern lassen, da das Flugzeug meistens die schnellere, flexiblere und teilweise sogar günstigere Alternative gegenüber der Fähre ist. Nicht wundern: Gerade auf kürzeren Distanzen findet man sich auch schnell mal in Propellerflugzeugen wieder.
Roller mieten



Der Roller ist unser bevorzugtes Verkehrsmittel, um Inseln zu erkunden. Das geht von kleinen Daytrips auf Bali oder Lombok bis hin zu mehrwöchigen Roadtrips auf Flores. Der Roller bietet dir dabei komplette Unabhängigkeit, überall hinzufahren und anzuhalten, wo du willst. In Indonesien ist es sehr üblich für Touristen Roller zu mieten und überall finden sich zahlreiche Rollerverleihe. Um diese zu finden, kannst entweder nach „Scooter Rental“ bei Google Maps suchen, siehst Schilder auf der Straße oder fragst einfach in deiner Unterkunft nach. Die Preise variieren je nach Insel, Modell und Mietdauer, aber liegen irgendwo zwischen 4 und 8 Euro pro Tag. Wichtig: In Indonesien herrscht Linksverkehr!
Mit einem normalen deutschen Führerschein Klasse B bist du nicht berechtigt, Roller, die mehr als 50 ccm haben, zu fahren und dementsprechend wird das auch im Internationalen Führerschein vermerkt. Grundsätzlich haben alle Roller in Indonesien eine Motorleistung von mehr als 50 ccm, was bedeutet, dass du sie offiziell nicht fahren darfst, wenn du in Deutschland keinen Motorradführerschein hast. In der Praxis interessiert das beim Rollerverleih meistens niemanden und du wirst in Indonesien in der Regel keine Probleme haben, einen Roller ohne Motorradführerschein zu bekommen. Beachte aber, dass sich deine Auslandskrankenversicherung und Haftpflicht im Schadensfall querstellen kann, wenn du offiziell nicht berechtigt bist, Roller zu fahren. Zudem besteht das Risiko bei Polizeikontrollen zahlen zu müssen, was in Indonesien allerdings noch eher unüblich ist (anders als z.B. in Thailand).
Busse & private Fahrer



Darüber hinaus ist es in Indonesien relativ üblich, private Fahrer zu engagieren. Die Kontakte dafür können meistens über die Unterkünfte vermittelt werden. Das ist vergleichsweise teuer, aber oft die schnellste Möglichkeit, um mittelgroße Distanzen zurückzulegen, die nicht so gut über Bahn oder Busse abgedeckt sind. Für kürzere Strecken mit dem Auto oder dem Rollertaxi sind Apps wie Grab, inDrive oder Gojek eine beliebte Option. Liniendienste mit Langstreckenbussen, wie man es aus anderen Ländern in Südostasien kennt, sind in Indonesien nicht weit verbreitet. Neben Bussen findet man auch zahlreiche Vans und Sammeltaxis, aber meistens handelt es sich dabei um kleine Betreiber und es gibt online wenig Informationen, sodass du dich vor Ort über die Verbindungen erkundigen und häufig ein paar Abstriche im Bereich Komfort in Kauf nehmen musst.
Reisetipps für Indonesien
Eine gute Reisekreditkarte ist ein absolutes Must-Have! Wir zeigen dir die besten drei Optionen, die alle komplett kostenlos sind.
Keine Reise ohne Versicherung. Egal ob Rollerunfall oder Magenprobleme: Mit der Young Travellers bist du immer abgesichert.
Egal ob eSIM, Touristen SIM am Flughafen oder lokale SIM Karte: Wir haben alles getestet und vergleichen die Optionen mit Vor- & Nachteilen.
Indonesien - Kosten
Indonesien gehört zu den günstigsten Backpackingländern in Südostasien und wer wirklich low budget unterwegs ist, kommt mit Sicherheit mit 30 Euro pro Tag aus. 1 bis 2 Euro für Nasi Goreng (Gebratener Reis) oder weniger als 15 Euro für ein akzeptables Doppelzimmer gehören hier durchaus zum Standard. Wir waren mittlerweile vier Mal in Indonesien und unser Tagesdurchschnitt lag dabei immer zwischen 35 und 40 Euro pro Person. Und dabei haben wir es überhaupt nicht darauf angelegt, günstig unterwegs zu sein, sondern haben es uns (für unsere Verhältnisse) echt gut gehen lassen und viele Aktivitäten wahrgenommen und auch Inlandsflüge genutzt. Damit du eine bessere Vorstellung von den Kosten vor Ort in Indonesien bekommst, haben wir dir all unsere Ausgaben von unserer zweimonatigen Reise von Lombok über Bali nach Java nach Kategorien sortiert detailliert aufgelistet.


In den lokalen Restaurants, die Warungs genannt werden, bekommst du landestypische Gerichte wie Nasi Goreng, Mie Goreng, Nasi Campur oder Gado Gado oft schon für 1 bis 2 Euro – Currys wie z.B. ein Yellow Curry mit Reis für etwa 3 bis 4 Euro. Wir haben dazu öfter westliche Speisen wie Pizza, Burger oder Pasta gegessen, was so zwischen 3 und 5 Euro pro Gericht kostet. Getränke wie Softdrinks oder Fruchtsäfte sind ebenfalls sehr günstig, Bier (Bintang) hingegen ist vergleichsweise teuer. Frühstück ist meistens im Unterkunftspreis inkludiert, aber wir haben uns hin und wieder auch mal eine Smoothie Bowl gegönnt und Helen hat jeden Tag mindestens einen Kaffee geholt. Darüber hinaus gibt es in Indonesien, ähnlich wie 7-Eleven in Thailand, auch Convenience Stores, bei denen wir uns oft Snacks und Kaffee gekauft haben.

Unterkünfte in Indonesien können extrem günstig sein und wir haben auf Lombok, Bali und Java meistens um die 20 Euro für ein gutes Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage gezahlt. Besonders die Unterkünfte auf Lombok waren wunderschön (oft mit Pool) und haben uns vom Preis-Leistungs-Verhältnis her sehr begeistert! Bei unserer nächsten Indonesienreise nach Flores hingegen waren wir eher bei 30 Euro pro Nacht, aber haben uns nochmal einen höheren Standard gegönnt. Details dazu findest du im nächsten Abschnitt Unterkünfte.

Transportkosten in Indonesien sind relativ günstig. Eine Rollermiete kostet je nach Modell und Dauer zwischen 4 und 8 Euro pro Tag. Ein mehrstündiger Transfer mit einem privaten Fahrer um die 30 Euro, kurze Fahrten mit einem Rollertaxi zwischen 1 und 2 Euro und selbst mehrstündige Fährfahrten (z.B. von Bali nach Lombok oder umgekehrt) kosten nur um die 5 Euro, wohingegen die Speedboote deutlich teurer sind (ca. 15 – 20 Euro oneway). Auch die Zugfahrten auf Java sind sehr erschwinglich, sogar in den höheren Buchungsklassen hat ein Ticket für eine siebenstündige Fahrt kaum mehr als 20 Euro gekostet. Das einzige, was den Tagesschnitt für Transport nach oben ziehen kann, sind Inlandsflüge. Diese kosten je nach Buchungstag, Verfügbarkeit und Gepäck zwischen 50 und 150 Euro – bei uns meistens so um die 80 Euro. Für unsere Reise über Java, Bali und Lombok haben wir keinen Flug genutzt, wodurch der Tagesdurchschnitt bei nur 4 Euro lag.

Kosten für Aktivitäten können in Indonesien sehr günstig, aber auch relativ teuer sein. So haben wir beispielsweise 200 Euro pro Person für die 2-tägige Wanderung auf den Rinjani Vulkan bezahlt. Auch die Eintrittspreise für den Borobudur und Prambanan Tempel sind, gemessen am restlichen Preisniveau des Landes, mit je 25 Euro relativ hoch. Die restlichen Eintritte (Bromo, Ijen, Tumpak Sewu, Surfen, andere Tempel, Wasserfälle und Viewpoints) sowie Bootsausflüge und Guides finden wir recht fair bepreist. Solltest du in den Komodo Nationalpark reisen und eine mehrtägige Bootstour machen, solltest du dafür noch etwas extra Budget einplanen.
Zu dieser Kategorie zählen relativ viele Fitnessstudiobesuche (meist zwischen 2 und 3 Euro) und Proteinshakes sowie Massagen und Friseurbesuche. Dazu kommen Mückenspray und Aftersun, aber auch andere Kosmetikartikel wie Shampoo und eine Nagelschere. Diese findet man auch in den Convience Stores bei Indomaret oder Alfamart.
Das E-Visum für 30 Tage kostet 30 Euro und eine Verlängerung um weitere 30 Tage, die wir online gemacht haben, ebenso 30 Euro (plus eine kleine Bearbeitungsgebühr).
Wir haben uns vorab eine eSIM* von Saily gekauft, um direkt nach Ankunft online zu sein. Danach haben wir eine eSIM von Telkomsel geholt und für 18 GB für 30 Tage 3,60 Euro bezahlt und dann nochmal 33 GB für 8 Euro. Bei Alfamart kann man sich auf seine Telefonnummer Guthaben laden und dann in der Telkomsel App Datenpakete nachladen.
Da wir nur mit Handgepäck unterwegs sind, müssen wir relativ häufig Wäsche abgeben. Im Schnitt kostet ein Kilo Wäsche zwischen 1 Euro und 1,50 Euro und man findet in jedem Ort Wäscheservices. Alternativ kann man auch in der Unterkunft nachfragen oder bei Google Maps nach „Laundry“ suchen.
Indonesien - Unterkünfte











Die Auswahl an Unterkünften in Indonesien ist sehr groß und reicht von gemütlichen Homestays und typischen Hotels über kleine Bungalows im Grünen bis hin zu luxuriösen Villen. Wir haben alle Unterkünfte über booking.com* gebucht und für ein gutes Doppelzimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad im Schnitt 20 und 30 Euro pro Nacht gezahlt. Wer seine Ansprüche runter schraubt, bekommt in Indonesien auch ein brauchbares Zimmer für +/- 10 Euro die Nacht. Zudem ist ein Frühstück bestehend aus Toast und Ei oder Banana Pancake sowie frischem Obst, Kaffee oder Tee meistens im Preis inkludiert. Wir haben dir alle unsere Unterkünfte in der folgenden Tabelle verlinkt und für das Jahr 2026 aktualisiert. Beachte aber, dass die Preise je nach Reisezeit, Wochentag und Buchungsplattform trotzdem stark variieren können.
| Stadt | Insel | Name | Preis |
|---|---|---|---|
| Jakarta | Java | Dafam Express Jaksa Jakarta* | 26 € inkl. Frühstück |
| Yogyakarta | Java | Bladok Hotel* | 22 € |
| Malang | Java | Morse Guesthouse Syariah | 14 € |
| Tumpak Sewu | Java | D’Corner Homestay* | 18 € inkl. Frühstück |
| Cemoro Lawang (Bromo) | Java | Cahyo Homestay Bromo* | 20 € |
| Banyuwangi (Ijen) | Java | Bata Merah Homestay* | 18 € |
| Kuta | Bali | Wana Kubu Homestay* | 21 € |
| Canggu | Bali | Armadillo Canggu* | 26 € |
| Uluwatu | Bali | Flamingo Aquila* | 42 € inkl. Frühstück |
| Sidemen | Bali | Sarwhe Nadi Homestay* | 33 € inkl. Frühstück |
| Kintamani | Bali | The Toya Bali* | 32 € inkl. Frühstück |
| Padang Bai | Bali | Tirta Yoga Inn* | 14 € inkl. Frühstück |
| Nusa Penida | Bali | Asoka Bungalows* | 34 € |
| Nusa Lembongan | Bali | Bobo Bungalow* | 22 € |
| Ternate | Molukken | Kurnia Homestay* | 15 € |
| Halmahera | Molukken | Kupa Kupa Beach Resort | 40 € inkl. Halbpension |
| Tomohon | Sulawesi | Leos Hotel* | 12 € |
| Manado | Sulawesi | RedDoorz at Jalan Babepalar Rike Manado* | 8 € |
| Medan | Sumatra | RedDoorz near Grand Palladium* | 8 € |
| Bukit Lawang | Sumatra | Ida Guesthouse & Restaurant* | 8 € |
| Berastagi | Sumatra | Kaesa Homestay* | 14 € inkl. Frühstück |
| Kuta Lombok | Lombok | Hi5 Kuta* | 32 € |
| Selong Belanak | Lombok | Ola Ola Lombok* | 24 € inkl. Frühstück |
| Sekotong (Secret Gilis) | Lombok | Krisna Bungalow* | 25 € inkl. Frühstück |
| Tetebatu | Lombok | Tetebatu Fullmoon* | 16 € inkl. Frühstück |
| Senaru (Rinjani) | Lombok | Green Rinjani* | 20 € inkl. Frühstück |
| Senggigi | Lombok | Sengiggi Cottages* | 19 € |
| Gili Air | Lombok | Ananda B&B* | 30 € inkl. Frühstück |
| Labuan Bajo | Flores | Back to Bajo* | 19 € |
| Dintor (Pulau Mules) | Flores | Wae Rebo Lodge | 27 € (Ventilator) inkl. Halbpension |
| Ruteng | Flores | Spring Hill Hotel | 35 € inkl. Frühstück |
| Aimere | Flores | Gemo Beach Cottages | 31 € inkl. Frühstück |
| Bajawa | Flores | Bajawa Roo Hotel* | 26 € inkl. Frühstück |
| Riung | Flores | Nuna Bungalows | 27 € inkl. Frühstück |
| Ende | Flores | Flores Passport House* | 35 € inkl. Frühstück |
| Moni | Flores | The Geckos Homestay* | 32 € inkl. Frühstück |
| Maumere | Flores | Coconut Garden Beach Resort* | 42 € inkl. Frühstück |
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Indonesien - Essen & Trinken


Grundsätzlich ist die indonesische Küche recht simpel, aber lecker und vor allem sehr erschwinglich. Am günstigsten kannst du in Warungs essen – das sind kleine, einfache Lokale, die von Einheimischen geführt werden. Dort bekommst du oft schon für ein bis zwei Euro eine vollwertige Mahlzeit. Generell ist die indonesische Küche recht Vegetarier freundlich, weil du zum Beispiel Hähnchen ganz oft einfach weglassen oder durch Ei, Tofu oder Tempeh ersetzen kannst. Wenn du allerdings fernab der typischen Touristenorte unterwegs ist (z.B. auf den Molukken), kann es auch mal schwierig werden, etwas Vegetarisches zu finden bzw. den Einheimischen zu erklären, dass man Vegetarier ist. Hinweis: Hähnchen (Ayam) bezeichnen die Indonesier oft nicht als Fleisch (Daging). Demgegenüber stehen aber viele vegetarisch oder sogar rein vegane Restaurants in den touristisch gut erschlossenen Orten. Vielleicht hast du schonmal vom Mythos um den Bali Belly gehört, eine Magenverstimmung bzw. Lebensmittelvergiftung, die sich viele Touristen auf ihrer Reise nach Indonesien bzw. Bali einfangen. Horst hat es dahingehend tatsächlich mal auf Bali erwischt, aber insgesamt haben wir das Essen bei unseren vier Reisen nach Indonesien immer ganz gut vertragen.
Lokale Küche



Worum du nicht drum herum kommen wirst, sind die zwei Nationalgerichte Indonesiens, die es wirklich in jedem Warung gibt: Nasi Goreng (Gebratener Reis) und Mie Goreng (Gebratene Nudeln). Beides kannst du in verschiedenen Varianten bestellen, mit Hähnchen, Seafood oder auch vegetarisch mit Ei und Tofu. Falls du es nicht scharf magst, solltest du das in Indonesien am besten immer dazu sagen. Weitere typische Gerichte sind Gado Gado (Gemüsesalat in Erdnusssauce) oder Nasi Campur (Reis mit verschiedenen Beilagen wie Gemüse, Ei und Fleisch – oft als Buffet angeboten) sowie Bakso (Suppe mit Fleischbällchen), Soto Ayam (Hühnersuppe) oder Rendang (geschmortes Rindfleisch in Kokosmilch).



Indonesiens Diversität spiegelt sich auch in der Küche wider und während die eben genannten Gerichte in allen Landesteilen relativ weit verbreitet sind, gibt es auch regionale Unterschiede. Auf Lombok und Bali findet man beispielsweise oft Yellow Curry auf den Speisekarten, also ein mit Kokosmilch gekochtes Currygericht mit Gemüse, Fleisch oder Temeph/Tofu, das mit weißem Reis (Nasi putih) serviert wird und ähnlich zu den Currys in Thailand schmeckt. Darüber hinaus gibt es fast in jedem Restaurant Kokosnüsse und frische Fruchtsäfte sowie die üblichen Softdrinks. In unseren Blogbeiträgen, die ganz unten auf der Seite verlinkt sind, findest du für alle Inseln und Orte ganz viele Restaurantempfehlungen.
internationale Küche



Jeder kennt sie, die typischen Smoothie Bowl Fotos aus Bali und was sollen wir sagen: Der Hype ist real! Er geht sogar soweit, dass einige Warungs Smoothie Bowls oder grundsätzlich auch westliche Gerichte wie Pasta, Pizza oder Burger anbieten. Natürlich nicht immer, aber in den Warungs, die auf Touristen eingestellt sind, findet man immer häufiger westliche Speisen, die gerade was die Nudelvarianten angeht, ehrlicherweise oft echt gut schmecken. Diese sind für gewöhnlich etwas teurer als die lokalen Gerichte, aber kosten in der Regel selten mehr als 5 Euro. Darüber hinaus findet man in großen Städten oder touristischen Ballungszentren auch internationale Restaurants wie Italiener, Inder, Japaner mit Sushi und Ramen oder sogar deutsche Bäckereien sowie Cafés mit Siebträgermaschinen. Eine Sache, die in Indonesien vergleichsweise teuer ist (vor allem für uns Deutsche), ist Bier. Die bekannteste Marke heißt Bintang und es werden sowohl 620 als 330ml Flaschen serviert. Es gibt sogar Bintang Radler und Bintang 0,0% (alkoholfrei) ist ebenfalls sehr weit verbreitet.
Convenience Stores



In Indonesien gibt es, ähnlich wie 7-Eleven in Thailand, auch Convenience Stores, die ein riesiges Sortiment aus Snacks, Instantnudeln und Getränken anbieten. Am weitesten verbreitet sind Indomaret, Alfamart und Circle K und egal wie abgelegen ein Ort ist – der nächste Convenience Store ist nie weit. Das Sortiment ähnelt sich in allen Märkten, aber wir empfehlen Indomaretfilialien mit Say Bread und Coffee Point (erkennst du an den Schildern), denn dort findest du Backwaren wie Crossaints oder Schokobrötchen und sehr brauchbaren Kaffee für weniger als 1 Euro. Zudem gibt es in den Märkten auch Mückenspray, Sonnencreme (nicht immer und häufig nur mit Whitening Effekt), Aftersun oder andere Kleinigkeiten, die für den Reisealltag nützlich sind (z.B. Regencapes, Kosmetikartikel usw.). Zudem kannst du bei Alfamart deine Mobile Daten bei Telkomsel nachladen. Dafür musst du dem Kassierer deine Handynummer geben, bezahlen und kannst dann in der App das neue Datenpaket auswählen.
Indonesien - Kultur und Sprache


Bei einem Besuch in Indonesien solltest du nicht vergessen, dass das Land zum Großteil muslimisch ist und die größte muslimische Bevölkerung weltweit beherbergt. Dementsprechend angemessen sollte man sich als Tourist verhalten und kleiden. Das gilt nicht nur für Tempelanlagen, sondern auch im Alltag. An Stränden und Badeorten oder auf hinduistischen Inseln wie Bali ist die Kleiderordnung natürlich etwas lockerer als beispielsweise im Landesinneren von Java oder Sumatra – trotzdem ist das kein Freifahrtschein für Tanktops und kurze Hosen. Immer wieder gibt es Vorfälle, besonders auf Bali, bei denen sich ausländische Touristen daneben benehmen und zum Beispiel leicht bekleidet oder nackt in Tempelanlagen oder auf Vulkanen (gelten für Hindus als heilig) posieren. Das ist etwas, was nicht nur in Indonesien, sondern grundsätzlich immer gelten sollte: Man sollte sich als Gast in einem Land angemessen und respektvoll verhalten. Dazu gehört auch, sich vom Ruf des Muezzins nicht stören zu lassen. Dieser ruft fünf Mal pro Tag über riesige Lautsprecher aus der Moschee lautstark zum Gebet – auch schon vor dem Sonnenaufgang. Wenn du geräuschempfindlich bist, solltest du darauf achten, dass deine Unterkunft nicht direkt neben einer Moschee liegen (wird in den Bewertungen häufig erwähnt, falls man sie stark hört).



Nach all den Ländern, die wir bisher bereist haben, können wir sagen, dass die Indonesier die freundlichsten und interessiertesten Menschen sind, die uns je begegnet sind. Es ist quasi unmöglich, nicht ständig mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen, weil die Locals so offen sind, dass sie dich auf jeden Fall ansprechen werden. Sie wollen immer wissen, wo man herkommt, was man in Indonesien schon gesehen hat, wie man das Land findet etc. Außerdem sind Indonesier sehr Kamera-affin: Sie lieben es, Fotos mit westlichen Touristen zu machen und drücken dir dafür auch gerne mal ihre Kleinkinder in die Hand. Dabei gilt: Je untouristischer der Ort ist, desto mehr Aufmerksamkeit wirst du erzeugen. Als wir auf den Molukken waren, wo wir in zwei Wochen fünf andere Touristen getroffen haben, war das am extremsten, aber auch auf Flores, Sumatra und Java wurden wir so oft angelächelt, begrüßt, angesprochen und nach Fotos gefragt. Wir lieben diese Offenheit und Interessiertheit sehr und diese Art ist definitiv ein Grund, warum wir Indonesien als unser Lieblingsland bezeichnen. Wenn du auf dem Roller fährst, werden dir kleine Kinder zuwinken oder High Fives geben und dir ein freudiges „Buleee“ oder „Misteeeeerrrr“ hinterher rufen (zumindest dort, wo nicht so viele Ausländer unterwegs sind). Was wir für einen Besuch in Indonesien auf jeden Fall empfehlen würden, ist, ein paar Worte in der Landessprache Bahasa zu lernen. Die Sprache ist recht simpel zu lernen und für uns einfach auszusprechen und die Indonesier freuen sich immer so sehr darüber. In der unten stehenden Tabelle haben wir einige Vokabeln, die wir hilfreich fanden und häufig benutzt haben, aufgelistet:
| Deutsch | Bahasa |
|---|---|
| Guten Morgen | Selamat pagi |
| Guten Tag (Mittag) | Selamat siang |
| Guten Abend / Gute Nacht | Selamat malam |
| Tschüss | Sampai jumpa (lagi) |
| Vielen Dank | Terima kasih |
| Gern geschehen | Sama sama |
| Ja | Ya |
| Nein | Tidak |
| Nein danke | Tidak terima kasih |
| Entschuldigung | Permisi |
| Ausländer | Bule |
| Wie gehts? | Apa kabar? |
| Gut | Baik |
| Ich heiße … | Nama saya … |
| Schön dich kennenzulernen | Senang bertemu denangmu |
| Ich hätte gern … | Saya mau … |
| Nicht scharf | Tidak pedas |
| Ohne Zucker | Tanpa gula |
| Hähnchen | Ayam |
| Fleisch | Daging |
| Tofu | Tahu |
| Ei | Telur |
| Die Rechnung, bitte | Mau bayar |
| Lecker | Mantap |
| Zum Mitnehmen | Bungus |
| Guten Appetit | Selamat makan |
| Was kostet das? | Berapa harganya? |
| Zu teuer! | Mahal |
| Langsam | Pelan-pelan |
| Achtung! | Hati hati |
Indonesien - Fazit
Kaum ein anderes Land hat uns so in seinen Bann gezogen wie Indonesien. Es gibt wirklich nichts, was es dort nicht gibt und die Menschen gehören zu den freundlichsten und interessiertesten, die wir auf Reisen kennen gelernt haben. Es ist günstig, leicht zu bereisen und bietet unfassbar viele Sehenswürdigkeiten sowie eine tolle Tierwelt. Ein Traum für jeden Backpacker und besonders auf Java, Bali und Lombok perfekt für die erste Reise nach Asien geeignet.

Nicht nur deswegen lohnt es sich, diesem unglaublich vielfältigen Land (auch) abseits von Bali einen Besuch abzustatten. Für uns zählt Indonesien auf jeden Fall zu unseren Lieblingsländern und wir können jedem einen Besuch nur ans Herz legen. Und damit kommen wir zu unserem Anfangsstatement zurück: Indonesien ist ein Land der Superlative. Und egal, wonach du suchst – die Wahrscheinlichkeit, dass du es in Indonesien findest, ist sehr hoch.
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