Indonesien

Länderguide: Highlights, Routen, Kosten

Paradies aus 17.000 Inseln

Indonesien ist in vielerlei Hinsicht ein Land der Superlative: Der flächenmäßig größte Staat in Südostasien mit den viertmeisten Einwohnern weltweit und der größten muslimischen Bevölkerung auf diesem Planeten, das Land mit den meisten aktiven Vulkanen und dem größten Insel-Archipel der Welt, einem beeindruckenden Artenreichtum mit vielen endemischen Tieren, einer vielseitigen Kultur und einer paradiesischen Lage mitten am Äquator. Es gibt nicht nur 17.000 Inseln, sondern auch 17.000 gute Gründe, nach Indonesien zu reisen. Wir zeigen dir, welche!

Short Facts

Einwohner: 273 Mio.

Mit über 273.000.000 Einwohnern leben in Indonesien mehr Menschen als in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zusammen.

Fläche: 2.000.000 km²

Der riesige Inselstaat misst in Summe fast 2 Mio. km² und ist damit ungefähr so groß wie Mexiko und fast sechs mal so groß wie Deutschland.

Währung: Indonesische Rupiah

1 EUR entspricht etwa 15.000 IDR. Der größte Schein ist nur 100.000 IDR (6,50€). Das Preisniveau ist eher gering.

Einreise: Visa-on-Arrival (33 €)

Mittlerweile ist für einen Aufenthalt in Indonesien ein Visa notwendig. Dies kann direkt bei Ankunft ausgestellt werden und ist für 30 Tage gültig.

Reisezeit: Mai bis Oktober

Entgegen der weiter nördlich gelegenen Länder Südostasiens herrscht in Indonesien in unseren Sommermonaten überwiegend Trockenzeit.

Strom: Typ C & F

Für deine Reise brauchst du keinen Adapter, denn Indonesien verwendet überwiegend die gleichen Steckertypen wie Deutschland.

Allgemeines

Abgesehen von Bali ist über Indonesien in der westlichen Welt wenig bekannt. Daher mal ein kurzer geschichtlicher Abriss zum Einstieg:
Indonesien war in der Frühzeit um 1000 Jahre n. Chr. stark buddhistisch und hinduistisch geprägt. Jedoch setzte sich der Islam durch den Einfluss arabischer Händler ab dem 15. Jahrhundert als vorherrschende Religion durch. In den Folgejahren wurde ein Großteil der indonesischen Inseln durch die Portugiesen kolonialisiert, die mit der Zeit wiederum durch die Niederländer verdrängt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besetzung durch die Japaner, erklärten Soekarno und Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens. Die bis 1954 bestehende Union mit der ehemaligen Kolonialmacht aus den Niederlanden wurde von Indonesien aufgrund des Konfliktes um Neuguinea gekündigt. Nach einem gewaltsamen Militärputsch Mitte der 60er und weiteren Konflikten mit Malaysia, Guinea und Osttimor, hat sich die politische Lage heute weitestgehend stabilisiert. International für Aufsehen sorgen die regelmäßigen Vulkanausbrüche sowie zahlreiche Erdbeben und die daraus resultierenden Tsunamis.

Die Hauptstadt Jakarta liegt auf der Insel Java und ist mit 10 Mio. Einwohnern deutlich größer als die bekannten Städte Bangkok, Kuala Lumpur oder Singapur. Die Metropolregion rund um Jakarta gehört sogar zu den bevölkerungsreichsten Regionen der Welt. Auch wenn bei den meisten Ausländern Bali, Borneo oder Sumatra bekannter sind, ist das wirtschaftliche Zentrum Indonesiens Java, da dort mehr als die Hälfte aller Indonesier leben. Zudem ist Jakarta mit dem Hauptstadtflughafen Soekarno-Hatta (CGK) auch das Drehkreuz für alle internationalen und die meisten nationalen Flüge. Indonesien ist reich an vielen Bodenschätzen und neben dem Bergbau und dem Tourismus ist die Landwirtschaft (besonders Palmöl und Reis) der wichtigste Wirtschaftszweig. Wir versuchen, die Inseln und Regionen zur besseren Übersicht wie folgt einzuordnen:

  • Java ist durch die Metropolregion Jakarta und die Großstädte Bandung und Surabaya das wirtschaftliche und politische Zentrum Indonesiens
  • Sumatra liegt im Nordwesten, ist die größte Insel Indonesiens und beherbergt tropische Regenwälder und wertvolle Bodenschätze
  • Kalimantan ist der indonesische Teil von Borneo. Auch wenn Borneo hinter Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der Welt ist, ist das Staatsgebiet von Indonesien auf Borneo kleiner als das auf Sumatra. Ähnlich wie auf Sumatra prägt der tropische Regenwald die Landschaft
  • Bali liegt nur wenige Kilometer östlich von Java und ist die einzige Insel Indonesiens, auf der der Hinduismus noch die vorherrschende Religion ist
  • Die bekanntesten Inseln der Nusa Tenggara sind Lombok, Sumbawa, Flores und der westliche Teil von Timor, die alle überwiegend christlich geprägt sind. Osttimor ist seit 1975 unabhängig von Indonesien
  • Sulawesi östlich von Borneo fällt vor allem durch seine eigenartige Form auf, ist in Summe aber größer als Java. Die Insel ist sowohl christlich (im Norden) als auch muslimisch (im Süden) geprägt
  • Die Inselgruppe der Maluku, uns besser als Molukken bekannt, setzt sich aus zahlreichen größeren und kleinen Inseln mit größer Nord-Süd-Ausdehnung zusammen. Sie sind auch als die „Gewürzinseln“ bekannt und waren in der kolonialen Vergangenheit ein wichtiger Handelsstandort
  • Die Insel Neuguinea ist in den indonesischen Teil Papua und den unabhängigen Staat Papua-Neuguinea aufgeteilt. Kulturell unterscheidet sich Westpapua stark vom restlichen Indonesien, aber jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen werden durch die Regierung strikt unterdrückt
Fähre auf Ternate (Molukken)
Freundliche Menschen überall

Diese grobe Einteilung wird der Diversität Indonesiens eigentlich nicht gerecht, aber weitere Details würden den Rahmen dieses Länderguides sprengen. Nach ein paar allgemeinen Infos wollen wir im Folgenden eher auf die touristisch relevanten Aspekte eingehen, denn Indonesien ist unserer Meinung nach das vielleicht sehenswerteste Land der Welt oder zumindest eines der abwechslungsreichsten Länder überhaupt: Egal ob Strände, aktive Vulkane, seltene Tiere, leckeres Essen, Hotspot für Digitale Nomaden oder unberührte Landschaften. You name it, Indonesia got it! Zudem kann man den riesigen Inselstaat außerhalb der Touristen-Hotspots sehr authentisch bereisen und es gibt nach wie vor viele unentdeckte Ecken. Vor den Highlights haben wir noch ein paar nützliche Infos für deine Rundreise:

Indonesien - Highlights

Bei über 17.000 Inseln ist es schwer, das Ganze auf ein paar Highlights zu begrenzen. Aber während wir bei unserem ersten Besuch 2018 die typischen Ziele abgeklappert haben, waren wir während unserer Weltreise 2022 eher abseits der Touristenpfade unterwegs. Aber egal wo: Indonesien hat wahrscheinlich mehr Highlights zu bieten, als jedes anderes Land auf dieser Erde. Aber seht selbst:

Jakarta
Jakarta, die Hauptstadt Indonesiens und einer der größten Metropolen weltweit, wird von vielen Reisenden möglichst schnell wieder verlassen und dient in erster Linie als Ankunftsort für internationale Flüge. Wir empfehlen trotzdem ein paar Tage zu bleiben. Uns hat es gefallen!

Monas, wie es kurz genannt wird, ist das Nationalmonument Indonesiens. Der 137 Meter hohe Turm dient als Zeichen der Unabhängigkeit und bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt. Und wer sich gerne mal als Promi fühlen möchte ist hier genau richtig – wir wurden damals ständig um Fotos gebeten!

Die kleine Straße Jalan Jaksa gilt als die Hauptstraße für Backpacker. Wer jetzt so etwas wie die Khao San Road in Thailand erwartet, liegt allerdings komplett falsch! Wir waren bei unseren beiden Besuchen (2018, 2022) überrascht, wie wenig Touristen vor Ort sind. Das hat uns ziemlich gut gefallen, denn es gibt trotzdem viele Restaurants, Bars und Cafés in der Nähe und ist der perfekte Ort, um in Jakarta anzukommen.

Etwas, was wir in Jakarta gar nicht erwartet haben, ist dem Local Life der Indonesier so nahe zu kommen. Aber dadurch, dass die meisten Touristen schlagartig aus der Stadt flüchten, hat sich Jakarta viel lokalen Charme bewahrt. Egal ob Märkte, Einkaufszentren oder auch die Jalan Jaksa: Authentisches Local Life ist omnipräsent mit leckeren Streetfoodständen und den gastfreundlichsten Menschen überhaupt. Gebt Jakarta eine Chance – ihr werdet es nicht bereuen.

Java
Anstatt direkt den ersten Flieger von Jakarta nach Bali zu nehmen, sollte man etwas Zeit für Java einplanen. Neben der Hauptstadt Jakarta bietet die Insel nämlich einige Highlights wie die Tempelanlagen Borobudur und Prambanan sowie die beiden Vulkane Bromo und Ijen.

Während Jakarta eher das politische und wirtschaftliche Zentrum darstellt, ist Yogyakarta das Zentrum für Kunst und Kultur. Jogja lässt sich wunderbar mit der Bahn aus Jakarta bereisen und strahlt im Gegensatz zur hektischen und vollen Großstadt eher gemütliche Vibes aus. Zudem dient die Stadt als idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung – mehr dazu im nächsten Punkt.

Der Borobudur Tempel ist der größte buddhistische Tempel der Welt und liegt nur etwa 25 Kilometer von Yogyakarta entfernt und ist definitiv ein Must-Do! Besonders mystisch ist das Ganze zum Sonnenaufgang, wenn der Tempel inmitten der grünen Umgebung im orangenen Sonnenlicht schimmert. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, aber definitiv jede Rupie wert!

Etwas näher an Yogyakarta liegt der Prambanan Tempel. Im Gegensatz zum Borobudur ist der Prambanan hinduistisch und liegt inmitten einer schön angelegten Grünanlage. Die vielen Tempel, die größten davon mit einer Höhe bis 50 Metern, dienten in der Vergangenheit der Verehrung des Hindugottes Shiva.

Der Prambanan Tempel lässt sich gut und günstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Yogyakarta erreichen. Beim Borobudur wird es etwas abenteuerlicher, aber ist ebenfalls möglich und deutlich preiswerter als ein privater Transfer.

Kommen wir nun zum absoluten Highlight: dem Tengger Semeru Nationalpark beziehungsweise dem aktiven Vulkan Bromo. Der Sonnenaufgang mit Panoramablick auf die Vulkane in der Kaldera war eines der beeindruckendsten Naturschauspiele, die wir jemals gesehen haben. Dazu ein Spaziergang auf dem Kraterrand eines aktiven Vulkans, wo die nach Schwefel riechenden Rauchschwaden an einem vorbeiziehen und man das Brummen der Erde hört. Einfach wow! Wir empfehlen, das Ganze außerhalb einer Tour auf eigene Faust zu organisieren. Als idealer Ausgangspunkt dafür dient Cemoro Lawang.

Und wem das noch nicht reicht, der kann sich weiter Richtung Osten zum Kawah Ijen Vulkan aufmachen. Hier wird nicht nur Schwefel abgebaut, sondern wer sich mitten in der Nacht auf den Vulkan begibt, sieht auch das berühmte blaue Feuer und einen Wahnsinns Sternenhimmel.

Bali
Bali hat seine Vorzüge und wirklich schöne und sogar ruhige Ecken, aber wir empfehlen wenigstens die Orte Seminyak und Kuta zu meiden – außer du möchtest Party machen. Wir wollen Bali nicht schlecht reden, aber rückblickend waren viele andere Orte schöner und authentischer.

Wenn man an Bali denkt, kommen einem als erstes feine Sandstrände, grüne Reisterrassen und Hindutempels in den Sinn. Und das entspricht auch der Realität! Bei den Stränden halten wir uns zurück, denn es gibt wohl kaum einen öfters verfassten Blogartikel als „die schönsten Strände auf Bali“. Aber egal ob ihr Ruhe, Party oder Wellen sucht: Auf Bali werdet ihr definitiv fündig!

Das Panorama der Tegallalang Reisterassen ist mittlerweile weltbekannt und auch wirklich schön, aber unserer Meinung nach wenig authentisch. Vielleicht lohnt sich für dich eher ein Besuch der Jatiluwih oder Belimbing Reisterrassen. Aber das Landschaftsbild Balis wird ohnehin durch die grünen Reisfelder geprägt. Du musst sie nicht suchen und du wirst sie trotzdem finden.

Hindutempels sind ebenfalls allgegenwärtig und Besuche lohnen sich auf jeden Fall. Wir waren beim Pura Ulun Danu Bratan inmitten von Bali sowie Tanah Lot weiter im Süden und waren von beiden sehr angetan.

Um Canggu hat sich in den letzten Jahren ein riesiger Hype entwickelt. Es ist der Hotspot der Surferszene in Bali und Heimat vieler Digitaler Nomanden. Es gibt ein riesiges kulinarisches Angebot, viele Cafés, gutes Internet und schicke Unterkünfte. Wir würden es jetzt nicht unbedingt als Ziel einer Balireise empfehlen, denn es hat schon einen westlich geprägten Charakter. Aber wer beispielsweise surfen möchte oder einfach ein bisschen am Laptop arbeiten will, findet hier eine gute Homebase für ein paar Tage.

Östlich von Bali liegen die drei Inseln Nusa Lembongan, Nusa Ceningang und Nusa Penida. Alle sind beliebte Ausflugsziele für Tagestouren und lassen sich beispielsweise von Sanur erreichen. Nusa Lembongan und Nusa Ceningang sind recht klein und über eine Brücke verbunden, aber das Highlight dieses Inseltrios ist definitiv Nusa Penida! Bis vor einigen Jahren war es noch ein echter Geheimtipp, aber mittlerweile hat sich die Schönheit dieser Insel rumgesprochen. Wir hatten dort eine tolle Zeit und sind einfach mit dem Roller durch die Gegend gefahren. Damals waren viele Straßen noch sehr schlecht ausgebaut, aber das hat den ganzen Reiz ausgemacht. Mittlerweile ist die touristische Infrastruktur besser und wir hoffen einfach, dass sich die Insel den ursprünglichen Charme erhalten kann. So oder so: Ein Must-Do, wenn ihr auf Bali seid!

Flores
Die Insel Flores ist vor allem durch Labuan Bajo bekannt. Der kleine Ort im Westen dient als Ausgangspunkt für mehrtätige Bootstouren in den Komodo Nationalpark. Aber wer schon mal den Weg nach Flores findet, sollte auch einige Stopps im Inland einlegen!

Eine Tour auf die Komodo Islands ist ein Highlight jeder Indonesien Rundreise und sollte definitiv auf deiner To-Do-Liste landen! Von Labuan Bajo kannst du verschiedene Touren buchen, die sich im Komfort der Boote, der Dauer und der Preise unterscheiden: einfach die Hauptstraße entlang spazieren und die Angebote vergleichen. Namensgebend für das ganze Spektakel sind die Komodo Dragons, die größten Echsen der Welt! Aber dazu gesellen sich weitere Stopps wie Padar Island oder der Pink Beach. Schnorcheln mit Mantarochen und Meeresschildkröten steht ebenfalls auf dem Programm und mit etwas Glück kriegst du auch Delfine zu Gesicht.

Wir haben leider die Möglichkeit verpasst, Flores weiter zu erkunden. Rückblickend ein Fehler, denn auf Flores gibt es noch so viel zu sehen. Zurecht bekannt sind die drei Kraterseen des Kelimutu Vulkans, die je nach Tageszeit in verschiedenen Farben schimmern.

Flores ist jetzt nicht unbedingt für die besten Strände in Indonesien bekannt. Aber bei 17.000 Inseln mit unzähligen Stränden sind auch die weniger bekannten mehr als schön anzuschauen – und meistens viel leerer! Stichwort Koka oder Black Sand Beach

Dafür kannst du auf Flores nochmal eine ganze andere Seite Indonesiens kennenlernen. Die traditionellen Dörfer wie das Tololela, Belaraghi oder WaeRebo Village sind wirklich einen Besuch wert und versetzen einen komplett in die Vergangenheit.

Und wer noch nicht genug von Reisfeldern hat, kann bei den Spider Rice Fields in Ruteng einen Stopp einlegen.

Sumatra
Sumatra ist flächenmäßig die größte Insel Indonesiens und zu Teilen touristisch gut erschlossen, aber im Schatten von Bali und anderen Hotspots wirkt es nie überlaufen und ist daher perfekt für diejenigen, die etwas Abenteuer suchen, ohne auf zu viel zu verzichten!

Der Hauptgrund, warum die meisten Touristen und Backpacker nach Sumatra kommen, ist der Gunung Leuser Nationalpark in der Nähe von Bukit Lawang, wo man die letzten freilebenden Sumatra Orang Utans sehen kann.

Berastagi ist eine kleine Stadt auf 1400 Metern Höhe mit sehr angenehmen Klima und fruchtbaren Böden. In der Nähe befinden sich mit dem Sinabung und Sibayak auch gleich zwei aktive Vulkane, von denen aktuell aus Sicherheitsgründen nur der Sibayak bestiegen werden kann.

Südlich von Berastagi liegt der Lake Toba, der größte Kratersee auf diesem Planeten. Umgeben von traumhaften Landschaften und Bergen lädt die Region zum Wandern und Entspannen ein.

Sulawesi
Sulawesi liegt zwischen Borneo und Neuguinea und ist touristisch in einigen Teilen zwar erschlossen, aber grundsätzlich immer noch eine Off-The-Beaten-Path-Destination in Indonesien. Für den Tourismus relevant sind besonders einige Orte im Norden um die Großstadt Manado.

Tomohon liegt etwa eine Autostunde südlich von Manado, der größten Stadt im Norden von Sulawesi. Der Ort befindet sich auf ca. 800 Metern und bietet damit ein vergleichsweise angenehmes Klima. Bekannt ist Tomohon vor allem für seinen Markt, auf dem Hunde, Schlangen, Fledermäuse und alle möglichen Arten von Tieren angeboten werden. Nichts für schwache Nerven! Aber abgesehen davon ist die Landschaft bezaubernd mit einigen Vulkanen wie dem Lokon oder dem Mahawu, viel grüner Landschaft, Seen und Wasserfällen.

Der Bunakan Nationalpark ist das wahrscheinlich bekannteste Highlight auf Sulawesi und dürfte jedem Taucher ein Begriff sein. Die kleine Inselgruppe direkt vor Manado gehört zu den schönsten Tauchgebieten dieser Welt mit einer bunten Unterwasserwelt und einer unvergleichlichen Artenvielfalt!

Die Togian Islands sind ein traumhaft schönes Archipel aus 56 Inseln im Golf von Tomini. Mit seinen einsamen Sandstränden, glasklarem Wasser, Palmen und traumhaft schönen Unterkünften lädt die Region perfekt zum Entspannen ein.

Molukken
Die zahlreichen Inseln der Molukken zählen mit Sicherheit zu den weniger bekannten Zielen in Indonesien und sind allein schon deswegen auf unserer Bucket-List für unsere Weltreise gelandet. Wir waren dort, wo sich sonst kaum ein anderer Tourist verirrt und haben dabei die größten Abenteuer und gastfreundlichsten Menschen unserer Weltreise erlebt. So viel schöner und authentischer als das überlaufene Bali!

Ternate ist eine kleine Insel, die mehr oder weniger nur aus dem 1700 Meter hohen Vulkan Gamalama besteht. Der Ort selbst ist mit über 200.000 Einwohnern trotzdem einer der größten Städte in dieser Region, wo wir die wahrscheinlich ersten Touristen seit Corona waren. Dementsprechend überschwänglich wurden wir empfangen und haben dabei die grüne Insel von ihrer schönsten Seite kennen gelernt.

Im Gegensatz zu Ternate ist Halmahera eine riesige Insel im Nordosten von Indonesien. Sie besticht durch grüne Landschaften, aktive Vulkane, eine bunte Unterwasserwelt und vorgelagerte Inseln mit einsamen Sandstränden. Einer unserer Lieblingsorte weltweit und unserer Meinung nach ein absoluter Geheimtipp für jeden, der Schönheit und Abenteuer kombinieren möchte.

Honorable Mentions
Wir haben mittlerweile so einiges von Indonesien gesehen, aber natürlich gibt es noch so viele weitere Ecken, die ebenfalls einen Besuch wert sind.

Indonesien verfügt über zahlreiche und hochklassige Tauchgebiete, aber die wohl bekannteste Region ist das Inselarchipel um Raja Ampat auf Neuguinea im indonesischen Westpapua. Neben einem Taucherparadies findet man hier Ruhe, Abgeschiedenheit und unberührte Natur. Anreise und Kosten vor Ort sind aber definitiv nichts für Low-Budget-Traveler!

Achtung: Die beste Reisezeit in Raja Ampat unterscheidet sich vom Rest Indonesiens. Hier herrscht von November bis April besseres Wetter.

Lombok sagt man nach, es wäre wie Bali vor dem Massentourismus. Tatsächlich ticken die Uhren auf Lombok etwas langsamer, wobei mehr und mehr Backpacker die Insel für sich entdecken. Besonders beliebt ist die Besteigung des zweithöchsten Vulkans von Indonesien: des Gunung Rinjani. Strände und Reisterrassen findest du dort ebenfalls genauso wie die Gili Islands. Außerdem bietet Lombok ganzjährig gute Wellen, was es zu einem beliebten Ziel bei Surfern macht.

Indonesien - Route

Die Route für eine Indonesienrundreise ist super individuell und hängt von deinen Präferenzen und deiner Aufenthaltsdauer ab. Aufgrund der langen Anreise aus Deutschland sollten es mindestens zwei, eigentlich eher drei Wochen sein. Desto länger desto besser! Wir selbst waren bei unserem ersten Besuch 2018 drei Wochen dort und hätten gerne mehr Zeit gehabt. Aber wenn man sich auf zwei Regionen fokussiert, kann man auch in zwei Wochen schon einiges sehen (z.B. Java und Flores). Da die meisten internationalen Flüge ohnehin in Jakarta ankommen, würden wir empfehlen, mit Java zu starten. Dort kommst du wunderbar mit der Bahn voran und auch sonst ist die touristische Infrastruktur in Indonesien bis auf wenige Ausnahmen sehr gut ausgebaut. Zudem gibt es zahlreiche Airlines, die alle größeren Städte und viele Inseln miteinander verbinden.

Wir haben uns von Jakarta aus Richtung Osten bewegt und haben dabei Züge, Flugzeuge, Busse, Minivans, Boote, Roller und TukTuks als Transportmittel genutzt.

  • Jakarta – Yogyakarta (Zug – 8 Stunden)
    Wir haben vom zentralen Bahnhof Gambir (direkt neben dem Monumen Nasional) den Zug nach Jogja genommen. Die Preise sind selbst in der höchsten Buchungsklasse (Eksecutif) sehr erschwinglich und die Fahrt dauert zwar lange, ist aber sehr entspannt.
  • Yogyakarta – Surabaya (Flugzeug – 1 Stunde)
    Leider hatten wir kurzfristig keine Zugtickets mehr für die Weiterfahrt nach Surabaya gefunden (ca. 5-6 Stunden) und haben daher einen günstigen Flug gebucht. Surabaya war dabei nur Zwischenstopp auf dem Weg zum Bromo.
  • Surabaya – Cemoro Lawang (Bus, Minivan – 5 Stunden)
    Wir sind mit dem Bus von Surabaya nach Probolinggo gefahren (ca. 2 Stunden) und haben uns von dort aus bis nach Cemoro Lawang einen Minivan geilt. Cemoro Lawang liegt an der Grenze der Kaldera des Bromo Tengger Semeru Natiolpark und ist der ideale Ausgangsort.
  • Cemoro Lawang – Surabaya (Bus, Minivan – 5 Stunden)
    Und das ganze wieder zurück nach Surabaya.
  • Surabaya – Bali (Flugzeug – 1 Stunde)
    Von Surabaya ging es mit dem Flugzeug nach Denpasar auf Bali. Dort waren wir meistens mit dem Roller unterwegs und hatten Unterkünfte in Seminyak, Canggu und Ubud.
  • Denpasar – Labuan Bajo (Flugzeug – 1,5 Stunden)
    Nach einigen Tagen auf Bali ging es nach Labuan Bajo auf Flores für die Komodo Island Tour. Hier wären wir im Nachhinein betrachtet gerne länger geblieben!
  • Labuan Bajo – Bali (Flugzeug – 1,5 Stunden)
    Bis dahin (ca. 2 Wochen) waren wir mit zwei Freunden gereist. Helen und ich wollten unbedingt auf Nusa Penida und sind deswegen nochmal zurück nach Bali geflogen. Das hätte man auch vorher machen können, aber wir wollten mit unseren Freunden lieber die Komodo Tour zusammen machen. Nusa Penida war dann eher so als Pärchending geplant. Leider mussten wir wetterbedingt nach nur drei Tagen wieder abreisen und waren dann noch im Norden Balis (Lovina). 
  • Bali – Jakarta (Flugzeug – 2 Stunden)
    Von Bali aus ging es dann zurück nach Jakarta, wo wir noch am gleichen Tag den Heimflug Richtung Frankfurt angetreten haben.
Lion Air in Jakarta
Roller auf Halmahera
Speedboat auf den Molukken

Diese Route umfasst die typischen Touristenziele mit einer Vielfalt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und eignet sich daher perfekt für die erste Reise nach Indonesien. Von Vulkanen über Tempel und Strände bis hin zu Wildlife ist da alles dabei! Aber es lohnt sich gerade in Indonesien auch abseits der bekannten Pfade zu reisen, denn dort bieten sich einem nochmal ganz neue Möglichkeiten – wie zum Beispiel auf den Molukken!

Backpacking Kosten

Unterkünfte: günstig und große Auswahl
Essen: günstige Warungs an jeder Ecke

Indonesien gehört zu den günstigsten Backpackingländern überhaupt und wer wirklich low budget unterwegs ist, kann hier auf jeden Fall mit 30€ pro Tag hinkommen. 1€ für Nasi Goreng oder unter 10€ für ein gutes Doppelzimmer gehören hier eher zum Standard, als zur Ausnahme!

Bei unserem ersten Besuch 2018 haben wir die Kosten noch nicht festgehalten, aber im Rahmen unserer Weltreise haben wir 2022 alle Ausgaben von unserem sechswöchigen Aufenthalt in Jakarta, auf den Molukken, Sulawesi und auf Sumatra dokumentiert.

Im Endeffekt sind wir bei 37€ / Person pro Tag gelandet, was zwar in unserem vorgesehenen Weltreisebudget liegt, aber für indonesische Verhältnisse durchaus „teuer“ ist. Das liegt in erster Linie an den beiden Visa (69€) und vor allem einem Inlandsflug von Jakarta nach Ternate für 200€ pro Person. Würde man diesen beide Punkte raus rechnen, wären es 30€ pro Tag. Auf der anderen Seite gehören die Visa und auch Inlandsflüge in Indonesien dazu. Zudem haben wir einen recht zügigen und aktiven Reisestil. Wir haben alle Ausgaben in Kategorien aufgeteilt und im Detail sieht das wie folgt aus:

Wie bereits, erwähnt zieht der teure Inlandsflug diesen Schnitt extrem stark nach oben, denn sonst ist Transport in Indonesien eigentlich recht günstig. Es gibt über Land neben den sehr billigen öffentlichen Bussen auch „Touristen-Shuttles“, die zwar teuerer, aber immer noch bezahlbar sind. Sonst kommen in dieser Kategorie noch eine Fährfahrt und mehrere Taxifahrten dazu. Auch wenn 10€ pro Tag recht viel ist, sind die Kosten durchaus repräsentativ, denn bei einer Rundreise durch Indonesien wirst du um einen oder zwei Flüge nicht drum herum kommen!

Unterkünfte in Indonesien sind extrem günstig und wir haben oft unter 10€ für ein einfaches Doppelzimmer gezahlt. Auf der anderen Seite haben wir uns hin und wieder auch mal was gegönnt, was im Vergleich zu anderen Ländern gemessen an Lage und Komfort immer noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hatte!

Die lokale Küche ist lecker und erschwinglich! Die Portionen sind zwar recht klein, wodurch Horst öfter gleich mehrfach zuschlagen musste, aber in Summe kommt man hier sehr gut weg. Wir haben beim Essen selten aufs Geld geachtet, haben uns immer etwas zum Trinken dazu bestellt (meistens Fruchtsäfte) und hin und wieder mal ein Bintang getrunken. Bier ist allerdings überdurchschnittlich teuer in Indonesien!

Allein 190€ entfallen dabei auf die Wanderung auf den Dukono Vulkan auf Halmahera und die Trekkingtour in den Gunung Leuser Nationalpark auf Sumatra. Solche mehrtägigen Touren sind dann im Budget schon spürbar, aber lassen sich durch etwas entspanntere Tage gut ausgleichen!

Ein Visa kostet 35 USD und wir haben einen Visa-Run über Singapur gemacht. Eine Verlängerung nach 30 Tagen vor Ort kostet ebenfalls um die 30 – 35 USD.

Hierzu zählen Gym- und Friseurbesuche, Sonnencreme, Mückenspray und Kosmetikprodukte.

Da wir nur mit Handgepäck unterwegs sind, müssen wir relativ häufig Wäsche abgeben. Zudem sind viele Klamotten bei den Vulkanwanderungen und beim Dschungeltrekking ziemlich dreckig geworden!

Dazu zählen die SIM Karte von Telkomsel sowie mehrere Aufladungen von mobilen Daten. Wir nutzen unsere Handys auf jeden Fall überdurchschnittlich, vor allem wenn das Wlan in den Unterkünften mal nicht funktioniert.

Ein paar Kleinigkeiten wie Boxershort oder T-Shirts.

Indonsien - Fazit

Kaum ein anderes Land hat uns bisher so in den Bann gezogen, wie Indonesien. Es gibt wirklich nichts, was es dort nicht gibt! Außerdem gehören die Menschen zu den nettesten und freundlichsten, die wir bisher auf Reisen kennen gelernt haben, besonders auf Java und den Molukken. Egal ob Sprachbarriere oder nicht: Die Locals sind super interessiert, offen und sprechen gerne mit den „Bules“. Besonders an Orten, wo sonst nur wenige Touristen sind. Und viele Fotos gehören natürlich auch dazu!

Wir haben während der Weltreise überall große Gastfreundschaft erfahren dürfen, aber Indonesien sticht da nochmal heraus. Das trägt auch seinen Teil dazu bei, warum es vielleicht sogar unser Lieblingsland ist!

Aber kommen wir zu unserem Anfangsstatement zurück: Indonesien ist einfach ein Land der Superlative. Und egal, wonach du suchst – die Wahrscheinlichkeit, dass du es in Indonesien findest, ist sehr hoch!

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