Japan

Highlights • Route • Kosten

Rundreise durch Japan

Kaum ein Land auf dieser Welt strahlt so eine große Faszination wie Japan aus. Die Kultur ist einzigartig und nirgendwo sonst liegen Tradition und Moderne so nah beieinander. Einerseits gibt es die verrückte Seite von Japan mit Cosplay, Mangas und Anime, während man andererseits spirituelle Ruhe findet in den zahlreichen Schreinen auf diesem isolierten Inselstaat. Dazu kommt, dass die Japaner die wohl höflichsten und rücksichtsvollsten Menschen überhaupt sind. Nach unserer Reise nach Japan können wir definitiv sagen: Dieses Land ist mit nichts zu vergleichen!

Japan - Wichtige Infos

Japan hat, wie Europa, vier Jahreszeiten und du kannst das Land ganzjährig bereisen. Für Zentraljapan (Standardrute für die meisten Touristen) gelten der Frühling und der Herbst als die besten Reisezeiten, weil dann die Temperaturen am angenehmsten sind und es nur wenige Regentage gibt. Am beliebtesten sind die Monate März bis Mai zur Sakura, der Saison der Kirschblüte. In dieser Zeit ist es aber auch am vollsten und teuersten.

Als deutscher Staatsbürger brauchst du für die Einreise nach Japan für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum.

Für die typische Route, die wir dir auch in diesem Länderguide vorstellen, solltest du mindestens zwei Wochen einplanen. In der Zeit kannst du Tokio, den Mount Fuji, Kyoto, Nara und Osaka sehen, hast aber an allen Orten maximal drei Tage Zeit. Wenn du es etwas entspannter angehen lassen möchtest und auch Puffer für den ein oder anderen Regentag haben willst, solltest du eher mit drei Wochen planen.

In Japan zahlst du mit dem japanischen Yen, wobei 1 EUR circa 140 Yen entspricht. Kreditkartenzahlungen sind in den Städten recht weit verbreitet, trotzdem brauchst du ab und an Bargeld. Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. In Japan musst du trotzdem eine Geldautomatengebühr zahlen, die 220 Yen (1,50 €) beträgt. Dafür ist es möglich, eine hohe Summe abzuheben.

Japan ist definitiv keine low budget-Destination, aber mit einigen Tricks kannst du recht einfach Geld sparen, sodass der Aufenthalt nicht unglaublich teuer werden muss. Im Detail kommen wir dazu im Abschnitt Kosten weiter unten im Länderguide.

Grundsätzlich sagt man, dass Englisch in Japan nicht so weit verbreitet ist, aber wir haben es uns vorher schwieriger vorgestellt, als es im Endeffekt war. Menschen, die Hostels oder Guesthouses führen, sprechen in der Regel gutes Englisch. In Alltagssituationen wie im Supermarkt oder an Metrostationen kam es öfter vor, dass die Menschen kein Englisch gesprochen haben. Aber entweder konnten sie einen Kollegen beziehungsweise eine Kollegin rufen, oder Google Übersetzer hat geholfen.

Du brauchst in Japan nicht zwingend eine SIM Karte, denn es gibt viele öffentliche Wlan-Netzwerke und in Restaurants, Cafés und Unterkünften ist Wlan auch Standard. Allerdings hilft es vor allem bei der Orientierung (zB. Google Maps für den ÖPNV), wenn du immer Internetzugang hast. Wir haben uns am Flughafen bei einem Automaten eine SIM Karte von Journey SIM gekauft und haben für 10 GB für 20 Tage 32 Euro bezahlt.

Für eine Reise nach Japan lohnt sich daher ein Blick auf eine e-SIM bei Nomad*, denn teilweise sind diese günstiger als die SIM Karten vor Ort.

Japan - Anreise und To Do's

Flughafen Narita in Tokio
SIM Automat am Flughafen

Wahrscheinlich wird deine Reise durch Japan an einem der beiden internationalen Flughäfen in Tokio, Narita oder Haneda, beginnen. Ansonsten kannst du auch nach Osaka, in die drittgrößte Stadt Japans fliegen, und deine Reise durch das Land von dort starten. In jedem Fall kannst du direkt am Flughafen die ersten To Do’s erledigen: Eine SIM Karte kaufen geht unkompliziert und schnell, denn es gibt Automaten, an denen du Prepaid SIM Karten mit unterschiedlichen Konditionen kaufen kannst. Wir haben uns für eine SIM Karte von Journey SIM entschieden und für 10 GB für 20 Tage 32 € bezahlt. Die SIM Karte kannst du am Automaten mit Kreditkarte oder Bargeld zahlen und sie dann direkt in dein Handy einsetzen. Auch Geld abheben kannst du direkt am Flughafen, wofür 1,50 € Gebühr fällig wird – aber du kannst einen recht hohen Betrag abheben.

ATM bei 7-Eleven
Metro am Narita Airport
Die grüne Suica Card

Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen oder dich grundsätzlich in Tokio oder anderen Städten fortzubewegen, nimmst du am besten die Metro. Dafür bietet sich die sogenannte Suica Card an. Diese kannst du direkt an den Bahnstationen der Flughäfen (oder auch an allen anderen Metrostationen in Tokio) kaufen und aufladen. Die Suica Card legst du beim Betreten der Metrostationen oder im Bus einfach auf, ohne ein extra Ticket kaufen zu müssen. Der Betrag für die Fahrt wird automatisch beim Auschecken aus der Station oder beim Aussteigen aus dem Bus abgezogen. Es gibt zwei verschiedene Suica Cards: Die rote ist für Touristen und kostenlos, du bekommst einen eventuellen Restwert auf der Karte allerdings nicht wieder. Für die grüne musst du 500 Yen (3,50 €) Kaution bezahlen, bekommst das plus einen eventuellen Restwert auf der Karte wieder, sobald du sie zurück gibst. Auch wenn du beide Karten für Metros in anderen Städten (z.B. Kyoto oder Osaka) nutzen kannst, kannst du die grüne nur in Tokio zurück geben, um dir den Pfand und das Restguthaben auszahlen zu lassen! So gesehen macht die grüne Karte nur Sinn, wenn du deine Reise in Tokio startest und wieder endest. Alternativ gibt es auch eine digitale Suica Card fürs Smartphone. Dafür musst du keine physische Karte kaufen, sondern lädst dir die Suica Card auf dein Handy. Mit einem iPhone geht das schnell und unkompliziert im Apple Wallet und mit einem Android Gerät im Google Wallet, wobei einige Android Geräte nicht kompatibel sind.

Neben der Metro kannst du die Suica Karte auch für Bezahlungen in verschiedenen Läden nutzen; in erster Linie in den allgegenwärtigen Convenience Stores wie 7-Eleven, Family Mart oder Lawson. Solltest du noch Restguthaben auf deiner roten Suica Karte haben, kannst du so dein restliches Guthaben aufbrauchen, falls du keine Metrofahrt mehr brauchst. Eine Liste aller teilnehmenden Händler findest du hier.

Japan - Highlights

Japan ist ein sehr diverses Land, das zahlreiche Highlights zu bieten hat. Wir stellen dir unsere Top 5 Highlights vor, die sich alle auf der Hauptinsel Honshu befinden. Weiter unten findest du darüber hinaus auch noch Tipps zu lohnenswerten Zielen in Japan abseits der typischen Touristenroute.

Tokio
Tokio ist mit unglaublichen 38 Millionen Einwohnern die größte Metropolregion der Welt, aber dennoch nie chaotisch, sondern immer geordnet und vergleichsweise ruhig. In keiner anderen Stadt ist der Gegensatz zwischen Tradition und Moderne so greifbar: In einem Moment läuft man mit tausenden anderen Menschen über die Shibuya Crossing, die vollste Kreuzung der Welt, und im anderen Moment findet man sich in einem mit Kirschblüten geschmückten spirituellen Schrein, wie dem Asakusa Schrein, wieder. Zu den Highlights der Metropole zählen zudem der Ueno und der Yoyogi Park, der Tokyo Skytree, der Tokyo Tower, das teamLab Museum und das Spielviertel Akihabara.

Mount Fuji
Mount Fuji ist mit seinen 3776 Metern der höchste Berg Japans, das Wahrzeichen des Landes und einer der schönsten Vulkane der Welt. In den Sommermonaten von Anfang Juli bis Ende August kann der aktive Vulkan, der zuletzt 1707 ausgebrochen ist, sogar bestiegen werden. Aber auch die Sicht von unten auf den als heiligen Berg verehrten Vulkan ist spektakulär! Den besten Blick hat man von der Fuji Five Lake Region aus, wo es mehrere wunderschöne Aussichtspunkte auf den Mount Fuji gibt, die man am besten mit dem Fahrrad abfährt: Das bekannteste Motiv ist oberhalb der Chureito Pagoda, aber auch die Shimoyoshida Honcho Straße und der Kawaguchi See bieten spektakuläre Aussichten.

Kyoto
Kyoto war über eintausend Jahre lang die Hauptstadt Japans, hat eine Menge Tradition zu bieten und gilt als schönste Stadt des Landes. Tausende Tempel und Schreine finden sich in Kyoto, von denen der bekannteste der Fuhsimi Inari Schrein mit seinen hunderten roten Toriibögen ist. Das alte Stadtviertel Gion ist bekannt für verwinkelte Gassen, traditionelle japanische Holzhäuser und Teezeremonien. Mit etwas Glück kannst du dort sogar noch einer echten Geisha, einer traditionellen japanischen Unterhaltungskünstlerin, begegnen. Weitere Highlights der 1,5 Millionen Einwohner-Stadt sind der Goldene Pavillon, der Bamboo Forest und, besonders zur Sakura, der Philosopher’s Path.

Nara
Die kleine Stadt Nara kannst du in einem Tagesausflug sowohl von Kyoto als auch von Osaka aus besuchen. Von beiden Städten aus dauert die Fahrt mit der Subway nur circa eine Stunde. Mit dem Nara Park bietet die Stadt ein ganz besonderes Highlight: Denn der Park ist Heimat hunderter frei lebender Hirsche. Der Eintritt ist kostenlos und vor Ort kannst du Futter kaufen, um die süßen Hirsche mit Crackern glücklich zu machen. Aber auch abgesehen von dieser tollen Tierbegegnung ist der Nara Park sehenswert mit seinen riesigen Grünflächen, mehreren Tempeln und Schreinen, einem schönen See und – im Frühling zur Cherry Blossom Season – wunderschön blühenden Kirschblüten.

Osaka
Die drittgrößte Stadt Japans hat einen ganz anderen Vibe als Kyoto und Tokio: Wir haben Osaka als junge, moderne und vibrierende Stadt wahrgenommen, aber auch als lauter und dreckiger – allerdings nur im Vergleich zu den anderen super sauberen und leisen Städten Japans. Die Gegend rund um die Namba Station und den berühmten Tsutenkaku Tower ist sehr sehenswert, aber auch in Osaka gibt es natürlich Orte mit Tradition, wie zum Beispiel das Osaka Castle inklusive wunderschönem Garten drum herum. Ein Highlight war für uns auch die teamLab Outdoor-Ausstellung im Botanischen Garten – und wenn du die Zeit und das Geld hast, kannst du den Universal Studios einen Besuch abstatten.

Honorable Mentions
Japan hat viele Highlights zu bieten, die wir in unseren knapp zwei Wochen vor Ort nicht alle sehen konnten. Wir wollen diese aber nicht unerwähnt lassen, weshalb eine kurze Übersicht weiterer sehenswerter Orte folgt.

Hiroshima liegt weiter westlich auf Honshu und hat durch den Atombombenabwurf im Zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangt. Bis heute prägt dieses tragische Ereignis die Stadt und ist in Museen auf ergreifende Art und Weise dokumentiert. Wir selbst hatten leider keine Zeit Hiroshima zu besuchen, doch viele Reisende die wir kennen und getroffen haben, waren von der Stadt sehr angetan.

Fukuoka liegt südwestlich von Hiroshima auf der Insel Kyushu und ist mit über 4 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Japans. Neben dem Mix aus traditionellen Tempeln und moderner Skyline findet man in Fukuoka auch Strände.

Japans landschaftliche Vielfalt ist in diesem Länderguide fast schon zu kurz gekommen, denn der riesige Inselstaat erstreckt sich vom tropischen Süden bis in den hohen und gebirgigen Norden. Wintersportfreunde kommen auf Hokkaido voll auf ihre Kosten und die Region um die größte Stadt Sapporo gilt als Mekka des Wintersports in Japan.

Tropische Inseln und traumhafte Sandstrände? Mit Sicherheit nicht das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Japan denkt. Aber beim genaueren Hinsehen erkennt man, wie weit sich Japan in den Süden erstreckt. Die Präfektur Okinawa steht mit vielen kleinen und großen Inseln dem ein oder anderen Tropenparadies in nichts nach!

Du bist noch unsicher, was du alles in deinen Rucksack packen musst? Dann schau mal hier vorbei!

Japan - Route

Die hier vorgestellte Route deckt die typischen und größten Highlights auf der Hauptinsel Honshu ab. Wir waren insgesamt 13 Tage vor Ort, aber würden für diese Itinerary eher drei Wochen empfehlen, um einen etwas entspannteren Ablauf und vor allem etwas Puffer für Regentage zu haben. Sollte es zeitlich nicht anders machbar sein, ist die Route auch in zwei Wochen zu schaffen.

Startpunkt ist die Hauptstadt Tokio mit den beiden internationalen Flughäfen Narita und Haneda, wovon Narita (NRT) der größere ist und über die besten Verbindungen ins Ausland verfügt. Der zweite Stopp, Fujikawaguchiko, liegt nicht weit von Tokio entfernt und ist leicht mit Bus und Bahn zu erreichen. Die nächste Strecke von Tokio nach Kyoto ist der längste Abschnitt, kann aber dank zahlreicher Zugverbindungen in nur 2 bis 3 Stunden mit dem Shinkansen zurückgelegt werden. Kyoto, Nara und Osaka liegen so nah beieinander, dass alle Städte mit der Metro verbunden sind.

Bus zum Mount Fuji
Shinkansen: schnellster Zug Japans
Gut ausgebautes Metronetz

Grundsätzlich ist Transport in Japan leicht zu organisieren, zuverlässig und pünktlich, kann aber auch teuer werden. Besonders die Fahrten mit dem Shinkansen gehen gut ins Budget. Die Metro dagegen ist sehr erschwinglich und das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel in den Städten. Sowohl Tokio, als auch Kyoto und Osaka verfügen über ein hervorragendes Metronetz und man kann alle Sehenswürdigkeiten mit der Subway erreichen. Einzig in Kyoto muss man hin und wieder auf den Bus ausweichen, wenn die nächste Metrohaltestelle weiter entfernt ist.

Wir haben den Bus nach Fujikawaguchiko online über Willer Express gebucht und dafür 14 € bezahlt. Bei der Buchung erhältst du den genauen Standort für die Abfahrt in der Nähe vom Hauptbahnhof in Tokio und musst dann bei der letzten Station Fujikawaguchiko aussteigen. Buch den Bus einige Tage vorab, denn besonders während der Hochsaison können die Plätze schnell vergriffen sein! Man kann die Strecke auch mit der Bahn zurücklegen, aber die Busse sind in der Regel etwas günstiger.

Die Rückfahrt von Fujikawaguchiko haben wir genau wie die Hinfahrt online über Willer Express gebucht. Da der Bus am Hauptbahnhof in Tokio ankommt, kannst du von dort direkt den Schnellzug (Shinkansen) nach Kyoto nehmen. Im Hauptbahnhof gibt es sowohl Ticketcounter als auch Ticketautomaten für die Shinkansentickets. Man kann die Sprache der Automaten auf Englisch einstellen, aber der Buchungsprozess ist etwas kompliziert, da man zwischen sehr vielen verschiedenen Tickets wählen kann. Falls du dir unsicher bist, geh zum Counter und kaufe das Ticket dort. Der Preis beträgt etwa 100 € und im Gegensatz zu den Bustickets musst du Fahrten mit dem Shinkansen in der Regel nicht vorab buchen. Denn die Strecke zwischen Tokio und Kyoto bzw. Osaka ist hoch frequentiert und die Fahrten sind eigentlich nie ausgebucht.

Kyoto und Nara sind über das Metrosystem miteinander verknüpft und es gibt zahlreiche Verbindungen, die pro Strecke etwa eine Stunde dauern und zwischen 5 und 7 € kosten.

Gleiches gilt für die Strecke zwischen Osaka und Kyoto, die minimal länger dauert, aber dafür nur 4 € pro Person kostet.

Wir haben uns für den Transport mit der Metro mit Google Maps navigiert. In der App kannst du deinen Ausgangs- und Zielort angeben und dir werden alle Bahn- und Busverbindungen inklusive Preis angezeigt. Allein schon dafür lohnt sich die Anschaffung einer SIM Karte! Ansonsten konnten konnten wir uns den Rückweg von Osaka nach Tokio sparen, da wir einen Gabelflug gebucht haben. Sonst musst du für diese Strecke nochmal um die 100 € einplanen, falls du mit dem Shinkansen fährst.

Japan - Kosten

Japan gilt als teures Land und war deswegen lange überhaupt nicht auf unserem Radar. Nach unserem Besuch können wir aber sagen, dass Japan zwar keine Low Budget-Destination ist, man aber mit ein paar Tipps (die wir dir weiter unten vorstellen) einiges an Geld sparen kann, sodass Japan durchaus auch für Backpacker in Frage kommt. Wir haben in unseren zwei Wochen im Schnitt 52,50 € pro Person am Tag ausgegeben. Das ist natürlich im Vergleich zu Südostasien, wo wir in vielen Ländern mit 30 bis 35 Euro auskommen, deutlich mehr. Aber insgesamt finden wir die Ausgaben echt okay. Pro Person sehen unsere Kosten wie folgt aus:

Wir hatten vier verschiedene Unterkünfte in Japan und haben zwei Mal in Hostels und zwei Mal in Guest Houses übernachtet. Drei Mal hatten wir ein eigenes Zimmer mit geteiltem Bad, ein Mal haben wir in einem Doppelbett in einem 6er-Dorm mit geteiltem Bad geschlafen. Alle Unterkünfte hatten einen wirklich guten Standard.

Wir sind die Strecke Tokio – Kyoto mit dem Shinaksen, dem schnellsten Zug Japans gefahren, was uns pro Person 100 € gekostet hat und die hohen Transportkosten insgesamt erklärt. Ansonsten sind dort die Busfahrten zwischen Tokio und Fujikawaguchiko inkludiert sowie alle Subway- und Busfahrten innerhalb und zwischen der anderen Städte. 

Bei der Verpflegung waren wir in Japan sehr sparsam unterwegs. Wir haben in den zwei Wochen kein einziges Mal im Restaurant gegessen, sondern entweder selbst gekocht, Fertiggerichte aus Convenience Stores wie 7 Eleven oder Family Mart gegessen oder uns Snacks an Streetfoodständen gekauft.

Zu unseren Aktivitäten zählen der Eintritt für den Skytree und eine Rooftopbar mit Blick auf die Shibuya Crossing in Tokio, die Leihgebühr für Fahrräder am Mount Fuji, der Eintritt zum Goldenen Pavillon in Kyoto und der teamLab Ausstellung im Botanischen Garten in Osaka.

Für Internet, also eine SIM Karte von Journey SIM mit 10 GB für 20 Tage, haben wir 32 € bezahlt. Wegen des hohen Preises haben wir uns dafür entschieden, nur eine SIM Karte zu kaufen und diese zu teilen.

Auch wenn in Japan vieles mit Kreditkarte bezahlt werden kann, brauchten wir ab und zu Bargeld. Mit unserer Reisekreditkarte, der kostenlosen Visa Debitkarte von der DKB*, fallen für die Abhebung keine Gebühren an, aber in Japan muss man eine Geldautomatengebühr zahlen, die in der Regel 1,50 € pro Abhebung beträgt. Dafür ist es möglich, eine hohe Summe abzuheben, weshalb wir nur zwei Mal Geld abheben mussten.

Alle weiteren Kosten haben wir unter dem Punkt Verschiedenes zusammengefasst. Dazu zählt eine Leihgebühr, die wir für Handtücher in einer Unterkunft bezahlt haben, ein Spind am Bahnhof, in dem wir unser Gepäck zwischengelagert haben und Restguthaben, das wir noch auf der Suica Card hatten.

Japan - Unterkünfte

Hostel in Fujikawaguchiko
Traditionelles japanisches Haus
Doppelbett im 6-er Dorm

Unterkünfte in Japan sind im Vergleich zu typischen Backpacking-Ländern um einiges teurer, aber trotzdem bezahlbar. Wir haben uns sogar in drei von vier Fällen ein eigenes Doppelzimmer gegönnt und im Schnitt trotzdem „nur“ 40 € pro Nacht ausgegeben, obwohl wir zur Hochsaison während der Kirschblüte dort waren. Die Küchen waren alle sehr gut ausgestattet und die Gemeinschaftsbäder sauber. Wir haben alle unsere Unterkünfte über booking.com* gebucht und können vor allem unsere Unterkünfte in Kyoto und Fujikawaguchiko wärmstens weiterempfehlen! Und achte in größeren Städten darauf, eine Metrostation in Laufnähe zu haben. 

StadtHostel€ pro Nacht
TokioHostel Bedgasm*48 €
FujikawaguchikoK’s House Fuji View*34 €
KyotoGuesthouse Bon*50 €
OsakaGuest House Wa N Wa*33 €

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Japan - Spartipps

Damit du Japan auch mit einem kleineren Budget bereisen kannst, teilen wir hier noch einige Spartipps mit dir: Das allerwichtigste ist: Buche deine Unterkünfte vorab! Damit meinen wir nicht ein paar Tage im Voraus, sondern am besten, sobald deine Reisedaten feststehen. Spontan Unterkünfte in Japan finden ist wirklich nicht leicht und im schlechtesten Fall bleiben dir nur teure und schlechte Unterkünfte übrig – insbesondere in der Hochsaison im Frühling. Außerdem solltest du bei der Unterkunftssuche darauf achten, dass es eine Gemeinschaftsküche gibt, damit du selbst kochen kannst. Neben selbst kochen ist beim Thema Essen unser Spartipp: Kauf dir fertige Mahlzeiten in Convenience Stores wie 7-Eleven und Family Mart. Du kannst die Gerichte direkt in den Filialen warm machen lassen, es gibt eine große Auswahl (auch wir als Vegetarier haben immer was gefunden), es schmeckt nicht schlecht und ist wirklich günstig. Auch Streetfoodstände sind eine gute und günstige Option, um Geld beim Essen zu sparen. Für Getränke musst du auch kein Geld ausgeben, denn in Japan kannst du Wasser aus dem Hahn bedenkenlos trinken!

Günstiges Streetfood
Hostel mit Küche
Essen bei 7-Eleven

Vor deiner Japanreise solltest du prüfen, ob sich der Japan Rail Pass, in dem viele Zug- und Busstrecken inkludiert sind, für dich lohnt. Insgesamt gilt: Um sich zwischen Städten fortzubewegen, sind Busfahrten günstiger als Bahnfahren und wenn du Fahrten mit dem Shinkansen vermeidest, kannst du eine Menge sparen. Innerhalb der Städte solltest du statt Taxi zu fahren auf die Subway oder Busse zurückgreifen oder laufen. Das Schöne ist, dass super viele Aktivitäten in Japan kostenlos sind, auch die meisten Parks und Tempel. Bei kostenpflichtigen Aktivitäten wie dem Skytree in Tokio ist es günstiger, die Tickets vorab zu kaufen statt am gleichen Tag. Wenn du viele Aktivitäten machen möchtest, kann sich ein Pass lohnen, wie beispielsweise der Osaka Day Pass, in dem super viele Sehenswürdigkeiten inkludiert sind. Wäsche waschen kannst du in manchen Hostels kostenlos oder für wenig Geld und bei Bargeldabhebungen solltest du gleich eine höhere Summe abheben, damit sich die Automatengebühren nicht summieren. Und zu guter Letzt solltest du prüfen, ob ein Gabelflug für dich Sinn macht (beispielsweise Hinflug nach Tokio, Rückflug von Osaka).

Japan - Sitten und Sprache

Japan hat viele Eigenheiten und Sitten, die für uns ungewohnt sind, die du aus Respekt aber auf jeden Fall beachten solltest. In Bahnen und Bussen ist Essen und Telefonieren untersagt und es ist immer sehr ruhig, weil die Japaner sehr rücksichtsvoll sind und nicht oder nur sehr leise sprechen. Insbesondere in Bussen wirst du viele ältere Menschen sehen, für die es im vorderen Bereich extra Sitze gibt – diese solltest du freihalten oder spätestens frei machen, wenn du eine ältere Person siehst. Außerdem wird Geld nie in die Hand gegeben, sondern immer in eine Schale gelegt. Trinkgeld wird als unhöflich erachtet, ebenso das Zeigen mit dem Zeigefinger auf Menschen oder Dinge. Statt Händeschütteln verbeugt man sich zur Begrüßung, Dinge übergibt man immer mit beiden Händen und wenn man ein Haus betritt, zieht man seine Schuhe aus und tauscht sie gegen Pantoffeln. Essen im Gehen wird als unhöflich erachtet, du solltest mindestens stehen bleiben oder dir im besten Fall einen ruhigen Sitzplatz suchen.

Betende Menschen im Tempel
In der Bahn herrscht Ruhe

Generell sind Japaner sehr regelkonform. Das bedeutet zum Beispiel, dass du an einer roten Ampel in jedem Fall warten solltest – auch wenn weit und breit kein Fahrzeug zu sehen ist. Zudem ist es für Japaner völlig normal, sich in Schlangen anzustellen – sei das vor Restaurants, um auf einen freien Tisch zu warten, oder beim Warten auf Busse und Bahnen. Zu guter Letzt ist Japan ein super sauberes Land – aber es gibt fast nirgendwo Mülleimer. Nimm dir am besten eine Mülltüte mit, damit du deinen Müll mit nach Hause nehmen und dort entsorgen kannst. Im Jahr 2024 hatte Japan mit vielen respektlosen Touristen zu kämpfen, die in Kyoto Geishas bedrängt oder Straßen in Fujikawaguchiko blockiert haben, um Fotos zu machen. Dadurch hat sich Japan gezwungen gefühlt, einige Distrikte in Kyoto für Touristen zu sperren oder den berühmten Lawson mit dem Fuji im Hintergrund unzugänglich zu machen. Denke bei jeder Reise immer daran: Du bist Gast in einem fremden Land und hast dich den dort gängigen Sitten und Umgangsformen anzupassen. Ganz besonders in Japan, wo der Ruf der Touristen immer schlechter wird. Umso mehr wird es die Einheimischen freuen, wenn du ein paar Worte Japanisch sprichst. Für die wichtigsten Worte haben wir eine kleine Übersicht zusammengestellt:

DeutschJapanisch
Guten MorgenOhayo Gozaimasu
Guten Tag / HalloKonnichiwa
Guten AbendKonbawa
TschüssSayonara
Vielen DankArigato Gozaimasu
EntschuldigungGomen nasai
JaHai
NeinIje

Japan - Fazit

Japan stand während unserer Weltreise aus Kostengründen eigentlich nie auf unserer Bucketlist. Aber als wir ohnehin schon in Südostasien unterwegs waren, dachten wir uns: „Komm, jetzt wo wir so nah dran sind, müssen wir es mitnehmen!“ Und wir haben diese Entscheidung zu keiner Sekunde bereut. Natürlich ist Japan nicht die typische Backpackerdestination, aber es ist eben auch nicht so unfassbar unbezahlbar, wie wir immer gedacht dachten.

Japan ist eine Welt für sich und die zu Beginn beschriebene Faszination ist absolut real. Auf der einen Seite so traditionell, konservativ und auch alt – und dann wieder jung, dynamisch und verrückt. Diese Gegensätze liegen so nah beieinander, dass man kaum glauben kann, dass sie in Japan so allgegenwärtig miteinander koexistieren. Für uns steht fest: Wir wollen unbedingt nochmal nach Japan zurückkehren und können jedem eine Reise nur ans Herz legen, der sich für Japan interessiert.

Japan - Blogbeiträge

Kyoto zur Kirschblüte

Kyoto, die alte Kaiserstadt, gilt als die schönste Stadt in ganz Japan. Mit zahlreichen Tempeln und dem historischen Stadtteil Gion versprüht Kyoto einen einzigartigen Charme. Wir zeigen dir die wichtigsten Highlights, eine tolle Unterkunft in einem traditionellen japanischen Haus und weitere Tipps.

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Mystischer Mount Fuji

02.04.2023

Das wohl bekannteste Panorama in ganz Japan: Die Chureito Pagode mit dem schneebedeckten Gipfel des Fuji. Ein wahnsinnig schöner Anblick und wir zeigen dir in diesem Blogpost alle Infos zur Anreise nach Fujikawaguchiko, ein super Hostel und weitere To Do’s rund um den Kawaguchi See.

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Tokio - 7 Highlights

26.03.2023

Tokio, die größte Metropole der Welt, ist mit keiner anderen Stadt zu vergleichen. Hier treffen sich unendlich viele Gegensätze: Tradition & Moderne, Menschenmassen & Ordnung, Anime & Spiritualität. Wir zeigen dir die 7 größten Highlights und wichtige Tipps für deine Reise nach Japan.

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