Jeju Islamd

Südkorea

Jeju Island - Inselvibes in Südkorea

K-Pop, südkoreanische Serien, Filme, Mode, Beautyprodukte und auch die leckere Küche erleben seit einigen Jahren einen richtigen Hype und werden auch im Westen immer populärer – und Südkorea damit ein immer beliebteres Reiseziel. Aber wusstest du, dass es neben den modernen Metropolen wie Seoul und Busan auch eine tropische Insel in Südkorea gibt? Jeju Island, die Honeymoon Insel der Südkoreaner, die als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde, liegt nur einen kurzen Flug oder eine Fährfahrt vom Festland entfernt.

Auf Jeju erwarten dich tolle Sandstrände, Wasserfälle, beeindruckende Klippen, Tempel, die berühmten Haenyeo Taucherinnen und nicht zuletzt der Hallasan Vulkan, der höchste Berg des Landes, den man auch besteigen kann. All diese Highlights stellen wir dir in diesem Blogbeitrag vor und geben dir darüber hinaus alle Tipps zur besten Reisezeit, Anreise, Fortbewegung, Übernachtung sowie Restaurants auf Jeju. Und natürlich sagen wir dir auch, was das alles kostet, damit du perfekt auf deine Reise nach Jeju Reise vorbereitet bist. 

Jeju Südkorea - Wichtige Infos

In Südkorea gibt es wie in Deutschland vier Jahreszeiten. Grundsätzlich ist die beste Reisezeit in Südkorea und somit auch auf Jeju im Frühling von März bis Mai und im Herbst von September bis November, wo die Temperaturen mild sind. Ein Highlight im Frühling ist die Kirschblüte, die auf Jeju meistens Ende März blüht. Im Sommer kann es heiß und nass werden und im Winter ziemlich kalt.

Jeju ist eine ziemlich große Insel und wenn man viel davon sehen möchte, kann man gut bis zu einer Woche dort verbringen. Wir waren hauptsächlich im Süden rund um Seogwipo und am Hallasan Vulkan unterwegs, wofür drei bis vier volle Tage reichen. Mehr Zeit ist aber natürlich immer gut.

In Südkorea zahlst du mit dem südkoreanischen Won, wobei 1 EUR circa 1500 Won entspricht. Kartenzahlung ist in Südkorea sehr weit verbreitet, zum Beispiel in Supermärkten, Convenience Stores und Restaurants. Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. In Südkorea fällt bei einer Abhebung (zumindest bei der Shinhan Bank) eine geringe Geldautomatengebühr (3500 Won) an. Wichtig: Achte bei Bargeldabhebungen immer drauf, direkt in der Landeswährung abzuheben („Continue without Conversion“).

Generell ist das Preisniveau in Südkorea etwas geringer als in Deutschland, aber höher als beispielsweise in Südostasien. Auf Jeju hatten wir eine sehr günstige Unterkunft (22 € die Nacht), die meisten Aktivitäten waren kostenlos oder sehr günstig, wir haben nicht oft auswärts gegessen, sondern viel in Convenience Stores oder selbst gekocht und auch die öffentlichen Busse sind sehr erschwinglich. Nur Roller mieten ist mit 20 Euro für sechs Stunden ziemlich teuer. Insgesamt haben wir im Schnitt 30 Euro pro Person am Tag ausgegeben.

Weil Jeju eine ziemlich große Insel ist, bietet sich ein Mietwagen an. Ansonsten gibt es auch öffentliche Busse, die sehr regelmäßig und zuverlässig fahren und günstig sind. Vom Norden (Flughafen oder Jeju-Si) in den Süden (Seogwipo) braucht der schnellste Bus eineinhalb Stunden. Wir haben uns für einige Tage einen Roller geliehen, damit aber nur den Süden der Insel erkundet.

Grundsätzlich sprechen die Menschen in Südkorea eher wenig Englisch. Du solltest also nicht davon ausgehen, dass dein Gegenüber Englisch spricht und immer eine Übersetzerapp (zum Beispiel Google Übersetzer) parat haben.

Der Blog als Vlog

Alles Infos und Highlights aus diesem Blogbeitrag findest du auch auf YouTube in unserem Vlog!

Jeju Südkorea - Lage und Anreise

Anreise mit dem Flugzeug
Flughafen auf Jeju

Die Insel Jeju liegt südlich der koreanischen Halbinsel in der sogenannten Koreastraße und ist die mit Abstand größte Insel des Landes. Die allermeisten Reisenden kommen mit dem Flugzeug nach Jeju, denn mit dem Jeju International Airport gibt es im Norden der Insel einen viel frequentierten Flughafen, der sowohl von südkoreanischen (bspw. Busan, Seoul) als auch internationalen Destinationen (bspw. Tokio, Taipeh, Shanghai, Peking, Hong Kong, Singapur) angeflogen wird. Man könnte meinen, der Flughafen sei eher ruhig, aber ganz im Gegenteil: 23 Fluggesellschaften fliegen hier ab und mit Jeju Air hat sogar eine Airline ihren Sitz am Jeju International Airport. Die Strecke Jeju – Seoul-Gimpo war mit über 17 Millionen Passagieren (Stand 2019) sogar die meist geflogene Flugverbindung der Welt! Aufgrund des hohen Angebots sind die Flugpreise von und nach Jeju auch sehr erschwinglich: Einen Flug nach Busan oder Seoul gibt es zum Beispiel schon ab 50 Euro (hin und zurück). Daneben ist es auch möglich, mit dem Schiff nach Jeju zu reisen. Fähren verkehren zwischen Jeju und den Städten Mokpo, Nokdong und Yeosu sowie zur Insel Wando. Mit Hanil Express, Namhae Gosok Ferry, Seaworld Express Ferry und MS Ferry gibt es mehrere Anbieter, die die Strecken (fast) täglich bedienen. Allerdings sind das nicht gerade touristisch relevante Orte und nach Busan, einer beliebten Touristendestination im Süden Südkoreas, gibt es aktuell keine Fährverbindungen. 

Jeju südlich der Halbinsel
Jeju-Si im Norden und Seogwipo im Süden
Straßenzug in Seogwipo

Auf Jeju gibt es zwei größere Orte: Jeju-Si im Norden, in deren Nähe sich auch der Flughafen befindet, und Seogwipo im Süden. Wenn du einen Mietwagen hast, eignen sich beide Orte als Ausgangsort, um die Insel zu erkunden. Hast du keinen Mietwagen, solltest du dir vorab überlegen, ob du mehr Orte im Süden oder im Norden von Jeju sehen willst, denn die Insel ist relativ groß und die Strecken lang. Um ohne eigenes Auto von Jeju-Si nach Seogwipo zu kommen, kannst du einen öffentlichen Bus nehmen. Diese fahren sehr regelmäßig, brauchen für die Strecke aber auch mindestens eineinhalb Stunden. Im Detail kommen wir zur Fortbewegung auf der Insel weiter unten. Wir haben Seogwipo als Ausgangsort gewählt und uns für ein paar Tage einen Roller geliehen, haben uns aber hauptsächlich im Süden der Insel aufgehalten. Wenn du möchtest, kannst du deinen Aufenthalt auf Jeju natürlich auch splitten und ein paar Nächte im Norden und ein paar Nächte im Süden verbringen. Daneben gibt es auch im Westen und Osten der Insel kleinere Orte und auch dort einige Unterkünfte. In der Mitte von Jeju liegt übrigens der Hallasan Vulkan.

Jeju Südkorea - Top 6 Highlights

Das vielleicht größte Highlight von Jeju ist der Hallasan Vulkan, der mit 1950 Metern höchste Berg des Landes, der sich in der Mitte der Insel auftürmt und den man in einer Tageswanderung besteigen kann. Dazu kommen wir weiter unten ausführlich, aber erst mal widmen wir uns den vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Insel:

Jeongbang Wasserfall
Der Jeongbang Wasserfall liegt in Seogwipo an der Südküste von Jeju und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Das Besondere: Er ist der einzige Wasserfall in Südkorea (und einer von wenigen in Asien), der direkt ins Meer stürzt. Insbesondere von der Drohne aus sieht das ziemlich cool aus, wie das Wasser direkt von der Steilklippe in den Ozean fließt. Um zum Jeongbang Wasserfall zu kommen, wird ein kleiner Eintritt von 2000 Won (1,35 €) fällig. Dann geht es einen kleinen befestigten Weg runter bis zum Wasserfall, der von großen und kleinen Felsen umgeben ist, über die man klettern kann, um ganz nah an ihn ranzukommen. Uns hat der Anblick sehr beeindruckt!

Jungmun Saekdal Strand
Auf Jeju finden sich zahlreiche schöne Strände, aber wir möchten dir den Jungmun Saekdal Strand besonders ans Herz legen. Dieser befindet sich im Süden der Insel, nicht weit von Seogwipo entfernt und ist traumhaft schön. Obwohl bei unserem Besuch das Wetter richtig schön war, war der Strand alles andere als überlaufen und es waren nur ein paar wenige Menschen unterwegs. Der Strand ist relativ lang, der Sand fein und man kann schwimmen gehen – uns hat es wirklich gut gefallen. Etwas erhöht direkt daneben liegt mit dem Parnas Hotel Jeju ein riesiges Luxushotel, von dem aus man einen tollen Blick über die Bucht hat und von wo aus auch ein kleiner Weg runter an den Strand führt.

Yakcheonsa Tempel
Natürlich gibt es wie überall in Südkorea auch auf Jeju buddhistische Tempelanlagen, aber die größte Überraschung war für uns der Yakcheonsa Tempel. Die Tempelanlage sieht schon von außen beeindruckend aus mit dem schön angelegten Garten und den vielen Organenbäumen drum herum. Das eigentliche Highlight ist aber das Innere des Tempels, in dessen Zentrum eine riesige goldene Buddhastatue steht. Außerdem kann man in mehrere Etagen hoch gehen, in denen sich insgesamt 8.000 kleine Buddhafiguren befinden. Bei unserem Besuch waren kaum Touristen, dafür aber einige Einheimische zum Beten im Tempel, was wir sehr authentisch fanden.

Oedolgae Cliffs
Ein sehr bekanntes Motiv von Jeju sind die Oedolgae Cliffs – eine Klippenformation an der Südküste der Insel, nicht weit von Seogwipo entfernt. Vor allem ein alleinstehender Steinfelsen, der Oedolgae Sea Stack, sieht ziemlich cool aus: Kurz vor der Küste ragt er 20 Meter in die Höhe. Geformt haben soll er sich bei einem Vulkanausbruch vor 150.000 Jahren. Der Besuch der Oedolgae Cliffs ist kostenlos und es gibt einen schön angelegten Küstenweg, den man entlang laufen kann, um den Ausblick auf die Felsformationen und das Meer zu genießen. Besonders schön soll der Anblick des Oedolgae Felsens übrigens auch zum Sonnenuntergang sein.

Cheonjeyeon Wasserfälle
Nachdem wir dir schon den Jeongbang Wasserfall vorgestellt haben, wollen wir dir auch die Cheinjeyeon Wasserfälle ans Herz legen. Das sind gleich drei Wasserfälle, die nicht weit voneinander entfernt liegen und die nur einen kleinen Eintritt von 1.500 Won (1,70 €) kosten. Der erste Wasserfall existiert allerdings nur, wenn es sehr viel regnet und war bei unserem Besuch trocken. Aber es lohnt sich weiterzugehen, denn nach einem kleinen Spaziergang entlang des begrünten Wegs erreichst du den zweiten Wasserfall, der malerisch schön aussieht und uns richtig gut gefallen hat. Außerdem lohnt sich ein Abstecher zur Seonim Brücke, eine rot-weiße Bogenbrücke, die ein sehr schönes Fotomotiv darstellt.

Weitere Highlights
Zu weiteren Sehenswürdigkeiten auf Jeju zählen die Jusangjeolli Klippen, der Sonnenaufgang vom Berg Seongsan Ilchulbong und der Hamdeok Strand. Interessant sind auch die Steinfiguren, die Dol Hareubang, die du verteilt auf der Insel und auch in einer Outdoor Art Gallery findest. Besonders berühmt sind die Haenyeo Taucherinnen auf Jeju – Frauen, die von klein an lernen, ohne technische Hilfsmittel zu tauchen und dabei Meeresfrüchte zu ernten. Sie gelten als lebende Wahrzeichen der Insel. Und nicht zuletzt wird Jeju auch als Orangeninsel bezeichnet – bei einem Besuch wirst du die vielen Orangenplantagen, die eine wichtige Einnahmequelle der Bewohner sind, nicht übersehen.

Wanderung auf den Hallasan

Für viele das größte Highlight auf Jeju ist eine Wanderung auf den Hallasan Vulkan, der sich in der Mitte der Insel auftürmt. Der Hallasan ist mit 1950 Metern Höhe der höchste Berg in ganz Südkorea und der einzige Vulkan des Landes. Man kann ihn in einer Tageswanderung besteigen, muss aber vorab einige Dinge beachten. Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die auf den Gipfel des Hallasan führen: Der Seongpanak Trail startet im Osten und ist etwas länger, dafür aber weniger steil, aber auch landschaftlich nicht so interessant. Der Gwaneumsa Trail hingegen startet im Norden, ist etwas anspruchsvoller und steiler, aber auch schöner. Du musst dich vorab entscheiden, welche Route du laufen willst, weil du dich online registrieren musst. Die Registrierung ist kostenlos, aber obligatorisch, denn es gibt nur ein bestimmtes Kontingent pro Tag und wenn das ausgeschöpft ist, kannst du die Wanderung nicht machen. Wir haben die Registrierung circa eine Woche vorher gemacht und zu diesem Zeitpunkt waren für das Wochenende und die Tage, an denen gutes Wetter vorhergesagt war, schon nicht mehr allzu viele Plätze frei. Die Registrierung erfolgt online über die offizielle Seite (kann man auf Englisch stellen) und du bekommst eine Bestätigung per Mail, die du beim Startpunkt der Wanderung vorzeigen musst. Bei der Registrierung musst du nicht nur den Tag, sondern auch ein Zeitfenster auswählen, in dem du die Wanderung starten musst. Beachte: Du musst zwar festlegen, auf welchem Weg du auf den Hallasan hochläufst, kannst dann aber den anderen Trail runterlaufen. Wenn du also den Seongpanak Trail im Osten hochläufst, kannst du den Gwaneumsa Trail in Richtung Norden runterlaufen und umgekehrt.

Karte mit verschiedenen Wegpunkten
Mit dem Bus zum Ausgangspunkt

Außerdem gibt es verschiedene Wegpunkte, die man – je nach Jahreszeit – zu einer bestimmten Uhrzeit erreicht haben muss. Als wir die Wanderung im April gemacht waren, musste man den Rückweg spätestens um 14 Uhr antreten. Wir haben die Wanderung auf dem Seongpanak Trail gemacht, weil dieser mit dem öffentlichen Bus von Seogwipo aus leichter zu erreichen war. Der Bus hält direkt am Startpunkt, der sich auf 800 Metern Höhe befindet – was bedeutet, dass man 1150 Höhenmeter hoch und wieder runter zurücklegt. Unterwegs gibt es übrigens keine Bewirtung und auch keine Möglichkeit, Wasser aufzufüllen, was bedeutet, dass du genug Essen und Trinken für die gesamte Wanderung einpacken solltest. Allerdings gibt es auf dem Seongpanak Trail zwischendrin beheizte Hütten, in denen man Pause machen kann, was sehr angenehm ist, weil es durch die Höhe und den Wind ziemlich kalt werden kann. Der Weg ist nur zum Teil naturbelassenen, viele Parts sind angelegt und es gibt sehr viele Treppenstufen.

Der Weg durch grüne Landschaften
Oft ist der Weg befestigt
Angekommen am Kratersee

Zu Beginn führt er durch den Wald, später wird das Gelände dann offener und gibt bei gutem Wetter die Sicht über die Insel frei. Ganz oben auf dem Krater befinden sich ein kleiner Kratersee, der ehrlicherweise nicht sehr spektakulär ist, und ein Fotospot, der bei unserem Besuch extrem voll war. Außerdem war es super windig und kalt, sodass wir uns oben nicht lange aufgehalten haben, aber der Blick über die Insel und auf das Meer ist schon cool. Wir haben für den Weg nach oben mit Pausen vier Stunden gebraucht unter runter nochmal circa drei Stunden. Die Wanderung ist an sich nicht herausfordernd und gut machbar, aber dadurch, dass die Steigung so flach verläuft, dauert es insgesamt ziemlich lange und geht auf die Kondition. Für uns war es nicht die spannendste Wanderung, die wir je gemacht haben –  so ehrlich wollen wir sein. Aber man kann nach der Wanderung immerhin von sich behaupten, dass man auf dem höchsten Punkt Südkoreas war. 

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Jeju Südkorea - Fortbewegung

Öffentliche Busse auf Jeju
Roller kann man sich ausleihen

Wie bereits erwähnt, ist Jeju eine ziemlich große Insel und die Strecken zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten und Orten können recht lang sein. Daher bietet es sich an, einen Mietwagen zu nehmen. Wir haben das selbst nicht gemacht und können daher aus eigener Erfahrung nichts zu den Preisen sagen, aber online findet man Mietwagen ab 45 Euro pro Tag. Alternativ kannst du dich auch mit den öffentlichen Bussen fortbewegen. Diese fahren sehr regelmäßig und zuverlässig und sind sehr günstig. Die eineinhalbstündige Fahrt vom Norden in den Süden kostet beispielsweise 1,30 Euro. Zum Bezahlen im Bus und generell in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Südkorea solltest du dir die T-Money Card kaufen. Diese aufladbare Fahrkarte kostet einmalig 2.500 Won (1,70 €) und du bekommst sie direkt am Flughafen oder in Convenience Stores. Dort kannst du Geld auf die Karte laden und musst diese dann beim Ein- und Aussteigen in den Bus nur noch auf das Kartenlesegerät aufhalten und der Betrag wird automatisch abgezogen. Zum Navigieren auf Jeju und generell in Südkorea bietet sich die App Naver Map an. Google Maps würden wir in Südkorea nicht empfehlen, weil die App nur eingeschränkt funktioniert und viele Strecken nicht kennt. Mit Naver kannst du dir auch die Busverbindungen sowie den Preis für die Busfahrt anzeigen lassen. Längere Strecken sind wir auf Jeju mit dem Bus gefahren, aber um einige Spots im Süden der Insel zu erkunden, haben wir uns für zwei Tage einen Roller gemietet. Rollerverleihe gibt es beispielsweise in Seogwipo (Scooter & Free Zone) und wir haben für sechs Stunden 20 Euro bezahlt. Es ist definitiv ungewöhnlich, Roller auf Jeju zu fahren: Außer uns war kaum jemand auf dem Roller unterwegs und du solltest dich darauf einstellen, auf recht großen Straßen mit viel Verkehr fahren zu müssen. Uns hat es Spaß gemacht, damit den Süden abzufahren, aber um die gesamte Insel zu erkunden, eignet sich ein Roller nicht, weil die Strecken einfach zu weit sind.

Jeju Südkorea - Unterkunft

Das HY Choi Hostel
Schönes Doppelzimmer
Die Dachterrasse im Hostel

Auf Jeju gibt es zahlreiche Unterkünfte – die meisten davon in den beiden großen Orten Jeju-Si im Norden und Seogwipo im Süden. Wenn du keinen Mietwagen hast, solltest du dir vorher überlegen, welchen Teil der Insel du sehen willst und dir dort eine Unterkunft suchen. Natürlich kannst du das Hotel auch wechseln und deinen Aufenthalt auf Jeju auf mehrere Orte aufteilen. Was das Budget angeht, gibt es auf Jeju für jeden etwas: Los geht es bei circa 20 Euro für ein Doppelzimmer und nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Weil unser Flug spätabends angekommen ist, haben wir die erste Nacht in einer Unterkunft nahe des Flughafens verbracht. Für eine Nacht in einem kleinen Doppelzimmer mit eigenem Bad haben wir im Yong Stay* 26 Euro bezahlt. Nach der einen Nacht sind wir nach Seogwipo gefahren und haben dort im HY Choi Hostel* gewohnt. Diese Unterkunft hatte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Südkorea, denn für ein großes Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage haben wir nur 22 Euro pro Nacht bezahlt. Wir fanden es völlig ausreichend, müssen aber dazu sagen, dass die Stimmung in dem Hotel etwas merkwürdig war. Es gibt beispielsweise eine tolle Dachterrasse, die aber kaum gepflegt wird und das Personal fanden wir nicht das freundlichste. Außerdem haben wir kaum andere Gäste gesehen, obwohl das Hotel ziemlich groß ist und die Küche im Zimmer ist unbrauchbar, weil das Gas abgedreht ist. Immerhin gibt es im obersten Stock aber eine Gemeinschaftsküche, die man benutzen kann. Die Lage ist außerdem recht zentral und man kann in wenigen Minuten zum Rollerverleih, Fitnessstudio (Joa Gym) sowie zu einigen Convencience Stores und Restaurants laufen. Das Zentrum von Seogwipo ist circa 15 bis 20 Minuten zu Fuß entfernt.

Jeju Südkorea - Restauarnts

Restaurants auf der Hauptstraße
Japanisches Essen in Seogwipo

Auf Jeju gibt es super viele lokale Restaurants mit südkoreanischer Küche, aber auch einige internationale wie zum Beispiel japanisch, italienisch oder indisch. Generell ist die südkoreanische Küche recht fisch- und vor allem fleischlastig, aber da wir weder Fisch noch Fleisch essen, können wir dahingehend keine Empfehlungen abgeben. Grundsätzlich ist die koreanische Küche nicht gerade als Vegetarier-freundlich bekannt und für uns war Jeju der schwierigste Ort in Südkorea, was vegetarisches Essen angeht. Im Endeffekt haben wir immer was gefunden, aber die Auswahl ist nicht allzu groß. Um nach vegetarischen Restaurants zu suchen, kannst du in der Naver App einfach das Stichwort „vegetarian“ eingeben und um Zutatenlisten oder Speisekarten zu übersetzen, lohnt sich eine gute Übersetzungsapp wie beispielsweise Google Übersetzer. In Seogwipo können wir das Seo Jakga Sushi Restaurant empfehlen, ein japanisches Restaurant, in dem es Sushi und Udon Nudeln, auch vegetarisch, gibt. Beides ist sehr lecker, recht preiswert und die Besitzer sind sehr freundlich. Ansonsten gibt es in Seogwipo mit dem Yatteuri auch ein indisches Restaurant, das bei unserem Aufenthalt aber leider geschlossen hatte – die Bewertungen sind aber sehr gut und wir hätten es gerne mal ausprobiert. Aus Mangel an vegetarischen Optionen und um Geld zu sparen, haben wir oft in den Convenience Stores (CU, GS25, 7-Eleven) gegessen: Dort gibt es Fertigmahlzeiten, die man sich direkt vor Ort in der Mikrowelle warm machen kann. Allerdings ist auch hier die vegetarische Auswahl sehr klein. Deswegen waren wir froh, dass wir die Gemeinschaftsküche in unserer Unterkunft hatten, um selbst kochen zu können. Wenn du Lust auf Backwaren, Brot und Kaffee hast, wirst du in Seogwipo auf jeden Fall fündig, denn es gibt eine gute Auswahl an Cafés und Bäckereien. Wir können beispielsweise das Grand Papa empfehlen (nicht günstig, aber lecker). 

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Jeju Südkorea - Fazit

Jeju war unser erster Stopp in Südkorea und hat uns auf Anhieb gut gefallen. Die Insel lädt sowohl zum Entspannen am Strand, als auch zu Vulkanwanderungen und anderen Aktivitäten ein. Allerdings solltest du die Größe der Insel nicht unterschätzen. Mit über 1800 Quadratkilometern ist Jeju circa so groß wie Mauritius und man kann nicht mal eben schnell mit dem Bus oder Roller vom Norden in den Süden oder vom Osten in den Westen fahren, weil die Strecken teilweise echt lang sind.

Außerdem solltest du kein Tropenparadies wie in Thailand oder anderen Ländern in Südostasien erwarten. Auf Jeju gibt es, ebenso wie im Rest von Südkorea, vier Jahreszeiten und es ist nicht das ganze Jahr über heiß und sonnig. Im Winter kann es richtig kalt werden und generell ist das Wetter recht unbeständig. Deshalb lohnt es sich, ein paar Puffertage einzuplanen, falls es mal regnet – was bei unserem Besuch im April ziemlich häufig der Fall war.