Kambodscha

Highlights • Route • Kosten

Backpacking in Kambodscha

Das kleine Land Kambodscha ist weltbekannt für das größte religiöse Monument der Welt: Angkor Wat. Diese riesige Tempelanlage allein ist einen Besuch Kambodschas wert, aber auch abgesehen davon hat das Land einiges zu bieten: Wusstest du zum Beispiel, dass Kambodscha auch paradiesische Inseln hat, die denen in Thailand in nichts nachstehen? Wir sind zwei Wochen durch das Königreich gereist und geben dir in diesem Länderguide alle wichtigen Informationen an die Hand, zeigen dir unsere Highlights, eine mögliche Route und all unsere Kosten.

Kambodscha - Wichtige Infos

Grundsätzlich ist die beste Reisezeit in Kambodscha in der Trockenzeit zwischen Mitte Oktober und März. Am angenehmsten sind die Temperaturen von November bis Februar, ab März wird es richtig heiß und im April beginnt die Regenzeit.

Ja, als deutscher Staatsbürger brauchst du für Kambodscha ein Visum. Du kannst vorab online ein e-Visum über die offizielle Seite beantragen, was 36 Dollar kostet und drei Tage Bearbeitungszeit benötigt. Du solltest aber beachten, dass du damit nicht an allen Grenzen einreisen darfst. Alternativ kannst du ein Visa on Arrival machen, was ebenfalls 36 Dollar kostet. Das Visum ermöglicht dir einen Aufenthalt von maximal 30 Tagen. Du kannst das Touristenvisum (Visum T) ein Mal für maximal 30 Tage im Land verlängern.

Zwei Wochen sind eine gute Zeitspanne für eine Kambodscha Reise. Wir haben in zwei Wochen Phnom Penh, Kampot, Koh Rong, Koh Rong Sanloem und Siem Reap mit Angkor Wat besucht und fanden das ausreichend. Mehr Zeit ist aber natürlich immer gut.

In Kambodscha gibt es zwei offizielle Währungen: Riel und US Dollar. Das kann umständlich werden, denn die Preise sind nicht immer in beiden Währungen angegeben; wenn du mit Dollar zahlst bekommst du manchmal Riel zurück und umgekehrt oder sogar eine Mischung aus beiden Währungen. Dann heißt es: Immer genau nachrechnen, damit auch alles stimmt. Der Wechselkurs ist in der Regel auf 1:4000 festgelegt, aber der eigentliche Wechselkurs schwankt natürlich, weshalb es mal sinnvoller sein kann, in Riel zu zahlen, und mal in US Dollar. US Dollar-Noten müssen außerdem in perfektem Zustand sein.

Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. In Kambodscha haben wir damit meistens bei FTB Automaten Geld abgehoben und dafür – je nach Höhe der Abhebung – 4 oder 5 USD Geldautomatengebühr bezahlt. Angeblich fallen bei der Cathay United Bank keine Fremdgebühren an (grüne ATM’s), allerdings sind diese nicht so weit verbreitet wie beispielsweise die Automaten von FTB.

Teuer ist es nicht, aber im Vergleich zu den Nachbarländern Thailand, Vietnam und Laos ist das Preisniveau deutlich höher. Vor allem Essen und Trinken haben wir als deutlich teurer wahrgenommen. Auch Transport und Aktivitäten gehen ins Geld. Die Unterkunftspreise fanden wir hingegen sehr fair. Kambodscha war nach unserem ersten Jahr Weltreise das zweitteuerste Land nach Costa Rica für uns. Mehr dazu am Ende des Länderguides in unserer Kostenaufstellung.

Ja, Englisch ist relativ weit verbreitet. Wir waren überrascht davon, wie gut viele Menschen, insbesondere in den Unterkünften, Englisch sprechen. Insgesamt hatten wir in Kambodscha keine Probleme, uns zu verständigen.

Eine SIM Karte ist kein Muss, denn es gibt in jeder Unterkunft und in vielen Restaurants und Cafés gutes Wlan. Aber wenn du dir eine SIM Karte kaufen möchtest, können wir dir Cellcard empfehlen. Wir haben für 20 GB für 30 Tage 9 Euro bezahlt. Alternativ kannst du dir auch die Angebote von e-SIMs bei Nomad* anschauen. Das ist etwas teurer, aber dafür super unkompliziert und du musst dich vor Ort um nichts mehr kümmern.

Länderguide als Video

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Kambodscha - Anreise

Flughafen in Siem Reap
Grenzübergang von Laos

Es gibt viele Wege, nach Kambodscha einzureisen. Internationale Flughäfen gibt es in der Hauptstadt Phnom Penh und in Siem Reap. Über Land kannst du aus dem Westen aus Thailand, dem Norden aus Laos und dem Osten aus Vietnam nach Kambodscha einreisen. Informiere dich auf jeden Fall vorab, an welchen Grenzübergängen das e-Visum akzeptiert wird und wo du Visa on Arrival beantragen kannst. Wir sind aus Laos nach Kambodscha eingereist und konnten am Nong Nok Khiene Grenzübergang Visa on Arrival machen. Aber Achtung: Die Grenzbeamten verlangen manchmal eine Bearbeitungsgebühr von zwei Dollar, was nicht offiziell und illegal ist.

Kambodscha - Highlights

Das mit Abstand größte und bekannteste Highlight Kambodschas ist natürlich Angkor Wat. Davon hat jeder schon mal gehört und viele Touristen reisen auch nur nach Kambodscha, um sich diese beeindruckende Tempelanlage in der nähe von Siem Reap anzuschauen. Auch wenn Kambodscha ein eher kleines Land ist, hat es neben Angkor Wat noch weitere Highlights zu bieten, die du bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest:

Phnom Penh
Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas und mit 2,3 Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Metropole des Landes. Uns hat Phnom Penh positiv überrascht, denn die Stadt ist sehr modern und hat uns an Bangkok erinnert. Es gibt super viele Hochhäuser, gute Restaurants, eine schöne Promenade und einige Tempel. In erster Linie empfehlen wir in Phnom Penh aber einen Besuch des Tuol Sleng Genozid Museums und der Killing Fields. Dort lernt man sehr eindrucksvoll über die tragische Geschichte Kambodschas und den Völkermord während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979. Der Besuch dieser beiden Stätten ist sehr ergreifend, gehört aber zu einer Kambodscha Reise dazu!

Kampot
Kampot ist eine kleine, ruhige Stadt an der Küste Kambodschas, die am Preaek Tuek Chhu Fluss liegt. Sie ist besonders bekannt für französische Kolonialarchitektur, die sich vor allem in den Straßen nahe des Flusses findet. Dort gibt es auch einige nette Cafés, Restaurants und Bars, wovon wir die Rikitikitavi Bar weiterempfehlen können. Der schönste Ort, um den Sonnenuntergang zu schauen, ist das Yellow Sun Kampot! Ansonsten lohnt sich ein Ausflug mit dem Roller zum Bokor Hill. Die Fahrt durch die Berge macht Spaß und die Kulisse vor Ort ist sehr skurill: Du findest dort viele verlassene Gebäude wie prachtvolle Hotels und Casinos, während gleichzeitig wieder neue Gebäude errichtet werden.

Koh Rong
Wusstest du, dass Kambodscha traumhafte Inseln zu bieten hat? Koh Rong und Koh Rong Sanloem stehen den paradiesischen Inseln im benachbarten Thailand in nichts nach! Koh Rong ist die größere und touristischere der beiden Inseln, wo es ganz viele Buchten und Strände gibt. Der Hauptstrand ist der Kaoh Touch Beach im Südosten. Dort befinden sich die meisten Unterkünfte, aber weil er so bebaut ist, fanden wir ihn nicht so schön. Weitaus leerer und wirklich paradiesisch sind der Long Beach, der Coconut Beach und der Long Set Beach. Falls du am Koh Touch Beach unterkommst, kannst du dir einen Roller leihen, um über die Insel zu den verschiedenen wunderschönen Stränden zu fahren.

Koh Rong Sanloem
Koh Rong Sanloem ist die kleine und noch ruhigere Schwesterinsel von Koh Rong. Wenn du nur entspannen möchtest, würden wir dir Koh Rong Sanloem empfehlen. Dort ist nämlich auch die Hauptbucht, die Saracen Bay, wo sich die meisten Unterkünfte befinden, wunderschön. Weißer, feinkörniger Sand und super klares Wasser erwarten dich. Auf Koh Rong Sanloem gibt es keine Straßen und du kannst dir dementsprechend auch keinen Roller leihen. Von der Saracen Bay aus kannst du aber zu zwei weiteren Stränden, dem Lazy Beach und dem Sunset Beach sowie zu einem Wasserfall und einem Leuchtturm laufen. Außerdem kannst du dort, genau wie auf Koh Rong, fluoreszierendes Plankton sehen.

Angkor Wat
Eine Aufzählung der Highlights Kambodschas kann ohne Angkor Wat natürlich nicht vollständig sein: Die Tempelanlage in der Nähe der Stadt Siem Reap ist das größte religiöse Monument der Welt und einfach ein Must See in Südostasien! Die ursprünglich als hinduistischer Tempel errichtete und später in einen buddhistischen Tempel umgewandelte Anlage ist riesig, sodass du dort ohne Probleme mehrere Tage verbringen kannst. Der Haupttempel, Angkor Wat, hat uns besonders fasziniert. Vor allem zum Sonnenuntergang, wenn alles in goldenes Licht getaucht wird und die meisten Menschen die Anlage schon verlassen haben, breitet sich eine unfassbar mystische Stimmung aus.

What else to see?
Neben diesen fünf Orten, die für uns die Highlights in Kambodscha waren, hat das Land aber noch mehr zu bieten, was wir in unseren zwei Wochen vor Ort nicht alles sehen konnten. Das wollen wir dir aber natürlich nicht vorenthalten, weshalb jetzt unsere Honorable Mentions folgen:

Kratie liegt nordöstlich von Phnom Penh und ist eigentlich nur einen Stopp wert, wenn du aus Laos kommst oder unbedingt die seltenen Irradaway Flussdelfine sehen willst. Darüber hinaus gibt es einige Tempelanlagen in der näheren Umgebung.

Kep liegt etwa eine Stunde von Kampot entfernt und ist vor allem für den Krabbenmarkt bekannt. Darüber hinaus gibt es einen Strand, der aber nicht mit denen auf Koh Rong und Koh Rong Sanloem mithalten kann.

Tonle Sap ist der flächenmäßig größte See Südostasiens, der in seiner Größte je nach Jahreszeit extrem variiert. Es gibt viele Dörfer auf Stelzen drum herum und der See ist für den Fischfang von wichtiger Bedeutung.

Battambang gilt als die Künstlerstadt Kambodschas und es gibt viele sehenswerte Vorstellungen in verschiedenen Zirkussen. Darüber hinaus sind der Bamboo Train und die Fledermaushöhle beliebte Ausflugsziele für Touristen.

 

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Kambodscha - Route

Deine Route in Kambodscha hängt in erster Linie davon ab, wo du einreist und wie viel Zeit du hast. Wir würden für einen Aufenthalt mit den oben aufgeführten Highlights zwei Wochen empfehlen. Als Startpunkt haben wir die Hauptstadt Phnom Penh gewählt, da diese über einen internationalen Flughafen verfügt und sowohl von Laos als auch von Vietnam über Land gut zu erreichen ist. Falls du erst nach Siem Reap fliegst oder aus Thailand/Laos nach Siem Reap einreist, kannst du die Route einfach umdrehen.

Grundsätzlich ist Transport in Kambodscha relativ leicht zu organisieren. In den belebten Touristengegenden gibt es viele Agencies und die Hotels und Hostels vermitteln in den meisten Fällen auch Transporte. Darüber hinaus kannst du beispielsweise bei bookaway.com* vorab die Routen anschauen, Preise vergleichen oder auch direkt buchen. Bei Transporten über Land wirst du meistens in einem Minivan oder kleinen Shuttlebus landen. Der bekannteste und zuverlässigste Anbieter ist Giant Ibis, der alle relevanten Routen abdeckt und auch Nachtbusse anbietet.

Beste Buscompany: Giant Ibis
Mit dem Mini-Zug durchs Land
Tuktuk für kürzere Strecken

Die Strecken zwischen Phnom Penh, Kampot und Sihanoukville sind zusätzlich über das Schienennetz angebunden. Für kürzere Strecken wirst du um Tuktuks oder Taxis nicht herum kommen. Wir empfehlen auf jeden Fall die PassApp zu nutzen, weil du dort direkt den richtigen Preis angezeigt bekommst und dir das Verhandeln mit den Fahrern sparen kannst, die in der Regel erstmal einen viel zu hohen Preis verlangen. Unserer Einschätzung nach ist der Transport in Kambodscha verglichen mit den Nachbarländern etwas unzuverlässiger und unpünktlicher. Wir mussten oft warten, wurden kurzfristig auf andere Vans verfrachtet und hatten auch die ein oder andere Panne, die aber schnell behoben werden konnten.

Direkt am Old Market in Phnom Penh gibt es viele Busanbieter, die alle ähnliche Services verkaufen. Für einen Van oder ein Shuttle nach Kampot kannst du mit etwa 10 Dollar und vier Stunden Fahrt rechnen.

Um etwas Abwechslung rein zu bringen, haben wir die Fahrt von Kampot nach Sihanoukville mit dem Zug zurückgelegt. Sihanoukville ist eine Großstadt an der Küste und dient als Hub für den Bootstransfer auf die Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem. Wir haben die Zugtickets zwei Tage vorher direkt am Bahnhof in Kampot gekauft und dafür 6 Dollar gezahlt. Der Zug fährt gegen 10 Uhr und benötigt um die zwei Stunden nach Sihanoukville. Einen Aufenthalt in Sihanoukville kannst du dir sparen und direkt eine Fähre auf die Inseln nehmen.

Wir haben unsere Bootstickets vorab über bookaway.com* gebucht und für die Überfahrt nach Koh Rong 15 Dollar bezahlt. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und es gibt zwei Stopps: Zuerst hält die Fähre am Long Set Beach und danach am Kaoh Touch Beach.

Transfers zwischen den beiden Inseln werden überall angeboten. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Ein langsames Holzboot für 10 Dollar, das circa eine Stunde braucht und eine 15-Minuten-Fähre für 15 Dollar. Die Preise sind angesichts der Strecke ehrlich gesagt ziemlich überteuert, aber leider alternativlos.

Wir hatten vorab direkt ein Returnticket mitgebucht, was in Summe etwas günstiger ist, als zwei separate Tickets zu kaufen. Aber es nimmt dir auch ein Stück weit Flexibilität. Sonst kannst du dir überall auf Koh Rong und Koh Rong Sanloem ein Fährticket für die Fahrt nach Sihanoukville kaufen, was um die 15 Dollar kostet und wieder 45 Minuten dauert. Häufig werden diese direkt in Kombination mit einem Weitertransport nach Phnom Penh, Siem Reap oder in andere Städte angeboten.

Jetzt kommt der wohl unangenehmste Teil der Reise, denn es gibt keine Straße, die Sihanoukville und Siem Reap direkt miteinander verbindet. Stattdessen musst du zurück nach Phnom Penh. Wir haben die Fahrt auf zwei Tage aufgesplittet und haben eine Nacht in Phnom Penh verbracht. Die Fahrt von Sihanoukville in die Hauptstadt dauert etwa 4 Stunden und kostet 15 Dollar. Von Phnom Penh nach Siem Reap dauert es dann um die 7 Stunden, kostet aber nur um die 12 Dollar. Alternativ kannst du auch den „direkten“ Nachtbus von Giant Ibis von Sihanoukville nach Siem Reap nehmen (ca. 40 €).

Kambodscha - Kosten

Kambodscha gehört nicht zu den allergünstigsten Reiseländern, ist aber immer noch eine Low Budget Destination. Im Vergleich zu den sehr günstigen Nachbarländern Laos, Thailand und Vietnam ist es allerdings teurer. Vor allem Essen und Trinken fanden wir deutlich teurer, aber auch Transport und Aktivitäten kosten mehr als in anderen Ländern Südostasiens. Unterkünfte sind hingegen preislich fair. Wir waren zwei Wochen in Kambodscha und haben im Schnitt 48,20 Euro pro Tag pro Person ausgegeben. Damit ist Kambodscha nach Costa Rica und Japan das drittteuerste Land unserer Weltreise. Wir müssen aber dazusagen, dass wir Besuch aus Deutschland hatten und deswegen teurere Unterkünfte genommen haben. Außerdem spielt auch die vergleichsweise kurze Zeit, die wir in Kambodscha waren, eine Rolle, denn generell gilt: Je schneller der Reisestil, desto teurer wird es. Unsere Kosten im Detail pro Person:

Wie (fast) immer ist Essen und Trinken unsere teuerste Kategorie. Wir haben eigentlich immer in unseren Unterkünften und in Restaurants gegessen, ganz selten an Straßenständen und nie selbst gekocht. Da ist also definitiv Sparpotential vorhanden! Aber das Preisniveau ist deutlich teurer als in den Nachbarländern. Wir haben für eine Mahlzeit nicht selten fünf bis sechs Dollar bezahlt.

Wie bereits erwähnt, hatten wir in den zwei Wochen in Kambodscha Besuch aus Deutschland, weshalb wir uns etwas bessere (und damit teurere) Unterkünfte genommen haben. Wir hatten immer Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage. Insgesamt fanden wir das Preisniveau fair, denn man bekommt einen wirklich guten Standard für sein Geld. Auf den beiden Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem sind die Übernachtungspreise allerdings schon recht hoch. Auf Koh Rong Sanloem haben wir uns auch mal was gegönnt und hatten mit 54 Euro pro Nacht die teuerste Unterkunft unserer bisherigen Weltreise.

Zu unseren Transportkosten zählen mehrere Bus- beziehungsweise Minivanfahrten, der Zug von Kampot nach Sihanoukville und die Bootsfahren auf die Inseln sowie Tuktuk- und Taxifahrten innerhalb der Städte. Besonders die Bootsfahrten waren ziemlich teuer, der Rest war vergleichsweise okay.

Den Großteil der Kategorie Aktivitäten macht der Eintritt zu Angkor Wat aus, für den wir 35 Euro pro Person bezahlt haben. Der Rest setzt sich zusammen aus Eintrittspreisen für Museen und Tempel in Phnom Penh und eine Tour auf Koh Rong Sanloem, um fluoreszierendes Plankton zu sehen.

Für das Visum, das wir per Visa on Arrival an der Landesgrenze aus Laos kommend gemacht haben, haben wir 33 Euro bezahlt.

Wir haben uns eine Sim Karte von Cellcard gekauft und für 20 GB für 30 Tage 9 Euro bezahlt.

Geld haben wir mit unserer kostenlosen Visa Debitkarte von der DKB* meistens bei Automaten der FTB Bank abgehoben und dafür – je nach Höhe der Abhebung – 4 oder 5 Dollar Gebühren bezahlt.

Wir haben in den zwei Wochen in Kambodscha zwei Mal Wäsche abgegeben und dafür insgesamt 3,50 Euro pro Person bezahlt.

Zu dieser Kategorie zählen Fitnessstudiobesuche und Kosmetikartikel wie After Sun.

Kambodscha - Unterkünfte

Gehoben: Bungalow auf Koh Rong Sanloem
Günstig: Guesthouse in Kampot
Mittleres Budget: Hotel in Phnom Penh

In den zwei Wochen in Kambodscha hatten wir immer Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage und haben dafür durchschnittlich 13,80 Euro pro Nacht pro Person bezahlt. Auf Koh Rong Sanloem haben wir uns für zwei Nächte einen richtig schönen Bungalow für 54 Euro gegönnt, was den Wert ziemlich nach oben zieht. Alle Unterkünfte hatten einen wirklich guten Standard und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben alle Unterkünfte über booking.com* gebucht. In folgender Tabelle haben wir alle Hotels, die wir weiterempfehlen können, aufgelistet und verlinkt:

StadtHostel€ pro Nacht
Phnom PenhPooltop Phnom Penh*
23 €
KampotMonkey Republic Kampot*17 €
Koh RongVilla Koh Rong*22 €
Koh Rong SamloemSara Resort*54 €
Siem ReapMango Kesararam*
30 €

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Entwicklung des Tourismus

Verlasse Bungalowanlage auf Koh Rong
Müllberge gehören leider zum Straßenbild

Wir wollen dir in diesem Länderguide von einigen negativen Aspekten berichten, die unserer Meinung nach nicht unerwähnt bleiben können. Der Tourismus in Kambodscha entwickelte sich in den vergangenen Jahren relativ rasant und wurde durch Corona umso stärker ausgebremst. Bei unserem Besuch auf Koh Rong und Koh Rong Sanloem haben wir viele verlassene Hotelanlagen gesehen, die komplett Brach lagen. Ebenso gehört Müll wie in vielen Orten in Südostasien zum Straßenbild. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile viele Bauprojekte, die intensiv von chinesischen Investoren voran getrieben werden. Ein Beispiel dafür ist die Küstenstadt Sihanoukville mit vielen Casinos oder der geplante Flughafen auf Koh Rong. Daran ist erst mal nichts verwerflich und Kambodscha versucht damit den Tourismus zu stärken und mehr Devisen ins Land zu bringen. Allerdings verändert sich dadurch der Charakter vieler Orte zu Ungunsten für Backpacker, besonders auf Koh Rong und Koh Rong Sanloem. Denn viele Unterkünfte werden abgerissen, um Platz für luxuriöse Hotelanlagen zu machen. Dazu wird die Straßeninfrastruktur ausgebaut, wodurch viel Wald abgeholzt wird. Das Paradies ist definitiv im Wandel und mittlerweile würden wir eher dazu tendieren, die naheliegenden thailändischen Inseln an der Ostküste wie Koh Chang oder Koh Kood zu besuchen. Wir wollen niemandem von einer Reise nach Koh Rong (Sanloem) abraten, aber man sollte wissen, was einen dort erwartet.

Kambodscha - Fazit

Auch wenn Kambodscha nicht unser Lieblingsland in Südostasien ist, können wir einen Besuch weiterempfehlen. Angkor Wat ist eine unglaublich beeindruckende Stätte und auch abgesehen davon hat Kambodscha viel Schönes zu bieten. Uns hat vor allem Koh Rong Sanloem mit seinen wunderschönen, wenig besuchten Stränden sehr begeistert. Aber auch die Auseinandersetzung mit dem Genozid an der eigenen Bevölkerung sollte zum Programm jeder Kambodscha Reise gehören. 

Wir hatten vorab gehört, dass das Preisniveau im Vergleich zu den Nachbarländern recht hoch sein soll, was wir bestätigen können. Uns wurde aber auch gesagt, dass viele Kambodschaner unfreundlich und aufdringlich sein sollen, was wir so nicht erlebt haben. Wir hatten fast ausschließlich mit sehr netten Menschen zu tun und haben uns immer wohlgefühlt. Kambodscha ist definitiv auch abseits von Angkor War einen Besuch wert und sollte auf deiner Südostasien-Reise nicht fehlen!