Mount Rinjani

Lombok

Mount Rinjani - Vulkan Tour auf Lombok

Ein absolutes Highlight, nicht nur auf Lombok, sondern in ganz Indonesien, ist eine Besteigung des Rinjani. Dieser Vulkan ist mit 3726 Metern der zweithöchste Vulkan ganz Indonesiens und bietet einen spektakulären Ausblick! Von oben siehst du nicht nur den riesigen Krater und den türkisfarbenen Segara Anak See, der sich darin befindet – sondern auch noch einen weiteren Vulkan, den sogenannten Baby Volcano innerhalb des Sees. Weil der Rinjani weit und breit der höchste Punkt ist, kannst du bei gutem Wetter zudem noch auf die drei kleinen Gilis und die Nachbarinsel Bali mit dem Mount Agung gucken. Was für ein Anblick!

Um den Rinjani zu besteigen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, was Ausgangsorte, Route, Dauer und Schwierigkeitsgrad angeht. Wer nicht auf den Gipfel wandern möchte, kann zum Beispiel auch „nur“ zum 2641 Meter hohen Basecamp auf dem Kraterrand laufen. In diesem Blogbeitrag stellen wir die verschiedenen Varianten vor und beschreiben, welche Tour wir gemacht haben und wie sie ablief, was es kostet, was inkludiert ist und wie anstrengend es war.

Mount Rinjani - Wichtige Infos

Die beste Reisezeit für eine Tour auf den Mount Rinjani ist in der Trockenzeit, die grob von Mai bis Oktober geht. In diesen Monaten regnet es selten und die Sonne scheint häufig. In der stärksten Regenzeit (Dezember bis März) sind die Treks laut unseres Guides sogar gesperrt, weil die Wanderungen zu gefährlich wären. Grundsätzlich ist das Wetter am Rinjani sehr wechselhaft. Während es morgens meistens klar ist, zieht es sich für gewöhnlich gegen Nachmittag zu oder wechselt innerhalb kürzester Zeit zwischen Bewölkung und klarem Himmel.

Es gibt viele verschiedene Touren mit unterschiedlichen Ausgangsorten, die sich in Dauer, Route und Schwierigkeit unterscheiden. Grundsätzlich lässt sich unterscheiden in Touren, die auf den 3726 Meter hohen Gipfel des Rinjani führen und Touren, die auf den 2641 Meter hohen Kraterrand führen. Im Detail kommen wir dazu weiter unten.

Das kommt natürlich auf den Anbieter und die gewählte Tour an. Wir waren auf jeden Fall überrascht von den hohen Preisen! Für unsere private 2-Tages-Tour auf den Kraterrand haben wir ingesamt 400 €, also 200 € pro Person, gezahlt. Das hat allerdings nicht nur die Wanderung beinhaltet, sondern war ein Komplettpaket inklusive der Abholung, eine Übernachtung im Hotel am Tag vor der Wanderung und dem Transfer nach dem Hike.

Um den Gipfel des Rinjani zu besteigen, sollte man schon wandererprobt oder ziemlich fit sein. Der Hike ist echt nicht ohne und man sollte ihn nicht unterschätzen! Die Touren auf den Kraterrand sind deutlich einfacher, aber auch kein Spaziergang. Diese würden wir allen empfehlen, die schon etwas Wandererfahrung haben und einigermaßen sportlich sind.

Wir haben eine private Tour gemacht, das heißt, wir waren nur zu zweit mit einem Guide und zwei Portern. Wir hätten gerne auch eine Gruppe mit anderen gebildet, weil der Preis dann etwas günstiger wird, aber es gab an dem Tag keine andere Gruppe, die diesen Trek mit Green Rinjani gestartet hat. Wir hatten auch nicht das Gefühl, dass die Anbieter versuchen, größere Gruppen zu bilden und auch untereinander nicht kooperieren. Auf der Wanderung haben wir hauptsächlich kleine Gruppen bestehend aus zwei Personen getroffen. Allerdings entscheiden sich mehr Menschen dafür, den 3-tägigen Trek ab Senaru auf den Gipfel zu machen, weshalb da die Chancen wahrscheinlich etwas höher stehen, sich mit anderen zusammenzutun.

Grundsätzlich nicht besonders viel, weil man mehrere Porter dabei hat, die den Großteil (Campingausrüstung, Essen und Trinken etc.) tragen. Du musst also nur einen kleinen Daypack mit deinen persönlichen Gegenständen, wie Wechselklamotten, Sonnencreme etc., einpacken. Eine detaillierte Packliste findest du weiter unten.

Der Blog als Vlog

Alles Infos und Highlights aus diesem Blogbeitrag findest du auch auf YouTube in unserem Vlog!

Anreise zum Mount Rinjani

Um zum Mount Rinjani zu kommen, musst du zunächst nach Lombok reisen, wozu es mehrere Möglichkeiten gibt. Du kannst fliegen, denn es gibt mit dem Bandara Internasional Lombok einen internationalen Flughafen in der Nähe von Kuta, der von Bali aus, aber auch von weiteren Orten innerhalb Indonesiens sowie einigen internationalen Destinationen (Singapur und Kuala Lumpur) angeflogen wird. Die zweite Option ist das Schiff. Wenn du aus Bali kommst, ist dein Abfahrtsort Padangbai, ein kleiner Ort an der Ostküste von Bali. Von dort aus kannst du die lokale Fähre nach Lembar nehmen, einem kleinen Ort an der Südwestküste von Lombok. Die Fahrt dauert zwar um die 6 Stunden, aber kostet mit knapp 5 Euro um ein vielfaches weniger als die sonst angebotenen Speedboote. Die Fahrt mit der Fähre ist sehr entspannt und man kann sich sowohl innen (klimatisiert) als auch außen aufhalten und sogar seinen Roller gegen einen kleinen Aufpreis mitnehmen. Für den Kauf der Tickets musst du ungefähr 1,5 Stunden vorher beim Ticketschalter am Hafen in Padangbai sein, wo alles etwas unübersichtlich ist und lange dauert. Die Fähre fährt wohl alle zweieinhalb Stunden (6.30 Uhr, 9 Uhr, 11.30 Uhr,…) und rund um die Uhr – aber informiere dich da am besten noch mal vor Ort.

Ausgangsort auf Bali: Padangbai
Überfahrt von Bali nach Lombok
Anfahrt zum Mount Rinjani

Bei Ankunft in Lembar warten zahlreiche Fahrer, die dich zu deinem Ziel auf Lombok bringen wollen. Vorher hatten wir gelesen, dass die Fahrer dort teilweise sehr aufdringlich sein können. Diese Erfahrung haben wir nicht gemacht, aber es ist auf jeden Fall Verhandlungsgeschick gefragt. Wenn du bei deiner Tour zum Mount Rinjani ein Komplettpaket gebucht hast, was üblich ist, ist die Abholung von deinem Aufenthaltsort auf Lombok zum Startpunkt der Wanderung inkludiert. Du kannst dich also direkt in Lembar abholen lassen oder in jedem anderen Ort, falls du dich schon auf Lombok befindest. Wenn du kein Komplettpaket gebucht hast, musst du deine Anreise zum Mount Rinjani selbst organisieren und kannst entweder mit dem Roller fahren, dir einen Fahrer organisieren oder du nutzt Grab, wobei die Taxiapp auf Lombok nur eingeschränkt funktioniert.

Welche Touren gibt es?

Übersicht der Startpunkte

Es gibt viele verschiedene Touren mit unterschiedlichen Ausgangsorten, die sich in Dauer, Route und Schwierigkeit unterscheiden. Weil dieses Angebot ein wenig überfordernd sein kann, wollen wir zuerst mal darstellen, welche Optionen es gibt. Grundsätzlich lässt sich unterscheiden in Touren, die auf den Gipfel des Rinjani (3726 Meter) führen und Touren, die auf den Kraterrand (2641 Meter) führen. Außerdem unterscheidet man in Wanderungen, die im Süden starten und Wanderungen, die im Norden bzw. Osten beginnen. Der bekannteste Ausgangsort ist der kleine Ort Senaru nördlich des Rinjani.

Die Wanderungen auf den Gipfel starten meistens in dem Ort Sembalun weiter östlich, aber in der Regel übernachtet man trotzdem in Senaru und wird dann am Morgen vor dem Start der Wanderung circa eine Stunde nach Sembalun gefahren. Die Standard Tour auf den Gipfel von dort aus dauert drei Tage. Am ersten Tag läuft man von Sembalun in das Sembalun Crater Rim Camp auf 2640 Metern. An Tag 2 geht es sehr früh los (gegen 2 Uhr nachts), denn der Aufstieg auf den 3726 Meter hohen Gipfel zum Sonnenaufgang steht dann. Dann geht es wieder zurück ins Sembalun Crater Rim Camp, weiter runter zum Kratersee auf 2000 Meter und von dort aus wieder 600 Meter hoch ins Senaru Crater Rim Camp, wo man die zweite Nacht verbringt. An diesem Tag legt man rund 3400 Höhenmeter zurück und läuft gute 12 Stunden! An Tag 3 steht der Abstieg vom Camp zurück nach Senaru an. Die gleiche Route kann man auch in 4 Tagen laufen, wodurch der zweite Tag etwas weniger anstrengend wird.

Touren auf den Kraterrand starten in der Regel in Senaru und dauern 2 Tage. Am ersten Tag geht es von Senaru ins Senaru Crater Rim Camp, wobei man knapp 2000 Höhenmeter zurücklegt. Nach einer Nacht auf dem Kraterrand geht es an Tag 2 nach dem Frühstück den gleichen Weg wieder zurück. Der Kraterrand ist deutlich weniger anstrengend als die Wanderung auf den Gipfel, bietet aber trotzdem einen wahnsinnig tollen Ausblick über den riesigen Krater, auf den türkisblauen Segara Anak See, den Baby Volcano und den Gipfel des Rinjani. Es ist übrigens auch bei der 2-tägigen Variante möglich, den Gipfel zu besteigen. Der erste Tag bleibt gleich, aber nach einer kurzen Nacht geht es früh morgens (gegen 2 Uhr) los auf den Gipfel, anschließend wieder zurück ins Senaru Crater Rim Camp und dann zurück nach Senaru. Diese Variante ist allerdings sehr hart!

Neben diesen Touren gibt es auch die Möglichkeit, südlich des Rinjani zu starten, in den Orten Tetebatu und Timbanuh. Von dort gibt es ebenfalls mehrtägige Wanderungen, entweder auf den Kraterrand (in ein anderes Camp auf der anderen Seite des Kraters als wenn man im Norden startet) oder auf den sogenannten Second Summit, der 3200 Meter hoch ist.

Die Rudy Trekker Unterkunft
Los gehts auf dem Pick-up
Der 3726 Meter hohe Gipfel

Wir haben vorher gehört, dass die Aussicht vom Senaru Kraterrand allerdings schöner sein soll, weshalb wir im Norden gestartet sind. Dem gegenüber sollen die Wege und Camps im Süden dafür weniger frequentiert sein, wobei unserer Einschätzung nach auch das Senaru Basecamp nicht wirklich voll war. Egal, für welche Route du dich entscheidest: Der Aufstieg auf den Gipfel des Rinjani oder auf den Kraterrand ist ein einmaliges und ganz besonderes Erlebnis und sollte auf jeden Fall auf deiner To-Do-Liste für Lombok landen!

Unser Anbieter: Green Rinjani

Wir haben uns dazu entschieden, die 2-tägige Tour auf den Kraterrand ab Senaru mit Green Rinjani zu machen. Die Agentur steht für Nachhaltigkeit und verspricht, den Berg sauberer zu verlassen, als sie ihn vorgefunden hat. Green Rinjani hat seinen Sitz in Senaru, einem kleinen Ort nördlich des Vulkans, von dem aus auch die Touren starten. Green Rinjani ist Touranbieter und Unterkunft in einem und du verbringst die Nacht vor der Wanderung in deren Guesthouse in Senaru. Wir hatten vorab Infos über WhatsApp (+62 819 1603 0327) erfragt und so auch die Tour gebucht. Wir haben für eine private 2-Tages-Tour ingesamt 400 Euro für das Komplettpaket bezahlt – also echt eine Menge Geld! Die Zahlung erfolgt in Bar oder mit Karte gegen dreiprozentige Gebühr.

Ablauf der Rinjani Tour: Tag 1

Aufstieg zum Senaru Crater Rim Camp
Mittagspause mitten im Regenwald

Unsere 2-tägige Tour auf den Kraterrand hat morgens um 7 Uhr in Senaru gestartet. Eigentlich verbringt man die Nacht vor dem Trek in der Unterkunft von Green Rinjani, aber da diese voll war, wurden wir in ein anderes Guesthouse, in das Rudy Trekker ein paar Hundert Meter weiter, einquartiert. Nachdem wir dort ein schnelles Frühstück eingenommen hatten, ging es auch schon los. Unser Guide Jeff und unsere beiden Porter haben uns abgeholt und zusammen sind wir das erste Stück, gute 15 Minuten, mit einem Pick-up bis zum Eingang des Rinjani Nationalpark gefahren. Jeff hat uns dort registriert und dann konnte die Wanderung auf circa 600 Metern Höhe starten. Am ersten Tag legt man knapp 2000 Höhenmeter zurück, wobei der Großteil des Weges durch den Regenwald führt, was sehr angenehm ist, weil die Sonne nicht so knallt und die Temperaturen dadurch erträglich sind. Auf dem Weg gibt es einige Pausenstopps, an denen man sich ein paar Minuten ausruhen und etwas essen und trinken kann. An Pausenstopp 2 (POS II) machen die meisten Touren Mittagspause. Wir haben dort – gegen 10.30 Uhr – das wahrscheinlich frühste Mittagessen jemals eingenommen, aber wir sind immer wieder fasziniert davon, was auf solchen Touren mitten im Nirgendwo für tolle Gerichte gezaubert werden! Gut gestärkt ging es nach der Mittagspause weiter bis POS III, wo der Regenwald endet und der anstrengendere Teil der Wanderung beginnt. Ab dort, auf 2000 Metern Höhe, läuft man im offenen Gelände und der Weg wird deutlich steiler und rutschiger, wobei Wanderstöcke hilfreich sein können. Das letzte Stück führt über Felsen und dann hat man es geschafft! Insgesamt sind wir an dem Tag etwas über 9 Kilometer und knapp 2000 Höhenmeter gelaufen und haben dafür mit Pausen circa 6 bis 7 Stunden gebraucht. 

Baby Volcano im Segara Anak See
Sunset über den Wolken
Blick auf den Gipfel des Rinjani

Am frühen Nachmittag haben wir den Kraterrand und damit unser Camp für die Nacht erreicht. Und wir können sagen: Der Blick dort ist einfach atemberaubend! Man schaut auf den riesigen Kraterrand, den türkisblauen Segara Anak See, den „Baby Volcano“ in dessen Mitte und auf die Spitze des Rinjani, die nochmal 1000 Meter höher liegt als das Camp. Ein wirklich unglaubliches Panorama! Nach 2 Minuten dort oben hatten wir jegliche Anstrengung vergessen, weil es das sowas von Wert war. Wenn man Glück mit dem Wetter hat und es klar zum Sonnenuntergang ist, kann man vom Camp aus sogar die Gili Inseln und Bali mit dem Mount Agung sehen. Bei uns war es bewölkt, aber auch das hatte seinen Charme, denn da wir uns über den Wolken befunden haben, kam eine ganz mystische Stimmung auf. Kurz vor Sonnenuntergang gibt es auch Abendessen, denn danach wird es ziemlich schnell stockdunkel und vor allem kalt. Und gerade als wir ins Zelt gehen wollten und dachten, der Tag könnte nicht mehr besser werden, hat sich ein unglaublich schöner Sternenhimmel offenbart und wir konnten sogar die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen. Was für ein Tag!

Ablauf der Rinjani Tour: Tag 2

Das wunderschöne Panorama am Morgen

Die Nacht im Zelt war recht komfortabel und vor allem deutlich weniger kalt, als gedacht. Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn wir wollten natürlich den Sonnenaufgang sehen. Um viertel vor 6 hat unser Wecker geklingelt, was perfektes Timing war. Im Camp gibt es einen kleinen Hügel, von wo aus man den besten Blick hat. Zu sehen, wie die Sonne hinter dem Gipfel des Rinjani aufsteigt und alles in goldenes Licht taucht, ist wirklich ein einmaliger Ausblick. Danach gab es ein super leckeres Frühstück, wir haben unsere Sachen zusammen gepackt und uns an den Abstieg gemacht. Der erste Teil des Abstiegs ist der schwierigste, weil das Gelände unbefestigt ist und man leicht wegrutscht. Hier würden wir auf jeden Fall Wanderstöcke empfehlen, die man sich beim Touranbieter (gegen Gebühr) ausleihen kann. Wir hatten jeder einen, was wir ausreichend fanden. An Tag 2 geht es den gleichen Weg wieder zurück, den man an Tag 1 hochgelaufen ist, aber bergab ist es weniger anstrengend und geht auch deutlich schneller, sodass wir auch weniger und kürzere Pausen gebraucht haben. Auch am zweiten Tag war es, genau wie an Tag 1, nicht besonders voll auf dem Trek. Klar trifft man hier und da mal andere kleine Gruppen und an den Pausenstellen sammelt es sich, aber der Trek hat auf uns überhaupt nicht überlaufen gewirkt, sondern sehr entspannt und ruhig.

Die Milchstraße in der Nacht
Sonnenaufgang am Rinjani
Das Camp am Morgen

In POS I, dem letzten Pausenstopp bevor man zurück am Parkeingang ist, haben wir Mittagspause gemacht und zum letzten Mal das super gute Essen von unserem Guide und unseren Portern genossen. Gegen halb 1 waren wir zurück am Parkeingang, haben für den Abstieg inklusive Pausen also knapp 5 Stunden gebraucht. Am Parkeingang wurden wir wieder von einem Pick-up abgeholt und zurück in das Office von Green Rinjani in Senaru gebracht. Dort gab es zum Abschluss noch ein kühles Getränk und wir haben unser restliches Gepäck, das wir während des Treks kostenlos in der Agentur unterstellen konnten, in Empfang genommen. Und dann ging es müde und dreckig, aber vor allem sehr glücklich, mit einem privaten Fahrer direkt weiter zu unserem nächsten Stopp auf Lombok, was im Preis inkludiert war.

Camp & Packliste

Die Ausstattung bei Green Rinjani war wirklich extrem gut, alles war sehr sauber und wirkte neu. Die Schlafsäcke haben uns nachts gut warm gehalten und es war toll, auf Stühlen und an einem Tisch essen und den Ausblick auf dem Kraterrand des Rinjani genießen zu können. Wir fanden auch die Stimmung im Senaru Crater Rim Camp sehr entspannt und es war überhaupt nicht überfüllt. Neben uns waren vielleicht noch maximal 20 Zelte über das Camp verteilt. In der Hochsaison im Juli und August kann es laut unserem Guide Jeff allerdings voller werden und auch das Sembalun Crater Rim Camp, in dem man in der 3-tägigen Tour übernachtet, bevor man den Gipfel besteigt, soll generell voller sein.

Unser Camp auf dem Kraterrand
Gut ausgestattetes Zelt
Abendessen am Campingtisch

Jeff war super freundlich und aufmerksam, spricht sehr gut Englisch und hat uns viele spannende Geschichten erzählt. Wie bereits erwähnt, hatten wir neben unserem Guide auch zwei Porter dabei, die das gesamte Equipment getragen haben. Dazu gehören Zelte, Matten, Kissen, Schlafsäcke, ein Tisch und zwei Campingstühle ebenso wie alle Kochutensilien, Essen und Trinken und ein sogenanntes Toiletten Zelt. Es ist wirklich unglaublich, was die Porter da auf ihren Schultern tragen! Jeff, der selbst als Porter angefangen hat, meinte, man trägt als Porter bis zu 30 Kilogramm Gewicht auf seinen Schultern. Und das Heftigste ist, dass die Porter alle mit Flip Flops den Berg hoch- und wieder runterkraxeln. Wir haben davor allergrößten Respekt und würden jedem nahe legen, den Guides und Portern am Ende der Tour ein angemessenes Trinkgeld dazulassen. Da die Porter das meiste tragen, muss man selbst nur seine persönliche Gegenstände wie Wechselklamotten, Sonnencreme etc. einpacken, was in einen kleinen Daypack passt. Eine detaillierte Packliste findest du hier:

InkludiertDaypackNicht inkludiert
Abholung & TransferWechselklamottenWanderstöcke (4 €)
Übernachtung SenaruWarme KlamottenJacke (4 €)
Guide & PorterInsektenschutzWanderschuhe
Essen & TrinkenSonnencremeStirnlampe
ZeltKosmetikartikelExtra Porter für Daypack (22 USD / Tag)
Schlafsack, Matratze & KissenHandy / KameraTrinkgeld
Toilet TentStirnlampe
Campingstühle & TischHandtuch (bei 3-tägiger Wanderung)
Eintritt Nationalpark (300.000 pro Person)Badesachen (bei 3-tägiger Wanderung)
Erste Hilfe Set
Versicherung
Abendessen vor der Wanderung
Gepäckaufbewahrung

Ein Grund, warum wir mit Green Rinjani einen nachhaltigen Anbieter gewählt haben, ist das Thema Müll. Im Vorfeld haben wir öfters gelesen, dass es am Rinjani ein nicht zu verachtendes Müllproblem geben soll. Wir haben uns auf das Schlimmste eingestellt und müssen sagen, dass es im Endeffekt weniger ausgeprägt war als angenommen. Die Wege waren großteils sauber – einzig und allein bei einigen Stopps (den sogenannten Positionen) sieht man etwas Klopapier oder Taschentücher. Im Basecamp konnte man in einigen Büschen Müll und Tücher sehen, aber wer vorher auf Lombok unterwegs ist, wird diesen Anblick (leider) kennen. Der Müll beschränkt sich zudem zum Großteil auf Klopapier und Taschentücher und hier ist jeder selbst gefragt, sein benutztes Papier wieder mitzunehmen und im Camp zu entsorgen (es gibt dort Müllbeutel).

Affiliate Links & Kaffeekasse
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Mount Rinjani - Fazit

Wir haben inzwischen schon einige Vulkane bestiegen, aber das Panorama, das Mount Rinjani bietet, rankt in unserer persönlichen Liste sehr weit oben. Der Ausblick von oben ist wirklich unglaublich! Die 2-tägige Tour auf den Kraterrand ist zwar anstrengend, aber durchaus machbar und eine super Alternative für alle, die den Gipfel nicht besteigen wollen oder können! Mit unserem Anbieter Green Rinjani haben wir uns während der Tour rundum wohl gefühlt, aber vorab lief es nicht ganz so rund: 

Die Kommunikation im Vorfeld per WhatsApp war sehr behäbig und der Fakt, dass das Guesthouse voll war und wir in einer anderen Unterkunft untergebracht wurden, wurde vorher nicht kommuniziert. Abgesehen davon, können wir Green Rinjani wärmstens empfehlen! Auf deren Website findest du alle Infos zu den verschiedenen Touren, Preisen etc. Falls du den Trek wie wir in Senaru startest, kannst du dir dort übrigens noch zwei wunderschöne Wasserfälle angucken.