Mount Fuji

Japan

Fuji - Japans mystischer VUlkan

Mount Fuji – der höchste Berg Japans, das Wahrzeichen des Landes und einer der schönsten Vulkane der Welt. Fujisan, wie der Berg auf Japanisch heißt, ist ein aktiver Vulkan, der zuletzt 1707 ausgebrochen ist und unserer Meinung nach ein absolutes Highlight, das auf keiner Japan Rundreise fehlen darf! In den Sommermonaten kann der 3776 Meter hohe Fuji sogar bestiegen werden – aber auch die Sicht von unten auf den als heiligen Berg verehrten Vulkan ist spektakulär!

Man kann Fujisan sogar von Tokio aus oder aus dem Schnellzug, dem Shinaksen, auf der Fahrt von Tokio nach Kyoto oder Osaka sehen – aber nur mit viel Glück und bei guter Sicht. Die besten Chancen hast du, wenn du in die Fuji Five Lake Region fährst – dort bist du richtig nah dran und hast die höchste Wahrscheinlichkeit auf eine klare Sicht auf Fujisan. Wie du dort hinkommst, wo du am besten übernachtest und welches die schönsten Aussichtspunkte sind, stellen wir dir in diesem Blogbeitrag vor, damit dein Aufenthalt am Mount Fuji perfekt wird!

Mount Fuji - Wichtige Infos

Wenn du Mount Fuji besteigen willst, musst du ihn im Sommer besuchen, denn Besteigungen sind nur in den Sommermonaten von Anfang Juli bis Ende August möglich. Der Blick von unten ist hingegen ganzjährig möglich und zur Saison der Kirschblüte im Frühling, meist im April, am schönsten. Aber grundsätzlich kannst du Mount Fuji ganzjährig bestaunen, aber beachte, dass es im Winter schon ziemlich kalt werden kann.

Es gibt mehrere Orte in der Fuji Five Lake Region rund um den Mount Fuji, von denen Fujikawaguchiko und Fujyoshida die bekanntesten sind. Die beiden Kleinstädte liegen direkt nebeneinander und sind die perfekten Ausgangsorte, um die besten Aussichtsspots auf den Mount Fuji zu besuchen.

Im Prinzip reicht ein Tag, um die schönsten Aussichtspunkte auf den Mount Fuji zu sehen. Allerdings würden wir empfehlen, mindestens zwei Tage einzuplanen, denn der Fuji ist oft in Wolken gehüllt und das Wetter wechselt häufig. Je mehr Zeit du hast, desto höher ist die Chance, ihn bei klarem Wetter zu Gesicht zu bekommen.

Es gibt keine Garantie, dass du Mount Fuji sehen wirst, denn der Vulkan ist sehr häufig in Wolken gehüllt. Um einen wirklich klaren Blick auf Fujisan zu erwischen, musst du schon ein bisschen Glück haben. Generell gilt, dass die Chancen auf einen klaren Blick frühmorgens und am Abend höher sind, während es sich tagsüber oft zuzieht. Auch ist die Sicht in den Wintermonaten generell oft besser als in den heißen Sommermonaten.

Englisch ist in Japan nicht selbstverständlich, aber wir hatten nie Probleme, uns zu verständigen. Menschen, die Hostels oder Guesthouses führen, sprechen in der Regel gutes Englisch und können dir bei allen Fragen weiterhelfen.

Die Japaner gelten als sehr höflich, ruhig und respektvoll und du solltest dich den dort gängigen Sitten und Umgangsformen anpassen. Das heißt zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln leise sein (besonders in der Metro), eine Verbeugung zur Begrüßung anstatt die Hände schütteln, das Geld in eine Schale anstatt von Hand zu Hand zu übergeben oder die Schuhe im Haus immer gegen Pantoffeln zu tauschen. Darüber hinaus ist es in Japan unüblich Trinkgeld zu geben und kann sogar als respektlos empfunden werden. Kein Muss, aber eine nette Geste ist es, einige Worte auf Japanisch zu lernen, zum Beipsiel: Ohayo (Guten Morgen), Konnichiwa (Guten Tag), Konbawa (Guten Abend), Arigato go sai mas (Vielen Dank) und Gomen nasai (Entschuldigung).

Der Blog als Vlog

Alles Infos und Highlights aus diesem Blogbeitrag findest du auch auf YouTube in unserem Vlog!

Anreise ab Tokio nach Fujikawaguchiko

Fahrt über Willer Express gebucht
Komfortabler Bus mit Toilette

Die Anreise ab Tokio in die Fuji Five Lake Region, nach Fujikawaguchiko, ist recht einfach zu organisieren. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst die Strecke mit dem Zug oder mit dem Bus zurücklegen. Wir haben uns für den Bus entschieden und diesen online über Willer Express gebucht. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden und kostet ungefähr 2000 Yen (14 €). Wir würden empfehlen, den Bus ein paar Tage im Voraus zu buchen, weil es – zumindest in der Hochsaison im Frühling – vorkommen kann, dass er ausgebucht ist. Es gibt verschiedene Startpunkte in Tokio, unter anderem den Bahnhof Tokio (Hauptbahnhof); eine genaue Location bekommst du mit der Buchung zugesendet. Der Bus ist sehr komfortabel und pünktlich und hat eine Toilette an Board. Die meisten Busse halten an der Fujisan Station, am Fuji Q Highland und zuletzt an der Kawaguchiko Station, wo du aussteigst. Den Japan Rail Pass kannst du auf dieser Strecke übrigens nicht benutzen und die Bahntickets sind teurer als der Bus.

Unterkunft in Fujikawaguchiko

Unsere Unterkunft in Fujikawaguchiko können wir dir ganz besonders ans Herz legen: K’s House Fuji View*. Das Hostel liegt nicht im Zentrum der Stadt, sondern etwas außerhalb. Vom Bahnhof Kawaguchiko, wo du mit dem Zug oder Bus ankommst, musst du circa 20 Minuten laufen (oder ein Taxi nehmen). Aber an sich ist die Lage toll, weil sie abseits des Trubels ist, du dort mitten in einer Wohngegend bist und vor allem weil K’s House den besten Blick auf Fujisan bietet! In der Unterkunft kannst du Fahrräder ausleihen, um die Gegend zu erkunden und in Laufnähe gibt es Restaurants und einen 7 Eleven. Die Unterkunft ist wunderschön und unfassbar sauber – jeden Tag wird alles stundenlang bis ins kleinste Detail gereinigt.

K's House von außen
Der gemütliche Aufenthaltsraum
Doppelbett im Dorm

Die Küche ist die größte und am besten ausgestattete, die wir je in einem Hostel hatten, und der Wohnbereich super groß, warm und gemütlich –  es gibt sogar Hängematten! Und der Außenbereich und die kleine Rooftop Terrasse bieten den perfekten Blick auf Mount Fuji. Schlafen kannst du in Doppelzimmern oder Mehrbettzimmern mit geteiltem Bad. Die Dorms waren für uns als Paar perfekt, denn es gibt Doppelbetten in den Dorms. Für ein Doppelbett im 6er-Dorm haben wir 34 € bezahlt, was für Japan wirklich ein guter Preis ist. Wenn du mindestens drei Nächte bleibst, kannst du deine Wäsche übrigens kostenlos waschen und trocknen. Dazu ist der Besitzer auch noch super freundlich, hilfsbereit und spricht sehr gut Englisch.

Highlights und To Do's

Natürlich ist der Fujisan das absolute Highlight in der Fuji Five Lake Region! Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, die einen tollen Blick auf den Berg bieten und die du am besten mit dem Fahrrad abfährst. Unsere Lieblingsspots sind die Chureito Pagoda, die Shimoyoshida Honcho Street und der Kawaguchi See – im Detail kommen wir dazu im nächsten Abschnitt. Abgesehen von der Aussicht auf den Fuji sind die Seen der Fuji Five Lake Region, wo du auch kleine Dörfer mit traditionellen japanischen Häusern findest, einen Besuch wert. Und wenn du Lust auf Action hast, dann ist der Freizeitpark Fuji-Q Highland das richtige für dich: Dort kannst du Achterbahn fahren mit Blick auf den Fujisan! Eine Tageskarte für den Park kostet 6300 Yen (44 €).

Chureito Pagoda

Das wohl bekannteste Motiv des Fujisan, wenn nicht sogar von ganz Japan, ist der Blick oberhalb der Chureito Pagoda. Die Pagode rechts im Bild, links im Hintergrund der schneebedeckte Mount Fuji und zur Sakura Saison im Frühling kommen sogar noch wunderschöne weiße und rosafarbene Kirschblüten im Vordergrund dazu. Das absolute Postkartenmotiv! Wir haben es so oft auf Fotos gesehen, aber dann dort oben selbst zu stehen, war ein ganz besonderer Moment! Der Anblick ist wirklich atemberaubend schön und wenn man morgens kommt, ist es auch noch nicht allzu voll.

Eine Kirschblüte blüht schon
Fuji Japan
Das Postkartenmotiv
Schnee auf dem Mount Fuji

Die Pagode befindet sich auf einem kleinen Berg in Fujiyoshida. Mit dem Fahrrad kannst du recht nah ran fahren, das letzte Stück geht es dann für circa zehn Minuten zu Fuß einige Stufen nach oben. Die Chureito Pagoda kostet keinen Eintritt und ist jeden Tag geöffnet. Am schönsten ist der Blick während Sakura, der Cherry Blossom Season, die in der Fuji Five Lake Region meist einige Wochen von Anfang bis Mitte April stattfindet. Wir waren ein bisschen zu früh dran, haben aber immerhin schon einen einzelnen blühenden Kirschbaum entdeckt.

Shimoyoshida Honcho Street

Ein weiteres sehr sehenswertes Motiv mit dem Fujisan ist die Shimoyoshida Honcho Street. Die Straße befindet sich ebenfalls in Fujiyoshida, nicht weit von der Chureito Pagoda entfernt, sodass du dort schnell mit dem Fahrrad hinfahren kannst. Die Straße ist bei Fotografen und Touristen sehr beliebt, denn sie bildet die perfekte leading line zum Fujisan. Die Shimoyoshida Honcho Street sieht auch an sich schon sehr interessant aus mit unzähligen Schildern mit japanischen Schriftzeichen, kleinen Lampen und Kabeln, die quer über die Straße gespannt sind.

Die Shimoyoshida Honcho Street
Perfekter Blick auf Mount Fuji

Du findest die Straße ganz einfach, wenn du den Namen bei Google Maps eingibst. Bei unserem Besuch im März 2023 waren nur wenige Touristen vor Ort, aber spätestens seit dem Jahr 2024 hat sich die Shimoyoshida Honcho Street zu einem absoluten Fotohotspot entwickelt. Gleiches gilt für den berühmte Lawson mit dem Mount Fuji im Hintergrund (wir waren nicht dort) und es gab unzählige Berichte über Touristen, die den Straßenverkehr behindert haben oder sogar privates Eigentum betreten haben, um Fotos zu machen. Daher hat sich die lokale Regierung gezwungen gefühlt, Maßnahmen gegen die steigenden Touristenmassen zu ergreifen und viele der bekannten Fotospots sind jetzt nicht mehr zugänglich. Diese Maßnahmen gilt es zu respektieren und wir würden empfehlen, die Shimoyoshida Honcho Street komplett zu meiden und eine andere (Parallel)Straße zu suchen, die in Richtung des Mount Fuji verläuft.

Kawaguchi See

Unsere letzte Empfehlung, um nochmal einen ganz anderen Blick auf den Mount Fuji zu bekommen, ist der Kawaguchi See, einer der fünf Seen der Fuji Five Lake Region. Auch dort sind wir wieder mit dem Fahrrad hingefahren, was von Fujiyoshida aus circa 40 Minuten gedauert hat. Dabei sind wir durch einen mehrere Kilometer langen Tunnel gefahren, was sich etwas komisch angefühlt hat, aber die richtige Route ist. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall, denn der See ist super schön mit tiefblauem Wasser, Pampasgras am Ufer, einigen Cafés und einem tollen Blick auf den Mount Fuji.

Kleiner Weg entlang des Ufers
Blick auf den Kawaguchi See
Oishi Park am Kawaguchi See

Als wir nachmittags dort waren, hatte es sich etwas zugezogen und Fujisan war teilweise in Wolken gehüllt. Generell hat man frühmorgens die besten Chancen auf einen klaren Blick auf den Mount Fuji. Tagsüber ziehen oft Wolken rund um den Vulkan auf, auch wenn das Wetter ansonsten klar und sonnig bleibt. Rund um den See verläuft ein kleiner Weg, die meiste Zeit direkt am Ufer, den man entlang spazieren oder mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Den schönsten Blick hat man vom nördlichen Ende des Sees aus, wo sich der Oishi Park befindet.

Affiliate Links & Kaffeekasse
Bei den mit (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Gleicher Preis für dich, kleine Provision für uns, um den Kanal zu unterstützen! Alternativ kannst du uns auf einen virtuellen Kaffee einladen, denn wir verzichten für eine bessere Nutzerfreundlichkeit auf dem Blog auf Werbeanzeigen.

Mount Fuji - Fazit

Für uns als Vulkanliebhaber war der Mount Fuji ein ganz besonderes Ziel, denn ohne Frage ist er einer der schönsten Vulkane weltweit! Aber man muss kein Faible für Vulkane haben, um diesen Berg beeindruckend zu finden. Nicht zu unrecht ist der Fujisan das Wahrzeichen Japans und eins der beliebtesten Fotomotive des Landes. Auch wenn man den Mount Fuji auch in einem Tagesausflug von Tokio aus besuchen kann, würden wir einen Aufenthalt in der Fuji Five Lake Region auf jeden Fall empfehlen.

Damit erhöhst du deine Chancen, einen Tag mit gutem Wetter und klarem Blick auf den Fujisan zu erwischen, der sehr oft in Wolken gehüllt ist. Außerdem hast du so die Möglichkeit, schon frühmorgens die ersten Spots zu besuchen, wenn noch nicht so viele Touristen unterwegs sind. Uns hat die Gegend in Fujikawaguchiko mit den vielen Seen und kleinen entspannten Städtchen sehr gut gefallen und unsere gemütliche Unterkunft hat den Aufenthalt perfekt gemacht.