Namibia

💰 Währung & Bezahlung

Namibia Dollar

In Namibia zahlt man mit dem Namibia Dollar (NAD), wobei 1 EUR circa 20 NAD entspricht. Der Namibia Dollar ist 1:1 an den südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt und ZAR wird in Namibia ebenfalls flächendeckend akzeptiert. Kartenzahlung ist relativ weit verbreitet (Supermärkte, Tankstellen, Restaurants), aber einiges wird noch bar gezahlt. Du solltest in jedem Fall eine gute Reisekreditkarte mitnehmen, wie die kostenlose DKB Visa Debit* oder die kostenlose awa7 Kreditkarte*, mit denen du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. Bei den meisten Bankautomaten in Namibia fallen in der Regel 2,50 Euro Fremdgebühren an. Tipp: Wähle bei Abhebungen immer „continue without conversion“, um den besten Wechselkurs zu erhalten.

🛍️ Konkrete Preise - nach Kategorien

Kosten für Mietwagen & Tank
Kosten für Unterkünfte & Stellplätze
Kosten für Essen & Trinken

✈️ Kosten für Flüge
Flüge sind bei Fernreisen immer eine der größten Kostenpunkte und variieren grundsätzlich sehr stark. Ab Frankfurt fliegt Discover Airlines täglich nach Windhoek, Condor bedient die Strecke drei mal pro Woche und ab München fliegt Discover Airlines ebenfalls drei mal die Woche in Namibias Hauptstadt. Seit 2026 gibt es zudem drei wöchentliche Flüge ab Zürich mit Edelweiß Air nach Windhoek. Für einen Hin- und Rückflug kannst mit circa 750 bis 1.200 Euro rechnen – je nachdem, welche Verbindung du wählst, wann du buchst und in welcher Saison du fliegst.

🛏️ Kosten für Unterkünfte
Unterkünfte in Städten sind in Namibia vergleichsweise günstig und wir haben für komfortable Doppelzimmer und Apartments zwischen 25 und 50 Euro bezahlt. Wenn du Geld sparen willst, lohnt es sich zum Beispiel, weniger Nächte innerhalb des Etosha Nationalparks zu verbringen und stattdessen vor und nach dem Besuch außerhalb des Nationalparks zu übernachten (zum Beispiel in Outjo und Tsumeb).

⛺ Kosten für Campingplätze
Campingplätze fanden wir verhältnismäßig teuer, denn die Preise sind immer pro Person und nicht pro Auto angegeben, was wir bei einem Stellplatz auf einem Campingplatz eher unlogisch finden. Wir haben meistens auf den günstigeren staatlichen Camp Sites (NWR) übernachtet und dafür zwischen 25 und 40 Euro pro Person bezahlt (also zwischen 50 und 80 Euro pro Nacht). Diesen Betrag musst du immer mit einkalkulieren, wenn du dir die Kosten für einen 4×4 mit Dachzelt anschaust, denn frei stehen ist in Namibia nicht erlaubt und so kommen immer Kosten für Campingplätze dazu! Nicht inkludiert sind dabei Eintrittspreise, die bei den Campingplätzen, die innerhalb eines Nationalparks liegen, noch dazu kommen (beispielsweise bei Sesriem bzw. Sossusvlei, im Etosha oder bei Waterberg, jeweils 17 € pro Person).

🚗 Preise für 4×4 mit Dachzelt
4×4 mit Dachzelt sind zwar die coolste Möglichkeit, sich durch Namibia fortzubewegen, aber leider echt teuer. Die genauen Kosten variieren je nach Anbieter, Modell und Saison, starten aber ungefähr bei 80 Euro am Tag und gehen in der Hauptsaison von Juli bis Oktober schnell hoch auf bis zu 120 Euro am Tag. Neben diesen täglich Fixkosten für den Mietwagen kommen noch die Campingplätze und Benzin dazu. Wir haben unseren Toyota Hilux bei Advanced 4×4 Car Hire gemietet und waren damit sehr zufrieden. Alle Infos dazu findest du in unserem 4×4 mit Dachzelt in Namibia-Beitrag.

🥾 Kosten für Aktivitäten
Hier sind die Kosten sehr individuell, je nachdem, welche Aktivitäten du wahrnimmst. In jedem Fall musst du die bereits erwähnten Nationalpark-Eintritte zahlen, die sich seit 2026 auf 17 Euro erhöht haben, alles andere ist optional. Eine Little 5 Tour in der Wüste nahe Swakopmund, bei der du auf die Suchen nach den fünf kleinsten Wüstenbewohnern gehst, kostet zum Beispiel rund 50 Euro pro Person.

🐘 Kosten für Safaris
Im Etosha Nationalpark sind Selbstfahrer-Safaris üblich, das heißt, du bezahlst nur den Eintritt in den Nationalpark (15 € pro Tag pro Person + 2 € pro Auto). Geführte Game Drives kannst du optional in den Camps dazu buchen, diese kosten ab 35 Euro pro Person.

🍜 Preise im Restaurant
Restaurantpreise sind in Namibia recht gering, du bekommst eine vollwertige Mahlzeit schon ab 4 Euro und auch die Preise in den Restaurants in den Nationalparks auf den Campingplätzen sind völlig okay. Etwas teurer als in Südafrika, aber gemessen an der Lage durchaus angemessen.

🛒 Preise im Supermarkt
Supermarktpreise bewegen sich unserer Einschätzung nach auf einem ähnlichen, minimal geringeren Niveau als in Deutschland, wobei wir auch immer in den großen, sehr gut ausgestatteten Ketten wie Spar oder Foodlover’s eingekauft haben. Kleinere Märkte können günstiger sein. Außerdem kommt es auf die Produkte an: Fleisch beispielsweise ist in Namibia deutlich günstiger als in Deutschland, importierte Waren sind teurer.

💵 Unsere Kosten in Namibia

Knapp 400 Euro für 2.500 gefahrene Kilometer
Camping & selbst verpflegen spart Geld

Während unserer 15-tägigen Rundreise durch Namibia haben wir insgesamt 1.742 Euro pro Person ausgegeben. Das entspricht einem Tagesbudget von 116 Euro pro Person – damit ist Namibia das teuerste Land, das wir jemals bereist haben! Beachte: Der Hin- und Rückflug von Deutschland nach Namibia ist in diesem Preis nichtmal inkludiert, sondern nur alle Ausgaben vor Ort. Wir haben schon auf unser Budget geachtet, weil wir natürlich wussten, dass Namibia kein günstiges Reiseziel ist und wir wissen von anderen, dass die 116 Euro am Tag noch vergleichsweise wenig sind – es geht nämlich noch deutlich teurer. Aber auch günstiger: Wenn du ausschließlich im Dachzelt schläfst und immer selbst kochst, wirst du etwas mehr sparen. Dennoch ist es schwierig, wenig Geld auszugeben, wenn man bereits durch den 4×4 mit Dachzelt zu zweit fast 100 Euro am Tag Fixkosten hast (also 50 € pro Person) und dazu noch alle anderen Kosten wie Campingplätze, Benzin, Eintritte, Essen & Trinken und Aktivitäten kommen. Im Folgenden findest du all unsere Ausgaben pro Person:

Der mit Abstand größte Posten unserer Namibiareise ist der Transport: Für unseren Toyota Hilux mit Dachzelt haben wir pro Tag 94 Euro bezahlt, also 47 Euro pro Person (inklusive Versicherung, Camping Equipment etc.). Dazu kommen Kosten für Benzin: Wir sind 2.500 Kilometer gefahren und hatten 183 Euro Benzinkosten pro Person. Außerdem zählen in diese Kategorie einige wenige Taxifahrten vom Flughafen nach Windhoek und innerhalb Windhoeks (24 €).

Übernachtungen haben uns im Schnitt 22 Euro pro Person die Nacht gekostet, also 44 Euro für ein Zimmer beziehungsweise einen Campingplatz. Wir haben, was die Übernachtungen angeht, eine Hybridlösung umgesetzt: Die Hälfte der Nächte haben wir auf Campingplätzen in unserem Dachzelt übernachtet, die andere Hälfte in den Städten haben wir Unterkünfte gebucht. Günstiger wird es, wenn du ausschließlich im Dachzelt schläfst.

Bei Essen und Trinken waren wir vergleichsweise günstig unterwegs, was vorallem daran liegt, dass wir oft eingekauft und einfache Gerichte selbst gekocht haben (vor allem beim Camping). Außerdem sind Restaurants in Namibia nicht sonderlich teuer und eine Mahlzeit bekommst du schon für 4 bis 5 Euro.

Für Aktivitäten haben wir in den zwei Wochen insgesamt 150 Euro pro Person ausgegeben. Dazu zählen: eine Township Tour durch Katutura in Windhoek (27 €), Eintritt Sossusvlei (17 €), eine Quad + Little 5 Tour (50 €), eine geschichtliche Tour durch Swakopmund (16 €), eine Spende für das Swakopmund Genocide Museum (5,50 €), eine Spende für Höhlenmalereien bei der Spitzkoppe (1,30 €), der Eintritt in den Etosha Nationalpark (17 €) und zum Waterberg (17 €).

Die Einreise nach Namibia war für deutsche Staatsbürger lange visafrei, doch seit 2025 ist ein kostenpflichtiges Visum notwendig – und das kostet satte 85 Euro pro Person, was im internationalen Vergleich extrem teuer ist. Normalerweise kostet ein Touristenvisum zwischen 30 und maximal 50 Euro.

Wir haben uns direkt nach Ankunft in Windhoek am Flughafen eine SIM-Karte von MTC gekauft. Das ist der größte und beste Anbieter und wir haben für 30 GB 15 Euro bezahlt. Der Preis am Flughafen ist der gleiche wie in der Stadt.

Hierzu zählen Souvenirs und Gebühren für Bargeldabhebungen. Waschen konnten wir kostenlos in unseren Apartments in Windhoek und Swakopmund.

💡 Spartipps für Namibia

Der größte Spartipp, den wir dir für Namibia an die Hand geben können, ist: Reise kurz vor der Hauptsaison (wir empfehlen Mai – Juni, alle Infos findest du in unserem Namibia Reisezeit-Beitrag). Die Hauptsaison geht von Juli bis Oktober und in dieser Zeit sind Mietwagen und vor allem 4x4s mit Dachzelt sehr viel teurer als in der Nebensaison. Auch die Übernachtungen, vor allem in den Chalets und Lodges in den Nationalparks, werden in der Hauptsaison deutlich teurer. Zudem empfiehlt es sich, mit viel Vorlauf zu buchen und staatliche Camps anstelle von privaten zu nutzen. Ansonsten kannst du Geld sparen, indem du einkaufen gehst und selbst kochst – entweder auf den Campingplätzen oder in Unterkünften mit (Gemeinschafts)küchen.

weitere Afrika Highlights

Eine Safari in der Serengeti, besonders während der Great Migration, gehört zu den schönsten Reise Erlebnissen überhaupt.

Südafrika lockt mit tollen Städten, einem Roadtrip auf der Garden Rute und Selbstfahrer-Safaris in weltberühmten Kruger Nationalpark.

Bei einer Reise auf dem afrikanischen Kontinent dürfen die riesigen Victoria Falls zwischen Sambia und Simbabwe nicht fehlen.

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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