Namibia

⭐ Top 7 Sehenswürdigkeiten in Namibia

Sonnenaufgang bei Dune 40
Safari im Etosha Nationalpark
Deadvlei in Namibia
Surreale Landschaften im Deadvlei

Namibia bietet viele atemberaubende Landschaften wie riesige orange leuchtende Dünen, Salz- und Lehmpfannen mit skurilen Bäumen, Granitfelsen inmitten der Wüste und raue Küsten. Dazu kommen Safaris im Etosha Nationalpark, in dem sich wilde Tiere an den Wasserlöchern sammeln und abgelegene Campingplätze, wo noch echtes Freiheitsgefühl aufkommt. Wir stellen dir die 7 Highlights vor, die du während deiner Namibia Rundreise nicht verpassen darfst:

Windhoek
Deine Reise durch Namibia wird sehr wahrscheinlich in der Hauptstadt Windhoek starten. Die meisten Reisenden halten sich hier nicht lange auf und wir würden ebenfalls sagen, dass ein bis zwei Tage genügen. Sehenswert sind die Evangelisch Lutherische Christuskirche und das daneben liegende Unabhängigkeits-Gedenkmuseum. Besonders ans Herz legen können wir dir einen Rundgang mit Paulus durch Katutura, eine riesige, zum Teil informelle Siedlung am Rande von Windhoek. Paulus, der selbst dort aufgewachsen und sehr gut vernetzt ist, kann dir viel über die teils prekären Lebensverhältnisse viele Namibianer erzählen und du erhältst zusätzlich Einblick in die Schule, in der er unterrichtet.

Sossusvlei, Deadvlei, Dune 40
Sossusvlei darf auf einer Rundreise durch Namibia nicht fehlen: Unter dem Begriff ist die Region in der Namib Wüste gemeint, die spektakuläre Dünenlandschaften und Deadvlei umfasst. Als Ausgangspunkt empfehlen wir das Sesriem NWR Camp, denn von dort darfst du eine Stunde früher losfahren und kannst den Sonnenaufgang bereits in den Dünen erleben. Unser Tipp: Eine sehr gute Alternative zur beliebten und vollen Dune 45 ist Dune 40, wo wir zweitweise ganz alleine waren. Danach geht es zu Deadvlei, einer ausgetrockneten Salz- und Lehmpfanne, in der skelettartige Kameldornbäume stehen und wer will, kann auf die größte Düne, die 325 Meter hohe Big Daddy Dune, wandern (anstrengend!).

Swakopmund
Die Hafenstadt Swakopmund ist ein Ort, an dem man die deutsche Kolonialvergangenheit stark spürt und sieht. Von 1884 bis 1915 war das heutige Namibia unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika deutsche Kolonie und in dieser kurzen Zeitspanne wurde ein Genozid an den Herero und Nama verübt. Wir finden es gehört gerade als deutscher Tourist zum Pflichtprogramm, sich mit dieser dunklen Geschichte zu befassen und können dir dafür wir zwei Sachen empfehlen: das von Laidlaw gegründete Swakopmund Genocide Museum (sehr schockierend!) und einen Stadtrundgang mit Jana, bei dem du viel über die Geschichte und vor allem über den heutigen Umgang damit lernst.

Little 5 Tour
Von den Big 5 (Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard, Büffel) hast du bestimmt schon mal gehört, aber in Namibia gibt es auch das Pendant: die Little 5. Das sind fünf winzige Tiere, die in der Namib Wüste nahe Swakopmund leben. Angeboten werden verschiedene Touren, bei denen du mit einem Guide auf die Suche nach den kleinen Wüstenbewohnern gehst. Wir haben die Little 5 Tour mit einem Quad gemacht (hier haben wir gebucht), was extrem viel Spaß gemacht hat. Gefunden haben wir ein Namaqua-Wüstenchamäleon, einen Palmato-Gecko und eine Düneneidechse; vervollständigt werden die Little 5 von der Puffotter und der Riesenkrabbenspinne, die wir leider nicht gesehen haben.

Spitzkoppe
Wenn du auf der Suche nach dem absoluten Campingfeeling bist, ist die Spitzkoppe der perfekte Ort für dich. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Granitfelsen inmitten der Namib Wüste mit kaum Zivilisation drum herum. Im Spitzkoppe Community Restcamp sind die Stellplätze so weit voneinander entfernt, dass du viel Ruhe hast und die Natur teilweise ganz für dich genießen kannst. Es gibt weder Strom noch Wasser, dafür eine Trockentoilette. Wir haben es sehr genossen, den tollen Sonnenuntergang zu beobachten und anschließend den klaren Sternenhimmel zu bestaunen. Außerdem kann man dort klettern, die Felsformation „The Arch“ besuchen und sich Felsmalereien anschauen.

Etosha Nationalpark
Der Etosha Nationalpark ist ohne Frage eins der größten Highlights in Namibia! Er liegt im Norden, ist so groß wie Hessen und verdankt seinen Namen der Etosha Pfanne, einer Salzpfanne, die so groß ist, dass man sie aus dem Weltraum sehen kann. Selbstfahrer Safaris sind üblich und das Besondere am Etosha sind die künstlich angelegten Wasserlöcher, die sich im Park verteilt und vor allem bei den staatlichen Camps befinden. Sie sind wichtige Wasserquellen für die Tiere und die beste Gelegenheit für Tiersichtungen. Beim Wasserloch des Okaukuejo Camps haben wir beispielsweise eine riesige Elefantenherde beobachten können und haben nachts sogar ein kleines Nashorn erblicken können.

Waterberg
Beim Waterberg handelt es sich um einen Tafelberg, also um einen Berg mit einer flachen Hochebene als Gipfel, der sich 48 Kilometer durch die Landschaft zieht. Vom gleichnamigen NWR Campingplatz aus kann man eine relativ kurze, aber schöne Wanderung auf das Plateau machen. Der Blick von oben ist toll, weil die gesamte Umgebung flach ist und man dadurch sehr weit gucken kann. Außerdem hatten wir einige schöne Tierbegegnungen mit Klippschliefern und Warzenschweinen und man kann auch Game Drives und Rhino Tracking wahrnehmen. Allerdings hat der Waterberg auch eine wichtige historische Bedeutung, denn er war Schauplatz der zentralen Schlacht im Krieg gegen die Herero.

✨ Weitere Sehenswürdigkeiten in Namibia

Lebendiges Treiben in Otjiwarongo
Namibia in a Nutshell: Onyx in der Namib Wüste

Neben den Highlights, die wir dir ausführlich vorgestellt haben und die du auf einer 2- bis 3-wöchigen Rundreise durch Namibia perfekt miteinander kombinieren kannst, gibt es natürlich noch weitere Sehenswürdigkeiten im Land. Dazu zählen zum Beispiel die Kalahari Wüste, deren Ausgangsort Mariental im Südosten des Landes ist. Ganz im Süden befindet sich mit dem Fish River Canyon der nach dem Grand Canyon zweitgrößte Canyon der Erde. Die Landschaft soll spektakulär sein, allerdings musst du einen ziemlich weiten Umweg auf dich nehmen, denn von Windhoek beträgt die Strecke rund 700 Kilometer. Dafür verirren sich auch nur recht wenige Touristen in diese Gegend.

Ebenfalls ruhiger als auf der Hauptroute wird es, wenn du ganz in den Norden fährst: Die Epupa Wasserfälle befinden sich an der Grenze zu Angola und werden aus dem Grenzfluss Kunene gespeist. Einen Besuch verbindest du am besten mit dem Etosha Nationalpark mit einem Zwischenstopp in Opuwo. Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch der Caprivi Streifen: So nennt sich der Zipfel im Nordosten Namibias, der an Botswana, Sambia und Simbabwe grenzt. Diese Region ist sehr grün und wasserreich und dich erwarten tolle Tierbegegnungen in Nationalparks sowie Flusssafaris. Aber auch hierfür musst du wieder deutlich mehr Zeit einplanen oder du verbindest den Caprivi Streifen mit einer Reise durch Botswana.

weitere Namibia Infos

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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