Namibia

🏨 Wie buche ich Unterkünfte in Namibia?

In Namibia kannst du Unterkünfte in den Städten oder private Lodges über alle gängigen Plattformen buchen. Wir haben booking.com* genutzt, wo du viele Hotels, Gasthäuser und Camps in verschiedenen Preisklassen findest. Allerdings gibt es in Namibia eine Ausnahme: Die staatlichen NWR Campsites. Diese kannst du ausschließlich über deren offizielle Website buchen. Und das solltest du rechtzeitig tun, denn ab Mai und ganz besonders zwischen Juli und August sind die Camps teilweise schon Monate im Voraus ausgebucht. Wir selbst waren im Mai in Namibia, was noch außerhalb der Hauptreisezeit liegt, und trotzdem waren in den beliebtesten Camps wie Sesriem (Sossusvlei) oder Okaukuejo (Etosha) nur noch Stellplätze für einzelne Tage verfügbar.
🛌🏻 Unsere Unterkunftsempfehlungen


Wir waren in Namibia mit 4×4 und Dachzelt unterwegs und haben für die Übernachtungen eine Hybridlösung gewählt: Das heißt, in und in der Nähe der Nationalparks wie bei Sossusvlei, der Spitzkoppe, im Etosha Nationalpark oder beim Waterberg haben wir auf Stellplätzen im Dachzelt gecampt und in den Städten (Windhoek, Swakopmund, Outjo, Tsumeb) haben wir „normale“ Unterkünfte gewählt. So konnten wir die Natur im Dachzelt und das Camperfeeling genießen, hatten aber gleichzeitig etwas mehr Komfort in den Städten. Preislich hat es tatsächlich keinen großen Unterschied gemacht, da die meisten Unterkünfte in den Städten sogar günstiger waren als viele Camping Stellplätze. Das hat für uns die „Low-Budget-Variante“ mit Camping und Dachzelt irgendwie ad absurdum geführt, weil der Mietwagen selbst schon sehr teuer ist und dazu dann trotzdem noch hohe Übernachtungskosten für die Campsites kommen. Wichtiger Hinweis: Stellplätze für Camps werden immer pro Person gezahlt, nicht pro Auto. Im Folgenden haben wir dir alle unsere Empfehlungen aufgelistet, aber beachte, dass die Preise je nach Reisezeit stark variieren können oder grundsätzlich gestiegen sind, seitdem wir dort waren:
| Stadt | Unterkunft | € pro Nacht |
|---|---|---|
| Windhoek (Apartment) | Wild Olive* | 43 € |
| Windhoek (Hotel) | Magnolia House and Gardens* | 27 € |
| Sossusvlei (außerhalb) | Sossus Oasis Campsite* | 17 € p.P. (Stellplatz) |
| Sossusvlei (innerhalb) | NWR Sesriem Campsite | 35 € p.P. (Stellplatz) |
| Solitaire | Solitaire Roadhouse* | 118 € inkl. Frühstück |
| Swakopmund | 36 Schwester Frieda Vineta* | 43 € |
| Spitzkoppe | Spitzkoppe Rest Camp | 16 € p.P. (Stellplatz) |
| Outjo | FARMhouse Outjo | auf Anfrage |
| Etosha (außerhalb) | Etosha Trading Post Campsite* | 16 € p.P. (Stellplatz) |
| Etosha (innerhalb) | NWR Okaukuejo Resort | 24 € p.P. (Stellplatz) |
| Tsumeb | Villa Africa Guesthouse* | 50 € inkl. Frühstück |
| Waterberg | NWR Waterberg Resort | 24 € p.P. (Stellplatz) |
Windhoek - Wild Olive Apartment



Windhoek ist vermutlich der Startpunkt deiner Namibia Rundreise und solltest du viel Wert auf Komfort legen, können wir dir das Wild Olive Apartment* ans Herz legen. Dies liegt in der gehobenen und ruhigen Gegend Kleine Kuppe, direkt gegenüber der modernen Grove Mall, wo du zahlreiche Restaurants, Supermärkte und Cafés findest. Das Apartment ist sehr geräumig mit eigener Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer mit angrenzendem Bad sowie einer großen Terrasse. Die Küche ist gut ausgestattet und bei unserem Besuch war alles sehr sauber. Zudem hat man einen eigenen Stellplatz innerhalb des Apartmentkomplexes. Hinweis: Ein Mindestaufenthalt von zwei Nächten ist verpflichtend. Solltest du nur eine Nacht in Windhoek bleiben, empfehlen wir dir das Magnolia House* (mehr Infos dazu weiter unten).
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (5 von 5)
Windhoek - Magnolia House


Solltest nach deiner Anreise oder vor deiner Abreise nur eine Nacht in Windhoek bleiben, können wir das günstige Magnolia House* empfehlen. Dies liegt im Pionierspark in der Nähe des Baines Centre. Die Zimmer sind relativ klein, aber für eine Nacht völlig ausreichend und man kann sich ein akzeptables Frühstück dazu buchen. Auch hier gibt es einen eigenen Stellplatz für den Mietwagen und sogar einen kleinen Pool. Die Lage ist weniger zentral und in Laufnähe gibt es kaum Restaurants, aber für rund 30 Euro pro Nacht ist es ein pragmatischer Deal ohne viel Schnickschnack.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (4 von 5)
Sesriem - NWR Camp



Sesriem dient als Ausgangsort für die Dünen in Sossusvlei und Deadvlei. Hierbei muss man in Camps innerhalb und außerhalb des Nationalparks unterscheiden. Die staatliche NWR Sesriem Campsite liegt innerhalb des Nationalparks und bietet den großen Vorteil, dass man bereits eine Stunde früher los fahren darf, wodurch man den wunderschönen Sonnenaufgang direkt in den Dünen sehen kann. Diesen Vorteil lässt sich das Camp allerdings gut bezahlen, denn der Stellplatz kostet satte 35 Euro pro Nacht pro Person – also 70 Euro für uns als Paar für einen einfachen Stellplatz an einem Baum mit Stromanschluss und Wasserhahn. Dazu sind die Gemeinschaftsbäder in einem rudimentären Zustand und das Restaurant eher mittelmäßig. Trotzdem war uns die Möglichkeit, den Sonnenaufgang in den Dünen sehen zu können, den Aufpreis wert und hat zu unseren schönsten Erlebnissen in Namibia gehört (unsere Empfehlung: Dune 40 statt der überlaufenen Dune 45). Wer darauf verzichten kann und Geld sparen möchte, kann einen Blick auf die Sossus Oasis Campsite* werfen, die deutlich günstiger und komfortabler ist.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ (3 von 5)
Solitaire - Roadhouse Lodge


Man kann die Strecke von Sesriem nach Swakopmund an einem Stück fahren (350 km, ca. 5 – 6 Stunden), aber wir haben noch einen zusätzlichen Stop in Solitaire eingelegt und in der Roadhouse Lodge* übernachtet. Die Lodge ist wirklich schön, die Zimmer komfortabel und das angeschlossene Restaurant sehr gut – aber mit fast 120 Euro (inklusive Frühstück) pro Nacht auch ziemlich teuer. Aber nach dem frühen Aufstehen in Sesriem, dem Sonnenaufgang in den Dünen und dem Besuch im Deadvlei wollten wir nicht nochmal sechs Stunden Auto fahren. Da war eine schöne Lodge mit Pool ein willkommener Zwischenstop, um die Strecke nach Swakopmund am nächsten Tag ausgeruht angehen zu können.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (4 von 5)
Swakopmund - 36 Schwester Frieda



In Swakopmund gibt es eine große Auswahl an Unterkünften, weshalb wir uns ein schönes Apartment rausgesucht haben. Das 36 Schwester Frieda* verfügt über eine gue ausgestattete Küche, zwei geräumige Schlafzimmer sowie ein sauberes Bad und liegt in einer ruhigen Wohngegend. Das heißt, Supermärkte und Restaurants befinden sich nicht direkt in Laufnähe, aber in wenigen Minuten ist man mit dem Auto ins Zentrum gefahren. Hinweis: Der Parkplatz innerhalb der Unterkunft ist ziemlich eng und der Torbogen tief, aber unser Toyata Hilux mit Dachzelt hat gerade so reingepasst. Zudem gibt es eine Waschmaschine, die man kostenlos nutzen kann.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (5 von 5)
Spitzkoppe - Community Restcamp



Das Community Restcamp an der Spitzkoppe gehört zu den schönsten Stops, die wir in Namibia eingelegt haben. Die Stellplätze sind weit von einander entfernt und man hat das Gefühl, fast alleine inmitten der Natur zu campen. Die Stellplätze können allerdings nur direkt über die Website gebucht werden, da das Community Restcamp nicht auf Buchungsportalen gelistet ist. Zudem gilt hier das First Come First Served-Prinzip – das heißt, wer zuerst da ist, kann seinen Stellplatz frei wählen und wer spät kommt, muss die nutzen, die noch frei sind. Die Stellplätze verfügen über keinen Wasser- oder Stromanschluss, dafür gibt es eine kleine Wellblechhütte mit Trockentoilette. Die Duschen und das Restaurant befinden sich am Eingangsbereich, der allerdings nicht unbedingt in Laufnähe der Stellplätze liegt, da diese weitläufig über das ganze Gebiet verteilt sind. Die beliebtesten und vermeintlich besten Stellplätze sind 9, 10, 11, 17 und 18. Wir waren etwas später dran und haben bei Secret C übernachtet, was uns auch sehr gut gefallen hat.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (5 von 5)
Outjo - Ombinda Lodge


Auf dem Weg von der Spitzkoppe in den Etosha Nationalpark haben wir noch einen Zwischenstop in Outjo eingelegt. Allerdings können wir die Ombinda Lodge* nicht wirklich weiter empfehlen. Wir haben durch einen Buchungsfehler nur knapp 50 Euro pro Nacht gezahlt, aber der reguläre Preis liegt bei fast 100 Euro pro Nacht und das ist die Unterkunft definitiv nicht wert. Wir würden stattdessen das FARMhouse Outjo* empfehlen, wo wir Mittag essen waren und was einen deutlich schöneren Eindruck gemacht hat und direkt in der Stadt liegt. Alternativ kannst du auch bis kurz vor den Parkeingang des Etosha Nationalparks (Anderson Gate) fahren und kostengünstig in der Etosha Trading Post Campsite* übernachten.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ (2 von 5)
Etosha - Okaukuejo Camp



Innerhalb des Etosha Nationalparks bist du wieder auf die staatlichen NWR Camps angewiesen. Das Okaukuejo Camp ist das größte Camp und mit 24 Euro pro Nacht pro Person lässt man sich auch hier den Vorteil, innerhalb des Nationalparks zu liegen, gut vergüten. Anders als im NWR Sesriem Camp ist der Standard in Okaukuejo allerdings höher: Das Restaurant ist deutlich größer, es gibt einen schönen Poolbereich und etwas sauberere Gemeinschaftsbäder. Dafür liegen die Stellplätze teilweise sehr nah beieinander, verfügen aber über einen Stromanschluss. Aber der mit Abstand größte Vorteil dieses Camps ist das große Wasserloch, an dem sich besonders zum Sonnenuntergang zahlreiche Tiere versammeln. Wir haben dort eine riesige Elefantenherde gesehen und konnten nach dem Abendessen sogar ein seltenes Nashorn erblicken. Das Wasserloch ist nämlich nachts beleuchtet und drum herum befinden sich zahlreiche Bänke, von denen aus man das tierische Treiben in Ruhe beobachten kann. Ehrlicherweise haben wir an diesem Wasserloch mehr Tiere gesehen, als auf der gesamten Selbstfahrersafari durch den Etosha Nationalpark.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (4 von 5)
Tsumeb - Villa Africa Guesthouse


Nach einer Nacht im Okaukuejo Camp haben wir den ganzen folgenden Tag eine Selbstfahrersafari durch den Etosha Nationalpark gemacht und sind dann gegen Nachmittag aus dem Park raus in Richtung Tsumeb gefahren, um dort zu übernachten. Das Villa Africa Guesthouse* können wir auf jeden Fall empfehlen. Mit 50 Euro pro Nacht ist es nicht günstig, aber dafür ist ein solides Frühstück inkludiert. Die Gastgeber sind super freundlich, die Zimmer sauber und der Außenbereich ist liebevoll gestaltet. Zudem kann man zum Abendessen eine Pizza bestellen, die wirklich lecker ist!
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ (5 von 5)
Waterberg - NWR Campsite



Bevor es zurück nach Windhoek ging, haben wir noch eine Nacht im staatlichen NWR Waterberg Resort verbracht. Die Campsite war bei unserem Besuch nur wenig besucht und der Außenbereich mit Pool war ehrlich gesagt etwas heruntergekommen. 24 Euro pro Nacht pro Person ist auf jeden Fall ein stolzer Preis, auch wenn die Wanderung auf den Waterberg, die vom Parkplatz etwa 45 Minuten dauert, echt schön war. Trotzdem würden wir im Nachhinein sagen, dass man den Stop am Waterberg auch weglassen kann, wenn man nicht so viel Zeit in Namibia hat. Außer du willst unbedingt ein Nashorn sehen, denn diese leben in der Nähe und man kann vom Resort aus (Walking)Safaris buchen, die allerdings sehr teuer sind.
Unsere Bewertung: ⭐ ⭐ ⭐ (3 von 5)
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Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.


