Nepal

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Backpacking in Nepal

Nepal – das Dach der Welt! Acht der insgesamt 14 Berge dieser Erde, die über 8000 Meter messen, liegen in Nepal. Aber man muss kein Extrembergsteiger sein, damit sich eine Reise nach Nepal lohnt. Neben spektakulären Trekkingtouren für jedes Fitnesslevel bietet Nepal noch viel mehr: Egal ob das wuselige Kathmandu mit seinen faszinierenden Tempelanlagen, seltene Tiere wie Nashörner in Chitwan Nationalpark, der Geburtsort von Buddha oder idyllische Bergdörfer – wir zeigen dir, was du auf deinem Backpacking Trip durch Nepal nicht verpassen solltest!

Nepal - Wichtige Infos

Grundsätzlich ist die beste Reisezeit für Nepal in der Trockenzeit von Oktober bis April. Allerdings gibt es beim Klima je nach Region große Unterschiede, denn Nepal erstreckt sich von 8000 Meter hohen Bergen bis hin zum tropisch heißen Flachland. Solltest du eine Trekking Reise im Himalaya planen, empfehlen sich dafür die Monate September bis November sowie März bis Mai.

Ja, als deutscher Staatsbürger brauchst du für die Einreise nach Nepal ein Visum, das du entweder vorher bei einer nepalesischen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) beantragen kannst oder vor Ort als Visa on Arrival. Das Visa on Arrival kostet 30 USD für 15 Tage, 50 USD für 30 Tage und 125 USD für 90 Tage. In Nepal kannst du dein Visum auf maximal 150 Tage gegen Gebühr verlängern lassen.

Das kommt darauf an, wie viel du vom Land sehen willst. Viele Touristen beschränken sich auf Kathmandu, Pokhara und eine mehrtägige Trekkingtour im Himalaya. Dafür reichen, wenn du nicht viel Zeit hast, auch schon 10 Tage bis zwei Wochen. Wenn du mehr von Nepal sehen willst (was sich lohnt) solltest du mindestens drei Wochen einplanen.

In Nepal zahlst du mit der nepalesischen Rupie, wobei 1 EUR circa 140 NPR entspricht. Kreditkartenzahlungen sind nicht sehr gängig, vieles läuft über Bargeld. Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. An den Geldautomaten der Nabil Bank und der NMB Bank kannst du bis zu 35.000 NPR (ca. 240 €) abheben und zahlst in der Regel eine Geldautomatengebühr von 700 NPR (4,85 €).

Nein – Nepal ist ein sehr günstiges Reiseland. Im Detail kommen wir dazu am Ende des Länderguides in unserer Kostenaufstellung.

Ja! Nach Nepali ist Englisch zweite Amtssprache und daher weit verbreitet. Es wird fast überall verstanden und gesprochen und besonders in den touristischen Regionen wird man selten auf eine Sprachbarriere treffen.

Da SIM Karten und Mobile Daten in Nepal nicht teuer sind, würden wir empfehlen, direkt am Flughafen in Kathmandu eine SIM Karte von NCELL zu kaufen. Es gibt verschiedene Tarife in Bezug auf Datenvolumen und Laufzeit. Wir haben für eine SIM Karte mit 20 GB für 28 Tage 5 Euro gezahlt. Angebote für e-SIMs* sind für Nepal ziemlich überteuert.

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal!

Nepal - Anreise

Air India am Flughafen Kathmandu
Visa-On-Arrival in Nepal

Nepal verfügt mittlerweile über drei internationale Flughäfen, wovon der Tribhuvan International Airport in Kathmandu der mit Abstand größte und bedeutendste des Landes ist. Aktuell gibt es keine Direktverbindung von Deutschland nach Nepal und die gängigsten Flugrouten laufen über Istanbul, Doha oder Delhi. Aus Südostasien wird Kathmandu von den großen Metropolen wie Singapur, Bangkok oder Kuala Lumpur direkt angeflogen. Am Flughafen in Kathmandu kannst du direkt dein Visa on Arrival beantragen. Das kostet 30 $ für 15 Tage, 50 $ für 30 Tage und 125 $ für 90 Tage. In den Einwanderungsbehörden (Immigration Offices) in Kathmandu oder Pokhara kannst du dein Visa für 45 $ um 15 Tage verlängern. Für jeden weiteren Tag wird eine Gebühr von 2 $ fällig (bis zu 150 Tagen insgesamt). In Nepal gibt es kein Uber oder Grab und Taxifahren ist immer Verhandlungssache. Allerdings gibt es mit Pathao und InDrive Taxiapps, die zwar nicht immer zuverlässig funktionieren, aber zumindest einen Preis anzeigen, an dem du dich orientieren kannst. Für ein Taxi vom Kathmandu Flughafen in den Stadtteil Thamel, wo die meisten Touristen unterkommen, kannst du mit etwa 500 NPR (3,50 €) kalkulieren.

Nepal - Highlights

Nepal ist ein Land voller spektakulärer Highlights und bietet auch abseits vom Trekking im Himalaya viele Sehenswürdigkeiten. Egal ob traumhafte Landschaften, hautnahes Wildlife, die leckere Küche oder die beeindruckenden Tempelanlagen in Kathmandu: Die Vielfalt in Nepal ist wirklich groß!

Kathmandu
Kathmandu, mit mehr als einer Million Einwohnern größte Stadt und Hauptstadt Nepals, ist laut, chaotisch und dreckig. Aber das ist eben auch ein Teil von Nepal und eine Erfahrung, die man bei einer Rundreise durch das Land auf jeden Fall mitnehmen sollte. Außerdem hat Kathmandu auch einige spannende Sehenswürdigkeiten, vor allem faszinierende hinduistische und buddhistische Tempel und Stupas zu bieten wie den Swayambhunath Tempel (auch Affentempel genannt) oder den Pashupatinath Tempel mit traditionellen hinduistischen Bestattungsritualen und die Boudhanath Stupa. Das touristische Zentrum liegt im Stadtviertel Thamel in der Nähe des Durbar Square.

Pokhara
Pokhara im Westen Nepals ist nach Kathmandu die zweitwichtigste Stadt des Landes, liegt an einem großen See und ist deutlich schöner und entspannter als die Hauptstadt. Weil Pokhara das touristische Zentrum Nepals und Ausgangsort für zahlreiche Wanderungen im Himalaya ist, findest du dort unzählige Unterkünfte, Restaurants, Touragencies und Outdoor- und Souvenirläden. Trotzdem wirkt die Stadt nicht überlaufen und insbesondere am Phewa See fanden wir es sehr schön. Dort gilt: Je nördlicher du dich begibst, desto ruhiger wird es. Außerdem ist Pokhara der perfekte Ort, um Yoga zu machen. Das Angebot ist groß, von Einzelstunden über Retreats bis hin zur Yogalehrerausbildung. 

Himalaya Trekking
Nepal ist ein vielseitiges Land, aber bei Touristen natürlich in erster Linie bekannt für den Himalaya, die höchsten Berge der Welt und mehrtägige Wanderungen. Dabei muss es natürlich nicht gleich die Besteigung des Mount Everest sein. In Nepal gibt es für alle Wanderfreudigen den richtigen Trek: Sei es der für Anfänger geeignete Poon Hill Trek, etwas längere und herausfordernde Wanderungen wie der Annapurna Basecamp oder der Mardi Himal Trek, oder der Mount Everest Basecamp Trek für erfahrenere Bergsteiger. Jede dieser Routen führt durch beeindruckende Berglandschaften und kleine nepalesische Dörfer und bietet einen Blick auf 8000 Meter hohe Berge. Ein Must-do in Nepal!

Chitwan Nationalpark
Der Chitwan Nationalpark befindet sich im Süden des Landes an der Grenze zu Indien, ist der älteste Nationalpark Nepals, seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt mehr als 700 Tierarten. Dabei ist der Nationalpark Heimat von gleich mehreren bedrohten Tierarten, wie dem Bengal Tiger, dem einhörnigen asiatischen Nashorn und dem Gharial Krokodil. Auf die Suche nach diesen – und noch vielen weiteren spannenden Tieren wie Elefanten, Leoparden, Lippenbären, Pythons, Kobras und vielem mehr – kannst du dich in verschiedenen Touren begeben: Neben Jeep Safaris gibt es auch die Möglichkeit, den Park zu Fuß zu erkunden, was richtig abenteuerlich und auch sehr günstig ist!

Lumbini
Der kleine Ort Lumbini nahe der indischen Grenze ist für alle Buddhisten ein ganz besonderer: Denn dort, im Süden von Nepal, soll vor etwa 2500 Jahren Siddhartha Gautama, besser bekannt als Buddha, geboren worden sein. Damit ist Lumbini eine der heiligsten Stätten und ein wichtiger Wallfahrtsort für Buddhisten, aber auch Hindus, auf der ganzen Welt. Heute steht an dem exakten Geburtsort Buddhas, dem Begründer des Buddhismus, der Maya Devi Tempel, der von einem wunderschönen Garten mit Bodhi Bäumen umgeben ist. Außerdem befinden sich in der riesigen Parkanlage auch eine große Pagode, die World Peace Pagoda, und 32 Tempel aus verschiedenen Ländern.

Bandipur
Das kleine Bergdorf Bandipur ist mit seiner auto- und rollerfreien Altstadt eine absolute Oase der Ruhe im sonst durchaus hektischen und lauten Nepal. Inmitten grüner Berge ist Bandipur noch ein echter Geheimtipp und insbesondere wer gerade aus dem chaotischen Kathmandu kommt, wird die Ruhe, Entspannung und Sauberkeit genießen! Die historische Altstadt, auch Bandipur Bazaar genannt, besticht durch bis zu 200 Jahre alte traditionelle Häuser, geschmückte Fassaden, viel Grün sowie leckere Restaurants und entspannte Cafés. Dazu gibt es in der Umgebung einige schöne Wanderungen, bei denen du die Aussicht auf die grünen Berglandschaft genießen kannst.

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Nepal - Route

Deine Route durch Nepal hängt in erster Linie von deiner Aufenthaltsdauer ab. Wir waren insgesamt sechs Wochen und ziemlich langsam unterwegs und würden sagen, die hier vorgestellte Route sollte auch in vier Wochen gut machbar sein. Solltest du dich auf Kathmandu, Pokhara und einen kurzen Trek im Himalaya beschränken wollen, reichen dafür ungefähr zwei Wochen

An sich sind die Distanzen auf dieser Route sehr überschaubar und alles spielt sich relativ weit im Zentrum des Landes ab. Trotzdem solltest du für den Transport in Nepal viel Geduld und auch einiges an Nerven mitbringen. Die Straßenverhältnisse sind oft sehr schlecht und um mit dem Bus von A nach B zu kommen, solltest du immer einen kompletten Reisetag einplanen. In keinem anderen Land auf unserer Weltreise war der Transport so mühsam wie in Nepal – so ehrlich wollen wir sein. Auf der anderen Seite wird aktuell auch viel an der Straßeninfrastruktur gearbeitet.

VIP Bus von Swift
Typischer Bus mit A/C
Taxi in Kathmandu

Im Gegensatz zu den Straßen, sind die Busse meistens in gutem Zustand. Als Tourist kommst du in der Regel in den Genuss von klimatisierten und gefederten Bussen, die relativ erschwinglich sind. Zu den bekanntesten Anbietern gehören beispielsweise Swift, Sewa und Sanjog. Die Tickets kannst du entweder in einer der zahlreichen Agencies auf den Straßen oder auch in Hostels und Hotels kaufen. Alternativ kannst du Tickets auch online bei bookaway.com* buchen. Über die Verpflegung musst du dir keine Gedanken machen, denn die Busse starten meistens morgens und machen dann eine Mittagspause, wo es immer ein leckeres und sehr günstiges Dal Bhat Buffet gibt.

Von Kathmandu hast du zwei Möglichkeiten, nach Pokhara zu kommen: Die günstigere, aber unbequemere Option ist, mit dem Bus zu fahren. Die Touristenbusse fahren morgens um 7 Uhr und abends ab dem „Tourist Bus Stop“ in Thamel in Kathmandu ab, kosten zwischen 7 und 15 Euro und brauchen zwischen 8 und 10 Stunden für die gerade mal 200 Kilometer lange Strecke. Die Straße ist zu großen Teilen Schotterpiste und Baustelle und die Fahrt sehr holprig. Wir sind mit Swift gefahren, was wir online über bookaway.com* gebucht haben. Für diese Strecke haben wir uns den VIP Bus mit bequemen Sesseln gegönnt, was wir bei der Dauer der Strecke durchaus empfehlen würden. Alternativ kannst du von Kathmandu nach Pokhara fliegen, was natürlich deutlich schneller geht, aber mehr kostet und eher unzuverlässig ist, weil die Flüge oft wegen schlechter Sicht gestrichen werden.

In Pokhara gibt es endlos viele Touragencies, die Bustickets verkaufen. Wir sind mit Sanjog um 8:30 Uhr beim Tourist Bus Park in Pokhara abgefahren und haben dafür 1300 NPR (9 €) pro Person bezahlt. Die Fahrt ist für nepalesische Verhältnisse recht angenehm, weil ein großer Teil der Strecke asphaltiert ist. Nichtsdestotrotz dauert die Fahrt ziemlich lang: Für die 200 Kilometer Strecke haben wir 9 Stunden gebraucht.

Ausgangsort für Touren in den Chitwan Nationalpark ist der kleinen Ort Sauraha. Von Lumbini aus sind wir um 6:30 Uhr mit einem Bus von Green Kasthamandap (8 €) gestartet, der eigentlich bis nach Kathmandu fährt. Aber statt bis nach Kathmandu zu fahren, steigt man nach etwa 150km und neun Stunden in der kleinen Stadt Bharatpur aus. Von dort aus kann man die restlichen 15 Kilometer mit dem Tukutuk oder Taxi nach Sauraha fahren, was ungefähr 8 € kostet. Solltest du direkt von Pokhara oder Kathmandu nach Sauraha fahren, gibt es zahlreiche direkt Busverbindungen, die du einfach in einer Agency oder im Hostel buchen kannst.

Bandipur liegt ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Kathmandu und Pokhara. Das bedeutet, man kann von Kathmandu den Bus nach Pokhara nehmen und unterwegs aussteigen und umgekehrt. Wir sind vom Chitwan Nationalpark nach Bandipur gefahren und haben einen Bus von Sanjog Travels genommen, der in Sauraha um 7:30 Uhr gestartet ist und 6 € pro Person gekostet hat. Für die 80 Kilometer lange Strecke haben wir circa drei Stunden gebraucht. Der Bus hält dann in Dumre, einem kleinen Ort an der Hauptstraße. Von dort pendeln Taxis nach Bandipur. Die Taxifahrt kostet ungefähr 4 € und dauert um die 20 Minuten. Die Tickets für den Bus kannst du in Tour Agencies oder Hotels in Bandipur kaufen und beim Ausstieg in Dumre warten in der Regel Taxifahrer, die dich nach Bandipur bringen.

Wir haben den Transfer von Bandipur nach Kathmandu über unser Hotel Bandipur Chhen organisiert. Im Gegensatz zu den bisher genannten Orten, gibt es in Bandipur nicht so viele Tourist Agencies. Für die zwanzig minütige Taxifahrt von Bandipur nach Dumre haben wir 4 € gezahlt. An der Straße in Dumre halten dann die Busse, die in der Regel aus Pokhara kommen und die wartenden Touristen einsammeln. Da wir wussten, dass die Fahrt lange dauert und holprig ist, haben wir einen VIP Bus mit Sesseln von Baba Adventures gebucht und dafür 11 € pro Person gezahlt.

Auch wenn die Fahrten meistens sehr lange dauern und holprig sind, ist der Transport grundsätzlich relativ leicht zu organisieren. Unser Tipp: Reservier Sitzplätze möglichst weit vorne im Bus und zähl keine Stunden, sondern akzeptiere einfach, dass es so lange dauert, wie es dauert. Vorher Musik, zwei Podcasts und ein E-Book runterladen, auf die Mittagspause freuen oder die Filme gucken, die im Bus laufen – dann passt das schon!

Nepal - Kosten

Nepal gehört zu den günstigsten Reiseländern überhaupt und ist daher die perfekte Destination für Backpacker. Egal ob Unterkünfte, Essen oder Aktivitäten: In wenigen Ländern bekommst du mehr für dein Geld. Wir waren insgesamt 39 Tage in Nepal und haben im Schnitt 34 € pro Person pro Tag ausgegeben. Dabei haben wir nicht wirklich auf unser Budget geachtet und hatten immer gute Hotels, haben fast immer drei mal am Tag auswärts gegessen, öfters den teureren VIP Bus gebucht und viele Aktivitäten wie mehrtägiges Trekking, Safaris und Tempelbesuche wahrgenommen. Außerdem mussten wir aufgrund einer Gesetzesänderung im April 2023 für unsere Trekkingtouren einen Guide nehmen – diese Regel hat sich allerdings nicht durchgesetzt, weshalb du in Nepal weiterhin unabhängig trekken kannst.

Das Essen in Nepal ist super günstig, extrem lecker und vor allem sehr veggie-friendly! Mit über 10 € pro Person pro Tag haben wir es uns wirklich gut gehen lassen – das geht auf jeden Fall günstiger. Weitere Infos zum Essen in Nepal folgen weiter unten im Abschnitt „Essen & Trinken“.

Unterkünfte in Nepal sind ebenfalls super erschwinglich. Einfache Hotelzimmer gibt es häufig schon um die 10 bis 15 € pro Nacht. Wir haben uns in Pokhara und Kathmandu richtig große Airbnb Wohnungen gegönnt und dafür etwa 17 € pro Nacht bezahlt. Einzig und allein die Unterkunft in Bandipur war mit 28 € pro Nacht deutlich teurer, dafür aber auch etwas ganz besonders!

Unter die Transportkosten fallen in erster Linie alle Busfahrten zwischen den einzelnen Städten sowie einige Taxifahrten für den Transfer zu den Busbahnhöfen oder innerhalb von Kathmandu. Bei den Bussen haben wir zwei Mal den teureren VIP Bus genommen und unser Verhandlungsgeschick bei Taxifahrern ist ebenfalls nicht das beste – so gesehen ist hier ebenfalls Sparpotenzial vorhanden.

Zu den Aktivitäten zählen die Permits für Trekking, ein Porterguide für fünf Tage, zwei Safaris im Chitwan Nationalpark sowie Eintritte für Tempel (Lumbini & Kathmandu). Aufgrund der Gesetzesänderung im April 2023 mussten wir uns einen Porterguide nehmen, allerdings hat sich die Reglung in der Praxis nicht durchgesetzt, weshalb Trekking in Nepal weiterhin sehr günstig bleibt. Sonst fanden wir die Safaris im Chitwan Nationalpark sehr günstig, während die Eintritte für den Durbar Square und den Pashupatinath Tempel in Kathmandu verhältnismäßig teuer waren.

Wir haben für das Visa-On-Arrival umgerechnet 46 € für 30 Tage gezahlt und das Visum einmal um 15 Tage verlängert, was nochmal 41 € gekostet hat.

Hierzu zählen in erster Linie alle Klamotten, die wir für das Trekking gebraucht haben – zum Beispiel Thermounterwäsche, Fleecepullis, dicke Socken Mützen usw. Außerdem haben wir noch ein paar kleinere Souvenirs gekauft.

An den meisten Geldautomaten kann man bis zu 20.000 NPR abheben und es fällt eine Gebühr 700 NPR (4,85 €) für jede Abhebung an. Wir empfehlen Nabil Bank und NMB Bank, weil du dort bei der gleichen Gebühr bis zu 35.000 NPR abheben kannst. Vorausgesetzt, du hast eine kostenlose Reisekreditkarte wie die Visa Debitkarte von der DKB*.

Wir haben relativ oft gewaschen und dafür meistens so um die 1,50 € pro Kilogramm gezahlt.

Wir haben für eine SIM Karte von NCELL mit 20 GB für 28 Tage 5 € am Flughafen in Kathmandu gezahlt und dann nochmal für 3 € nachgeladen (15 GB / 15 Tage). In jedem Ort findest du Läden mit einem NCELL Schild, wo du SIM Karten kaufen oder das Guthaben nachladen kannst.

Wenn du kein Yoga Retreat planst oder während deiner Reise nicht zwölf mal ins Gym gehst, dir nicht alle zwei Wochen deine Haare schneiden lässt und nicht mindestens einmal pro Woche zur Massage gehst, kannst du diesen Kostenpunkt komplett von deiner Liste streichen! Helen hat ein viertägiges Yoga Retreat in Pokhara gemacht und dafür 180 € inkl. Übernachtungen im Privatzimmer mit drei täglichen Mahlzeiten gezahlt. Dafür war Horst ständig beim Friseur, was in Nepal von einem Haarschnitt für 2 € bis hin zu einem kompletten Beautyprogramm inklusive Gesichtsreinigung und Kopfmassage reicht. Für Gymbesuche kann man so ungefähr zwischen 2 bis 3 € kalkulieren, während Massagen ungefähr 13 € pro Stunde kosten.

Nepal - Unterkünfte

Unterkunft beim Trekking
Typisches Doppelzimmer

Unterkünfte in Nepal sind für Backpacker ziemlich erschwinglich. Für einfache Hotelzimmer kannst du mit circa 10 bis 15 € pro Nacht kalkulieren. Der Standard ist dabei meist relativ einfach, aber wir hatten immer ein sauberes Doppelzimmer mit getrenntem Bad und – dort wo es nötig ist – auch eine Klimaanlage (z.B. in Lumbini oder Sauraha). Allerdings musst du bei Trekkingtouren Komforteinbußen in Kauf nehmen. Je nach Trek gibt es in kleineren Dörfern nur Mehrbettzimmer und Gemeinschaftstoiletten. Für längerfristige Aufenthalte haben wir uns in Pokhara und Kathmandu richtig große Airbnb Wohnungen mit mehreren Zimmern und Küche gegönnt, was gemessen an Komfort und Größe wirklich günstig war.

StadtHostel€ pro Nacht
Kathmandu (Thamel)A1 Homestay16 €
Pokhara (Wohnung)Studio Apartment17 €
Pokhara (Hotel)Hotel Diplomat*13 €
LumbiniHotel Kanthak*16 €
Sauraha (Chitwan)Hotel Peacock*13 €
BandipurBandipur Chhen*28 € (Preis vor Ort)

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Nepal - Essen & Trinken

Die nepalesische Küche gehört unserer Meinung nach zu den besten in ganz Asien! Das Essen in Nepal ist super günstig, extrem lecker und sehr veggie-friendly. In keinem anderen Land war es so einfach, gutes und günstiges vegetarisches Essen zu finden, da viele lokale Gerichte grundsätzlich ohne Fleisch zubereitet werden. Das Nationalgericht Dal Bhat, das auf der Speisekarte oft als Thali Set zu finden ist, bestehend aus Linsensuppe, verschiedenen Currys, Reis, Brot und Gemüse, wird an jeder Ecke für etwa 2 € angeboten. Ein weiterer Klassiker der nepalesischen Küche sind Momos. Das sind Dumplings mit verschiedenen Füllungen und leckeren Gewürzen, die mit einer Soße serviert werden. Absolute Empfehlung!

Vegetarisches Restaurant in Pokhara
Das Nationalgericht Dal Bhat
Vegetarische Momos

Auch Chow Mein (gebratene Nudeln) ist super günstig und fester Bestandteil eines jeden Restaurants in Nepal und kostet selten mehr als 2 €. Sonst ist die indische Küche ebenfalls sehr weit verbreitet mit tollen Gerichten wie Chana oder Paneer Butter Masala. Diese sind in Kombination mit Reis und Naan Brot etwas teurer, aber kosten in Summe um die 4 €, was für ein authentisches indisches Essen absolut preiswert ist. Außerdem haben wir in Nepal in jedem Ort wirklich guten Kaffee und hochwertige Kaffeemaschinen gefunden! Teetrinker kommen in Nepal natürlich ebenfalls auf ihre Kosten, denn das Nationalgetränk ist Chiya. Ein Tee, der mit Milch, Zucker und Gewürzen aufgekocht wird. Die bekannteste Biermarke ist Gorkha, aber ehrlicherweise haben wir in Nepal kaum Alkohol getrunken. In größeren Städten und den touristischen Gegenden findet man zusätzlich zur lokalen Küche viele internationale Restaurants und Bäckereien. Besonders Italiener mit Pasta und Pizza sind sehr weit verbreitet.

Nepal - Fazit

Wir haben uns riesig auf unsere Reise nach Nepal gefreut und wurden nicht enttäuscht! Aber eine Sache wollen wir klarstellen: Nepal ist kein Land für jedermann! Die Busfahrten können an den Nerven zehren, man sieht viel Müll und auch wenn wir die Nepalesen grundsätzlich als freundliche und hilfsbereite Menschen kennen gelernt haben, ist der ein oder andere Taxifahrer oder Straßenverkäufer mal aufdringlich. Aber das ist nichts, was es in anderen Ländern nicht auch gibt.

Aber wenn du das alles beiseite schieben kannst, Abenteuer liebst und auch mal deine Komfortzone verlässt, wirst du Nepal genauso lieben wie wir! Die Landschaft ist einmalig schön, die Kultur beeindruckend und das Essen unfassbar lecker. Und wie gesagt: Grundsätzlich sind die Nepalesen super freundlich, interessiert und hilfsbereit. Es ist eben kein Land für einen Wohlfühl- oder Entspannungsurlaub, sondern für Backpacker, die wirklich etwas erleben möchten!

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