Nicaragua

Länderguide: Highlights, Routen, Kosten

Mittelamerika pur

Während unserer Weltreise waren wir vier Wochen lang in Nicaragua und dieses Land hat unser Herz im Sturm erobert! Es eignet sich perfekt für Backpacking, denn es ist günstig, vergleichsweise wenig besucht und an vielen Ecken noch sehr authentisch. Und trotzdem steht es stellvertretend für fast alles, was Mittelamerika auszeichnet: alte Kolonialstädte, aktive Vulkane, verrückte Fahrten mit dem Chickenbus und natürlich Strände an der Pazifikküste und traumhafte Inseln in der Karibik! In diesem Länderguide zeigen wir dir alle Highlights, die beste Route, alle unsere Kosten und viele Gründe, möglichst bald nach Nicaragua zu reisen!

Short Facts

Einwohner: 6,7 Mio.

Nicaragua ist relativ dünn besiedelt und seit 2018 sind viele Menschen in die USA und nach Costa Rica geflüchtet.

Fläche: 130.000 km²

Damit ist Nicaragua so groß wie Griechenland, wobei 90 Prozent der Einwohner im westlichen Teil des Landes leben.

Währung: Cordoba Oro

1 Euro entspricht um die 40 Córdoba (NIO). US-Dollar werden fast im ganzen Land ebenfalls akzeptiert (besonders bei Hostels und Touren).

Einreise: Frei bis 90 Tage

Innerhalb dieser 90 Tage kannst du auch ohne Visum nach Honduras, El Salvador und Guatemala reisen (CA-4 Abkommen).

Reisezeit: Oktober bis April

Wie in allen Ländern in Mittelamerika gelten die Monate von Oktober bis April als beste Reisezeit, wobei März und April sehr heiß sind.

Strom: Typ A und B

Für Nicaragua brauchst du einen Steckeradapter mit einem Anschluss für Typ A oder B. Also die "US-amerikanischen" Stecker.

Videoländerguide

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal.

Allgemeines

In Deutschland kennt man Nicaragua, wenn überhaupt, durch Schlagzeilen über Proteste der Zivilbevölkerung oder Daniel Ortega, den höchst umstrittenen langjährigen Präsidenten Nicaraguas. Sehr schade eigentlich, denn hinter diesen negativen Pressemeldungen steht ein wunderschönes Land im Herzen Mittelamerikas, das für so vieles steht, was diese Region ausmacht. Doch bevor wir zu den Highlights kommen, versuchen wir zu erklären, warum Nicaragua global eher durch politische Probleme bekannt ist, obwohl es eigentlich das perfekte Land für Backpacking ist.

Die Geschichte und Gegenwart Nicaraguas zu verstehen, ist gar nicht so einfach. Als wir uns zum ersten Mal damit befasst haben, waren wir zugegebenermaßen etwas verwirrt. Aber nach vier Wochen vor Ort, eine davon bei einer Gastfamilie, einer Free-Walking-Tour zur Geschichte und etwas Online-Recherche, haben wir genug Infos gesammelt, um diese Puzzlestücke in einer vereinfachten Form wiederzugeben.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Pazifikregion des heutigen Nicaraguas von den Spaniern kolonialisiert und die Städte León und Granada wurden bereits 1523 bzw. 1524 gegründet, während das gebirgige Zentrum und die Karibikküste lange unberührt blieben und dann eher von den Briten kontrolliert wurden. Der Umgang mit der bis dahin ansässigen indigenen Bevölkerung war brutal – viele starben durch eingeschleppte Krankheiten, bei Konflikten oder wurden versklavt.

Im 18. Jahrhundert kam es in ganz Mittelamerika zu Aufständen und Unabhängigkeitsbestrebungen gegen die Kolonialherren aus Spanien, die 1823 im Staatenbund der zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica mündeten.

Intern war Nicaragua seit jeher in zwei politische Lager gespalten: die liberale Elite aus León und die konservative Elite aus Granada. Wie in fast ganz Mittelamerika, haben sich zudem die US-Amerikaner in die innenpolitischen Konflikte eingemischt und unterstützten dabei in Nicaragua die konservative Seite. Sie stürzten 1909 das liberale Regime, besetzten das Land bis 1925 und installierten eine den USA nahestehende, konservative Regierung.

Als die liberale Seite nach dem Abzug der USA wieder erstärkte, griffen die Vereinigten Staaten von Amerika erneut ein und bildeten bis 1933 eine Nationalgarde aus, die unter der Führung der Familie Somoza stand. Aus dieser ging eine langjährige brutale Diktatur hervor, die stets unter dem Schutzschild der USA stand. Im Gegenzug sicherten die USA ihre wirtschaftlichen Interessen ab, indem sie die zahlreichen Ressourcen (Wälder, Gold, Silber, Bananen) von Nicaragua ausbeuteten.

Über Jahrzehnte litt die Bevölkerung unter den Samozas und der Ausbeutung, bis es 1979 schließlich zur Revolution unter Führung der Rebellenarmee Frente Sandinista de Liberación Nacional (kurz: FSLN) kam. Es gelang, die Diktatur zu stürzen und bei den ersten Wahlen 1984 wurde die FSLN stärkste Kraft und ihr Anführer, Daniel Ortega, wurde zum Präsidenten. In den ersten Jahren konnten einige politische Erfolge, besonders im Bildungs- und Gesundheitswesen, verzeichnet werden, doch die USA versuchten durch Wirtschaftssanktionen und Embargos Nicaragua wirtschaftlich zu schwächen, international zu isolieren und unterstützten parallel dazu die Gegenrevolution der sogenannten Contras, die gewaltsam gegen die Sandinisten (Anhänger der FSLN) kämpften. Die Wirtschaftssanktionen trafen Nicaragua hart: Der Lebensstandard war niedrig, die Inflation und Arbeitslosigkeit hoch und dementsprechend unzufrieden war die Bevölkerung mit der Politik der FSLN, die versucht hat, den Staat mit einer strikten Sparpolitik vor dem Bankrott zu retten.

1990 kam es zu freien Wahlen und ein Parteienbündnis aus 14 Parteien, das tendenziell eher konservativ geprägt war, erlangte die Mehrheit. Man versuchte eine Eskalation des Konfliktes zwischen Sandinisten und Contras zu vermeiden und kooperierte an einigen Stellen, aber die Situation beruhigte sich nur kurzzeitig, sodass das Parteienbündnis zerbrach. Bis 2006 wurden verschiedene Präsidenten gewählt, die alle in Korruptionsskandale verwickelt waren, bis schließlich 2006 die FSLN erneut als Wahlsieger hervorging. Neuer und alter Präsident wurde Daniel Ortega. Seitdem gab es einige von ihm veranlasste und hoch umstrittene Wahlrechtsreformen, die ihm erlaubten, an der Macht zu bleiben und wiedergewählt zu werden, wodurch sein Regime diktatorische Züge angenommen hat. Seine Frau, Rosario Murillo, wurde Regierungssprecherin und ist seit 2017 Vizepräsidentin des Landes, was unter normalen Umständen verfassungswidrig wäre. Zudem besetzen einige Kinder des Paares wichtige Positionen in Politik, Wirtschaft und Medien.

2018 kam es zu zahlreichen Protesten, die ursprünglich als Demonstrationen gegen die von der Regierung beschlossenen Rentenkürzungen begonnen hatten. Die Proteste wurden von Beginn an mit scharfer Munition bekämpft und durch Ortega als “Terrorismus” verurteilt. Im Zuge von weiteren Protesten über mehrere Wochen und Monate wurden viele Menschen unrechtmäßig verhaftet, sind “verschwunden” und angeblich wurden in der Zeit von April bis September 500 Menschen ermordet.

2021 wurde Ortega bei den Wahlen mit 74% der Stimmen im Amt bestätigt. Ich denke, jeder wird erkennen, dass das beste Wahlergebnis der Geschichte der FSNL bei gleichzeitigen Protesten der Zivilbevölkerung eine absolute Farce ist. Zudem ist Ortega selbst wohl schwer krank, weshalb seine Frau Murillo de facto als Regierungschefin gilt.

Das Land steht somit vor einer ungewissen Zukunft. Viele Menschen sind mittlerweile nach Costa Rica oder in die USA geflohen und sind damit die größten Devisenbringer von Nicaragua.

So viel zur bewegenden Vergangenheit und Gegenwart Nicaraguas. Machen wir hier mal einen Hardcut und kommen zu den touristisch relevanteren Aspekten: Nicaragua ist das größte Land Mittelamerikas und grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica. Es verfügt sowohl über eine sehr lange Pazifik- als auch Karibikküste, wobei die große Mehrheit der Bevölkerung im westlichen Teil des Landes lebt. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Managua, in der auch der internationale Flughafen Augusto Cesar Sandino International Airport (MAG) liegt.

Allerdings gibt es wenig direkte Flugverbindungen nach Managua, weshalb auf dem Luftweg die Einreise aus Europa meist über Mexiko City, Panama oder die USA erfolgt. Über den Landweg gibt es zahlreiche Busverbindungen in die beiden Nachbarländer – Ticabus ist auf längeren Strecken der bekannteste Busanbieter, der alle mittelamerikanischen Hauptstädte miteinander verbindet und unterwegs mehrere Stopps macht.

In Nicaragua leben rund 6,5 Millionen Menschen, von denen etwa 90 Prozent in der Pazifikregion und im Managua-Gebiet leben. Das Durchschnittsalter beträgt 25 Jahre. Die Mehrheit der Menschen sind Mestizen, also Nachfahren von Europäern und der indigenen Bevölkerung. Im Osten des Landes, an der Karibikküste, leben vor allem Menschen afrikanischer Herkunft oder indigene Völker. Spanisch ist die Amtssprache und der katholische Glaube ist weit verbreitet. Nicaragua gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas, 50 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, in der Landbevölkerung steigt dieser Anteil bis auf 70 Prozent. Wichtigstes Handelsgut für den Import ist Erdöl, exportiert werden unter anderem Baumwolle, Kaffee und Zucker. In Nicaragua herrscht überwiegend tropisches Klima mit nur geringen Temperaturschwankungen, im Prinzip ist es das ganze Jahr über heiß. Im etwas höher gelegenen Norden und Zentrum des Landes ist es etwas kühler als an den Küsten. 

Parallel zur Pazifikküste befindet sich eine Kette aktiver Vulkane, weshalb Nicaragua das Land der tausend Vulkane gennant wird. An der Pazifikküste liegen auch die Zentren und wichtigsten Siedlungsräume des Landes, während die östlichen und südlichen Landesteile dünn besiedelt sind. In Nicaragua liegen zwei große Seen: der Lago Cocibolca (Nicaraguasee) im Südwesten – der größte See Mittelamerikas – und der kleinere Managuasee im Westen. Aus dem Nicaraguasee entspringt der Fluss Rio San Juan, der die Südgrenze des Landes bildet. Der dünn besiedelte und touristisch wenig erschlossene Osten des Landes bis zur Karibikküste ist eine große Regenwaldregion. Wir haben das Land mal in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Im westlichen Pazifikteil des Landes lebt die große Mehrheit der Bevölkerung. Hier liegt auch die Hauptstadt Managua sowie die beiden für den Tourismus bedeutsamen Städte León und Granada. Neben den Stränden am Pazifik finden sich in dieser Region auch die Vulkane sowie der Nicaraguasee und die Insel Ometepe
  • Das Zentrum liegt etwas höher als der flache Westen und die bekannten Städte sind Estelí oder Matagalpa. Die Region ist wirtschaftlich relevant, da dort beispielsweise viel Kaffee angebaut wird, der in die ganze Welt exportiert wird
  • Im flächenmäßig riesigen Osten leben nur wenige Menschen und die Region ist vergleichsweise unerschlossen und bietet wenig Infrastruktur. Kulturell unterscheidet sich die Region stark vom Rest des Landes, da an der Karibikküste überwiegend Volksgruppen wie die Garifuna leben. Bluefields als Hub zu den Corn Islands ist noch von touristischer Bedeutung, falls man über Land und Wasser auf die Corn Islands reist
Die Vulkaninsel Ometepe im Nicaraguasee
Endlose Strände an der Pazifikküste

Diese Einteilung ist natürlich stark vereinfacht, gibt aber einen groben Überblick über das Land. Wie bereits erwähnt, spielt sich das Meiste im Westen des Landes an der Pazifikküste ab. Hier noch ein paar Tipps für eine Reise nach Nicaragua:

Nicaragua Highlights

Nicaragua gilt als das Land der tausend Vulkane, hat aber auch darüber hinaus unglaublich viel zu bieten. Und das Schönste daran: In Nicaragua steckt der Tourismus vielerorts noch in den Kinderschuhen. Das Land ist, anders als sein Nachbar Costa Rica, absolut kein Ziel des Massentourismus. Insbesondere im Nordwesten des Landes haben wir tagelang kaum andere Touristen gesehen. Aber egal wo wir waren, wir haben immer das Gefühl gehabt, noch in das authentische Leben der Menschen vor Ort eintauchen zu können. Für uns macht das beim Reisen einen großen Unterschied und wir haben das sehr genossen! Im Folgenden stellen wir die unserer Meinung nach größten Highlights vor:

León
León ist die zweitgrößte Stadt Nicaraguas und liegt im Westen des Landes, nur 30 Minuten vom Pazifik entfernt. Ebenso wie Granada ist León eine wunderschöne Kolonialstadt mit tollen Bauten. Das Highlight ist die weiße Kathedrale am zentralen Platz: Sie ist die größte Kathedrale Mittelamerikas und das Coolste: Man kann auf deren Dach steigen und von dort aus einen tollen Sonnenuntergang erleben. Außerdem gibt es zahlreiche Spanisch Schulen und tolle Restaurants und Cafés. Wir empfehlen, eine Free Walking Tour zu machen! Einziges Manko: Es ist super heiß, vor allem gegen Ende der Trockenzeit im März, April, Mai. Aber sieht man von der Hitze ab, ist León die perfekte Stadt. 

Volcano Boarding
Von Sandboarding werden die meisten schon mal gehört haben – von Volcano Boarding wohl eher nicht. Denn das ist einzigartig und kann in der Form nur in León gemacht werden! Anstelle einer Sanddüne fährt man mit einem Board einen aktiven Vulkan runter. Das macht jede Menge Spaß und ist auf jeden Fall ein Must-do bei einem Besuch in Nicaragua. Der Vulkan ist der Cerro Negro, der jüngste Vulkan Mittelamerikas und sehr aktiv. Die gesamte Landschaft ist super beeindruckend, weil sie von schwarzer Asche und Vulkangestein geprägt ist. Und vom Krater aus hat man freien Blick auf mehrere andere Vulkane. Touren werden für 30 Dollar an jeder Ecke in León angeboten.

Telica Vulkan
Ein weiterer aktiver Vulkan in der Nähe von León ist Telica. Weil die Touren 45 Dollar aufwärts kosten, haben wir den Hike auf eigene Faust gemacht. Wir hatten den Wanderweg bei Maps.me rausgesucht, was ein Must do ist, wenn du es ohne Guide machen willst, denn der Weg ist nicht markiert! Wir waren neun Stunden unterwegs und haben in dieser Zeit lediglich fünf andere Menschen getroffen. Am Krater waren wir ganz alleine – ein unglaubliches Gefühl! Der Hike ist an sich nicht schwer, aber wegen der Hitze und der Länge ist er dennoch anstrengend. Wichtig: Viel Wasser einpacken und rechtzeitig starten (spätestens um 9 Uhr in San Jacinto), damit du vor Einbruch der Dunkelheit zurück bist!

Las Penitas
Ein besonders schöner und ruhiger Ort an der Pazifikküste ist Las Penitas im Norden des Landes, nur 20 Kilometer von León entfernt. Las Penitas ist ein kleiner Ort, aber der Strand ist riesig! Fünf Kilometer lang zieht sich der dunkle weiche Sandstrand – das lädt zu tollen Strandspaziergängen ein. Wer surft oder es lernen will, ist hier auf jeden Fall richtig, denn es gibt viele Surfschulen und die Wellen sind auch für Anfänger geeignet. Außerdem gibt es Yoga, gute Restaurants und chillige Beachbars und in der Saison von September bis Februar kann man hier auch Babyschildkröten ins Meer lassen. Unser Highlight waren die wunderschönen Sonnenuntergänge!

Granada
Granada ist, neben León, die schönste Stadt des Landes. Es gibt wunderschöne Kolonialbauten und eine tolle Kathedrale auf dem zentralen Platz. Hier lohnt es sich besonders zum Sonnenuntergang auf den Glockenturm zu steigen. Außerdem liegt Granada am Lago Cocibolca, dem größten See Mittelamerikas, und in der Nähe vom Masaya Vulkan, einem der aktivsten Vulkane des Landes. Dorthin lohnt sich ein Ausflug ebenfalls zum Sonnenuntergang, denn sobald es dunkel wird, kann man rote Lavaströme brodeln sehen! Auch wenn die Tour nicht unsere liebste Vulkanerfahrung war, weil man bis an den Kraterrand gefahren wird, ist der Anblick auf jeden Fall spektakulär!

Ometepe
Ometepe ist die größte Vulkaninsel der Welt im Lago Cocibolca, dem größten See Mittelamerikas – und das ist genauso spektakulär, wie es sich anhört! Auf Ometepe gibt es zwei Vulkane: den inaktiven Maderas und den aktiven Concepcion, der mit seinen 1610 Metern der zweithöchste Vulkan Nicaraguas ist. Beide kann man besteigen und das gehört definitiv zu den Highlights der Insel! Aber eigentlich ist Ometepe an sich ein komplettes Highlight, angefangen von der Fährfahrt, über den tollen Panoramablick, bis zum lässigen Vibe. Besonders viel Spaß macht es, die Insel mit dem Roller zu erkunden! Zudem gibt es einen Wasserfall, Naturpools und fantastische Sonnenuntergänge!

Matagalpa & Somoto
Wer Lust hat, etwas abseits der bekannten Pfade unterwegs zu sein, dem legen wir Matagalpa und Somoto ans Herz. Beide Orte liegen im Nordwesten des Landes in den etwas höher gelegenen Bergen, was für eine deutliche Abkühlung in der Nacht gegenüber den Orten im Westen sorgt! Matagalpa ist ein wichtiger Standort für die Kaffeeindustrie und in der Nähe gibt es ein paar schöne Wasserfälle. Somoto, das weiter im Westen an der Grenze zu Honduras liegt, ist vor allem durch Canyoning Touren bekannt. Während wir die Wasserfälle eher in der Regenzeit (Mai-November) empfehlen würden, lohnt sich die Canyoning Tour auch in den trockenen Monaten. 

Popoyo
Popoyo beziehungsweise der Guasacate Beach ist ein weiterer toller Ort an der Pazifikküste. Dieses wunderschöne Fleckchen Erde liegt so remote, dass dort nicht mal ein Bus hinfährt; per Anhalter fahren gehört hier zum Alltag. Einen Ortskern gibt es nicht, nur eine Straße mit einigen Hostels und Restaurants, zwei Minimärkten und vor allem: Surf Schulen! Denn der Ort ist super beliebt bei Surfern, zieht ansonsten aber noch wenig Touristen an. Wer Lust auf einen wunderschönen weitläufigen und vor allem leeren Strandabschnitt hat, der kommt hier voll auf seine Kosten. Und die Sonnenuntergänge, die wir in Popoyo erleben durften, zählen zu den schönsten, die wir jemals gesehen haben!

Honorable Mentions
Wir haben in unseren sechs Wochen vor Ort schon recht viel vom Land gesehen und auch einige Ecken mitgenommen, die nicht unbedingt auf der typischen Backpackerroute liegen. Dennoch gibt es neben den Highlights, die wir eben aufgeführt haben, noch ein paar weitere schöne Orte und Sehenswürdigkeiten in Guatemala, die wir nicht unerwähnt lassen wollen.

San Juan del Sur ist der bekannteste Ort an der Pazifikküste in Nicaragua und steht bei vielen Backpackern auf der Bucketlist. Deswegen ist dort auch ein bisschen mehr los: Bekannt ist San Juan del Sur für den „Sunday Funday“, was im Prinzip bedeutet, dass jeden Sonntag eine große Party mit hunderten von Touristen stattfindet. Wer Party machen will, ist hier also auf jeden Fall richtig. Ansonsten ist der Ort auch bei Surfern sehr beliebt.

Nicaragua hat nicht nur eine wunderschöne Pazifikküste, sondern auch eine Karibikküste im Osten des Landes. Dort sind vor allem die Corn Inseln bekannt: Die zwei kleinen Karibikinseln befinden sich 70 Kilometer vom Festland entfernt und sind ein typisches Tropenparadies. Einziges Manko: Über Land und mit der Fähre dauert es ziemlich lang, dort hinzukommen. Es gibt aber auch Flüge von der Hauptstadt Managua auf die Corn Islands.

Nicaragua Route

Die Route hängt in erster Linie natürlich davon ab, wieviel Zeit du hast. Wir waren vier Wochen vor Ort, aber weiter unten haben wir auch noch eine Empfehlung wie man beispielsweise einen zweiwöchigen Aufenthalt von Managua aus gestalten kann. Das lohnt sich nämlich auch! Start und Ende sind flexibel, je nachdem wo du herkommst: Vom internationalen Flughafen in Managua, vom Norden aus Honduras oder vom Süden aus Costa Rica. Wir sind aus Honduras gekommen, aber im Prinzip lässt sich die Route auch genau umgekehrt machen, falls du aus Costa Rica kommst.

Reist du mit dem Flugzeug an, wirst du in Managua ankommen. Dann kannst du dich entscheiden, ob du zuerst in den Süden oder in den Norden reisen willst. Kommst du aus Honduras, beginnst du am besten in Somoto oder León, kommst du aus Costa Rica, bietet es sich an, an der südlichen Pazifikküste oder auf Ometepe zu starten. Unsere Reise hat in León gestartet, kann aber auch umgedreht werden. Alle folgenden Zeitangaben sind Schätzungen; zur Orientierung haben wir unsere groben Fahrzeiten angegeben, aber das ist natürlich von der Wartezeit zwischendrin abhängig.

  • León – Las Penitas (Chickenbus – 1 Stunde)
    Von León aus werden Shuttles nach Las Penitas angeboten, aber das ist eigentlich unnötig, denn die Orte sind nur 20 Kilometer voneinander entfernt. Wir haben lieber die günstige Variante genommen und sind mit dem Chickenbus (Abfahrt in León: Terminal Bus El Mercandito), der eine knappe Stunde gebraucht hat, an die Küste gefahren. Gehalten hat er direkt vor unserem Hostel und bezahlt haben wir 45 Cent pro Person.
  • Las Penitas – Matagalpa (Chickenbus, Taxi, Chickenbus – 6 Stunden)
    Von Las Penitas haben wir einen Chickenbus zurück nach León genommen. Dort mussten wir vom Busterminal El Marcandito zum großen Terminal Mercado La Estacion, was wir mit einem Taxi gemacht haben. Weiter ging es mit dem nächsten Chickenbus Richtung Esteli – ausgestiegen sind wir aber vorher, an einer großen Kreuzung an der Panamericana. Dort hielt dann der Bus nach Matagalpa. Insgesamt haben wir knapp 5 Euro gezahlt.
  • Matagalpa – Somoto (Chickenbusse – 4 Stunden)
    Wir sind von Matagalpa aus, natürlich wieder mit dem Chickenbus, nach Esteli gefahren und von dort aus weiter mit dem Bus nach Somoto. Das hat uns 2 Euro pro Person gekostet.
  • Somoto – Granada (Chickenbusse, Taxi, Minibus – 8 Stunden)
    Die längste Strecke, die wir zurückgelegt haben, war die von Somoto nach Granada. Dafür sind wir als erstes mit dem Bus zurück nach Esteli gefahren. Weiter ging es mit dem nächsten Chickenbus in die Hauptstadt, nach Managua. Weil wir dort das Busterminal wechseln mussten, haben wir ein Taxi genommen, das uns ein mal quer durch die Großstadt gefahren hat. Die letzte Etappe sind wir dann mit einem Minibus (angeblich etwas schneller als der Chickenbus) nach Granada gefahren. 6 Euro hat uns das Ganze gesamt pro Person gekostet.
  • Granada – Ometepe (Taxi, Chickenbusse, Taxi, Fähre, Taxi – 4 Stunden)
    Innerhalb Granadas haben wir wieder ein Taxi zum Busterminal genommen. Dann wollten wir eigentlich mit dem Bus direkt nach Rivas, was als Verkehrshub in Nicaragua gilt. Weil Ostern war, fuhr an dem Tag kein direkter Bus, sodass wir unterwegs nochmal umsteigen mussten. Angekommen in Rivas haben wir wieder ein Taxi genommen, das uns nach San Jorge gefahren hat: der Ausgangsort für die Fährfahrt nach Ometepe. Die Fähre fährt eine knappe Stunde und macht richtig Spaß! Angekommen in Moyogalpa auf Ometepe haben wir noch ein Taxi in unsere Unterkunft genommen. Für alles zusammen haben wir pro Person 7,40 Euro gezahlt.
  • Ometepe – Popoyo (Chickenbus, Fähre, Taxi, Chickenbus, Pick-up – 7 Stunden)
    Mit dem Chickenbus sind wir von Santa Cruz auf Ometepe zum Hafen nach Moyogalpa zurückgefahren, um von dort die Fähre nach San Jorge auf dem Festland zu nehmen. Dann ging es wieder mit dem Taxi nach Rivas und von dort aus mit dem Chickenbus in Richtung Popoyo. Unmittelbar dort hält allerdings kein Bus, sodass wir etwas früher an der Straße ausgestiegen sind und das letzte Stück zu unserer Unterkunft per Anhalter auf einem Pick-up gefahren sind. 3,70 Euro pro Person hat uns das zusammen gekostet.
Busterminals liegen oft an großen Märkten
Normalerweise sind die Chickenbusse voller
Bestes Verkehrsmittel auf Ometepe: Roller

Während wir in Guatemala noch meistens auf Shuttle zurückgegriffen haben, haben wir in Nicaragua alle Fahrten mit den Chickenbussen, die den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bilden, zurückgelegt. Das war super günstig, hat gut geklappt und ist vor allem auch immer ein Abenteuer. Die Busse sind oft sehr wuselig und voll, Verkäufer versuchen ihre Waren wie Obst, Gemüse, Snacks, Getränke aber auch abgefahrenere Dinge wie Medikamente oder Blockflöten loszuwerden und man ist einfach mitten drin im Local Life. Wir mögen das richtig gerne! Nur auf Ometepe war es mit den Bussen nicht ganz so einfach, weil sie nur selten fahren. Der Roller, den wir dort zwei Tage lang hatten, hat aber auch richtig Spaß gemacht!

Reichen auch zwei Wochen?

Trotz der vergleichsweise langen Anreise aus Europa ist Nicaragua ein lohnenswertes Ziel für einen zweiwöchigen Urlaub, da die größten Highlights alle im Westen des Landes liegen! Wir waren aufgrund des Sprachkurses insgesamt eine komplette Woche in León und haben ebenfalls den Nordwesten in Matagalapa und Somoto erkundet. Ohne diese Region und mit einem kürzeren Aufenthalt in León kann man alle sonst genannten Highlights auch innerhalb von zwei Wochen sehen. Sollte es zeitlich dennoch zu knapp werden, könnte man Popoyo weglassen und trotzdem alle schönen Seiten von Nicaragua mitnehmen: Die historischen Kolonialstädte León und Granada, Wanderungen auf die umliegenden Vulkane dieser beiden Städte, das Volcanoboarding, Ometepe Island und die Pazifikküste in Las Penitas. Aber mehr Zeit ist natürlich immer etwas entspannter!

Corn Islands – Ja oder nein?
Wenn du die Zeit und Geduld für die Anreise hast: Ja! Oder das nötige Kleingeld, um von Managua aus hin- und zurück zu fliegen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Hätten wir noch eine Woche mehr in Nicaragua gehabt, wären die Corns auf jeden Fall unser nächster Stop gewesen! 

Unterkünfte

Unterkunft auf Ometepe
First Row Beachhouse in Popoyo
Pool in Granada

Die besten News vorab: Die Unterkünfte in Nicaragua sind sehr erschwinglich. Wir haben öfters mal nur 15€ pro Nacht für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gezahlt. Backpacker mit nicht all zu hohen Ansprüchen finden in Nicaragua eine große Auswahl an günstigen Hostels. Dorms sind ebenfalls recht billig, das hängt aber vom Ort ab. Popoyo ist beispielsweise etwas teurer als der Rest des Landes, weil es sehr abgelegen liegt. Dort haben wir 30€ pro Nacht gezahlt, hatten dafür aber auch ein Zimmer in der ersten Reihe direkt am Strand mit Meerblick. Allerdings sind die Aufpreise für Zimmer mit Klimaanlage recht hoch – diesen Luxus haben wir uns nur drei Nächte in Granada gegönnt, weil es dort zum Ende der Trockenzeit schon sehr heiß ist. In der Tabelle findest du eine Übersicht all unserer Hostels, AirBnbs und Homestays – empfehlen können wir besonders die Unterkünfte in Matagalpa, Popoyo, Granada und beide in Ometepe.

StadtHostel€ pro Nacht
LeónHostal Ruinas de San Sebastian21 €
Las PenitasCaracolito26 €
MatagalpaHomestay Matagalpa13 €
EstelíHostal Familiar Ulua20 €
SomotoHostal Tío Trino19 €
GranadaApartamento Taste Lemon & Tea38 €
Moyogalpa (Ometepe)El Peregrino15 €
Santa Cruz (Ometepe)Hotel Comedor Los Cocos18 €
PopoyoSurfhouse Oceanview31 €
RivasHotel Julieta23 €

Backpacking Kosten

Nicaragua ist ein sehr günstiges Reiseland und mit Sicherheit das günstigste in ganz Mittelamerika! Gezahlt wird mit dem Cordobara Oro (NIO), aber Dollar werden eigentlich überall akzeptiert. Bei den ATM’s kann man bei Abhebungen auch immer zwischen Cordoba und Dollar wählen. Allerdings gibt es auch in Nicaragua lokale Preisunterschiede. Wir empfanden Popoyo als etwas teurer als den Rest, was aber auch daran liegt, dass der Ort relativ abgelegen ist. In Summe ist aber ganz Nicaragua sehr budget-friendly, aber man spürt hier und da kleine Unterschiede.

In 4 Wochen beziehungsweise 29 Tagen haben wir 1.155€ pro Person und damit 36,80€ am Tag ausgegeben. Darin enthalten ist auch eine Woche Spanischkurs in León. In dieser Zeit haben wir in einer Gastfamilie gelebt und dort täglich drei Mahlzeiten bekommen. Die Kosten für den PCR Test, der aktuell für die Einreise immer noch notwendig ist, sind nicht im Budget einkalkuliert! Damit sind wir zwar in unserem Monatsbudget von 1.200€, aber man kann Nicaragua noch deutlich günstiger bereisen als wir (aber auch teurer)! Im Detail sieht das wie folgt aus:

  • Übernachtungen: 12 € / Nacht pro Person
    Die erste Woche haben wir in einer Gastfamilie in León gelebt, danach hatten wir immer Doppelzimmer in eher günstigen Hostels, Homestays oder AirBnbs – meistens mit eigenem Bad. Beachte: Zimmer mit Klimaanlage sind deutlich teurer und diesen Luxus hatten wir nur in Granada!
  • Essen und Trinken: 13,80€ / Tag pro Person
    In unserer ersten Woche haben wir drei Mahlzeiten pro Tag in unserer Gastfamilie bekommen, danach sind wir häufig essen gegangen – ehrlich gesagt meistens westlich (Nudeln, Pizza, …) und selten nicaraguanische Küche, weil diese sehr fleischlastig ist und wir haben zu jeder Mahlzeit Getränke bestellt. Gekocht haben wir ab und zu. Hier ist auf jede Fall Sparpotenzial vorhanden!
  • Transport: 1,50€ / Tag pro Person
    Der Transport in Nicaragua war super günstig, weil wir uns immer mit den lokalen Chickenbussen fortbewegt haben. Eine Fahrt kostet in der Regel rund 1 Euro. Dazu kommen kürzere Taxifahrten und die sehr günstige Fähre nach und von Ometepe.
  • Aktivitäten: 123€ / Person
    Zu den Aktivitäten zählen das Volcano Boarding, die Canyoning Tour, der Transfer zum Masaya Vulkan, der Guide für den Conception Hike und der Roller auf Ometepe. Bis auf den Roller war das alles relativ günstig – außer die Wanderung auf den Telica Vulkan (40 Euro), die wir deswegen auf eigene Faust gemacht haben.
  • Verschiedenes: 93€ / Person
    Unter der Kategorie Verschiedenes läuft in diesem Fall vor allem unser einwöchiger Spanisch Sprachkurs in León (85€ pro Person).
  • Internet: 16€ / Person
    Wir haben uns SIM Karten von Claro gekauft und die mehrmals verlängert. Für zwei Wochen mit 4.5 GB und unlimited social flat (Whatsapp, Instagram, etc.) haben wir 5 Euro bezahlt. Ein mal hat die Aufladung nicht richtig geklappt, weshalb es ingesamt etwas mehr ist.
  • Gebühren: 12,50€ / Person
    Ein nerviger, aber nicht zu vermeidender Kostenpunkt sind die Abhebungsgebühren. Bei jeder Abhebung wird eine Gebühr fällig und wir haben immer 10.000 Cordoba abgehoben (260€), wofür wir zwischen 3 und 4 Euro zahlen mussten.
  • Wäsche: 11€ / Person
    Wir sind nur mit Handgepäck unterwegs und haben Klamotten für etwas mehr als eine Woche dabei. Das heißt wir waschen recht häufig, was in Nicaragua aber ziemlich günstig ist.
  • Shopping: 5€ / Person
    Wir haben uns beide als Erinnerung an das Volcanoboarding und weil wir generell Vulkane sehr gerne mögen, ein Shirt gekauft mit der Aufschrift „Today is gonna be a Volcano Day“.
  • Covid Test: 85€ / Person
    Stand April 2022 braucht man für die Einreise nach Nicaragua, unabhängig vom Impfstatus, einen negativen PCR-Test. Wir haben den vor Anreise in San Salvador gemacht und dafür 85 Euro gezahlt.
  • Ein- und Ausreise: 17,50€ / Person
    Man benötigt zwar kein Visum für die Einreise, aber sowohl bei Ankunft als auch bei der Ausreise wird eine Gebühr in USD fällig.

Man kann Nicaragua auf jeden Fall auch günstiger bereisen! Das größte Sparpotenzial sehen wir bei der Kategorie Essen und Trinken. Wer mehr lokal essen geht, vielleicht auf das ein oder andere Getränk verzichtet oder viel selbst kocht, kommt hier deutlich günstiger weg. Mit 30€ am Tag kann man da wahrscheinlich auch hinkommen. Wir sind mit 36€ am Tag unter unserem vorgesehenen Weltreisebudget pro Monat geblieben. Luft nach oben ist natürlich immer, wer mehr Touren bucht und weniger auf eigene Faust macht oder wer bei den Unterkünften mehr Wert auf Komfort – oder eine Klimaanlage legt – gibt schnell mehr Geld aus. Unterm Strich sind wir vergleichsweise einfach und bescheiden unterwegs. Der Reisestandard und die Kosten sind immer subjektiv, aber wir sind der Meinung, man bekommt für sein Geld wirklich viel geboten in Nicaragua.

Nicaragua Sicherheit

Mittelamerika hat im Allgemeinen nicht den besten Ruf, was Sicherheit angeht. In Nicaragua ist diese Sorge aber großteils unbegründet: Die „üblichen“ Delikte wie Diebstähle oder Überfälle kommen hier seltener vor. Bezogen auf diese Aspekte ist Nicaragua sicherer als die meisten anderen Länder in Mittelamerika. Die Probleme im Land sind eher politischer Natur. Wir wollen das an dieser Stelle nicht vertiefen, aber du wirst sicherlich von den Unruhen 2018 gehört haben.

Die Farben, Flaggen und generell die Propaganda der regierenden Partei ist im ganzen Land sehr sichtbar. Weil uns die Situation interessiert, haben wir mit einigen Leuten darüber gesprochen, aber wenn man da nicht aktiv nachfragt, bekommt man als Tourist davon wenig mit. Unsicher haben wir uns jedenfalls nie gefühlt, ganz im Gegenteil: Die Menschen sind uns immer sehr freundlich und hilfsbereit gegenüber getreten und wir haben ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

Backpacking Nicaragua - Fazit

Wunderschöne Kolonialstädte, aktive Vulkane, traumhafte Strände am Pazifik und in der Karibik und die größte Vulkaninsel der Welt- die Abwechslung, die Nicaragua zu bieten hat, ist wirklich beeindruckend. Und das Tollste ist, dass nirgendwo viele Touristen unterwegs sind und alles recht nah beieinander liegt. Deswegen musst du auch gar kein Backpacker sein, der durch Mittelamerika reist – auch als zweiwöchiger Urlaub bietet sich Nicaragua an! Bei uns in Deutschland ist das Land oft nur aufgrund seiner politischen Probleme präsent – wir hoffen, dass wir dir in diesem Länderguide eine andere Seite aufzeigen konnten und du Nicaragua bei der Planung deiner nächsten Reise in Betracht ziehst!

Mehr Infos zu Nicaragua

Ometepe - Noch nie gehört?

24.04.2022

Ometepe, eine traumhaft schöne Insel inmitten des Nicaraguasees, hat unser Herz im Sturm erobert. Das Panorama aus zwei Vulkanen, Strand und Palmen ist weltweit einzigartig und es gibt nichts schöneres als die Insel mit dem Roller zu erkunden. Achja: Und die Sunsets sind atemberaubend!

Lesezeit: 5 Minuten

Wasserfälle & Canyoning

16.04.2022

Nicaragua ist ohnehin ein Land, in dem wenige Touristen unterwegs sind. Doch in unserer Woche im Nordwesten des Landes haben wir vielleicht drei andere Gringos getroffen. Wer gerne abseits der Massen reist, wird in Matagalpa und Somoto sein Paradies finden und viel Local Life sehen.

Lesezeit: 4 Minuten

León - Highlights & To Do's

11.4.2022

Nicaragua und ganz besonders León vereinen viel von dem, was Mittelamerika auszeichnet. Aber wieso? Neben der Stadt selbst gibt es das einzigartige Volcano Boarding auf dem Cerro Negro, eine Wanderung zum aktiven Telica Vulkan oder Ausflüge an die Pazifikküste.

Lesezeit: 6 Minuten