Peru

Länderguide: Highlights, Route, Kosten

Highlight Reel in Südamerika

Peru gehört zu den lohnenswertesten Zielen für Backpacker überhaupt: Es vereint viel von dem, was Südamerika auszeichnet, ist verglichen mit anderen Ländern wie Chile oder Argentinien relativ günstig zu bereisen und bietet neben moderner touristischer Infrastruktur unfassbar viele Highlights. Über allem trohnt natürlich Machu Picchu, eins der sieben Weltwunder – aber auch darüber hinaus hat Peru so unfassbar viel zu bieten: traumhaft schöne Kolonialstädte wie Arequipa, eine endlos lange Pazifikküste mit spektakulären Landschaften, bilderbuchartige Sandwüsten, den zweittiefsten Canyon der Welt, den weltweit höchsten schiffbaren See, Touren in den Amazonas und Trekking in den Anden. Aber der Reihe nach!

Short Facts

Einwohner: 33 Mio.

Knapp ein Viertel der insgesamt 33 Millionen Einwohner sind indigener Abstammung (überwiegend in den Anden).

Fläche: 1.280.000 km²

Peru ist fast vier mal so groß wie Deutschland und gehört zu den 20 flächenmäßig größten Ländern der Welt.

Währung: Peruanischer Sol

Der peruanische Sol (PEN) hat im Jahr 2022 etwa folgenden Umrechnungskurs: 1 EUR = 4 PEN. Das Preisniveau ist eher gering.

Einreise: 90 Tage frei

Deutsche können mit einem Reisepass bis zu 90 Tage lang visafrei einreisen. Ein Rückflug- bzw. Weiterreiseticket ist oft notwendig.

Reisezeit: April bis September

Grundsätzlich gilt die Winterzeit als beste Reisezeit, da es kaum regnet und die Sonne häufig scheint. Trotzdem ist es kalt in den Anden!

Strom: Typ A & C



Für deine Reise brauchst du keinen Adapter, denn Peru verwendet die deutschen und amerikanischen Stecker.

Videoländerguide

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal.

Allgemeines

Peru ist das flächenmäßig drittgrößte Land in Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und im Südosten an Bolivien. Der Westen des Landes zieht sich an der Pazifikküste entlang, bis es ganz im Süden an Chile grenzt. Neben Guatemala und Bolivien ist Peru eines von drei Ländern in Lateinamerika mit einem großen Anteil indigener Bevölkerungsgruppen. Schätzungsweise machen die Indigenen etwa 1/4 der gesamten Bevölkerung aus und leben dabei überwiegend in den Andenregionen des Landes. Nennenswert sind zudem die in Südamerika größte chinesischstämmige Bevölkerung in Peru sowie die sehr isolierten Völker in den Amazonasgebieten. So gesehen ist Peru ethnologisch ein sehr diverser Staat. Trotzdem sprechen etwa 83 Prozent der 33 Millionen Peruaner Spanisch als Muttersprache. Wichtigste regionale Sprache ist Quechua, die von 14 Prozent gesprochen wird sowie Aymara in der Umgebung von Puno an der Grenze zu Bolivien.

Die Hauptstadt Lima mit ihren 8,5 Millionen Einwohnern (11 Millionen im Ballungszentrum) ist mit Abstand der wichtigste Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt des Landes. Der internationale Flughafen Jorge Chávez (LIM) liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich der Innenstadt und fast alle internationalen Flüge starten bzw. landen dort. Daneben gibt es im Nordwesten Grenzübergänge nach Ecuador, im Osten nach Bolivien, im Süden nach Chile und es gibt eine Verbindungsstraße durch den Regenwald nach Brasilien. Geographisch lässt sich Peru in drei Regionen aufteilen.

  • Die Costaregion der Pazifikküste im Westen des Landes macht etwa 10 Prozent der gesamten Fläche aus und ist geprägt von Wüsten, Nieselregen und Küstennebel, den man typischerweise in der Hauptstadt Lima sehr häufig zu sehen bekommt.
  • Die Sierra ist im großen und ganzen die Andenregion von Peru, die etwa 30 Prozent der Fläche ausmacht. Diese zieht sich von flachen und vegetationsreichen Ebenen bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln und ist Standort vieler Städte wie Huaraz, Cusco, Puno oder Arequipa.
  • Im Nordosten des Landes befindet sich die Selva mit den dicht bewachsenen Regenwaldgebieten. Auch wenn die Fläche etwa 60 Prozent von Peru ausmacht, ist das Gebiet kaum besiedelt und extrem unzugänglich. Die größte Stadt in der Region ist Iquitos.
Wüstenlandschaft an der Westküste
Vulkane in den hochgelegenen Anden

Nützliche Tipps für deine Rundreise

Peru - Highlights

Peru ist ein Traum fürs Backpacking und hat dabei so unfassbar viele Highlights zu bieten, wie kaum ein anderes Land. Egal ob Inkaruinen, Trekking in den Anden, koloniale Städte, Surfen an der Westküste oder mehrtägige Touren in den Amazonas: Es bleiben keine Wünsche offen!

1. Lima
Lima dürfte für viele der Start- und/oder Endpunkt einer Perurundreise sein. Die 11 Millionen Einwohner Metropole gehört zu den größten Städten in Südamerika und hat durchaus ihren Charme. Das historische Zentrum mit zentralem Platz (in Südamerika immer Plaza de Armas genannt) und den umliegenden kolonialen Bauten wie der Kathedrale von Lima ist typisch für Städte in dieser Region. Viel einzigartiger ist da allerdings der moderne Stadtteil Miraflores mit dem Parque del Amor und seiner sehenswerten Klippenlandschaft entlang des Pazifik! Lima gehört mit Sicherheit nicht zu den größten Highlights in Peru, aber ein bis zwei Tage nach Ankunft kann man hier bestimmt verbringen!

2. Paracas
Der kleine Ort Paracas an der Westküste, etwa vier Busstunden südlich von Lima, gehört auf jede To-Do-Liste einer Perurundreise. Nicht wegen des Ortes selbst, sondern aufgrund des Paracas National Reserves und den Islas Ballestas. Zweite gelten auch als die Galapagos Inseln für Arme und können im Rahmen einer dreistündigen Bootstour umrundet werden. Dabei sieht man neben unzähligen Vögeln auch Robben und Pinguine! Aber das eigentliche Highlight ist das Paracas National Reserve mit seiner Wüste und steilen Klippen entlang der Pazifikküste! Am besten einen Roller in Paracas mieten und dann den Nationalpark auf eigene Faust erkunden. Klippen, Strände, Flamingos – alles dabei!

3. Huacachina
Die Wüstenoase Huacachina liegt in der Nähe der Großstadt Ica, die man innerhalb von 1,5 Stunden von Paracas aus erreicht. Dort bietet sich einem ein Panorama, wie man es sonst nur aus dem Film kennt: Eine Oase mit Wasser und Palmen inmitten von bis zu hundert Meter hohen Sanddünen. Der Ort selbst ist ruhig, aber nachmittags versammeln sich alle Touristen zu einer Aktivität: Einer Buggytour durch die Sanddünen! Zum Glück sind die Dünen so endlos riesig, dass jedes dieser Gefährte ziemlich ungestört die Dünen hoch und runterstürzen kann! Ein riesiger Spaß, der durch Sandboarding und einen traumhaft schönen Sonnenuntergang noch versüßt wird!

4. Arequipa & Colca Canyon
Arequipa gilt als die schönste Stadt des Landes und das können wir nach unserem Besuch guten Gewissens bestätigen! An dem Panorama aus der kolonialen Architektur und den umliegenden drei Vulkanen kann man sich einfach nicht sattsehen. Dazu hat die Stadt trotz ihrer 1 Millionen Einwohner einen sehr entspannten Charakter und es gibt einige coole Aktivitäten in der Nähe: Wir empfehlen eine Tagestour zu der Salzwüste Las Salinas und einen mehrtägigen Abstecher in den Colca Canyon, den zweittiefsten Canyon der Welt! Dort sieht man nicht nur den Andenkondor, einen der größten Vögel der Welt, sondern kann auch mehrtägige Trekkingentouren in den Canyon machen!

5. Puno & Titicacasee
Der Titicacasee auf etwa 3600 Metern gilt als der höchste schiffbare See der Welt und liegt zwischen Peru und Bolivien. Ausgangsort auf peruanischer Seite ist die Großstadt Puno, die jetzt nicht unbedingt zu den schönsten Städten des Landes gehört. Aber das ist auch nicht der Grund für einen Besuch! Viel mehr ist der See bekannt für Bootstouren zu den sogenannten Floating Islands, bei denen du tief in das traditionelle und ursprüngliche Leben der Einheimischen eintauchen kannst. Wem das nicht genug ist, der kann auch einen Abstecher auf die bolivianische Seite nach Copacabana machen und die Isla del Sol besuchen, die als heilig und vor allem als Wiege der Inkakultur gilt.

6. Cusco & Sacred Valley
Cusco, die Hauptstadt der Inka inmitten der Anden von Peru, hat einen einzigartigen Charme. Ihre Bedeutung für die Inkakultur ist riesig und es gibt unzählige historische Bauwerke und Anlagen in der unmittelbaren Umgebung. Aber Akklimatisieren nicht vergessen: Denn die Stadt liegt auf 3400 Metern und wer direkt von Lima nach Cusco fliegt, sollte ein paar Tage einplanen, um sich an die dünne Luft zu gewöhnen. Danach kann die Erkundungstour in und um Cusco beginnen! Der Plaza de Armas und San Blas inmitten der Stadt, das umliegende Sacred Valley mit zahlreichen Inkaruinen, Rainbow Mountain und Humantay Lake sind nur einige der vielen Dinge, die man in Cusco machen kann!

Machu Picchu
Gehört geographisch mit zu Cusco, da die Stadt für gewöhnlich als Ausgangsort dient. Aber Machu Picchu verdient natürlich seinen eigenen Abschnitt, denn als eines der sieben Weltwunder zählt es mit Sicherheit zu den größten Highlights des gesamten Kontinents. Schon der Name lässt jeden Reisenden aufhorchen und es gibt wohl keinen Backpacker, bei dem Machu Picchu nicht auf der Bucketlist steht. Egal ob über den Inka Trail, den Salkantay Trek, bequem mit dem Zug oder low budget mit Bus – jeder will einen Blick auf die sagenumwobenen Ruinen werfen. Und trotz dieser riesigen Erwartungshaltung, die automatisch mit diesem Namen verknüpft wird, kann Machu Picchu nicht enttäuschen!

Was gibts noch zu sehen?
Es gibt natürlich noch weitere Orte abseits des üblichen Gringo Trails, die ebenfalls einen Abstecher wert sind. Eigentlich standen Huaraz und Choquequirao bei uns ganz oben auf der To-Do Liste für Peru. Allerdings konnten wir beides aufgrund einer zuvor erlitten Corona-Erkrankung, die uns über zwei Wochen lang in Uyuni (Bolivien) festgesetzt hat, nicht realisieren, da uns die Zeit davon lief.

Die Inkaruinen von Choquequirao gelten als der kleine Bruder von Machu Picchu und sind kaum jemandem ein Begriff. Sie sind nur über eine dreitägige Trekkingtour von Cusco aus zu erreichen und mögen lange nicht so spektakulär anmuten wie Machu Picchu selbst, sind dafür aber ein absoluter Geheimtipp und ein Mysterium, denn ein Großteil wurde noch nicht mal freigelegt!

Huaraz, etwa acht Busstunden nördlich von Lima, gilt als das Mekka für Trekkingtouren in die Anden. Von mehrtägigen alpinen Trails auf die schneebedeckten Gipfel der 6000er, bis hin zu moderaten Tagestouren zu den umliegenden Bergseen wie der Laguna 69, Laguna Paron oder Laguna Palcacocha ist hier für jeden was dabei!

Um kaum etwas gab es in den vergangenen Jahren einen so großen Hype wie „den Rainbow Mountain“ in der Nähe von Cusco. Damit ist meistens der Vinicunca gemeint, bei dem sich endlos viele Touristen mit einem Lama und der dahinter liegenden Kulisse ablichten lassen. Cool für Instagram, aber in der Realität völlig überlaufen und alles andere als authentisch. Zum Glück sind diese Regenbogenfarben in den Anden nicht einmalig, wodurch es zahlreiche Rainbow Mountains gibt. Unserer Meinung nach die vielleicht weniger perfekte, aber dafür authentische Alternative: der Palccoyo!

Iquitos liegt schwer zugänglich inmitten des Amazonas und kann nur per Flugzeug oder Boot erreicht werden. Die Stadt dient als Ausgangsort für mehrtägige Touren tief in den Amazonasdschungel, bei denen man eine riesige Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren beobachten kann. Daneben ist Iquitos auch für Ayahuasca Zeremonien bekannt – eine traditionelle und stark bewusstseinsverändernde Droge.

Peru - Route

Für Peru gibt es, wie für viele Länder in Mittel- und Südamerika, einen typischen Gringo Trail, dem auch wir gefolgt sind. Für diese Route sollte man etwa drei Wochen einplanen, denn die Distanzen haben es teilweise ganz schön in sich! Allerdings sind Nachtbusse eine bequeme und günstige Option, um Zeit zu sparen, aber dazu später mehr. Ohne Puno, den Titicacasee und nur einer Tagestour zum Colca Canyon wäre diese Route auch in zwei Wochen möglich, aber es wäre schon sehr stressig. Wir empfehlen daher mindestens drei Wochen oder vielleicht auch mehr, um ebenfalls einen Stop abseits des Gringo Trails in Huaraz oder Iquitos einlegen zu können.

Im Normalfall wird deine Reise in Lima starten, da dort die meisten internationalen Flüge landen. Im Prinzip kannst du die komplette Route auch umdrehen und direkt nach Cusco fliegen, aber bekanntlich sollte man sich das größte Highlight ja bis zum Schluss aufheben! Daher empfehlen wir die hier vorgeschlagene Reihenfolge.

  • Lima – Paracas (Bus – 4 Stunden)
    Wir haben für diese Strecke Cruz del Sur genutzt und 13€ gezahlt.
  • Paracas – Huacachina (Bus & Taxi – 2 Stunden)
    Von Paracas nach Ica haben wir erneut den Bus von Cruz del Sur genommen (4,50€) und sind dann vom Busterminal in Ica noch zehn Minuten mit dem Taxi nach Huacachina gefahren (4€).
  • Huacachina – Arequipa (Nachtbus – 14 Stunden)
    Aufgrund der langen Fahrt nach Arequipa lohnt sich hier definitiv ein Nachtbus! Wir haben mit Cruz del Sur (Semicama, 140° Sitze) 21 € gezahlt.
  • Arequipa – Cabanaconde (Bus – 8 Stunden)
    Wir sind um 13:30 Uhr mit dem lokalen Bus von Andalucia gefahren und haben dafür 6,50 € gezahlt.
  • Cabanaconde – Puno (Shuttle & Bus – 10 Stunden)
    Wir haben erst ein Shuttle von Cabanaconde nach Chivay genommen (2,50€ / 1,5 Stunden) und haben dort einen Bus nach Puno gebucht, der mittags abfährt und 23 € gekostet hat.
  • Puno – Cusco (Bus – 8 Stunden)
    Wir sind mit einem Bus von Transzela um 8:45 Uhr gefahren und haben dafür 10 € gezahlt. Hier kannst du ebenfalls einen Nachtbus (beispielsweise von Cruz del Sur) nehmen, wenn du Zeit und Geld für die Unterkunft sparen möchtest.
  • Cusco – Lima (Flug – 1,5 Stunden)
    Für den Rückweg von Cusco nach Lima empfiehlt sich tatsächlich ein Inlandsflug (Sky Airline Peru, Viva Air oder Latam). Der Nachtbus dauert nämlich über 20 Stunden und ist nicht mal viel günstiger als ein Flug, der um die 1,5 Stunden dauert und etwa 120 € mit Aufgabegepäck kostet.
Cruz del Sur Terminal in Lima
Bequem genug zum Schlafen
Lokaler Bus in Arequipa

Wie du siehst, sind Busse das wichtigste Fortbewegungsmittel in Peru und die besten News vorab: Die Langstreckenbusse von Cruz del Sur sind sicher, erschwinglich und haben einen hohen Standard mit komfortablen Sitzen, Vorhängen und einer Toilette an Bord. Es gibt natürlich auch andere Busunternehmen, aber dadurch, dass Cruz del Sur den besten Onlineauftritt hat, haben wir unsere Tickets fast immer dort gebucht. Hinweis und Spartipp: Die Preise variieren je nach Sitz (140°/160°) und Sitzposition im Bus. So zahlst du beispielsweise für den gleichen 140° Sitz einen anderen Preis, je nachdem wo er im Bus liegt. Erfahrungsgemäß sind die Sitze in der Nähe der Toilette am günstigsten, teilweise sogar erheblich! Achte immer darauf, wenn du deinen Sitz online auswählst und klicke im Zweifel jede Sitzreihe durch.

Für kürzere Strecken kann man die lokalen Busse nutzen. Verlässliche Informationen über Abfahrtszeiten erhält man meistens direkt in den großen Busterminals. Für den Transfer dazwischen empfehlen sich Uber (besonders in Lima) oder die allgegenwärtigen Taxis. Inlandsflüge sind unserer Meinung nach für die oben genannte Route höchstens zwischen Lima und Cusco sinnvoll.

Peru - Kosten

Als wir unser Tagesbudget für den Peru Länderguide ausgerechnet haben, waren wir etwas geschockt! Denn wir haben Peru eigentlich als relativ günstiges Reiseland empfunden, das bei Transport, Unterkünften und Essen wirklich erschwinglich ist. Natürlich gehen die vielen Aktivitäten auch mit ins Budget, aber nichts, was wir in anderen Ländern wie Bolivien nicht auch gemacht hätten. Aber die Tour zu Machu Picchu und der Inlandsflug von Cusco nach Lima hat unser Tagesbudget auf 47,30 € / Tag pro Person getrieben! Damit war Peru nach Costa Rica das zweitteuerste Land unserer sechsmonatigen Reise durch Mittel- und Südamerika! Wir waren in unseren 3,5 Wochen relativ zügig unterwegs und natürlich kann man den Inlandsflug mit einen Nachtbus umgehen und die Tour zu Machu Picchu günstiger gestalten – so gesehen ist ein Tagesbudget von 40 € pro Tag oder auch weniger auf jeden Fall realistisch.

  • Essen und Trinken: 14,30€ / Tag pro Person
    Wir sparen nicht am Essen, bestellen uns meistens Getränke dazu und auch sonst haben wir uns ab und zu mal ein Bierchen oder Pisco Sour gegönnt. Aber 14 € pro Person sind dann doch relativ viel, vor allem wenn man bedenkt, dass Frühstück immer im Hostelpreis inkludiert war.
  • Unterkünfte: 11 € / Nacht pro Person
    20€ für ein einfaches Doppelzimmer mit eigenem Bad inklusive Frühstück war so unser Standard in Südamerika, den wir auch in Peru getroffen haben. Wobei die Preisspanne von 10€ für ein Doppelzimmer bis hin zu 30€ geht. In Miraflores, Cusco und Huacachina war es spürbar teurer.
  • Transport: 10,30 € / Tag pro Person
    Mit knapp 10€ pro Tag für Transport ist Peru in dieser Kategorie führend für unsere Reise in Mittel- und Südamerika. Das liegt vor allem am Inlandsflug von Cusco nach Lima (130€) und den vielen langen Busverbindungen. Denn Peru ist nunmal sehr groß – aber es geht günstiger.
  • Aktivitäten: 236 € / Person
    Allein 136€ entfallen auf die Tour zu Machu Picchu (inklusive Anreise, Zug, Inka Trail, Eintritt, Transfer nach Aguas Calientes). Das entspricht definitiv nicht unserem sonstigen Reisestil, aber die restlichen Aktivitäten haben wir eigentlich so günstig wie möglich gestaltet. 
  • Sonstiges: 16 € / Person
    Dazu zählen Kleinigkeiten wie ein Friseurbesuch von Horst, Sonnencreme (sehr teuer!), Kosmetikartikel und Klogänge.
  • SIM Karte & Internet: 16 € / Person
    Wir haben eine SIM Karte von Claro gekauft und mehrfach mobile Daten nachgeladen. Unser Verbrauch ist wahrscheinlich überdurchschnittlich.
  • Wäsche: 7,50 € / Person
    Da wir nur mit Handgepäck reisen, müssen wir grundsätzlich öfter waschen gehen. Besonders in der kühleren Andenregion, da wir nicht so viele lange und dicke Sachen dabei haben.
  • Shopping: 4,50 € / Person
    Da zählt nur ein Pulli aus Alpakawolle für Horst. Ziemlich klischeehaft, aber das gehört irgendwie dazu!
  • Gebühren: 2,50 € / Person
    Bevor wir wussten, dass man bei BCP kostenlos Bargeld abheben kann, haben wir einmal einen anderen ATM mit Gebühren genutzt.

Man kann Peru mit Sicherheit auch günstiger bereisen als wir (aber auch deutlich teurer!). Wir haben uns bei der Tour zu Machu Picchu mal etwas mehr gegönnt als sonst, aber Sparpotenzial gibt es definitiv beim Essen und Transport. Es muss nicht immer Cruz del Sur sein – andere Busunternehmen sind vielleicht etwas günstiger und nicht viel weniger komfortabel. Aber einen Fehler sollte man in Peru nicht machen: Am falschen Ende sparen und deswegen Highlights verpassen! Lieber versuchen, so viel es geht auf eigene Faust zu machen und bei Touren immer die Angebote vergleichen, verhandeln und andere Reisende nach ihren Erfahrungen fragen.

Peru - Unterkünfte

Einfache Unterkünfte sind in Peru relativ günstig und inkludieren in der Regel immer ein simples Frühstück aus Brötchen, Butter, Marmelade, Tee und Kaffee und meistens auch Rührei (bei booking.com darauf achten). Wir haben im Durchschnitt so um die 20€ für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, heißer Dusche und Frühstück gezahlt. Besonders empfehlen können wir unsere Unterkunft in Paracas, die zwar etwas außerhalb der Stadt liegt, aber einen täglichen Shuttleservice anbietet und dafür unschlagbar günstig ist. Dazu ist der Staff extrem freundlich und das Hostel einfach sehr cool! Sonst haben uns die Unterkünfte in Lima (Miraflores), Huacachina, Cabanaconde und Puno gut gefallen. Wobei das Wlan bei den wenigsten wirklich zuverlässig funktioniert hat. Eine Heizung hatten wir nur in Puno, was bei den kalten Nächten schön, aber kein Muss ist.

StadtHostel€ pro Nacht
Lima (Miraflores)Lion Backpackers
30 €
Lima (Miraflores)Private Room in Miraflores22 € (mit Küche, gutes Wlan, kein Frühstück)
ParacasParacas Camp10 € (Gemeinschaftsbad)
HuacachinaHostal Huacachina Sunset
33 €
ArequipaHolidays Hostel Arequipa
15 € (Gemeinschaftsbad)
CabanacondeLa Casa de Santiago22 €
SangalleOasis Paraiso Ecolodge
20 € (Gemeinschaftsbad)
PunoHostal Virgen de Las Nieves II13 € (mit Heizlüfter)
CuscoSQ Hotel del Inca
30 €

Peru - Fazit

Wer mit einem Urlaub oder Backpacking in Südamerika liebäugelt, kann mit Peru nichts falsch machen – das Land ist sicher, verfügt über eine gute touristische Infrastruktur, ist vergleichsweise günstig und es reiht sich ein Highlight ans nächste! Darüber hinaus haben wir die Peruaner als sehr gastfreundlich, zuvorkommend und warmherzig wahrgenommen. Die Menschen sind uns überall sehr offen und freundlich begegnet und wir haben uns jederzeit sehr wohl gefühlt.

Eine Sache, die in diesem Beitrag vielleicht etwas zu kurz gekommen ist, ist das Essen. Denn die peruanische Küche gilt als einer der besten in ganz Südamerika und obwohl wir als Vegetarier nicht in den Genuss von Ceviche, Alpaka oder Meerschweinchen gekommen sind, ist die peruanische Küche vielseitig und definitiv ein Upgrade gegenüber Mittelamerika, Kolumbien oder Bolivien! So gesehen noch ein Grund mehr, diesem faszinierenden Land einen Besuch abzustatten!

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