Peru

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Peru - Highlight Reel in Südamerika

Peru gehört zu den lohnenswertesten Zielen für Backpacker überhaupt: Es vereint viel von dem, was Südamerika auszeichnet, ist verglichen mit anderen Ländern wie Chile oder Brasilien relativ günstig zu bereisen und bietet neben moderner touristischer Infrastruktur unfassbar viele Highlights. Über allem trohnt natürlich Machu Picchu, eins der sieben Weltwunder – aber auch darüber hinaus hat Peru so unfassbar viel zu bieten: traumhaft schöne Kolonialstädte wie Arequipa, eine endlos lange Pazifikküste mit spektakulären Landschaften, bilderbuchartige Sandwüsten, den zweittiefsten Canyon der Welt, den weltweit höchsten schiffbaren See, Touren in den Amazonas und Trekking in den Anden. Aber der Reihe nach!

Peru - Wichtige Infos

Grundsätzlich gelten die Monate zwischen Mai und Oktober als die beste Reisezeit für Peru. Dann herrscht Trockenzeit, es regnet kaum und die Sonne scheint häufig. Allerdings kann es in dieser Zeit in der höher gelegenen Anden ziemlich kalt werden!

Als deutscher Staatsbürger kannst du bis zu 90 Tage lang visafrei einreisen. Oft wird allerdings ein Rückflug- bzw. Weiterreiseticket verlangt. Wenn du kein Ausreiseticket hast, können wir dir den Service von onwardticket.com* empfehlen. Dort kannst du für 16 USD ein Ticket kaufen, das automatisch nach 48 Stunden wieder verfällt.

Für Peru gibt es, wie für viele Länder in Mittel- und Südamerika, einen typischen Gringo Trail, dem auch wir gefolgt sind. Für diese Route sollte man etwa drei Wochen einplanen, denn die Distanzen haben es teilweise ganz schön in sich!

In Peru zahlst du mit dem peruanischen Sol (PEN), wobei ein Euro circa 4 Sol entspricht. ATMs sind recht weit verbreitet. Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst. Bei unserem Besuch in Peru 2022 konnten wir bei den Automaten von BCP kostenlos Geld abheben. Allerdings scheinen sich die Automatengebühren bei den Banken in Peru häufig zu ändern, und aktuell soll die Banco de La Nacional die beste Option sein, um kostenlos Geld abzuheben.

Peru ist in Bezug auf Transport, Essen und Unterkünfte bei einfachem Reisetil recht günstig. Komplette und geführte Touren, wie beispielsweise Machu Picchu oder Colca Canyon, können aber teuer sein! Daher empfehlen wir, so viel wie möglich auf eigene Faust zu machen.

Englisch ist in Peru deutlich weiter verbreitet als in Mittelamerika, aber trotzdem wird es öfter vorkommen, dass dein Gegenüber im Hostel, Restaurant oder am Busschalter kein Englisch spricht. Von daher helfen ein paar Spanischbasics schon enorm weiter!

Wir empfehlen, eine Prepaid (prepago) SIM Karte von Claro zu kaufen. Die gibt es in offiziellen Shops oder auch in vielen kleineren Läden (sieht man an den roten Claro-Schildern). Die Karte selbst kostet circa 1,50 Euro und man kann sie in den Tiendas, Bodegas oder Apotheken immer wieder aufladen (recarga). Wir sind erfahrungsgemäß circa eine Woche mit einer Aufladung von 10 Soles (2,50 €) hingekommen. Angebote für e-SIMs* sind unserer Recherche nach für Peru ziemlich überteuert.

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal.

Peru - Allgemeines

Peru ist das flächenmäßig drittgrößte Land in Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und im Südosten an Bolivien. Der Westen des Landes zieht sich an der Pazifikküste entlang, bis es ganz im Süden an Chile grenzt. Neben Guatemala und Bolivien ist Peru eines von drei Ländern in Lateinamerika mit einem großen Anteil indigener Bevölkerungsgruppen. Schätzungsweise machen die Indigenen etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung aus und leben dabei überwiegend in den Andenregionen des Landes. Nennenswert sind zudem die in Südamerika größte chinesischstämmige Bevölkerung in Peru sowie die sehr isolierten Völker in den Amazonasgebieten. So gesehen ist Peru ethnologisch ein sehr diverser Staat. Trotzdem sprechen etwa 83 Prozent der 33 Millionen Peruaner Spanisch als Muttersprache. Wichtigste regionale Sprache ist Quechua, die von 14 Prozent gesprochen wird sowie Aymara in der Umgebung von Puno an der Grenze zu Bolivien.

Die Hauptstadt Lima mit ihren 8,5 Millionen Einwohnern (11 Millionen im Ballungszentrum) ist mit Abstand der wichtigste Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt des Landes. Der internationale Flughafen Jorge Chávez (LIM) liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich der Innenstadt und fast alle internationalen Flüge starten bzw. landen dort. Daneben gibt es im Nordwesten Grenzübergänge nach Ecuador, im Osten nach Bolivien, im Süden nach Chile und es gibt eine Verbindungsstraße durch den Regenwald nach Brasilien. Geographisch lässt sich Peru in drei Regionen aufteilen.

  • Die Costaregion der Pazifikküste im Westen des Landes macht etwa 10 Prozent der gesamten Fläche aus und ist geprägt von Wüsten, Nieselregen und Küstennebel, den man typischerweise in der Hauptstadt Lima sehr häufig zu sehen bekommt.
  • Die Sierra ist im großen und ganzen die Andenregion von Peru, die etwa 30 Prozent der Fläche ausmacht. Diese zieht sich von flachen und vegetationsreichen Ebenen bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln und ist Standort vieler Städte wie Huaraz, Cusco, Puno oder Arequipa.
  • Im Nordosten des Landes befindet sich die Selva mit den dicht bewachsenen Regenwaldgebieten. Auch wenn die Fläche etwa 60 Prozent von Peru ausmacht, ist das Gebiet kaum besiedelt und extrem unzugänglich. Die größte Stadt in der Region ist Iquitos.
Wüstenlandschaft an der Westküste
Vulkane in den hochgelegenen Anden

Peru - Highlights

Peru ist ein Traum fürs Backpacking und hat dabei so unfassbar viele Highlights zu bieten, wie kaum ein anderes Land. Egal ob Inkaruinen, Trekking in den Anden, koloniale Städte, Surfen an der Westküste oder mehrtägige Touren in den Amazonas: Es bleiben keine Wünsche offen!

Lima
Lima dürfte für viele der Start- und/oder Endpunkt einer Perurundreise sein. Die 11 Millionen Einwohner Metropole gehört zu den größten Städten in Südamerika und hat durchaus ihren Charme. Das historische Zentrum mit zentralem Platz (in Südamerika immer Plaza de Armas genannt) und den umliegenden kolonialen Bauten wie der Kathedrale von Lima ist typisch für Städte in dieser Region. Viel einzigartiger ist da allerdings der moderne Stadtteil Miraflores mit dem Parque del Amor und seiner sehenswerten Klippenlandschaft entlang des Pazifik! Lima gehört mit Sicherheit nicht zu den größten Highlights in Peru, aber ein bis zwei Tage nach Ankunft kann man hier bestimmt verbringen.

Paracas
Der kleine Ort Paracas an der Westküste, etwa vier Busstunden südlich von Lima, gehört auf jede To-Do-Liste einer Perurundreise. Nicht wegen des Ortes selbst, sondern aufgrund des Paracas National Reserves und den Islas Ballestas. Zweite gelten auch als die Galapagos Inseln für Arme und können im Rahmen einer dreistündigen Bootstour umrundet werden. Dabei sieht man neben unzähligen Vögeln auch Robben und Pinguine. Aber das eigentliche Highlight ist das Paracas National Reserve mit seiner Wüste und steilen Klippen entlang der Pazifikküste! Am besten einen Roller in Paracas mieten und dann den Nationalpark auf eigene Faust erkunden. Klippen, Strände, Flamingos – alles ist dabei.

Huacachina
Die Wüstenoase Huacachina liegt in der Nähe der Großstadt Ica, die man innerhalb von 1,5 Stunden von Paracas aus erreicht. Dort bietet sich einem ein Panorama, wie man es sonst nur aus dem Film kennt: Eine Oase mit Wasser und Palmen inmitten von bis zu hundert Meter hohen Sanddünen. Der Ort selbst ist ruhig, aber nachmittags versammeln sich alle Touristen zu einer Aktivität: Einer Buggytour durch die Sanddünen! Zum Glück sind die Dünen so endlos riesig, dass jedes dieser Gefährte ziemlich ungestört die Dünen hoch und runterstürzen kann. Ein riesiger Spaß, der durch Sandboarding und einen traumhaft schönen Sonnenuntergang noch versüßt wird.

Arequipa & Colca Canyon
Arequipa gilt als die schönste Stadt des Landes und das können wir nach unserem Besuch guten Gewissens bestätigen! An dem Panorama aus der kolonialen Architektur und den umliegenden drei Vulkanen kann man sich einfach nicht sattsehen. Dazu hat die Stadt trotz ihrer 1 Millionen Einwohner einen sehr entspannten Charakter und es gibt einige coole Aktivitäten in der Nähe: Wir empfehlen eine Tagestour zu der Salzwüste Las Salinas und einen mehrtägigen Abstecher in den Colca Canyon, den zweittiefsten Canyon der Welt. Dort sieht man nicht nur den Andenkondor, einen der größten Vögel der Welt, sondern kann auch mehrtägige Trekkingentouren in den Canyon machen.

Puno & Titicacasee
Der Titicacasee auf etwa 3600 Metern gilt als der höchste schiffbare See der Welt und liegt zwischen Peru und Bolivien. Ausgangsort auf peruanischer Seite ist die Großstadt Puno, die jetzt nicht unbedingt zu den schönsten Städten des Landes gehört. Aber das ist auch nicht der Grund für einen Besuch. Viel mehr ist der See bekannt für Bootstouren zu den sogenannten Floating Islands, bei denen du tief in das traditionelle und ursprüngliche Leben der Einheimischen eintauchen kannst. Wem das nicht genug ist, der kann auch einen Abstecher auf die bolivianische Seite nach Copacabana machen und die Isla del Sol besuchen, die als heilig und vor allem als Wiege der Inkakultur gilt.

Cusco & Sacred Valley
Cusco, die Hauptstadt der Inka inmitten der Anden von Peru, hat einen einzigartigen Charme. Ihre Bedeutung für die Inkakultur ist riesig und es gibt unzählige historische Bauwerke und Anlagen in der unmittelbaren Umgebung. Aber Akklimatisieren nicht vergessen: Denn die Stadt liegt auf 3400 Metern und wer direkt von Lima nach Cusco fliegt, sollte ein paar Tage einplanen, um sich an die dünne Luft zu gewöhnen. Danach kann die Erkundungstour in und um Cusco beginnen. Der Plaza de Armas und San Blas inmitten der Stadt, das umliegende Sacred Valley mit zahlreichen Inkaruinen, Rainbow Mountain und der Humantay Lake sind nur einige der vielen Dinge, die man in Cusco machen kann!

Machu Picchu
Gehört geographisch mit zu Cusco, da die Stadt für gewöhnlich als Ausgangsort dient. Aber Machu Picchu verdient natürlich seinen eigenen Abschnitt, denn als eines der sieben Weltwunder zählt es zu den größten Highlights des gesamten Kontinents. Schon der Name lässt jeden Reisenden aufhorchen und es gibt wohl keinen Backpacker, bei dem Machu Picchu nicht auf der Bucketlist steht. Egal ob über den Inka Trail, den Salkantay Trek, bequem mit dem Zug oder low budget mit dem Bus – jeder will einen Blick auf die sagenumwobenen Ruinen werfen. Und trotz dieser riesigen Erwartungshaltung, die automatisch mit diesem Namen verknüpft wird, kann Machu Picchu nicht enttäuschen!

Honorable Mentions
Es gibt natürlich noch weitere Orte abseits des üblichen Gringo Trails, die ebenfalls einen Abstecher wert sind. Eigentlich standen Huaraz und Choquequirao bei uns ganz oben auf der To-Do Liste für Peru. Allerdings konnten wir beides wegen einer längeren Erkrankung nicht realisieren, da uns die Zeit davon lief.

Die Inkaruinen von Choquequirao gelten als der kleine Bruder von Machu Picchu und sind kaum jemandem ein Begriff. Sie sind nur über eine dreitägige Trekkingtour von Cusco aus zu erreichen und mögen lange nicht so spektakulär anmuten wie Machu Picchu selbst, sind dafür aber ein absoluter Geheimtipp und ein Mysterium, denn ein Großteil wurde noch nicht mal freigelegt!

Huaraz, etwa acht Busstunden nördlich von Lima, gilt als das Mekka für Trekkingtouren in die Anden. Von mehrtägigen alpinen Trails auf die schneebedeckten Gipfel der 6000er, bis hin zu moderaten Tagestouren zu den umliegenden Bergseen wie der Laguna 69, Laguna Paron oder Laguna Palcacocha ist hier für jeden was dabei!

Um kaum etwas gab es in den vergangenen Jahren einen so großen Hype wie „den Rainbow Mountain“ in der Nähe von Cusco. Damit ist meistens der Vinicunca gemeint, bei dem sich endlos viele Touristen mit einem Lama und der dahinter liegenden Kulisse ablichten lassen. Cool für Instagram, aber in der Realität völlig überlaufen und alles andere als authentisch. Zum Glück sind diese Regenbogenfarben in den Anden nicht einmalig, wodurch es zahlreiche Rainbow Mountains gibt. Unserer Meinung nach die vielleicht weniger perfekte, aber dafür authentische Alternative: der Palccoyo!

Iquitos liegt schwer zugänglich inmitten des Amazonas und kann nur per Flugzeug oder Boot erreicht werden. Die Stadt dient als Ausgangsort für mehrtägige Touren tief in den Amazonasdschungel, bei denen man eine riesige Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren beobachten kann. Daneben ist Iquitos auch für Ayahuasca Zeremonien bekannt – eine traditionelle und stark bewusstseinsverändernde Droge.

Du bist noch unsicher, was du alles in deinen Rucksack packen musst? Dann schau mal hier vorbei!

Peru - Route

Für Peru gibt es, wie für viele Länder in Mittel- und Südamerika, einen typischen Gringo Trail, dem auch wir gefolgt sind. Für diese Route sollte man etwa drei Wochen einplanen, denn die Distanzen haben es teilweise ganz schön in sich! Allerdings sind Nachtbusse eine bequeme und günstige Option, um Zeit zu sparen, aber dazu später mehr. Ohne Puno, den Titicacasee und nur einer Tagestour zum Colca Canyon wäre diese Route auch in zwei Wochen möglich, aber es wäre schon sehr stressig. Wir empfehlen daher mindestens drei Wochen oder vielleicht auch mehr, um ebenfalls einen Stopp abseits des Gringo Trails in Huaraz oder Iquitos einlegen zu können.

Im Normalfall wird deine Reise durch Peru in der Hauptstadt Lima starten, da dort die meisten internationalen Flüge landen. Im Prinzip kannst du die komplette Route auch umdrehen und direkt nach Cusco fliegen, aber bekanntlich sollte man sich das größte Highlight ja bis zum Schluss aufheben. Daher empfehlen wir die hier vorgeschlagene Reihenfolge.

Wir haben für diese Strecke Cruz del Sur genutzt und 13 € gezahlt.

Von Paracas nach Ica haben wir erneut den Bus von Cruz del Sur genommen (4,50 €) und sind dann vom Busterminal in Ica noch zehn Minuten mit dem Taxi nach Huacachina gefahren (4 €).

Aufgrund der langen Fahrt nach Arequipa lohnt sich hier definitiv ein Nachtbus! Wir haben mit Cruz del Sur (Semicama, 140° Sitze) 21 € gezahlt.

Wir sind um 13:30 Uhr mit dem lokalen Bus von Andalucia gefahren und haben dafür 6,50 € gezahlt.

Wir haben erst ein Shuttle von Cabanaconde nach Chivay genommen (2,50 € / 1,5 Stunden) und haben dort einen Bus nach Puno gebucht, der mittags abfährt und 23 € gekostet hat.

Wir sind mit einem Bus von Transzela um 8:45 Uhr gefahren und haben dafür 10 € gezahlt. Hier kannst du ebenfalls einen Nachtbus (beispielsweise von Cruz del Sur) nehmen, wenn du Zeit und Geld für die Unterkunft sparen möchtest.

Für den Rückweg von Cusco nach Lima empfiehlt sich tatsächlich ein Inlandsflug (Sky Airline Peru, Viva Air oder Latam). Der Nachtbus dauert nämlich über 20 Stunden und ist nicht mal viel günstiger als ein Flug, der um die 1,5 Stunden dauert und etwa 120 € mit Aufgabegepäck kostet.

Cruz del Sur Terminal in Lima
Bequem genug zum Schlafen
Lokaler Bus in Arequipa

Wie du siehst, sind Busse das wichtigste Fortbewegungsmittel in Peru und die besten News: Die Langstreckenbusse von Cruz del Sur sind sicher, erschwinglich und haben einen hohen Standard mit komfortablen Sitzen, Vorhängen und einer Toilette an Bord. Es gibt natürlich auch andere Busunternehmen, aber dadurch, dass Cruz del Sur den besten Onlineauftritt hat, haben wir unsere Tickets fast immer dort gebucht. Alternativ kannst du Tickets, auch von anderen Busunternehmen, auch online über bookaway.com* buchen. Hinweis und Spartipp: Die Preise variieren je nach Sitz (140°/160°) und Sitzposition im Bus. So zahlst du beispielsweise für den gleichen 140° Sitz einen anderen Preis, je nachdem wo er im Bus liegt. Erfahrungsgemäß sind die Sitze in der Nähe der Toilette am günstigsten. Achte immer darauf, wenn du deinen Sitz online auswählst und klicke im Zweifel jede Sitzreihe durch.

Für kürzere Strecken kann man die lokalen Busse nutzen. Verlässliche Informationen über Abfahrtszeiten erhält man meistens direkt in den großen Busterminals. Für den Transfer dazwischen empfehlen sich Uber (besonders in Lima) oder die allgegenwärtigen Taxis. Inlandsflüge sind unserer Meinung nach für die oben genannte Route höchstens zwischen Lima und Cusco sinnvoll.

Peru - Kosten

Als wir unser Tagesbudget ausgerechnet haben, waren wir ehrlich gesagt etwas geschockt –  denn wir haben Peru eigentlich als relativ günstiges Reiseland empfunden, das bei Transport, Unterkünften und Essen wirklich erschwinglich ist. Aber die Tour zu Machu Picchu und ein Inlandsflug haben unser Tagesbudget auf 47,30 € pro Person getrieben! Damit war Peru nach Costa Rica das zweitteuerste Land unserer Reise durch Mittel- und Südamerika. Wir waren in den 3,5 Wochen aber auch zügig unterwegs und wenn man den Inlandsflug durch einen Nachtbus ersetzt und die Tour zu Machu Picchu günstiger gestaltet, ist da definitiv Sparpotenzial vorhanden. Aber einen Fehler sollte man in Peru nicht machen und zwar am falschen Ende sparen und deswegen Highlights verpassen! Stattdessen bietet es sich an, einige Aktivitäten auf eigene Faust zu machen. Im Detail sehen unsere Kosten pro Person wie folgt aus:

Wir sparen nicht am Essen, bestellen uns meistens Getränke dazu und auch sonst haben wir uns ab und zu mal ein Bierchen oder einen Pisco Sour gegönnt. Aber 14 € pro Person sind dann doch relativ viel, vor allem wenn man bedenkt, dass Frühstück immer im Hostelpreis inkludiert war.

20 € für ein einfaches Doppelzimmer mit eigenem Bad inklusive Frühstück war so unser Standard in Südamerika, den wir auch in Peru getroffen haben. Wobei die Preisspanne für ein Doppelzimmer von 10 € bis hin zu 30 € geht. In Miraflores, Cusco und Huacachina war es spürbar teurer.

Mit knapp 10 € pro Tag für Transport ist Peru in dieser Kategorie führend für unsere Reise in Mittel- und Südamerika. Das liegt vor allem am Inlandsflug von Cusco nach Lima (130 €) und den vielen langen Busverbindungen. Denn Peru ist nunmal sehr groß – aber es geht günstiger.

Allein 136 € entfallen auf die Tour zu Machu Picchu (inklusive Anreise, Zug, Inka Trail, Eintritt, Transfer nach Aguas Calientes). Das entspricht definitiv nicht unserem sonstigen Reisestil, aber die restlichen Aktivitäten haben wir eigentlich so günstig wie möglich gestaltet. 

Wir haben eine SIM Karte von Claro gekauft und mehrfach mobile Daten nachgeladen. Unser Verbrauch ist wahrscheinlich überdurchschnittlich.

Da wir nur mit Handgepäck reisen, müssen wir grundsätzlich öfter waschen gehen. Besonders in der kühleren Andenregion, da wir nicht so viele lange und dicke Sachen dabei haben.

Da zählt nur ein Pulli aus Alpakawolle für Horst dazu. Ziemlich klischeehaft, aber das gehört irgendwie dazu!

Bevor wir wussten, dass man bei BCP kostenlos Bargeld abheben kann, haben wir einmal einen anderen ATM mit Gebühren genutzt.

Dazu zählen Kleinigkeiten wie ein Friseurbesuch von Horst, Sonnencreme (sehr teuer!), Kosmetikartikel und Klogänge.

Unterkunft in Paracas
Typisches Doppelzimmer

Übernachtungen waren mit durchschnittlich 22 € pro Nacht wirklich erschwinglich. Wir hatten in unseren 3,5 Wochen in Peru meistens recht einfache Doppelzimmer mit eigenem, manchmal aber auch mit Gemeinschaftsbad. Und das Beste daran ist: Fast immer ist Frühstück in den Übernachtungspreisen bereits inkludiert! Wir haben alle Unterkünfte über Booking.com* gebucht und die, die wir weiterempfehlen können, in folgender Tabelle aufgelistet und verlinkt:

StadtHostel€ pro Nacht
Lima (Miraflores)Lion Backpackers*
30 €
Lima (Miraflores)Private Room in Miraflores*22 € (mit Küche, gutes Wlan, kein Frühstück)
ParacasParacas Camp*10 € (Gemeinschaftsbad)
HuacachinaHostal Huacachina Sunset*
33 €
ArequipaHolidays Hostel Arequipa*
15 € (Gemeinschaftsbad)
CabanacondeLa Casa de Santiago*22 €
SangalleOasis Paraiso Ecolodge*
20 € (Gemeinschaftsbad)
PunoHostal Virgen de Las Nieves II*13 € (mit Heizlüfter)
CuscoSQ Hotel del Inca*
30 €

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Peru - Fazit

Wer mit einem Urlaub oder Backpacking in Südamerika liebäugelt, kann mit Peru nichts falsch machen – das Land ist sicher, verfügt über eine gute touristische Infrastruktur, ist vergleichsweise günstig und es reiht sich ein Highlight ans nächste! Darüber hinaus haben wir die Peruaner als sehr gastfreundlich, zuvorkommend und warmherzig wahrgenommen. Die Menschen sind uns überall sehr offen und freundlich begegnet und wir haben uns jederzeit sehr wohl gefühlt.

Eine Sache, die in diesem Beitrag vielleicht etwas zu kurz gekommen ist, ist das Essen. Denn die peruanische Küche gilt als einer der besten in ganz Südamerika und obwohl wir als Vegetarier nicht in den Genuss von Ceviche, Alpaka oder Meerschweinchen gekommen sind, ist die peruanische Küche vielseitig und definitiv ein Upgrade gegenüber Mittelamerika, Kolumbien oder Bolivien! So gesehen noch ein Grund mehr, diesem faszinierenden Land einen Besuch abzustatten!

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