Sri Lanka

Highlights • Route • Kosten

Sri Lanka - Perle im indischen Ozean

Sri Lanka hat sich in den vergangenen Jahren aus dem Schatten der bekannten Reiseländer in Südostasien zu einem immer beliebteren touristischen Ziel entwickelt. Denn Sri Lanka bietet wundervolle Sandstrände, endlos grünes Hochland, die schönste Eisenbahnstrecke der Welt, eine wertvolle Kultur und eine bewegende Geschichte. Ein paar gute Gründe für einen Besuch wirst du in diesem Länderguide definitiv finden!

Sri Lanka - Wichtige Infos

Grundsätzlich herrscht auf Sri Lanka das ganze Jahr über in den meisten Regionen tropisches Klima mit Temperaturen um die 30 Grad. Nur im Hochland (bspw. in Ella) ist es ganzjährig kühler mit angenehmen Temperaturen um die 20 bis 25 Grad. Allerdings lassen sich zwei Jahreszeiten unterscheiden: die Regen- und die Trockenzeit und die variieren in Sri Lanka je nach Region. Im Westen, an der Südküste, im Hochland und im Zentrum – was die typischen Reiseziele sind – herrscht in den Monaten November bis März Trockenzeit und damit die beste Reisezeit. Für den Norden und Osten des Landes gelten die Monate März bis November als beste Reisezeit.

Ja, als deutscher Staatsbürger brauchst du für Sri Lanka ein Visum. Es wird empfohlen, das bereits vor der Einreise als elektronisches Visum (ETA) über die offizielle Seite für 50 USD zu beantragen (Bearbeitungsdauer 2-3 Tage). Alternativ kannst du es auch als Visa on Arrival bei der Ankunft am Flughafen in Colombo beantragen, was allerdings 60 USD kostet. Das Visum ist für 30 Tage gültig. Ein längeres Visum gab es bis Mitte 2023, kann aber aktuell nicht mehr beantragt werden.

Du kannst das Visum hier online oder beim Immigration Office in Colombo für 100 USD um 60 Tage verlängern, womit du insgesamt 90 Tage am Stück in Sri Lanka bleiben kannst. Eine kürzere Verlängerung ist nicht möglich, du musst also auch dann 100 USD zahlen, wenn du nur wenige Tage länger als 30 Tage im Land bleiben willst. Wenn du das Visum online verlängern willst, musst du das zunächst beantragen und bekommst dann innerhalb von drei Tagen eine Email mit einer Zahlungsaufforderung. Alternativ kannst du für die Verlängerung vor Ort auch eine Agentur beauftragen, wenn du nicht selbst in das Immigration Office nach Colombo reisen kannst oder willst.

Das kommt in erster Linie darauf an, wie viel du vom Land sehen willst. Weil Sri Lanka relativ klein ist, lohnt sich ein Besuch für zwei Wochen auf jeden Fall schon. In der Zeit kannst du beispielsweise zwei Stopps an der Südküste einlegen und dir das Hochland um Ella und einen Teil des Kulturdreiecks (zB. auch mit Elefanten Safari) anschauen. Mehr Zeit ist aber natürlich immer besser!

In Sri Lanka zahlst du mit der Sri Lanka Rupie (LKR), wobei 1 EUR circa 340 LKR entspricht. Seit März 2022 hat Sri Lanka mit einer hohen Inflation zu kämpfen, weshalb sich der Wechselkurs schnell ändert.

Zum Geld abheben empfiehlt sich eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose Visa Debitkarte von der DKB*. Damit kannst du beispielsweise bei der Bank of Ceylon (BOC), Commercial Bank, People’s Bank und Union Bank kostenlos Geld abheben. Andere Banken erheben teilweise eine Gebühr für Bargeldabhebungen.

ATMs gibt es in Sri Lanka in jeder halbwegs größeren Stadt und vieles läuft über Bargeld. Wir haben alle Unterkünfte, Restaurantbesuche, Transporte und Aktivitäten bar gezahlt.

Sri Lanka ist ein günstiges Reiseland mit eher niedrigem Preisniveau. Allerdings hat das Land seit der Wirtschaftskrise 2022 mit einer hohen Inflation zu kämpfen, wodurch besonders die Lebensmittelpreise sehr stark schwanken und schnell steigen können. Unterkünfte und öffentlicher Transport (z.B. mit Bus und Bahn) sind weiterhin sehr erschwinglich, aber besonders die Preise in den Supermärkten und Restaurants ändern sich schnell und sind deutlich höher als noch vor ein paar Jahren.

Mit Englisch kommt man sehr gut durchs Land: Bis 1957 war Englisch sogar die offizielle Landessprache und bis heute ist Englisch weit verbreitet. So sind Verkehrsschilder beispielsweise meistens auch auf Englisch übersetzt. Trotzdem sind ein paar Floskeln Singhalesisch hilfreich und die Einheimischen freuen sich. Unser wichtigstes Wort war „Epa“, was soviel bedeutet wie „Nein danke, ich brauche das nicht“.

Eine SIM Karte ist besonders für einen kurzen Aufenthalt kein Muss, aber du kannst dir direkt am Flughafen eine SIM Karte günstig kaufen, was im Reisealltag definitiv hilfreich ist. Die bekanntesten Anbieter sind Dialog und Airtel. Die Tarife von Airtel sind mit einer Social Media Flat sehr lukrativ, aber die Netzabdeckung ist teilweise echt schlecht. Daher würden wir eine SIM Karte von Dialog empfehlen. Du kannst zwischen verschiedenen Tarifen wählen, die sich in Datenvolumen und Dauer unterscheiden. Wir haben für 50 GB für 30 Tage 7 Euro gezahlt. Da die SIM Karten am Flughafen sehr günstig sind, macht eine e-Sim* in Sri Lanka unserer Meinung nach keinen Sinn.

Der Länderguide als Video

Alles Infos und Highlights aus diesem Länderguide findest du auch auf unserem YouTube Kanal.

Sri Lanka - Allgemeines

Einen ausführlichen Abriss der jahrhundertealten Geschichte Sri Lankas wollen wir dir an dieser Stelle ersparen, aber es ist ein Land mit einer beeindruckenden Kultur und einer interessanten, aber auch tragischen Historie. Immerhin herrschte in Sri Lanka über mehr als 20 Jahre Bürgerkrieg zwischen den vorherrschenden buddhistischen Singhalesen und der separatistischen Minderheit der Tamilen, der erst 2009 für beendet erklärt wurde. Wir würden daher jedem empfehlen, sich im Vorfeld einer Reise zumindest kurz mit diesem Thema zu beschäftigen, da es bis heute nachwirkt und Sri Lanka von mehreren Ethnien und Kulturen geprägt wird. Aber genug der Geschichte, schauen wir jetzt mal in die Gegenwart!

Internationaler Flughafen in Colombo
SIM Karte von Dialog am Flughafen
Geld abheben bei BOC

Sri Lanka, bis 1972 Ceylon, liegt im Indischen Ozean südöstlich von Indien. Das wirtschaftliche Zentrum befindet sich an der Westküste in und um die Hauptstadt Colombo. Etwas nördlich davon liegt auch der Flughafen Bandaranaike (CMB), auf dem alle internationalen Flüge starten und landen. Aus Frankfurt gibt es einen Direktflug mit SriLankan Airlines, aber es werden viele weitere Verbindungen aus Europa oder über die Golfstaaten nach Colombo angeboten. Während die Westprovinz das Wirtschaftszentrum Sri Lankas darstellt, befindet sich das kulturelle Zentrum in der Landesmitte zwischen Kandy, Polonnaruwa und Anuradhapura. Wir haben das Land mal in die folgenden Regionen aufgeteilt:

  • Die Zentralprovinz, bestehend aus dem nördlichen Teil mit dem kulturellen Dreieck sowie dem südlichen Teil im grünen Hochland
  • Die Westprovinz als wirtschaftliches Zentrum mit Colombo sowie den bekannten Badeorten um Negombo
  • Der touristisch recht unerschlossene und tamilisch geprägte Norden mit der Großstadt Jaffna
  • Die Ostküste des Landes, bekannt für den Ort Tricanmale oder die Surferhochburg Arugam Bay
  • Der Süden mit seinen endlosen Sandstränden und den bekannten Nationalparks Yala und Udawalawe

Sri Lanka - Highlights

Von traumhaften Stränden
über das grüne Hochland
bis zum Kulturdreieck

Sri Lanka ist klein und hat dafür trotzdem viel zu bieten – das sollte bisher klar geworden sein. Aber was heißt das konkret? Egal ob kilometerlange, fast unberührte Sandstrände, Safaris mit Krokodilen und Elefanten, das einzigartige Flair des grünen Hochlandes oder das kulturelle Dreieck inmitten des Landes: Sri Lanka wird für jeden Reisenden etwas Passendes parat haben.

Sri Lanka - Die Südküste

Die Südküste Sri Lankas entspricht der typischen Vorstellung eines Tropenparadieses am Meer: Sonne, blaues Meer, feiner Sand und Palmen so weit das Auge reicht – die Südküste ist eine absolute Bilderbuchkulisse was tropische Sandstrände angeht. Einige sind bekannter und gut besucht, wiederum andere fast unerschlossen. Desto weiter Richtung Osten, desto ruhiger wird es. Doch neben den Stränden bietet die Küstenlinie auch sehenswerte Städte und nicht weit vom Meer entfernt liegen auch zwei der größten Nationalparks des Landes.

Galle
Galle ist ein kleiner Ort an der westlichen Südküste Sri Lankas und vor allem für das Galle Fort bekannt. Dieses wurde von den Portugiesen im 16. Jahrhundert erbaut und später durch die Niederländer verwaltet. Beim Schlendern durch die kleinen Gassen fühlt man sich daher eher wie in einer europäischen Altstadt als mitten in Sri Lanka. Im Altstadtkern, der von einer Festungsmauer umgeben ist, gibt es viele nette Cafés und Restaurants, kleine Souvenierläden und Galerien. Das bekannteste Motiv des Galle Forts ist der weiße Leuchtturm, den man von der Promenande aus am besten begutachten kann. Dort lohnt es sich auch, den Sonnenuntergang am Meer zu schauen.

Weligama & Surfen
Die Südküste Sri Lankas ist ein echtes Paradies für Surfer! Für Anfänger eignet sich ganz besonders der Strand in Weligama. Die Wellen sind nicht hoch und brechen nah am Strand. Dazu findest du unzählige Surfshops, in denen du dir sehr günstig ein Surfbrett ausleihen oder für circa 14 Euro für 75 Minuten einen Surflehrer nehmen kannst. Für Anfänger würden wir auf jeden Fall einen Surflehrer empfehlen, denn mit dessen Hilfe schafft man es schnell die ersten Wellen zu stehen! Ansonsten gibt es auch richtige Surfcamps und wer Lust auf Yoga hat, wird dort ebenfalls viele Yogastudios finden. Dazu gibt es einige gute Restaurants, Cafés und auch Fitnessstudios in Weligama.

Mirissa & Whale Watching
Mirissa ist einer der bekanntesten Spots an der Südküste und ist neben seinem riesigen Sandstrand für Whale Watching Touren bekannt. Zwischen November und April kann bei den Touren unter anderem Blauwale, Finnwale und Orcas sehen. Allerdings veranstalten einige Anbieter regelrechte Hetzjagden auf die Tiere, weshalb wir uns bewusst für Raja and the Whales entschieden haben – ein Unternehmen, das respektvoll mit Tieren und Umwelt umgeht. Neben diesem Highlight lohnt sich in Mirissa ein Besuch des Coconut Tree Hill, einem kleinen Berg mit ganz vielen Palmen, der ins Meer ragt. Und noch ein Geheimtipp ist der kleine, fast menschenleere Niyana Wella Beach.

Tangalle
Wenn du auf der Suche nach Ruhe und Entspannung ist, ist der Tangalle Beach der perfekte Ort für dich. Anders als der Großteil der Südküste Sri Lankas ist Tangalle noch recht untouristisch und leer. Der Tangalle Beach ist ein Traum für alle, die gerne Strandspaziergänge machen: Ein naturbelassen kilometerlanger Sandstrand, an dem du kaum andere Menschen triffst. Schwimmen solltest du allerdings eher nicht, denn die Wellen sind hoch und die Strömung stark. Ein Stück weiter, am Rekawa Beach, kannst du in der Saison übrigens auch Schildkröten Eier ablegen und schlüpfen sehen. Und ein toller Ausflug ist der Mulgirigala Rock Tempel, circa eine halbe Stunde mit dem Roller von Tangalle entfernt.

Weitere Strände
Es gibt super viele weitere Strände an der Südküste Sri Lankas: Hiriketiya beispielsweise ist einer der am meisten gehypten Orte in Sri Lanka. Bis vor einigen Jahren wohl noch ein echter Geheimtipp, ist der Strand heute voll mit Surfshops, Restaurants und Liegen mit Sonnenschirmen. Für Surfer ist der Strand genau der richtige, denn Hiriketiya gilt als einer der besten Surferstrände Sri Lankas. Wer hingegen auf der Suche nach Ruhe ist, der wird beim Silent Beach glücklich, denn der macht seinem Namen alle Ehre: Dieser Strand zwischen Hiriketiya und Tangalle ist super ruhig und leer. Abgesehen von einigen Restaurants mit Liegestühlen ist der Strand naturbelassen.

Sri Lanka - Das Hochland

Angenehmes Klima und Teeplantagen soweit das Auge reicht – das grüne Hochland Sri Lankas auf 1000 Metern Höhe steht im krassen Kontrast zu den heißen Temperaturen im Rest des Landes. Wer Sri Lanka einen Besuch abstattet, muss einen Stopp in Ella und der Umgebung einlegen!

Ella
Ella liegt inmitten des Hochlandes von Sri Lanka und gilt als der ideale Ausgangsort für viele Aktivitäten in der Umgebung. Entlang der wuseligen Hauptstraße tümmeln sich unzählige Restaurants, Hotels, Cafés und Boutiquen. Wer gerne isst und sich durch kleine Läden treiben lassen will, wird sich hier sehr wohl fühlen. Aber wer dem touristischem Trubel entkommen möchte und nach Ruhe sucht, kann sich eine Unterkunft etwas außerhalb von Ella nehmen. In der unmittelbaren Umgebung gibt es kleine Homestays, die eine traumhafte Aussicht auf den Little Adams Peak und den Ella Rock bieten. Mit diesem Blick in den Tag zu starten gehört zu den absoluten Highlights einer Sri Lanka Reise!

Nine Arches Bridge
Das wohl bekannteste Motiv Ellas, wenn nicht ganz Sri Lankas, ist die Nine Arches Bridge. Diese 90 Meter lange Brücke wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Briten erbaut und bietet mit ihren namensgebenden neun Bögen ein unglaublich schönes Motiv, denn sie verläuft mitten durch grünen Dschungel und saftige Teeplantagen. Du kannst über die Bahnschienen zur Brücke laufen (die Züge fahren sehr langsam, du solltest aber trotzdem aufpassen) oder mit dem Roller oder Tuktuk zur Brücke fahren. Das beliebteste Fotomotiv ist in den Teeplantagen leicht unterhalb der Brücke und den schönsten Blick hast du von einem der erhöht liegenden Cafés und Restaurants.

Little Adams Peak & Ella Rock
Der Little Adams Peak ist vielleicht der schönste Ort in Ella, um den Sonnenuntergang zu schauen. Die Wanderung auf den kleinen Berg dauert nur rund 20 Minuten und trotzdem wird man oben mit einem wahnsinnig schönen Blick auf das Umland und die grünen Berge belohnt. Zum Sonnenuntergang wird es durchaus voll, aber die Besucher verteilen sich ganz gut. Wer Lust auf eine weitere Wanderung hat, der kann noch den Ella Rock besteigen. Dieser Berg ist deutlich höher und der Auf- und Abstieg dauert mehrere Stunden. Du solltest allerdings aufpassen, denn es gibt dort eine gängige Betrugsmasche, bei der angebliche Guides Touristen bewusst auf falsche Wege führen.

Wasserfälle
In der Umgebung von Ella gibt es einige sehenswerte Wasserfälle, wie zum Beispiel den Ravana Wasserfall. Dieser liegt nur rund 15 Minuten Fahrt von Ella entfernt direkt an der Straße, sodass es dort meist recht voll ist. Abenteuerlicher ist ein Ausflug zu den Diyaluma Falls, der rund eineinhalb Stunden Rollerfahrt von Ella entfernt liegt. Mit 220 Metern Höhe ist er der zweithöchste Wasserfall Sri Lankas. Der Anblick von unten ist schon toll, aber du kannst den Wasserfall auch hoch wandern, was sich lohnt, denn oberhalb gibt es Naturpools, in denen man schwimmen kann. Du kannst die Wanderung übrigens auf eigene Faust machen, auch wenn einige Guides vor Ort gerne was anderes behaupten.

Zugfahrt Ella – Kandy
Eins der größten Highlights in ganz Sri Lanka, ist die berühmte Zugfahrt zwischen Ella und Kandy. Bestimmt hast du das Motiv mit dem langgezogenen blauen Zug, der an saftig grünen Teeplantagen vorbeifährt, schon ein mal gesehen. Die Türen stehen offen und der Fahrtwind weht einem ins Gesicht, während man diese wunderschöne Aussicht genießt. Allerdings muss man dazu sagen, dass diese Zugfahrt inzwischen weniger ein authentisches Erlebnis zwischen Einheimischen und mehr eine Touristenattraktion ist. Trotzdem sollte diese Erfahrung auf einer Sri Lanka Rundreise auf keinen Fall fehlen! Wie das im Detail abläuft und wie man Tickets kauft, findest du in diesem Blogbeitrag.

Sri Lanka - Das Kultudreieck

Das kulturelle Dreieck mitten in Sri Lanka bildet mit zahlreichen Bauten und Heiligtümern das historische Zentrum des Landes. Es reicht von Kandy im Süden über Polonnaruwa im Osten bis zur nördlichen Spitze des Dreiecks in Anuradhapura und hat gleich fünf UNESCO Weltkulturerbestätten.

Kandy
Kandy bildet den südlichen Teil des Kulturdreiecks und ist Start- oder Endpunkt der berühmten Zugstrecke Ella – Kandy. Wir haben uns in der Stadt sehr wohl gefühlt und es gibt eins, zwei Highlights, aber wenn du wenig Zeit hast, kannst du Kandy unserer Meinung nach auch auslassen. Besonders bekannt ist der Sri Dalada Maligawa, der sogenannte Zahntempel. Dort soll sich ein Eckzahn von Buddha befinden, weswegen der Tempel eine der heiligsten Stätten Sri Lankas ist. Täglich finden im Tempel mehrmals Zeremonien statt, der Zahn wird aber nicht gezeigt. Außerdem gibt mit der Sri Maha Bodhi Viharaya die größte Buddhastatue Sri Lankas, die man überall von der Stadt aus sehen kann.

Sigiriya & Pidurangala
Sigiriya, auch Lion’s Rock genannt, ist ein rund 200 Meter hoher Felsen und Namensgeber für den gleichnamigen Ort inmitten des kulturellen Dreiecks. Der Monolith ist landschaftlich wunderschön und hat auch eine wichtige historische und kulturelle Bedeutung, da sich dort Ruinen eines historischen Königspalasts befinden. Allerdings ist der Eintritt für das UNESCO Weltkulturerbe mit 33 Euro auch ziemlich happig, weshalb die meisten Besucher stattdessen den gegenüberliegenden gleich hohen Pidurangala besteigen. Diese Wanderung ist kurz und recht leicht, der Eintritt kostet nur 3 Euro und von oben hat man einen tollen Blick auf den Lion’s Rock. Allerdings wird es dort inzwischen ziemlich voll!

Elefanten Safari
In der Nähe von Sigiriya befinden sich mit dem Kaudulla, dem Minneriya und dem Hurulu Eco Park gleich drei Nationalparks, in denen wilde Elefanten leben. Die Parks gehen ineinander über und die Elefanten können sich dazwischen frei bewegen. Wir haben eine private Jeepsafari mit „Minneriya Jeep Safaris & Tours“ gemacht, sind durch den Hurulu Eco Park gefahren und haben dafür 25 Euro pro Person bezahlt. Bei frei lebenden Tieren hat man natürlich nie eine Garantie, sie zu Gesicht zu bekommen, aber die Wahrscheinlichkeit, dort Elefanten zu sehen, ist doch sehr hoch! Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen, aber es waren sehr viele und wir fanden die Erfahrung total beeindruckend.

Dambulla Höhlentempel
Die Höhlentempel von Dambulla sind eine wichtige religiöse Stätte in Sri Lanka. Schon von außen beeindruckt die Anlage mit einer goldenen Buddha Statue, aber das eigentliche Highlight wartet auf dem dahinter liegenden Berg. Denn dort befinden sich mehrere Höhlentempel, die wegen ihrer gut erhaltenen Wandmalereien als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt wurden. Der Eintritt kostet 6 Euro und man kann fünf Höhlentempel besichtigen, die über 150 Buddhastatuen, die teilweise über 2000 Jahre alt sind, beherbergen. Die vielen Details der Malereien, die sich an Wänden und Decken befinden, sind wirklich faszinierend. Dazu kommt ein toller Blick über die Umgebung.

Anuradhapurna & Polonnaruwa
Anuradhapura im Norden und Polonnaruwa im Osten des Kulturdreiecks waren die erste und zweite Hauptstadt des singhalesischen Reiches. Heute sind beide historischen Städte als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. In Anuradhapruna ist für buddhistische Pilger neben den Palast- und Tempelanlagen ein Bodhi-Baum besonders wichtig. Dieser soll ein Ableger des Bodhi-Baumes aus Indien sein, unter dem Buddha seine Erleuchtung fand. Im archäologischen Park Polonnaruwa finden sich zahlreiche beeindruckende Tempelruinen und Buddhafiguren, die man am besten mit dem Fahrrad erkundet. Leider ist der Eintritt für Polonnaruwa mit 28 Euro inzwischen ziemlich teuer.

Honorable Mentions
Das waren die typischen Orte, die die meisten Touristen – und auch wir – auf ihrer Rundreise durch Sri Lanka besuchen und die einen vielseitigen Einblick in das Land ermöglichen. Doch auch der Osten und der Norden von Sri Lanka sind eine Reise wert und bieten noch einige Highlights:

Im Nordosten liegt die hinduistisch geprägte Stadt Trincomalee mit tollen Stränden und Pigeon Island, an deren Riffen man wunderbar schnorcheln und tauchen kann. Die Zeit zwischen Mai und Oktober bietet sich auch für Whale-Watching-Touren an.

Ebenfalls im Osten liegt Arugam Bay, das besonders bei Surfern ganz hoch im Kurs steht, denn die Strände und Wellen in der Umgebung gehören zu den besten Surfspots der ganzen Welt.

Der tamilisch geprägte Norden um die Stadt Jaffna findet unter Reisenden kaum Beachtung und ist daher touristisch noch sehr unerschlossen. Die Region war bis 2009 stark vom Bürgerkrieg betroffen und öffnet sich erst nach und nach für Besucher. Wer gerne abseits der typischen Routen reist, wird im Norden definitiv fündig und lernt nochmal eine ganz andere Seite und Kultur von Sri Lanka kennen.

Zu den bekanntesten Nationalparks Sri Lankas zählen der Yala-Nationalpark, der größte Nationalpark Sri Lankas, und der nahegelegene Udawalawe-Nationalpark. Im Yala NP tummeln sich Wildtiere wie Leoparden, Elefanten, Krokodile und zahlreiche Vogelarten, die man auf einer Safari beobachten kann. Doch diese Artenvielfalt und die Nähe zur Küste wird dem Park fast schon zum Verhängnis, denn im Internet kursieren viele Berichte über Jeep-Kolonnen und hohe Besucherzahlen. Im Udawalawe NP gibt es keine Leoparden, aber auch er soll inzwischen gut besucht sein.

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Sri Lanka - Route & Transport

Da Sri Lanka flächenmäßig nicht sonderlich groß ist, lohnt sich unserer Meinung nach bereits eine Reise ab zwei Wochen. Die hier vorgestellte Route ist eher auf einen dreiwöchigen Aufenthalt ausgelegt, aber wer zügig unterwegs ist und einen Stopp weglässt, kann es auch in zwei Wochen schaffen. Die Route deckt die Vielfalt des Landes gut ab und kann bei Bedarf auch in umgekehrter Reihenfolge bereist werden.

Das Rückgrat des öffentlichen Transportes in Sri Lanka stellen die allgegenwärtigen Busse dar. Diese verbinden nicht nur die größeren Städte miteinander, sondern fahren gefühlt auch jedes Dorf des Landes an. Darüber hinaus ist das Eisenbahnnetz in Sri Lankas Westen, Süden und im Zentrum gut ausgebaut. Sowohl die Zug- als auch die Busfahrten sind extrem günstig und kosten selbst für längere Strecken selten mehr als 3 Euro. Für kürzere Strecken sind es oft sogar nur wenige Cent. Das ist eine sehr authentische Art das Land zu bereisen, denn man nutzt die gleichen Verkehrsmittel wie die lokale Bevölkerung – man sollte aber auch nicht zu viel Komfort erwarten. Wir haben die komplette Route ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und auch wenn es im ersten Moment etwas chaotisch wirkt, funktioniert das System aufgrund der hohen Frequenzen ziemlich gut.

Busterminal in Tangalle
Typischer Bus in Sri Lanka
Roller zwischen Reisfeldern

In Sri Lanka ist es nicht notwendig (oder möglich), die öffentlichen Busse vorab zu buchen. Hier heißt es ganz klassisch zum Busbahnhof gehen, fragen wann der Bus kommt, warten, einsteigen und los gehts. Bezahlt wird erst während der Fahrt. Die Einheimischen sind sehr hilfsbereit und du kannst vorab in deiner Unterkunft nach den Abfahrtszeiten fragen. Aber für gewöhnlich fahren ständig irgendwo irgendwelche Busse, die dich deinem Ziel näher bringen. Für kürzere Strecken haben wir uns einen Roller gemietet (z.B. in Mirissa, Tangalle, Ella oder Sigiriya). Damit kannst du ganz unabhängig von überteuerten Tuktuks die Gegend auf eigene Faust erkunden. Wir haben für einen Roller zwischen 6 Euro und 7,50 Euro pro Tag bezahlt. Solltest du doch mal auf ein Tuktuk zurück greifen müssen, solltest du auf jeden Fall verhandeln. Alternativ kannst du für Tuktuks, Rollertaxis und Autotransfers die App Pick Me nutzen. Diese funktioniert vom Prinzip wie Uber oder Grab und ist für größere Städte eine gute Alternative. In ländlichen Regionen funktioniert die App weniger gut, aber trotzdem helfen dir die angezeigten Preise bei den Verhandlungen mit den Tuktuk-Fahrern vor Ort. Im Detail sah unsere Route wie folgt aus:

Weil wir spätabends angekommen sind, haben wir eine Nacht direkt in der Nähe des Flughafens verbracht. Von dort aus (Katunayake Railway Station) haben wir am nächsten Tag einen Zug nach Colombo (Station Colombo Fort) genommen, was eine Stunde und zehn Minuten gedauert hat. Dort sind wir in einen anderen Zug nach Galle umgestiegen, der noch einmal circa zweieinhalb Stunden gebraucht hat. Insgesamt haben uns die beiden Fahrten für zwei Personen 1.100 LKR (3,15 €) gekostet und wir haben die Tickets direkt am Bahnhof gekauft. Vom Bahnhof in Galle konnten wir zu unserer Unterkunft im Galle Fort laufen. 

Von Galle sind wir mit dem Zug nach Weligama weitergefahren. Die Tickets haben wir wieder spontan direkt vor der Fahrt am Bahnhof gekauft und dafür zu zweit 300 LKR (0,86 €) bezahlt. Die Fahrt hat circa eine Stunde gedauert. Vom Bahnhof in Weligama konnten wir zu unserer Unterkunft laufen.

Die beiden Städte Weligama und Mirissa liegen nur circa acht Kilometer auseinander, sodass wir die kurze Strecke mit dem Tuktuk gefahren sind. Dafür haben wir 1000 LKR (2,90 €) bezahlt und knapp 20 Minuten gebraucht.

Weil es keinen Direktbus nach Tangalle gibt, haben wir zunächst einen Bus in die größere Stadt Matara genommen. Dort sind wir dann umgestiegen und mussten nur ein paar Minuten warten, bis es weiter nach Tangalle ging. Wir haben für die gesamte Strecke für zwei Personen 700 LKR (2 €) gezahlt und circa drei Stunden gebraucht. In Tangalle haben wir uns in der Nähe des Busbahnhofes bei N.N Scooter Rental einen Roller geliehen und sind damit direkt zu unserer Unterkunft, die etwas außerhalb der Stadt am ruhigen Tangalle Beach lag, gefahren. Für den Roller haben wir 2000 LKR (6,40 €) pro Tag bezahlt.

Von Tangalle gibt es einen Direktbus nach Ella um 10.20 Uhr. Die Fahrt dauert dreieinhalb Stunden und hat pro Person 1,75 € gekostet. Erkundige dich aber noch mal in deiner Unterkunft oder an der Busstation, wann der Bus abfährt, denn es kann durchaus sein, dass sich die Abfahrtszeiten ändern.

Da diese Zugfahrt mittlerweile zu einer großen Touristenattraktion geworden ist, ist es gar nicht mehr so einfach, an Tickets zu kommen. Der Zug von Ella nach Kandy fährt fünf Mal am Tag  (06.39 Uhr, 09.23 Uhr, 11.11 Uhr, 12.04 Uhr und 18.59 Uhr) und die Tickets kannst du entweder direkt vor Ort am Bahnhof oder auch online kaufen. Mehr Infos zu Zugbuchungen folgen weiter unten.

Von Kandy kannst du mit dem Bus weiter nach Dambulla fahren. Dambulla liegt zwischen Kandy und Anuradhapura und daher ist die Strecke super hoch frequentiert und du musst nicht lange warten, bis der nächste Bus abfährt. Die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden und kostet mit dem lokalen Bus 0,80 Euro. Auf dieser Strecke gibt es zudem Verbindungen mit größeren Reisebussen oder Shuttles, die über eine Klimaanlage verfügen. Dafür zahlst du etwa 1,50 Euro. In Dambulla angekommen, warten schon viele Tuktuk-Fahrer, die dich zu deiner Unterkunft in Sigiriya bringen können. Die Fahrt dauert je nach Lage der Unterkunft um die 20 Minuten und wir haben dafür 6 Euro gezahlt.

Wir sind auf die gleiche Art und Weise wieder zurück nach Kandy gefahren. Alternativ kannst du von Dambulla weiter bis nach Anuradhapura fahren, was nochmal um die zwei Stunden dauert. Dafür kannst du einfach in einen der Busse hüpfen, die aus Kandy kommen.

Von Kandy wollten wir mit dem Zug zurück nach Colombo Fort (2,50 € / Person), von wo aus wir in einen regionalen Zug Richtung Flughafen umgestiegen wären. Allerdings ist unser Zug etwa 30 Minuten vor Colombo bei Ragama entgleist und wir haben uns von dort einen Fahrer über Pick Me zu unserer Unterkunft in Katunayake in der Nähe des Flughafens genommen.

Bahnhof in Galle
3. Klasse unreserviert
Fahrt entlang von Teeplantagen

Grundsätzlich gibt es in Sri Lanka drei verschiedene Zugklassen, die sich noch mal unterteilen: 1. Klasse reserviert (klimatisiert), 2. Klasse reserviert, 2. Klasse unreserviert, 3. Klasse reserviert und 3. Klasse unreserviert. Das klingt erst mal ein bisschen kompliziert, aber an sich ist es selbsterklärend. In allen reservierten Klassen kannst du, wie der Name sagt, Tickets vorab kaufen, womit du auch automatisch einen reservierten Sitzplatz hast. Das kannst du entweder auf der offiziellen Website oder direkt am Bahnhof machen. Aber achte darauf: Bei der Onlinereservierung erhältst du kein E-Ticket, sondern musst dir das physische Ticket am Bahnhof abholen. Während die 1. Klasse klimatisiert und komplett abschlossen ist, gibt es in der 2. und 3. Klasse kleine Deckenventilatoren und die Fenster und Türen stehen offen, sodass es durch den Fahrtwind trotzdem nicht so heiß wird. In der 2. Klasse gibt es meistens eine 2-2 Bestuhlung, wohingegen es in der dritten Klasse oft eine 2-3 oder sogar eine 3-3 Bestuhlung gibt. An diese wird sich in den reservierten Waggons auch gehalten und die Anzahl der Tickets ist durch die Sitzplätze limitiert. Anders sieht es in der unreservierten 2. und 3. Klasse aus. Diese Tickets gehen immer tagesaktuell in den Verkauf und können etwa eine Stunde vor Abfahrt erworben werden (das heißt, auch wenn ein Zug „ausgebucht“ ist, gibt es immer den Verkauf der unreservierten Tickets). Ob es dafür dann ein Kontingent gibt, wissen wir ehrlich gesagt nicht. Aber stell dich in den unreservierten Klassen auf jeden Fall darauf ein, dass es sehr voll wird und du eventuell stehen musst. Die Preisunterschiede für die Klassen sind für uns als Touristen sehr unerheblich – trotzdem sind wir alle Strecken in der reservierten und unreservierten dritten Klasse gefahren. Während Züge auf längeren Strecken (z.B. Ella – Kandy, Kandy – Colombo, Anuradhapura – Colombo) häufig über mehrere Klassen verfügen, bei denen man auch Tickets vorab kaufen kann, haben die regionalen Züge (z.B. entlang der Südküste) meist nur Waggons für die unreservierte dritte Klasse. Das mag alles furchtbar undurchsichtig klingen, aber in der Praxis ist der Zug ein vergleichsweise schnelles und vor allem sehr günstiges Verkehrsmittel.

Eine ganz besondere Erfahrung, die es so unseres Wissens nach nur in Sri Lanka gibt, ist es, sich ein Tuktuk zu leihen und damit selbst durch das Land zu fahren. Das kannst du bei verschiedenen Anbietern machen, von denen der mit Abstand bekannteste Tuktukrental.com ist. Es gibt aber auch günstigere Alternativen wie zum Beipsiel Shane Tours176, die allerdings nur ein kleines Kontingent an Tuktuks haben. Bei Tuktukrental.com bekommst du zu Beginn eine kurze Fahrstunde und auch einen Führerschein (gegen Gebühr), sodass du offiziell damit fahren darfst. Du musst also keine Angst vor Polizeikontrollen in Sri Lanka haben. Auch wenn die Erfahrung, mit dem eigenen Tuktuk durchs Land zu fahren, einem viel Freiheit gibt und mit Sicherheit ein ganz besonderes Erlebnis ist, haben wir uns aus Kostengründen dagegen entschieden. Denn günstig ist das ganze leider nicht. Die Preise variieren je nach Modell und Länge der Leihzeit, aber man kann schon mit mindestens 18 US Dollar pro Tag rechnen – exklusive Führerschein, Benzin und gegebenenfalls einem Aufpreis, falls du das Tuktuk nicht am gleichen Ort wieder zurück gibst, wo du gestartet bist. Da landet man insgesamt schon recht schnell bei 25 bis 30 Euro pro Tag. Weil wir zwischendrin immer einige Tage haben, an denen wir nur arbeiten und das Tuktuk nicht gebraucht hätten, war es uns den Preis nicht wert. Aber wir kennen viele, die das gemacht haben und eine super Zeit hatten. Die Südküste bietet sich dafür auf jeden Fall an, weil die einzelnen Orte nicht allzu weit voneinander entfernt sind und man so immer spontan anhalten kann, wenn man an einem schönen Ort oder Strand vorbei kommt. Aber Achtung: In Sri Lanka leben wilde Elefanten und wir haben schon so einige Horrorstorys gehört, bei denen Elefanten sich von Tuktukfahrern angegriffen gefühlt haben und aggressiv wurden. Deswegen gilt: Immer auf Abstand bleiben, nicht zu nah an die Tiere heranfahren und vor allem nicht aus dem Tuktuk steigen!

Sri Lanka - Youtube Vlogs

Sri Lanka - Kosten

Sri Lanka ist grundsätzlich ein sehr günstiges Reiseland – aber seit 2022 kämpft das Land mit einer schweren Wirtschaftskrise und einer damit einhergehenden hohen Inflation. Dementsprechend instabil ist das Preisniveau und einige Preise, insbesondere für Essen und Trinken, sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Nach wie vor günstig sind öffentliche Verkehrsmittel und auch Unterkunftspreise sind sehr erschwinglich. Eintritte für Tempel und heilige Stätten können aber schon mal mehr als 30 Euro kosten. Wir haben in unseren vier Wochen in Sri Lanka im Schnitt 34 Euro pro Person pro Tag ausgegeben, womit sich Sri Lanka bei uns auf einem ähnlichen Preisniveau wie die meisten Länder in Südostasien bewegt.

Eine lokale Mahlzeit (z.B. Rice & Curry) kostet in Sri Lanka in touristischen Regionen im Schnitt 3 bis 4 Euro, ein westliches Gericht ungefähr das doppelte. Auf der anderen Seite bekommst du in lokalen Restaurants abseits der Touristenpfade eine vollwertige Mahlzeit schon für 1 bis 2 Euro. Anmerkung: 13,40 € ist ein vergleichbarer Wert, den wir auch in Ländern in Südostasien für Essen & Trinken ausgeben. Allerdings war in Sri Lanka meistens das Frühstück im Hotelpreis inkludiert, weshalb sich die 13,40 € aus nur zwei Mahlzeiten (+ Getränke & Snacks) zusammensetzen.

Unterkünfte in Sri Lanka können sehr günstig sein. Für ein einfaches Doppelzimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad haben wir im Schnitt knapp 22 Euro ausgegeben, wobei Frühstück dabei oftmals inkludiert war.

Wir haben uns fast ausschließlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, als mit Bussen und Bahnen, durch Sri Lanka bewegt, was wirklich sehr günstig ist. Dazu kommen einige wenige Tuktukfahrten und die Kosten für einen Roller, den wir zum Beispiel in Tangalle, Ella und Sigiriya gemietet hatten, was uns zwischen 6 Euro und 7,50 Euro pro Tag gekostet hat.

Unsere beiden teuersten Aktivitäten waren die Whale Watching Tour (57 €) in Mirissa und die Elefanten Safari im Hurulu Eco Park (25 €). Dazu kommen Eintrittspreise für Tempel wie den Dambulla Höhlentempel, den Zahntempel in Kandy und den Mulgirigala Rock Tempel, eine Surfstunde sowie die Eintritte für den Pidurangala Rock und den Diyaluma Wasserfall.

Für das elektronische Visum (ETA), das einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ermöglicht, haben wir 50 USD bezahlt.

Zu der Kategorie zählen bei uns in erster Linie Fitnessstudiobesuche. Ein Daypass in einem „normalen“ Gym kosten um die 3 Euro, aber öffentliche Studios sind deutlich günstiger (nichtmal 1 Euro). Dazu kommen Kosten für Proteinshakes und zwei Frisörbesuche von Horst.

In Sri Lanka haben wir im Schnitt circa 2 bis 2,50 Euro pro Kilogramm Wäsche bezahlt, was im Vergleich zu vielen Ländern in Südostasien eher teuer ist.

Wir haben uns beide direkt am Flughafen eine SIM Karte gekauft und können den Anbieter Dialog empfehlen. Wir haben für 50 GB für 30 Tage 7 Euro gezahlt.

Hierzu zählen Kleinigkeiten wie Mückenspray,  Zahnpasta, Taschentücher und Postkarten.

Sri Lanka - Unterkünfte

Unterkunft in Tangalle
Schönes Doppelzimmer in Sigiriya
Frühstück mit Aussicht in Ella

In Sri Lanka gibt es eine große Auswahl an Unterkünften für jedes Budget: Ob Homestays, Hostels, Hotels, Beach Bungalows – es ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. In unserem üblichen Preissegment von 20 bis 25 Euro pro Nacht fanden wir den Standard der Unterkünfte verglichen mit vielen Ländern in Südostasien allerdings etwas schlechter. Viele Zimmer sind sehr einfach eingerichtet und sehen ähnlich aus: Fliesenboden, dunkle Holzmöbel, wenig bis keine Deko und oft nur kleine Fenster, weshalb das Zimmer sehr dunkel wirkt. Das ist völlig ausreichend für ein paar Nächte, aber nichts, wo man sich so richtig wohlfühlt. Wir hatten aber auch ein paar ganz tolle Unterkünfte: Zum Beispiel die beiden Bungalows in Tangalle: Das Blue Skies Guesthouse* ist super gemütlich und liebevoll eingerichtet und wer etwas mehr investiert, kann in den wunderschönen Shiva’s Beach Cabanas* direkt am Strand unterkommen. Eine Herzensempfehlung von uns ist auch das Nest of Peak* in Ella. Die Unterkunft hat nur einige wenige Zimmer, liegt mitten im Grünen und hat einen großen Außenbereich mit dem perfekten Blick auf die Umgebung. Und auch der Bungalow in Sigiriya* hatte ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Im Schnitt haben wir für ein einfaches Doppelzimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage 22 Euro bezahlt. Bei einigen Unterkünften ist Frühstück bereits inkludiert, was entweder ein typisch sri lankisches Frühstück mit Roti, Dhal, Kokos-Sambal, Hopper und Sri Lankan Coconut Pancakes ist oder ein westliches mit Toast, Butter, Marmelade, Eiern und Obst. Bis auf eine Ausnahme haben wir unsere Unterkünfte über booking.com* gebucht und in der unten stehenden Liste verlinkt.

StadtHostel€ pro Nacht
GalleFort Thari Inn*
22 €
WeligamaThe Golden Bay Resort*
28 €
MirissaAwon Mirissa*
24 € (inkl. Frühstück)
Tangalle (teurer)Shiva’s Beach Cabanas*78 € (inkl. Frühstück)
TangalleBlue Skies Guesthouse*18 € (inkl. Frühstück)
EllaNest of Peak*27 € (inkl. Frühstück)
KandyOrchard Home*19 € (inkl. Frühstück)
SigiriyaSigiriya Nature Resort*21 € (inkl. Frühstück)
HabaranaKeth Hala Guesthouse
30 €
NegomboPavana Hotel*36 €
Katunayake (Flughafen)Antonio Transit Katunayake*18 €

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Sri Lanka - Essen und Trinken

Die Küche Sri Lankas ist ein richtiges Highlight und zudem sehr Vegetarier freundlich: Das Nationalgericht ist Rice & Curry, was es in wirklich jedem Restaurant gibt und was immer sehr lecker ist. Du bekommst Reis, Papadam und meistens vier oder fünf verschiedene Gemüsecurrys wie Dhal, Rote Beete, Kürbis, Kartoffel, Bohnen etc. Auf Wunsch kannst du Hühnchen dazu bestellen. Manchmal gibt es auch All you Can eat Buffets mit diesen Currys. Ansonsten sind bekannte Gerichte Coconut Roti (kleine Fladen aus Kokosnuss und Mehl), Kottu (gehacktes Roti mit Gemüse/Ei/Fleisch), Gebratener Reis und Sri Lanka Noodles. Allerdings ist Essen und Trinken in Sri Lanka nicht mehr ganz so günstig wie noch vor wenigen Jahren. Durch die Wirtschaftskrise und hohe Inflation sind die Preise stark angestiegen und wenn du online Speisenkarten von vor einem Jahr siehst, wirst du merken, dass die Preise sich seitdem nicht selten fast verdoppelt haben.

Das Nationalgericht: Rice & Curry
Sri Lanka Noodles am Strand
Frühstück in Ella

Trotzdem ist es nach wie vor nicht teuer und du kannst für ein typisch sri lankisches Essen mit circa 3 bis 4 Euro pro Gericht kalkulieren. Aber beachte: Oft kommen zu den Preisen auf der Karte noch zehn Prozent Service Charge oben drauf. In einigen Restaurants mit einheimischer Küche gibt es zusätzlich westliche Gerichte wie Pasta, Burger und Co., was in der Regel ein bisschen teurer ist als die lokalen Gerichte. Und in den touristischen Gegenden gibt es auch viele internationale Restaurants. Kaffee ist in Sri Lanka vergleichsweise teuer (circa 2,50 € für einen Cappuccino) und Milchalternativen (außer Kokosmilch) gibt es nur selten und gegen einen hohen Aufpreis. Alle Restaurants an der Südküste, die wir besonders empfehlen können, haben wir in der folgenden Tabelle gesammelt:

Restaurants
GalleLucky Fort Restaurant, Imals, Coffee Brunch Galle Fort, Coconut Sambal
WeligamaDulnetha, Dulmi House, Hangtime Hostel
MirissaDhana’s Curry Pot, Hey Mama, DelTano’s Wood Fired Pizza & Pasta
TangalleClam’s Beach Cafè and Restaurant, Mama’s Kitchen, Café Pastis
EllaRaha, Matey Hut, The Barn
KandyVegan Tranquil Rose, Vishnu Vihar Vegetarian, My Momo
SigiriyaSoul Food, Coconut Shades, Wihara Restaurant
Katunayake (Flughafen)Unwind Restaurant

Sri Lanka - Entwicklung des Tourismus

An der ein oder anderen Stelle mag es in diesem Länderguide schon angeklungen sein: Der Tourismus in Sri Lanka entwickelt sich derzeit in rasendem Tempo und wir waren überrascht, wie viel sich in den vergangenen vier Jahren – trotz Pandemie und Wirtschaftskrise im Land – verändert hat. Bei unserem ersten Besuch Anfang 2020 war Sri Lanka noch eine Backpacker Destination und ein Land, das etwas exotisch war und Abenteuercharakter hatte. Inzwischen hat sich das Publikum erweitert: Neben Backpackern haben viele Pauschaltouristen das Land für sich entdeckt. Wir haben viele (vor allem chinesische) Reisegruppen mit Guides, ältere Reisende und Familien mit Kindern getroffen. Hinzu kommen viele russische Reisende, die unserem Gefühl nach den größten Anteil der Touristen ausmachen. In vielen Gegenden in Sri Lanka wirst du Schilder und Speisenkarten auf Russisch finden. Das sagen wir völlig wertfrei, denn natürlich hat jeder das gleiche Recht zu reisen und das ist auch die ganz normale Entwicklung des Tourismus. Aber weil uns diese Veränderung in so kurzer Zeit überrascht hat, wollen wir mit diesem Guide eine realistische Erwartungshaltung schaffen. Vor einer Sri Lanka Reise sollte man sich darauf einstellen, dass es – entlang der typischen touristischen Route – recht voll und touristisch ist.

Viele Menschen beim Pidurangala
Zugfahrt als Touristenattraktion
Steigende Lebensmittelpreise

Dazu kommt, dass einige Preise, insbesondere für Lebensmittel, aufgrund der Inflation stark gestiegen sind. Allerdings hatten wir an der ein oder anderen Stelle das Gefühl, dass unter dem Deckmantel der Inflation für Touristen noch mal ein bisschen was draufgeschlagen wird. Wenn man mal die touristischen Pfade verlässt und in ein Restaurant geht, in dem sonst nur Einheimische sitzen, kostet das Essen trotz Inflation 1 Euro anstatt 3 bis 4 Euro. Das ist ein Stück weit in jedem Land so, aber in Sri Lanka ist es uns besonders aufgefallen. Und Eintrittspreise wie die 33 Euro für den Lion’s Rock oder die 28 Euro für die Tempelstätte Polonnaruwa sind unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt. Zu guter Letzt sollte man an einigen Stellen, wie dem Ella Rock oder den Diyaluma Falls, auf falsche oder aufdringliche Guides aufpassen. Teilweise werden Touristen bewusst auf falsche Wege geführt und gegen Geld auf den richtigen Weg zurückgebracht oder Guides sind aufdringlich und sagen, dass man Wege nicht auf eigene Faust laufen dürfe. Der Großteil der Menschen in Sri Lanka ist super freundlich, aber es gibt einige Betrugsmaschen, auf die man aufpassen sollte. Stelle dich zudem darauf ein, ständig nach einem Tuktuk gefragt oder von Straßenverkäufern angesprochen zu werden. Aber für gewöhnlich reicht hier ein nettes Nein Danke oder „Epa“, was auf Singhalesisch soviel bedeutet wie „Nein danke, ich brauche das nicht“.

Sri Lanka - Fazit

Sri Lanka ist ohne Frage ein tolles Reiseziel: Die Vielfalt der Natur ist einmalig, das Essen lecker, die Menschen freundlich und die Kultur beeindruckend. Außerdem hat das Land den Vorteil, dass es auf kleiner Fläche so viel Abwechslung zu bieten hat und sich damit auch perfekt für einen zweiwöchigen Urlaub eignet. Trotzdem sollte man (gerade als Backpacker) mit der richtigen Erwartungshaltung anreisen und wissen, dass es mittlerweile ein beliebtes Reiseziel für alle Art von Touristen ist.

Sri Lanka ist aktuell eine gehypte Destination und der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren sehr schnell entwickelt. Die typische Route aus Südküste, Hochland und Kulturdreieck, die wir in diesem Länderguide vorstellen, ist inzwischen recht touristisch geworden. Wer es gerne leerer mag, der sollte etwas abseits der bekannten Pfade wandeln und sich vielleicht den Osten oder Norden des Landes anschauen, wo der Tourismus nach wie vor in den Kinderschuhen steckt. 

Sri Lanka - Blogbeiträge

Das Kulturdreick

27.02.2024

Das Kulturdreieck in Sri Lanka setzt sich aus den drei Städten Kandy, Anuradhapurna und Polonnaruwa zusammen und wird um die Höhlentempel in Dambulla und den Sigiriya Felsen erweitert. Alle Stätten sind UNESCO Weltkulturerbe und bieten einen spannenden Einblick in die Geschichte des Landes.

Lesezeit: 4 Minuten

Ella und die Zugfahrt

22.02.2024

Mit seinen grünen Bergen und Teeplantagen und den kühleren Temperaturen bietet das Hochland rund um Ella eine angenehme Abwechslung zum sonst tropischen Klima Sri Lankas. Dich erwarten Aussichtspunkte und Wasserfälle, die Nine Arches Bridge – und natürlich die berühmte Zugfahrt Ella – Kandy.

Lesezeit: 5 Minuten

Südküste Sri Lanka

15.02.2024

An Sri Lankas Südküste gibt es unfassbar viele Strände, die sich in ihrem Charakter allerdings stark unterscheiden. Von den Hotspots um Mirissa, über die Surferstrände wie Weligama oder Hiriketiya, bis hin zu den menschenleeren Stränden in Tangalle: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei! 

Lesezeit: 6 Minuten