Victoria Falls

Sambia

Victoria Falls Sambia - Auf eigene Faust

Der Rauch, der donnert – so wird eines der spektakulärsten Naturwunder unserer Erde im südlichen Afrika genannt. Während die meisten Reisenden automatisch nach Simbabwe blicken, um die monumentalen Victoria Falls zu bestaunen, gilt die Sambia-Seite noch immer als Geheimtipp für Individualreisende. Hier kommst du den gigantischen Wassermassen des Sambesi nicht nur unglaublich nah, sondern erlebst das tosende Spektakel auch deutlich günstiger und authentischer! In diesem Guide erfährst du alles, was du für dein Abenteuer in Livingstone wissen musst – von praktischen Reisetipps über die genauen Kosten bis hin zu unvergesslichen Safari-Ausflügen ins angrenzende Botswana.

🔎 1. Victoria Falls auf einen Blick

Victoria Falls Sambia

Das Wichtigste in der Übersicht:

  • 💦 Quick Facts: Die Victoria Falls liegen auf der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe am Sambesi Fluss und gehören zu den größten der Welt. Sie sind 1,7 Kilometer breit und 108 Meter tief. Der lokale Name lautet Mosi-oa-Tunya, was „der Rauch, der donnert“ bdeutet. Der Eintritt auf der Sambia-Seite kostet 20 USD, auf der Simbabwe-Seite 58 USD. Dazu kannst du weitere Aktivitäten buchen, wie Schwimmen im Devil’s Pool, Raftingtouren und Helikopterflüge.
  • 🐘 Weitere Aktivitäten: Von Livingstone kannst du Walking Safaris zu Nashörnern im Mosi-oa-Tunya Nationalpark machen oder einen Tagesausflug in den Chobe Nationalpark in Botswana unternehmen.

🛂 Was brauche ich für die Einreise nach Sambia?
Als deutscher Staatsbürger brauchst du für die Einreise nach Sambia kein Visum und kannst kostenfrei 30 Tage (vor Ort zwei Mal um jeweils 30 Tage kostenlos verlängerbar) bleiben. Offiziell brauchst du ein Ausreiseticket. Hast du keins, können wir dir den Service von onwardticket.com* empfehlen. Beachte: Möchtest du auch die Simbabwe Seite der Falls besuchen, benötigst du als deutscher Staatsbürger ein Visum, das 30 USD kostet. Alternativ gibt es das sogenannte Kaza Visum, mit dem du mehrfach nach Sambia und Simbabwe einreisen darfst und bei dem auch Tagesausflüge ohne Übernachtung nach Botswana integriert sind (Kosten: 50 USD). Da Sambia und Botswana für deutsche Staatsbürger allerdings visafrei sind, lohnt sich dieses Visum unserer Meinung nach nicht.

☀️ Wann ist die beste Reisezeit für die Victoria Falls?
Du kannst die Victoria Falls zu verschiedenen Zeiten besuchen, je nachdem, worauf du Wert legst. Als beste Reisezeit werden häufig die Monate März bis Mai genannt, da sie das Ende der Regenzeit darstellen und der Sambesi Fluss und die Victoria Falls zu dieser Zeit den höchsten Wasserstand haben. In dieser Zeit hast du aber keinen allzu klaren Blick auf die Fälle, weil das Sprühwasser so extrem ist. Von August bis Dezember ist der Wasserstand am niedrigsten und ab Ende September bis in den Dezember hinein sind die Fälle auf der Sambia-Seite oft ausgetrocknet. Einen mittleren Wasserstand findest du in der Trockenzeit im Juni und Juli, was ebenfalls eine sehr gute Zeit für einen Besuch ist. Beachte, dass der Devil’s Pool auf der sambischen Seite nur von Mitte August bis Mitte Januar bei niedrigem Wasserstand besucht werden kann und dass bei Hochwasser teilweise auch Rafting Touren nur eingeschränkt angeboten oder ganz ausgesetzt werden.

📍 Was ist der Ausgangsort zu den Victoria Falls?
Der Ausgangsort auf der sambischen Seite der Victoria Falls heißt Livingstone. Die Stadt liegt nur rund 10 Kilometer von den Wasserfällen entfernt, sodass du den Sprühregen in Monaten mit hohem Wasserstand schon von der Stadt aus sehen kannst. In Livingstone gibt es einen internationalen Flughafen, der von verschiedenen Städten im Süden Afrikas angeflogen wird.

🗓️ Wie viele Tage für die Victoria Falls?
Für einen Besuch der Victoria Falls in Sambia reicht an sich ein Tag; möchtest du auch die Simbabwe Seite der Falls sehen, solltest du zwei Tage einplanen. Da es von Livingstone aus aber noch einige andere Sehenswürdigkeiten gibt, zu denen wir weiter unten in diesem Guide kommen, würden wir dir einen Aufenthalt von mindestens drei vollen Tagen empfehlen.

💳 Wie zahle ich in Livingstone?
In Sambia zahlst du mit dem sambischen Kwacha (ZMW), wobei 1 EUR circa 22 ZMW entspricht. In Livingstone ist Kartenzahlung recht weit verbreitet, wir konnten in allen Restaurants und Cafés, in der Unterkunft, im Supermarkt und bei den Victoria Falls mit Karte zahlen. Bargeld brauchst du gegebenenfalls für Trinkgelder und Taxifahrten. Zum Geld abheben empfehlen wir dir eine gute Reisekreditkarte, wie die kostenlose awa7 Kreditkarte* oder die DKB Visa Debitkarte*, mit denen du weltweit kostenlos Geld abheben kannst.

📲 Brauche ich eine SIM Karte?
Unserer Erfahrung nach hat das Wlan in Livingstone nicht sehr zuverlässig funktioniert (sowohl in der Unterkunft als auch in verschiedenen Restaurants). Deshalb empfehlen wir dir für deinen Aufenthalt eine eSIM von Saily*, mit der du sofort nach Ankunft in Livingstone online bist. Beachte aber, dass auch die Mobilen Daten in Livingstone nicht so zuverlässig wie aus anderen Orten gewohnt funktionieren. 

🔐 Ist Livingstone sicher?
Ja, Livingstone gilt als sicher und das deckt sich auch mit unserer Erfahrung. Wir haben uns in der Stadt sehr wohl gefühlt und sind zu jeder Zeit – auch im Dunklen – draußen herumgelaufen. Kommst du aus Südafrika, ist Livingstone dahingehend eine sehr willkommene Abwechslung, weil du dir weniger Gedanken um das Thema Kriminalität machen musst.

🦟 Wie sieht es mit Malaria aus?
In Livingstone herrscht ganzjährig ein hohes Malaria Risiko, genauer gesagt der Malaria Tropica, der gefährlichsten Malaria Variante. Da Malaria durch die nachtaktiven Anopheles-Mücken übertragen wird, ist es wichtig, vor allem ab der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang Mückensticke zu vermeiden. Das tust du am besten mit langer, heller Kleidung und einem DEET-haltigen Mückenspray, außerdem solltest du eine Unterkunft mit Mückennetz wählen. Ob du Malaria Prophylaxe nehmen möchtest, ist eine individuelle Entscheidung und sollte am besten mit einem Tropenarzt besprochen werden. Beachte, dass das Malaria Risiko während und kurz nach der Regenzeit (November bis Juni) höher ist als in der Trockenzeit.

✈️ 2. Anreise nach Livingstone

Livingstone liegt im Süden von Sambia
Harry Nkumbula International Airport (LVI)

Livingstone liegt im Südwesten von Sambia, an der Grenze zu Simbabwe und nur wenige Kilometer vom einzigen 4-Länder-Eck der Welt entfernt, an dem Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia aufeinander treffen. Livingstone hat rund 200.000 Einwohner und mit dem Harry Mwanga Nkumbula (LVI) einen internationalen Flughafen, der unter anderem von der sambischen Hauptstadt Lusaka sowie aus Kapstadt (ZAF), Johannesburg (ZAF), Nairobi (KEN) und Windhoek (NAM) angeflogen wird. Der kleine Flughafen liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und um vom Airport zu deiner Unterkunft zu kommen, nimmst du am besten ein Yango. Yango ist eine Ridehailing App und das Pendant zu Uber, was in einigen afrikanischen Ländern genutzt wird. Unser Tipp: Installiere die App bereits vor deiner Anreise und verknüpfe sie mit deiner Telefonnummer und deiner Kreditkarte. Eine Fahrt mit Yango vom Flughafen ins Stadtzentrum kostet rund 50 ZMW (2,50 €) inklusive Parkgebühren, während reguläre Taxifahrer mindestens 250 ZMW (11,30 €) für die gleiche Strecke verlangen.

🚗 Anreise über Land: Alternativ kannst du über den Landweg von den angrenzenden Staaten (Namibia, Botswana und Simbabwe) nach Livingstone anreisen. Von Namibia fährst du durch den Caprivi Streifen und reist über Katima Mulilo/Sesheke nach Sambia ein, was rund zwei Stunden von Livingstone entfernt liegt. Von Botswana und Simbabwe kannst du den Kazungula Grenzübergang nutzen und von Simbabwe zusätzlich den Grenzübergang direkt an den Victoria Falls. Befindest du dich bereits in Sambia, kannst du einen Inlandsflug nach Livingstone nehmen oder mit dem Bus anreisen, zum Beispiel von der Hauptstadt Lusaka, was 8,5 Stunden dauert und über 12go.asia* 8 Euro kostet.

Was erwartet dich in Livingstone?

Spaziergang entlang der Hauptstraße
Abendstimmung in Livingstone
Supermarktkette Spar

Livingstone ist eine 200.000 Einwohner Stadt, wirkte auf uns aber recht entspannt. Da Livingstone als ziemlich sicher gilt, kannst du dich hier problemlos alleine bewegen und auch abends zu Fuß unterwegs sein, ohne dir Gedanken machen zu müssen. Aus Südafrika kommend, fanden wir das eine sehr willkommene Abwechslung. Ein weiterer Unterschied zu den meisten Städten in Südafrika: Du bewegst dich als Tourist in Livingstone nicht in einer Parallelwelt oder einer Welt, die in Schwarz und Weiß aufgeteilt ist, sondern du bist mitten drin im Leben der Einheimischen. Wir haben uns in Livingstone extrem wohl gefühlt, man zieht als weißer Tourist nicht unangenehm viel Aufmerksamkeit auf sich, kommt aber mit dem ein oder anderen Einheimischen schnell ins Gespräch, die Menschen sind gastfreundlich, offen und interessiert und Englisch ist weit verbreitet.

Du findest in Livingstone einige gute Restaurants, es gibt einen recht gut ausgestatteten Spar Supermarkt und wenn du trainieren gehen willst, können wir dir das The B’Hive Gym empfehlen. Möchtest du mehr über die Geschichte Sambias erfahren, kannst du dem Livingstone Museum (5 USD), dem ältesten und größten Museum Sambias, einen Besuch abstatten. Ansonsten gibt es in Livingstone selbst wenige Sehenswürdigkeiten, die Stadt agiert eher als Ausgangspunkt zu den Victoria Falls und weiteren coolen Aktivitäten, zu denen wir später kommen.

💦 3. Victoria Falls - So planst du deinen Besuch

Eingang zu den Victoria Falls
Victoria Falls Sambia
Blick auf die gigantischen Wasserfälle

Die Victoria Falls liegen nur rund zehn Kilometer vom Stadtzentrum Livingstones entfernt und wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, nimmst du dir am besten ein Yango. Das dauert nur ein paar Minuten und kostet für die kurze Strecke 2 bis 3 Euro. Falls du die Yango App selbst nicht hast, frage in deiner Unterkunft nach, ob die Mitarbeiter ein Yango für dich bestellen können. Angekommen am Eingang zahlst du den Eintritt, der pro Person 20 USD (17 €) beträgt (wohingegen der Eintritt auf der Simbabwe Seite 58 USD kostet) und du kannst mit Kreditkarte oder bar zahlen. Hinter dem kleinen Häuschen läufst du noch ein Stück, vorbei an einigen Souvenirständen und zwei Restaurants, bis du zum eigentlichen Eingang des Nationalparks kommst. Hier findest du auch einen großen Übersichtsplan, auf dem du dir die verschiedenen Wanderwege und Aussichtsplattformen auf der Sambia Seite anschauen kannst. Beachte: Auf der Sambia Seite befinden sich nur 25 Prozent der Victoria Falls, 75 Prozent liegen auf der Simbabwe Seite – was aber nicht heißt, dass es von Sambia aus nicht beeindruckend aussieht. Wir selbst waren im Mai vor Ort, wo die Fälle den höchsten Wasserstand haben – und das haben wir durchaus zu sehen und zu spüren bekommen! Das Besondere an der Sambia Seite ist, dass man deutlich näher an die Fälle herankommt, was das ganze Erlebnis sehr viel abenteuerlicher macht. Es gibt zunächst mehrere Aussichtspunkte, von denen du seitlich auf die gigantischen Wasserfälle schauen kannst, und einen Weg, der oberhalb der Fälle führt, was auch sehr beeindruckend zu sehen ist.

Es gibt mehrere Wanderwege
Auf der Brücke wird man klatschnass
Blick auf die Victoria Falls Bridge

Besonders toll sind die Regenbögen, die vor allem morgens und am späten Nachmittag durch die Sonneneinstrahlung entstehen und der ganzen Szenerie eine noch besonderere Stimmung verleihen. Der abenteuerlichste Part ist eine kleine Brücke, die Knife Edge Bridge, die sehr nah vor den Victoria Falls über eine Schlucht führt und auf der du so richtig nass wirst! Deshalb unser Tipp: Pack dir unbedingt ein Regencape und Regenschutz für deinen Rucksack ein. Hast du keins, kannst du dir dieses sowohl vor dem Eingang des Parks als auch innerhalb ausleihen. Über die Brücke zu laufen war für uns ein absolutes Highlight, wir hatten wirklich das Gefühl, es schüttet einfach von der Seite! Wir sind klatschnass geworden, aber hatten den Spaß unseres Lebens. Hinter der Brücke führt ein Weg noch weiter nah an den Wasserfällen entlang, was sich ebenfalls lohnt. Toll ist auch der Blick auf die Victoria Falls Bridge, die Sambia und Simbabwe miteinander verbindet und von der aus man auch Bungee Jumping machen kann. Innerhalb des Parks kommst du allerdings nicht bis zur Brücke.

💡 Good to know für deinen Besuch der Victoria Falls:

  • 🕛 Öffnungszeiten: In der Regel öffnet der Park von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends, wobei es Abweichungen geben kann. Beachte, dass du mit dem Ticket nur einmaligen Zutritt hast, du kannst nicht raus- und wieder reingehen.
  • 💳 Zahlungsmethoden: Du kannst die 20 USD Eintritt sowohl mit Kreditkarte als auch bar zahlen.
  • 🎒 What to pack: Da du auf jeden Fall nass wirst (vor allem wenn der Wasserstand hoch ist), solltest du Schuhe anziehen, die nass werden können (Schlappen reichen, festes Schuhwerk nicht zwingend notwendig) und ein Regencape mitnehmen sowie einen Regenschutz für deinen Rucksack/deine Tasche. Hast du kein Regencape, kannst du am Eingang und innerhalb des Parks eins ausleihen (25 ZWM, 1,10 €).
  • 🍴 Infrastruktur: Du findest einige Souvenirstände und zwei Restaurants direkt vor dem Parkeingang (zwischen Ticketerwerb und Eingang) und Toiletten im Inneren des Parks.
  • 🦍 Wildlife: Im Nationalpark wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Paviane treffen. Bei unserem Besuch waren diese friedlich, aber du solltest kein Essen vor ihnen auspacken.

🛏️ 4. Unterkünfte in Livingstone

Wenn dein Budget etwas lockerer sitzt und du dir etwas gönnen möchtest, kannst du einen Blick auf das Avani Victoria Falls Resort* und das Royal Livingstone by Anantara* werfen. Das sind zwei Luxushotels direkt an den Victoria Falls. Da das nicht in unserem Budget liegt, haben wir in der Okavango Lodge* in Livingstone übernachtet. Dort hatten wir ein Doppelzimmer mit einem kleinen Wohnzimmer, Bad, Klimaanlage und Schlafzimmer (mit Mückennetz!), wofür wir pro Nacht inklusive Frühstück 35 Euro bezahlt haben. Unser Highlight war der wunderschön angelegte Garten. Möchtest du lieber in einem Hostel übernachten, können wir dir das Jollyboys Hostel empfehlen. Übrigens kannst du für den Pool des Hostels als Nicht-Übernachtungsgast einen Tagespass kaufen (9 €) und das Geld als Freiverzehr im Restaurant nutzen.

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🍜 5. Restaurants in Livingstone

Unser Stammrestaurant: Zest Bar & Restaurant
Kaffee und Kuchen im Kubu Café

Es gibt in Livingstone, vor allem entlang der Hauptstraße Mosi-Oa-Tunya-Road, einige nette Restaurants und Cafés. Zu unserem Stammrestaurant wurde das Zest Bar & Restaurant: dort kann man sehr schön draußen im Hof sitzen, die Speisekarte ist vielfältig (auch Vegetarier werden fündig) und manchmal legt abends sogar ein DJ auf. Einziges Manko: Es dauert teilweise recht lange, bis das Essen serviert wird, du solltest also Zeit mitbringen. Wir haben in Livingstone zwei indische Restaurants getestet, die wir beide weiter empfehlen können: Zum einen The Golden Leaf (teurer) und zum anderen Yukta’s Kitchen (etwas günstiger), die auch beide an der Hauptstraße liegen. Guten Kaffee und auch Kuchen findest du im Kubu Cafè und auch im Jollyboys Hostel gibt es eine Siebträgermaschine und ein leckeres Restaurant, in dem unter anderem mexikanisch serviert wird. Wo wir selbst nicht gegessen haben, was aber auch gute Google Maps-Bewertungen hat, ist das italienische Restaurant Olga’s – The Italian Corner. 

💰 6. Kosten für Sambia Reise

Die Kosten einer Reise sind natürlich immer individuell und hängen in erster Linie von deinem Reisestil ab, aber grundsätzlich würden wir das Preisniveau in Sambia beziehungsweise konkret in Livingstone als mittelpreisig bezeichnen. Der Besuch der Victoria Falls ist von der Sambia Seite aus auf jeden Fall deutlich günstiger als von Simbabwe aus, da du keine Visumkosten hast und der Eintritt sehr viel günstiger ist. Bei den Unterkünften gibt es großen Spielraum, aber du findest bereits ab 30 Euro die Nacht gute Unterkünfte inklusive Frühstück und wenn du keine Touren buchst und statt Taxis die Raidhailing App Yango nutzt, kannst du sparen. Damit du einen besseren Überblick bekommst, mit welchen Kosten du rechnen kannst, haben wir einige Beispielpreise für dich zusammengestellt: 

  • 🛏️ Unterkunft (mittleres Niveau): ca. 35-50 EUR pro Nacht
  • 🚕 Yango Taxi: ca. 3 EUR zum Flughafen und zu den Victoria Falls
  • 🍜 Gericht im Restaurant: ca. 10 EUR für eine Hauptspeise
  • ☕ Cappuccino: ca. 3 EUR
  • 💦 Victoria Falls:  17 EUR Eintritt, Helikopterflug: ca. 150 EUR für 12 Min., Raftingtour: ca. 130 EUR
  • 🐘 Tagesausflug Chobe NP: 135 EUR pro Person (inkl. Transport, Jeep Safari, Lunch, Fluss Safari) 

Reisetipps für Sambia

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Was kann zuhause bleiben, was sollest du unbedingt mitnehmen? Wir teilen unsere Erfahrungen aus über zwei Jahren Weltreise.

🐘 Tagesausflug in den Chobe Nationalpark, Botswana

Du bist sehr wahrscheinlich für den Besuch der Victoria Falls nach Livingstone gereist, aber wenn du schon mal dort bist, lohnt es sich, noch einen weiteren Ausflug mitzunehmen. Es gibt nämlich zwei extrem coole Safari-Möglichkeiten: Du kannst entweder den Mosi-oa-Tunya Nationalpark besuchen, der direkt neben Livingstone liegt und in dem du unter anderem Walking Safaris mit Nashörnern machen kannst! Oder du buchst – so wie wir – einen Tagesausflug in den Chobe Nationalpark im angrenzenden Botswana. Wir haben die Tour mit Boris Safaris and Tours gemacht, aber es gibt verschiedene Anbieter, die im Prinzip alle den gleichen Ablauf anbieten: Du wirst früh morgens an deiner Unterkunft abgeholt und über den neuen Grenzübergang Kazungula Bridge nach Botswana gefahren. An der Grenze reist du aus Sambia aus und nach Botswana ein, wofür du als deutscher Staatsbürger kein Visum brauchst und was dementsprechend schnell und unkompliziert geht. Und dann steigst du auch schon in einen Safari Jeep um und die Safari kann starten! Der Chobe Nationalpark ist vor allem für seine riesige Elefantenpopulation bekannt, bis zu 120.000 sollen hier leben und wir haben auch sehr sehr viele gesehen: einzelne Elefantenmännchen, die einsam umherstreifen, aber auch große Elefantenfamilien, die direkt vor uns die Straße gekreuzt oder im Wasser gespielt haben. Den Großteil der Safari wirst du in der Nähe des Chobe Flusses verbringen, weil sich dort viele Tiere aufhalten. Grundsätzlich hast du auch die Chance, 4 der Big 5 im Chobe Nationalpark zu sehen (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel), denn Nashörner leben hier nicht. Wir haben neben unendlich vielen Elefanten auch Impalas (Antilopen), Zebras, Giraffen, Warzenschweine, Krokodile, und viele Vogelarten gesehen.

Geführter Game Drive durch den Park
Giraffe im Chobe Nationalpark

⚠️ Ehrliche Kritik: Bei unserer Safari wurde ein männlicher Löwe gesichtet, den wir und viele andere Jeeps daraufhin gesucht haben. Was zunächst völlig harmlos begann, hat sich nach einer Weile in eine echte Hetzjagd verwandelt. Unser Guide und viele andere haben die offiziellen Straßen verlassen und sind verbotenerweise Off Road gefahren, um den Löwen zu finden, obwohl unser Guide uns zu Beginn der Safari ausdrücklich gesagt hat, dass man die Straßen niemals verlassen darf und dass immer respektvoll mit den Tieren umgegangen wird. Nach einer Weil wurde der Löwe, der sich unter einen Busch zurückgezogen hatte, tatsächlich gefunden und viele Jeeps sind zentimeternah an ihn heran gefahren. Wir haben unserem Guide daraufhin gesagt, dass wir das Verhalten nicht gut heißen, er hat seinen Fehler aber nur bedingt eingesehen.

🛶 Fluss Safari auf dem Chobe River

Fluss Safari auf dem Chobe River
Nilpferde im Wasser

Nach circa drei Stunden Safari haben wir den Park wieder verlassen und eine Mittagspause in einer Lodge eingelegt, was im Tourenpreis schon inkludiert ist (abgesehen von Getränken), bevor Part 2 der Tour anstand: eine Fluss Safari! Dafür haben wir auf einem kleinen Motorboot Platz genommen und sind den Chobe Fluss entlang geschippert. Dieser Teil des Ausflugs hat uns persönlich besonders gut gefallen, denn die Szenerie ist sehr schön und friedlich und Bootfahren versprüht auf uns oft eine gewisse Idylle. Das Besondere ist, dass man vom Boot aus ziemlich nach Nilpferde sehen kann, die sich im Wasser befinden. Daneben konnten wir einige, teils sehr große Krokodile beobachten sowie Echsen, viele Vogelarten, (unter anderem einen afrikanischen Fischadler, der sogar in der sambischen Flagge vorkommt) und natürlich wieder Elefanten.

Nilkrokodil im Chobe Fluss
Ein afrikanischer Fischadler
Hier leben 120.000 Elefanten

Besonders lange haben wir uns bei einer Elefantenherde aufgehalten, die sich am Flussrand versammelt hatte, um zu trinken und sich abzukühlen – ein sehr besonderer Anblick! Die Fluss Safari ging knappe zwei Stunden und danach haben wir uns langsam auf den Heimweg begeben. Die Aus- und Wiedereinreise aus Botswana und nach Sambia hat wieder reibungslos funktioniert und nach insgesamt circa elf Stunden kamen wir erschöpft und müde, aber auch sehr glücklich und voller neuer Erinnerungen, wieder in Livingstone an. Die Tour hat uns pro Person 135 Euro gekostet, ist also wirklich nicht günstig, war aber auch ein ganz tolles Erlebnis (abgesehen von der Löwen-Hetzjagd), das wir dir ans Herz legen können! 

🧾 8. Unser ehrliches Fazit

Die Victoria Falls sind ein krasses Naturspektakel, das zurecht in einem Atemzug mit den Iguazu Falls in Argentinien/Brasilien und den Niagara Fällen in den USA/Kanada genannt wird! Da wir nicht in Simbabwe waren, können wir keinen Vergleich der beiden Seiten ziehen, aber wir können dir die Sambia Seite definitiv ans Herz legen. Uns hat es extrem gut gefallen, die Preise sind fair, es ist nicht viel los und es gibt nur die nötigste Infrastruktur, ohne dass Freizeitpark-Charakter aufkommt.

Aber auch darüber hinaus war die gesamte kurze Reise nach Livingstone für uns eine super positive Erfahrung und wir haben total Lust, Sambia nochmal ausführlicher zu bereisen. Die Menschen sind super freundlich, wir haben uns sehr wohl gefühlt und das Land ist eine interessante Alternative zu deutlich bekannteren Staaten im südlichen Afrika wie Namibia, Südafrika und Botswana. Wir können dir einen Besuch von Livingstone und den Victoria Falls also von Herzen empfehlen!

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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