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Kreditkarte

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Weltreise Kreditkarte

Eine gute Kreditkarte auf Weltreise gehört zu den wichtigsten Dingen überhaupt! Denn du willst auf keinen Fall extra Gebühren bei jeder Bezahlung oder Bargeldabhebung zahlen. Und die besten News vorab: Es gibt kostenlose Kreditkarten ohne Kontoführungsgebühren, ohne zusätzliche Gebühren für Auslandseinsätze (wenn du z.B. in den USA direkt in USD bezahlst) und ohne Gebühren für Gelbabhebungen außerhalb der EU. Allerdings fallen bei Abhebungen von Geldautomaten im Ausland manchmal Fremdgebühren an (z.B. in Thailand – 6€ pro Abhebung). Die Höhe dieser Gebühren ist abhängig vom Land und von der Bank des Automatenbetreibers. Deine Bank hat keinen Einfluss darauf und diese Extrakosten werden nicht erstattet. Für eine Weltreise empfehlen sich im besonderen zwei Kreditkarten, die wir hier in einem Vergleich gegenüberstellen.

DKB Visa DebitkarteBarclaycard Visa
Kontoführungsgebührkostenlos (als Aktivkunde)kostenlos
Girokonto notwendigJaNein
Abhebungsminimum50€50€
Abhebungsgebührkostenlos (als Aktivkunde)kostenlos (sofern Konto gedeckt)
Auslandseinsatzkostenlos (als Aktivkunde)kostenlos (sofern Konto gedeckt)
Fremdgebührenkeine Erstattungkeine Erstattung
Apple/Google Paybeidesbeides
Partnerkartenkeine (nur bei Gemeinschaftskonto)bis zu drei
Überweisungenkostenlos7,50 pro Überweisung

Beide Kreditkarten ähneln sich vom Leistungsumfang und eignen sich gleichermaßen gut für eine Weltreise. Wenn du dein aktuelles Girokonto weiter nutzen möchtest und nicht schon bei der DKB bist, empfiehlt sich eher die Barclays Visa, da du dafür kein neues Girokonto eröffnen musst. Du kannst die Barclays Visa einfach mit deinem bestehenden Girokonto verknüpfen und dann entweder Geld auf die Kreditkarte überweisen oder den Saldo von deinem verknüpften Konto ausgleichen lassen. Außerdem kannst du bei Barclays eine Partnerkarte beantragen, die du entweder zusammen mit deinem Partner nutzen oder als Backupkarte nehmen kannst. Für beide Karten gilt ein Minimum von 50 € bei Bargeldabhebungen

Regeländerung Barclays Visa
Allerdings sind zum 7.12.2023 einige Änderungen für Neukunden bei der Barclays Visa in Kraft getreten, die es auf jeden Fall zu beachten gilt, damit die Karte weiterhin kostenlos bleibt! Bei einer Rückzahlungsoption von 100% (Teilzahlung von 3,5% ist standardmäßig voreingestellt) fällt jetzt eine monatliche Gebühr von 2 € an und für Bargeldabhebungen und Zahlungen im Ausland werden direkt ab dem Buchungstag Zinsen berechnet. Das heißt im Klartext: Solltest du mit der Barclays Visa bei Bargeldabhebungen oder Bezahlungen ins Minus gehen, werden direkt Zinsen fällig und wenn der Saldo monatlich über dein verknüpftes Girokonto ausgeglichen wird, werden dir dafür 2 € berechnet. Um diese Kosten zu umgehen, kannst du die Barclays Visa einfach als Guthabenkarte nutzen. Wir überweisen ein oder zwei Mal im Monat von unseren privaten Girokonten Geld auf die Karte und gehen daher mit der Barclays Visa nie ins Minus. Und beachte: Die Regeländerung gilt nicht für Bestandskunden!

Alternativen zur Barclays Visa
Wem das Überweisen zu umständlich ist, der kann einen Blick auf die Kreditkarte der Norwegian Bank oder die GenialCard der Hanseatic Bank werfen. Diese entsprechen vom Leistungsumfang quasi der Barclays Visa vor der Regeländerung und man muss ebenfalls kein neues Girokonto eröffnen. Allerdings gibt es dort unseres Wissens nach keine Partnerkarten, was nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal der Barclays Visa ist, die sich damit besonders gut für Paare auf Weltreise eignet.

Aktivkundenstatus der DKB
Beachte bei der DKB Debitkarte*, dass ein monatlicher Geldeingang von 700 € notwendig ist, damit keine Kontoführungsgebühren anfallen und die Debitkarte für Auslandseinsätze und Bargeldabhebungen kostenlos bleibt! Hinweis: Auch wenn das Girokonto als Aktivkunde kostenlos ist, berechnet die DKB 0,99 € pro Monat für die Girokarte. Allerdings brauchst du diese ja nicht, da du nur die Debitkarte nutzt. Wir empfehlen auf Weltreise mindestens zwei verschiedene Kreditkarten von zwei verschiedenen Banken mitzunehmen und an unterschiedlichen Orten zu verstauen. So hast du ein Backup, falls eine Kreditkarte geklaut oder gesperrt wird.

Während es sich bei den Karten von Barclays, Hanseatic und Norwegian um eine klassische Kreditkarte handelt, ist die Karte der DKB eine sogenannte Debitkarte. Aber was sind die Unterschiede?

Bei einer Kreditkarte leihst du dir kurzfristig Geld bei deiner Bank und diese Umsätze werden über einen Monat gesammelt und dann in einer konsolidierten Abrechnung monatlich von deinem Konto abgebucht. Daher auch der Name Kreditkarte, weil du quasi einen Monat lang Minikredite sammelst. Die Bank ermittelt bei Beantragung der Kreditkarte deinen sogenannten Verfügungsrahmen, damit du nicht unendlich viel Geld ausgibst, das du überhaupt nicht zurückzahlen kannst. Dieser Verfügungsrahmen (z.B. 1000 € pro Monat) wird bei der Beantragung der Kreditkarte individuell von der Bank für dich festgelegt. Im Extremfall kann die Bank sogar die Ausstellung einer Kreditkarte ablehnen. 

Bei einer Debitkarte werden die Umsätze nicht erst über einen Monat gesammelt, sondern direkt von deinem Girokonto abgebucht. Somit ist dein Verfügungsrahmen quasi dein Kontostand und die Bank hat daher kaum ein Risiko, weshalb die Beantragung einer Debitkarte leichter ist.

Fürs Reisen gibt es allerdings noch einen relevanten Unterschied: Für den Verleih von Mietwagen benötigst du eine richtige Kreditkarte, da die Vermieter keine Debitkarten für die Kaution akzeptieren. Sonst unterscheiden sich beide Karten in der Praxis kaum. 

Wir nutzen unsere Barclays Visa allerdings nicht als klassische Kreditkarte, sondern überweisen Geld von unseren privaten Girokonten auf das Kreditkartenkonto der Barclays Visa und nutzen dieses Guthaben, wodurch wie nie „ins Minus“ gehen. So kann die Barclays Visa auch für Neukunden nach der Regeländerung vom 7.12.2023 weiterhin kostenlos bleiben.

Vor der Weltreise haben wir die Kreditkarte der DKB* genutzt, da Horst dort ohnehin sein Konto hat. Aber für die Weltreise haben wir die Barclays Visa beantragt, da wir hier Partnerkarten bekommen haben, ohne ein weiteres Konto eröffnen zu müssen. So hat jeder seine eigene Karte und wir überweisen einfach das Geld von unseren normalen Girokonten auf das gemeinsame Kreditkartenkonto. Allerdings haben wir die DKB Debitkarte noch als Backup für Notfälle dabei, die wir tatsächlich mal nutzen mussten, als unsere Barclays Karten kurzfristig gesperrt wurden. Daher empfehlen wir auch, mindestens zwei Kreditkarten von verschiedenen Banken mitzunehmen.

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