Garden Route

Südafrika

Garden Route Südafrika - Tipps für deine Rundreise

Die Garden Route gehört ohne Zweifel zu den bekanntesten Highlights in Südafrika und darf auf keiner Reiseroute fehlen. Aber viele Reisende haben uns berichtet, dass sie sich zu viel Zeit für die Garden Route genommen haben, da sich einige Stopps sehr ähneln. Genau das wollten wir vermeiden und haben deswegen ein Best-of erstellt: Wir zeigen dir eine optimale Route, die in kurzer Zeit alle Highlights abdeckt!

🔎 1. Garden Route auf einen Blick

Sehenswürdigkeiten auf der Garden Route

  • 🚡 Start in Kapstadt
  • 🐧 Pinguine bei Betty’s Bay & Walbeobachtung in Hermanus
  • 🌞 Sanddünen im De Hoop Nature Reserve
  • 🌊 Küstenaussichten von den Knysna Heads
  • 👙 Traumstrände in Wilderness & Nature’s Valley
  • 🤙🏼 Chillige Vibes in Plettenberg Bay
  • 🥾 Wandern im Robberg Nature Reserve
  • 🏞️ Bungee Jumping & Tsitsikamma National Park
  • 🏄‍♀️ Surfen in Jeffrey’s Bay
  • 🐘 Selbstfahrer Safari im Addo Elephant National Park

📍Was erwartet dich auf der Garden Route?
Die Garden Route ist keine einzelne Straße, sondern vielmehr eine Kombination verschiedener Stops entlang der Südwestküste Südafrikas, die man bei einem Roadtrip miteinander kombiniert. Auch wenn es schöne Abschnitte gibt, führt die Straße dabei meist durchs Inland und veräuft offiziell zwischen Mossel Bay und Port Elizabeth, aber viele bezeichnen bereits den Weg ab Kapstadt als Teil der Garden Route. Unterwegs erwarten dich tolle Küstenabschnitte, Traumstrände, Wale, Surfervibes, wunderschöne Nationalparks, tolle Wanderungen und jede Menge Wildlife.

☀️ Wann ist die beste Reisezeit für die Garden Route?
Als beste Reiszeit für die Garden Route gelten die warmen und trockenen Sommermonate, die in Südafrika umgekehrt zu denen in Europa verlaufen – also von Oktober/November bis März/April. Wir selbst waren im April vor Ort und hatten angenehme, aber keine heißen Temperaturen und meistens Sonnenschein. Die Walsaison ist übrigens von Juni bis November. 

🗓️ Wie viele Tage sollte ich für die Garden Route einplanen?
Viele planen für die Garden Route komplette zwei oder sogar drei Wochen ein und wer viel Zeit mitbringt, kann sich auf der Garden Route treiben lassen. Aber Südafrika bietet so viel mehr Highlights, dass wir der Meinung sind, dass man die Zeit auf der Garden Route verkürzen kann, um dafür einen weiteren Stop in einer anderen Region in Südafrika einzuplanen. Deswegen würden wir maximal 10 Tage für die Garden Route empfehlen. In dieser Zeit kannst du trotzdem entspannt mehrere Stopps einlegen und die größten Highlights sehen, ohne dich stressen zu müssen, aber auch ohne, dass sich die Stopps zu sehr ähneln oder dir langweilig wird. 

🚗 Wo buche ich einen Mietwagen?
Wir buchen unsere Mietwagen auf jeder Reise über billiger-mietwagen.de*, da man hier die besten und günstigsten Angebote findet. Für die Garden Route in Südafrika benötigst du übrigens keinen 4×4 und auch kein großes Auto, denn die Straßen sind alle asphaltiert und gut ausgebaut. Auch für die Selbstfahrersafari im Addo Nationalpark, wo du zum Teil über Schotterstraßen fährst, reicht ein kleines Auto. Wir haben über billiger-mietwagen.de* das kleinste und günstigste Angebot gebucht und dann beim Anbieter First Car Rental einen kleinen Suzuki S-Presso bekommen, womit wir sehr zufrieden waren.

⚠️ Ist die Garden Route sicher?
In Südafrika ist das Thema Kriminalität grundsätzlich sehr präsent, aber während vor allem Großstädte wie Johannesburg, Pretoria und Kapstadt Kriminalitätshotspots sind, gilt die Garden Route grundsätzlich als ziemlich sicher. Du solltest dennoch nicht im Dunklen fahren, keine Gegenstände und kein Gepäck sichtbar im Auto lassen und dich vor Ort informieren, ob es sicher ist, alleine abends zu Fuß unterwegs zu sein.

🚨 Achtung: Die Straßen der Garden Route gelten als sicher mit einer Ausnahme: Beim Addo Elephant Park musst du die R335 durch das Township Motherwell meiden, denn diese gilt als absoluter Kriminalitätsschwerpunkt! Nutze stattdessen die N2 nach Colchester und fahre über den südlichen Eingang in den Park oder weiter über die N2 auf die N10 und die R342, um zum nördlichen Eingang zu gelangen.

⭐ 2. Sehenswürdigkeiten auf der Garden Route

Küstenwanderung in Robberg
Traumhafter Nature’s Valley Beach
Selbstfahrer Safari im Addo NP

Sehenswürdigkeiten auf der Garden Route gibt es viele: Von Cityvibes in Kapstadt über günstige Weintastings, grüne Nationalparks, kilometerlange Sandstrände und atemberaubende Küstenwanderungen bis hin zu kleinen Städtchen und Abenteuersport ist hier für jeden was dabei. 

Kapstadt
Für uns ist Kapstadt eine der coolsten Städte, die wir je besucht haben: Die Metropole liegt zwischen Bergen und Meer und wirkt dank dieser einzigartigen Kulisse nicht hektisch, sondern sehr naturverbunden. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Tafelberg, auf den du wandern oder mit der Seilbahn fahren kannst (lohnt sich!) und den schönsten Sonnenaufgang siehst du vom Lion’s Head, dem zweiten prägnanten Berg direkt in der Stadt aus. In Camps Bay und Sea Point erwarten dich traumhafte Sandstrände und in Bo-Kaap lernst du mehr über die Kultur der Kap-Malaiien. Alle Infos, Highlights, Kosten und Tipps für Unterkünfte und Restaurants findest du in unserem Kapstadt Reiseguide.

Wilderness & Knysa Heads
Die Garden Route bietet einige wunderschöne lange Sandstrände und der Wilderness Beach ist mit Sicherheit einer der schönsten. Der kilometerlange Strand liegt vor dem gleichnamigen Ort, von wo aus einige steile Holztreppen nach unten führen. Wir sind hier lange entlang geschlendert, denn die Kulisse ist wirklich wunderschön: Das raue Meer, der helle feine Sand, die Steilküste – und vor allem: die Ruhe, denn es ist kaum ein Mensch vor Ort. Ungefähr 50 Kilometer entfernt liegt Knysna, was besonders für seine imposanten Sandsteinklippen („Heads“) bekannt ist. Von diesem Parkplatz aus erreichst du einen kleinen Wanderweg und tolle Aussichtsplattformen, die den Blick über die Klippen freigeben.

Plettenberg Bay
Der für uns süßeste Ort auf der Garden Route ist Plettenberg Bay. Hier haben wir gleich mehrere Nächte eingelegt, denn es lässt sich nicht nur in der Küstenstadt selbst gut aushalten, sondern du kannst von hier auch tolle Ausflüge unternehmen. Übernachtet haben wir in der Nothando Backpackers Lodge* und uns dort unglaublich wohl gefühlt. Generell versprüht Plettenberg Bay einen entspannten Charme, liegt direkt am Meer und bietet eine gute Infrastruktur an Unterkünften, Restaurants, Cafés und Sportmöglichkeiten. Besonders gut gefallen hat uns der Market off Main, ein Outdoor Markt auf dem sich Essensstände aus aller Welt ebenso finden wie Kunsthandwerk und Kleidung. 

Robberg Nature Reserve
Das Robberg Nature Reserve ist ein Naturschutzgebiet, das auf einer Halbinsel nur wenige Kilometer von Plettenberg Bay entfernt liegt und für uns eins der größten Highlights auf der Garden Route. Es gibt drei Wanderwege (2,4 km / 5,5 km / 9,2 km), die alle wunderschöne Ausblicke auf die Felsenküste bieten. Wir haben uns für den mittleren Wanderweg (Witsand) entschieden: Er bietet atemberaubende Aussichten auf das Meer, du kannst Robbenkolonien sehen (und mit etwas Glück Delfine und in der Saison auch Wale) und kommst an einem traumhaften Sandstrand vorbei. Auch wenn die Wanderung nicht sonderlich lang ist, solltest du genug Zeit mitbringen, um die Landschaft in Ruhe bestaunen zu können.

Tsitsikamma, Nature’s Valley & Bungee Jumping
Der Tsitsikamma Park lässt sich in mehrere Highlights unterteilen: Am bekanntesten sind die Hängebrücken, die du nach einer kurzen Wanderung erreichst (Mouth Trail, 1 km). Tipp: Lies in den Google Bewertungen nach, ob die Brücken intakt sind, denn bei unserem Besuch war eine der drei abgebaut. Daneben gibt es mehrere Wanderwege wie den Waterfall Trail (2-3 Stunden) und den Otter Trail (5 Tage) und abenteuerliche Aktivitäten wie Zipline- und Kajak-Touren. Adrenalin-Junkies können den höchsten Bungee Jump Afrikas von der Bloukrans Bridge machen und wer Lust auf Entspannung hat, der sollte unbedingt den traumhaften und leeren Nature’s Valley Beach besuchen.

Jeffrey’s Bay
Wenn du auf der Suche nach Surfervibes bist, dann ist Jeffrey’s Bay der perfekte Ort für dich. Ursprünglich mal ein Fischerdorf, wurde der Ort in den 1960er und 1970er Jahren von Hippies entdeckt und hat sich seitdem nicht nur zu einem der besten und beliebtesten Surfspots in Südafrika, sondern weltweit entwickelt. Heute gilt die Stadt als absoluter Surf-Hotspot und jedes Jahr findet hier im südafrikanischen Winter ein großes Surf Festival statt. Doch auch ein Stopp lohnt sich hier auch, wenn du nicht, surfst, denn der Ort liegt direkt an der Küste, hat einen entspannten Vibe und am kilometerlangen Jeffreys Bay Main Beach kannst du dich sonnen und Strandspaziergänge unternehmen.

Addo Elephant Park
Der Addo Elephant Park ist besonders für seine große Elefantenpopulation bekannt (mehr als 600 Elefanten leben hier), aber tatsächlich findest du alle Big 5: Elefant, Löwe, Büffel, Leopard und Nashorn. Tatsächlich ist der Park sogar der weltweit einzige Ort, an dem die „Big Seven“ beheimatet sind, denn die Grenzen des Nationalparks reichen bis an die Küste, wo Weiße Haie und Wale leben. Im Addo ist es üblich, Selbstfahrer Safaris zu machen, also mit dem eigenen Auto durch den Park zu fahren und dadurch, dass der Park nicht so groß ist, stehen die Chancen, viele Tiere zu sehen, sehr gut. Unsere Unterkunftsempfehlung direkt am Süd-Gate: Addo Mountain View*.

Weitere Highlights auf der Garden Route
Neben den genannten Highlights gibt es auf und neben der Garden Route noch weitere Sehenswürdigkeiten, die du in deine Route integrieren kannst: So kannst du einen Stopp in Stellenbosch für günstige Weintastings einlegen, während der Saison Wale in Hermanus beobachten, in Swellendam übernachten oder im De Hoop Nature wandern gehen. Für viele ist die Route 62 ein Highlight, eine Straße, die – genau wie die Garden Route – Kapstadt mit Port Elizabeth verbindet, aber weiter im Landesinneren verläuft. Dort kannst du Oudtshoorn, eine Kleinstadt in einer Halbwüstenlandschaft, besuchen und dir das Tropfsteinhöhlensystem der Cango Caves anschauen. 

Reisetipps für Südafrika

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🗺 3. Garden Route Route 10 Tage

Einer der wenigen Küstenabschnitte
Unser kleiner Suzuki S-Presso

Offiziell verbindet die Garden Route Mossel Bay und Port Elizabeth (370 Kilometer) miteinander (nach manchen Angaben sogar nur Mossel Bay bis Storms River), aber viele zählen schon den Weg ab Kapstadt bis Mossel Bay und hinter Port Elizabeth noch den Abschnitt bis zum Addo Elephant Park mit dazu, was wir in diesem Guide auch tun. Diese Strecke ist dann insgesamt knapp 800 Kilometer lang und eine der größten Touristenattraktionen Südafrikas, die man ganz easy mit dem eigenen Auto fahren kann. Allerdings verläuft die Garden Route – anders als es sich viele vielleicht vorstellen – nur selten entlang der Küste, sondern überwiegend im Landesinneren entlang der Schnellstraße N2 und ist, was das Fahren angeht, eher unspektakulär.

Wir haben unseren Garden Route Roadtrip in Kapstadt gestartet und einen Mietwagen über billiger-mietwagen* gebucht und bei First Car Rental abgeholt. Da wir uns für die kleinste und günstigste Klasse entschieden haben, haben wir einen Suzuki S-Presso bekommen, was aber völlig ausgereicht hat. Die Straßen auf der Garden Route sind in gutem Zustand und du brauchst weder einen 4×4, noch ein großes Auto. Auch die Selbstfahrer Safari im Addo Elephant Park über Schotterstraße war kein Problem.

Wie lange du die Garden Route fährst, hängt von deinen individuellen Präferenzen ab, denn wie du inzwischen weißt, ist die Garden Route keine festgelegte Strecke, sondern flexibel erweiterbar, und du kannst dir Stopps und Sehenswürdigkeiten selbst zusammenstellen. Es gibt hier also kein Richtig und kein Falsch: Du kannst in fünf Tagen nur die absoluten Highlights abfahren oder dir drei Wochen Zeit lassen und viele Pausentage einlegen – beides ist völlig okay.

🔝 Unsere persönliche Empfehlung:
Wir selbst haben eine Woche auf der Garden Route verbracht, was für uns perfekt war und wir würden grundsätzlich für die Route sieben bis zehn Tage empfehlen. Bei einer Woche ist der Zeitplan ist etwas straff und das Wetter muss mitspielen, bei zehn Tagen ist es entspannter. Achtung: Dabei ist die Zeit in Kapstadt nicht mit einberechnet. Für die Stadt solltest du unserer Meinung nach mindestens drei bis vier volle Tage einplanen (inklusive Kap Halbinsel), bevor du den Roadtrip auf der Garden Route startest. Alle Infos dazu findest du in unserem Kapstadt Reiseguide.

⚠️ Beachte: Wir sprechen hier von Oneway, also von Kapstadt bis in den Addo Elephant Park. Wir sind die Strecke nicht wieder zurückgefahren, sondern haben unseren Mietwagen am Flughafen in Port Elizabeth zurückgegeben und sind von dort weiter nach Johannesburg geflogen. Hinweis: Die Einweg-Mieten sind gemessen am günstigen Preis für den Mietwagen ziemlich hoch, aber von Port Elizabeth gibt es zahlreiche Flugverbindungen in alle größeren Städte in Südafrika. Alternativ kannst du die Strecke (oder die parallel verlaufene Route 62) wieder zurück nach Kapstadt fahren, was schneller als auf dem Hinweg geht, wenn du es als reine Fahrstrecke ansiehst – dann brauchst du insgesamt aber definitiv zwei Wochen Zeit.

Die erste Etappe führt für gewöhnlich von Kapstadt nach Hermanus, wobei du auf dem Weg einen Zwischenstopp bei Betty’s Bay einlegen kannst, wo du frei lebende Pinguine beobachten kannst (untouristischere Alternative zum Boulders Beach). Möchtest du Betty’s Bay mitnehmen, fährst du die Route an der Küste entlang (R44), was bis nach Hermanus rund zweieinhalb Stunden reine Fahrtzeit sind.

Alternativ kannst du – wenn du Hermanus und das danach folgende De Hoop Nature Reserve nicht besuchen willst – direkt von Kapstadt nach Mossel Bay fahren. So haben wir selbst es gemacht – dafür nimmst du die nördliche Route via Worcester und Robertson (N1 & R60), bevor du bei Swellendam wieder auf die N2 kommst und bis Mossel Bay durchfährst (Tipp: Zwischenstopp bei der Nuy Winery zwischen Worcester und Robertson). Das sind insgesamt 400 Kilometer und 5 Stunden reine Fahrzeit, wodurch man am ersten Tag viel fährt und den Anfang der Garden Route etwas abkürzt. Warum? Viele sehen bereits am Boulders Beach Pinguine, in Hermanus ist im Sommer keine Walsaison und verglichen mit Robberg ist De Hoop deutlich weniger sehenswert (zumindest unsere Meinung). Wenn du das De Hoop Nature Reserve trotzdem besuchen willst, kannst du in Swellendam übernachten und am nächsten Tag erst weiter nach Mossel Bay fahren.

Gehen wir davon aus, dass du die erste Nacht in Hermanus verbracht hast: Dann geht die Reise nun weiter von Hermanus über das De Hoop Nature Reserve bis nach Mossel Bay. Die Fahrt von Hermanus ins De Hoop Nature Reserve dauert etwas über zwei Stunden und von dort sind es nochmal circa drei Stunden bis nach Mossel Bay.

Mossel Bay eignet sich unserer Meinung nach nur als Zwischenstop für die Nacht, denn es gibt nicht sonderlich viel zu sehen. Also geht es von hier weiter über die N2 in rund einer Stunde nach Wilderness, einem kleinen Ort an der Küste mit einem wunderschönen kilometerlangen Strand, an dem du stoppen oder auch übernachten kannst. Von dort geht es weiter über die N2 in einer Stunde nach Knysna, wo du dir die tollen Aussichten der Knysna Heads anschauen kannst. Auch hier kannst du bei Bedarf eine Nacht einlegen, wobei wir empfehlen würden, sowohl den Strand in Wilderness als auch die Kynsna Heads nur als Zwischenstop einzuplanen, denn der schönste Ort, an dem du dafür mehrere Nächte verbringen solltest, folgt danach: Plettenberg Bay – was von Knysna ungefähr 40 Minuten dauert.

Nach einigen Nächten in Plettenberg Bay, bei denen du Ausflüge in die Umgebung machen konntest (Robberg Nature Reserve, Tsistikamma Nationalpark, Nature’s Valley), führt unsere Route auf der Garden Route weiter nach Jeffrey’s Bay, was etwas mehr als zwei Stunden dauert. In dem coolen Surferort haben wir eine längere Mittagspause mit leckerem mexikanischem Essen und Chillen am Strand eingelegt und sind dann weiter nach Colchester (Ausgangsort für den Addo Nationalpark) gefahren, was circa drei Stunden und 15 Minuten gedauert hat (alternativ kannst du natürlich auch über Nacht in Jeffrey’s Bay bleiben).

Colchester ist der südliche Ausgangsort für den Addo Elephant Nationalpark und du erreichst das Süd-Gate nach nur zehn Minuten Fahrt. Du kannst also direkt am nächsten Morgen eine Selbstfahrer Safari im Addo machen und danach wieder in Colchester übernachten. Ein voller Tag reicht unserer Meinung nach im Addo Elephant Nationalpark.

Für uns ging die Reise durch Südafrika noch weiter, weshalb wir von Colchester in die nahe liegende Großstadt Port Elizabeth (also ein kleines Stück der letzten Etappe der Garden Route wieder zurück) gefahren sind. Dort haben wir unseren Mietwagen abgegeben und sind weiter nach Johannesburg geflogen.

Führt dich deine Reise zurück nach Kapstadt, kannst du auf dem Rückweg die parallel zur Garden Route verlaufene R62 fahren – so kannst du noch ein paar weitere schöne Stopps einlegen und musst nicht die gleiche Strecke zwei Mal fahren.

🚐 Alternative zum eigenen Auto: Bazbus
Möchtest du die Garden Route nicht mit dem eigenen Auto fahren, hast du die Möglichkeit, Bazbus zu nutzen. Das ist ein Hop on/Hop Off-Bus, der eine super Möglichkeit für alle ist, die nicht selbst fahren, aber die Garden Route dennoch erleben wollen. Du kaufst dir einmal ein Ticket online und kannst dann unterwegs so oft und an so vielen Stopps wie du möchtest aussteigen. Die Kleinbusse holen dich zu einer verabredeten Uhrzeit direkt in deinem Hotel oder Hostel ab und fahren dich zum nächsten (oder ins Buzbus Office, wenn du zum Beispiel in einem Airbnb übernachtest). Wir haben unterwegs einige Backpacker getroffen, die Bazbus genutzt haben und sehr zufrieden waren. Der Service gilt als zuverlässig, sicher und ist auch für Alleinreisende toll, weil man so schnell andere Backpacker kennenlernt.

☀️ 4. Beste Reisezeit Garden Route Südafrika

Sonne spät im Herbst (Ende April)
Klare Sicht im Addo Elephant Park

In Südafrika verlaufen die Jahreszeiten grundsätzlich umgekehrt zu denen in Europa: Ist bei uns Sommer, herrscht in Südafrika Winter und umgekehrt. Als beste Reiszeit für die Garden Route gelten die warmen und trockenen Sommermonate, die in Südafrika circa von Oktober/November bis März/April gehen. Die absolute High Season geht von Dezember bis Februar, in diesen Monaten ist es aber auch am vollsten und teuersten. Wir selbst waren im April vor Ort und hatten angenehme, aber keine heißen Temperaturen, meistens Sonnenschein und waren überrascht, wie wenig andere Touristen wir zu dieser Zeit auf der Garden Route getroffen haben. Aufgrund unserer persönlichen Erfahrung können wir den April – oder auch den März – als Reisezeit empfehlen, denn das Wetter ist im Großen und Ganzen gut und der große Touristenandrang ist vorbei. Nicht selten waren wir an einigen Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkten und Stränden fast alleine.

🐳 Hinweis: Die Walsaison herrscht in Südafrika von Juni bis November. Sind Walbeobachtungen ein wichtiger Aspekt für dich, solltest du das bei deiner Reiseplanung für Südafrika berücksichtigen, denn auf der Garden Route gibt es einige Spots, wo du die gigantischen Tiere perfekt beobachten kannst: allen voran in Hermanus, aber auch in der Nähe des De Hoop Nature Reserve, rund um Knysna oder von Plettenberg Bay aus.

💰 5. Kosten auf der Garden Route Südafrika

Südafrika Währung

Die Kosten hängen natürlich in erster Linie von deinem persönlichen Reisestil ab, aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Preisniveau auf der Garden Route in Südafrika geringer ist als in Deutschland. Zur besseren Übersicht haben wir einige Beispielpreise zusammen gestellt:

  • 🛏️ Unterkunft (mittleres Niveau): ca. 35-55 EUR pro Nacht
  • 🚗 Mietwagen: ab 20 EUR pro Tag (One Way Rental ab 30 EUR)
  • ⛽ Benzin: ca. 1,30 EUR pro Liter
  • 🚡 Sehenswürdigkeiten: Robberg: 3,50 EUR, Tsitsikamma: 19 EUR, Addo Elephant Park: 25 EUR
  • 🍜 Restaurant: 5-10 EUR pro Gericht / 🍷 Glas Wein: ab 2 EUR
  • ☕ Kaffee: ca. 2,50 EUR für einen Cappuccino

⚠️ 6. Wie sicher ist die Garden Route?

Gepäck immer nur im Kofferraum
Spaziergang durch Plettenberg Bay

Die Garden Route gilt in Südafrika im Vergleich zu anderen Regionen als ziemlich sicher. Die größten Risiken was Kriminalität angeht, hast du in den Großstädten wie Kapstadt, Pretoria und Johannesburg. Dennoch gibt es ein paar wichtige Aspekte zu beachten: So würden wir grundlegend davon abraten, nach Anbruch der Dunkelheit noch Auto zu fahren. Machst du unterwegs Stopps auf der Garden Route, solltest du immer darauf achten, keine Wertgegenstände von außen einsehbar im Auto liegen zu lassen. Pack diese – wenn es nicht anders geht – in den Kofferraum oder nimm sie im besten Fall mit (zumindest die Wertgegenstände). Außerdem solltest du – wenn du dir unsicher bist – vor Ort (zum Beispiel in deiner Unterkunft) in Erfahrung bringen, ob und wo du abends/nachts alleine zu Fuß unterwegs sein kannst. Wir selbst haben uns in der Regel sicher und wohlgefühlt und hatten keine negativen Erfahrungen, aber es ist dennoch so, dass in Südafrika – auch in vielen Orten entlang der Garden Route – nach Sonnenuntergang nicht mehr viele Menschen draußen unterwegs sind. Eine am Mittag lebhafte Straße ist nach Sonnenuntergang oft menschenleer und dadurch auch gefährlicher. Generell wirst du sehr viele Sicherheitsmaßnahmen sehen: Viele Häuser sind durch hohe (Elektro)zäune und Überwachungskameras geschützt und es gibt Sicherheitspersonal – das gehört in Südafrika zum Alltag dazu. 

🚨 Achtung: Die Straßen der Garden Route gelten als sicher mit einer Ausnahme: Beim Addo Elephant Park musst du die R335 durch das Township Motherwell meiden, denn diese gilt als absoluter Kriminalitätsschwerpunkt! Nutze stattdessen die N2 nach Colchester und fahre über den südlichen Eingang in den Park oder weiter über die N2 auf die N10 und die R342, um zum nördlichen Eingang zu gelangen. Diese Hinweise wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nochmal vor Ort bekommen: Uns haben sowohl die Gastgeberin unserer Unterkunft als auch das Personal beim Addo Elephant Nationalpark darauf hingewiesen.

🧾 7. Unser Fazit zur Garden Route

Wir verstehen gut, warum die Garden Route bei den meisten Touristen in Südafrika auf der Bucketlist steht, denn sie verbindet wunderschöne Stopps und Sehenswürdigkeiten miteinander. Dennoch sollte man mit einer realistischen Erwartungshaltung an die Sache rangehen, denn die Straßen an sich fanden wir zum Großteil kein besonderes Highlight. Wir hatten eine tolle Zeit auf der Garden Route, aber die zehn Tage haben uns gereicht. Deswegen ist unser Tipp: Plane nicht zu viel Zeit ein, manche Orte reichen als Zwischenstopp ohne Übernachtung, wie wir es dir in diesem Guide vorgestellt haben. Denn Südafrika ist ein großes Land mit noch so viel mehr Sehenswürdigkeiten, dass es schade wäre, wenn dafür auf deiner Reise keine Zeit mehr bliebe.

weitere Südafrika Highlights

Alle Sehenswürdigkeiten, Kosten, eine Route für 2 bis 3 Wochen sowie weitere Reisetipps findest du in unserem Südafrika Travel Guide.

Kein Besuch in Südafrika wäre ohne den Kruger Nationalpark vollständig! Hier findest du alle Infos für deine Selbstfahrer-Safari.

Wir zeigen dir, in welchem Stadtteil du am besten unterkommst und was es in Kapstadt alles zu sehen gibt (Spoiler: sehr viel!)

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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