Südafrika

💰 Preisniveau in Südafrika

Südafrika Währung

In Südafrika zahlst du mit dem südafrikanischen Rand (ZAR), wobei 1 EUR circa 20 ZAR entspricht. Wir würden das Preisniveau im Land als mittel beschreiben, wobei es natürlich in erster Linie auf deinen Reisestil ankommt, wie viel Geld du bei deiner Reise ausgibst. Südafrika bietet definitiv Luxus, kann aber auch relativ günstig bereist werden und das Preisniveau ist auf jeden Fall niedriger als in Deutschland. Kartenzahlung ist sehr weit verbreitet und viel üblicher als Bargeld. Viele Lokalitäten sind sogar komplett bargeldlos – dementsprechend musst du im Land nicht viel Bargeld abheben. Wir haben ein Mal zu Beginn unserer 3-wöchigen Südafrikareise Geld abgehoben und das hat für die gesamte Zeit gereicht – das meiste davon für Trinkgelder.

🛍️ Konkrete Preise - nach Kategorien

Flug mit Condor nach Südafrika
Safaris sind vergleichsweise günstig

✈️ Kosten für Flüge
Flüge sind immer eine der größten Kostenpunkte bei einer Reise und da die Strecke von Deutschland nach Südafrika recht weit ist (ca. 11 Stunden), kannst du ungefähr mit 700 bis 1.200 Euro für Hin- und Rückflug rechnen. Die besten Angebote findest du über Skyscanner*, aber beachte, dass Flugpreise stark schwanken und variieren je nachdem, wann du buchst, in welcher Saison du fliegst und ob du einen Direktflug oder eine Umsteigeverbindung wählst. Behalte im Hinterkopf, dass ein Gabelflug – also ein Hinflug nach Kapstadt und ein Rückflug von Johannesburg (oder vice versa) sehr sinnvoll sein kann, wenn du den Süden und den Kruger Nationalpark bereist. Inlandsflüge sind relativ erschwinglich; für einen Flug von Kapstadt nach Johannesburg kannst du mit circa 75 bis 150 Euro mit Gepäck (je nach Saison) kalkulieren. 

🛏️ Kosten für Unterkünfte
Die Bandbreite bei Unterkunftspreisen ist groß, denn es geht von Hostels mit Mehrbettzimmern, Apartments, kleinen Gasthäusern, Hotels bis hin zu teuren Privatlodges. Für einen mittleren Standard kannst du mit etwa 40 bis 70 Euro die Nacht kalkulieren. Beachte, dass die Unterkünfte im Kruger Nationalpark sehr teuer sind. Bei den staatlichen Camps gibt es verschiedene Kategorien und die günstigeren starten bei 40 Euro für ein Zelt und 90 Euro für einen einfachen Bungalow mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche. Hier lohnt es sich, mit viel Vorlauf zu buchen, denn gerade die günstigeren Bungalows sind schnell ausgebucht.

🚗 Preise für Mietwagen
Mietwagen sind in Südafrika ziemlich günstig und die kleinsten Modelle starten schon bei 15 bis 20 Euro pro Tag. Die besten Angebote findest du über billiger-mietwagen.de*. Wir haben einen Kleinwagen (Suzuki S Presso) beim Anbieter First Car Rental gebucht (sowohl in Kapstadt als auch in Johannesburg) und fanden das sowohl für die Garden Route als auch den Kruger Nationalpark vollkommen ausreichend. Beachte, dass eine One way-Miete einen ordentlichen Aufpreis kostet (ca. 100 EUR) und größere Modelle bis zu 75 Euro pro Tag kosten können. Übrigens ist Benzin ebenfalls recht günstig, wir haben circa 1,30 Euro pro Liter gezahlt.

🥾 Kosten für Aktivitäten
Manche Aktivitäten sind in Südafrika kostenlos oder sehr günstig, während andere recht viel Geld kosten. Hier ist es also sehr individuell, wie viel Geld du ausgibst. Hier mal ein paar Beispiele: Lion’s Head: kostenlos, Gondel Tafelberg: 23 EUR, Eintritt Kap der Guten Hoffnung: 27 EUR, Boulders Beach: 13 EUR, Robberg Nature Reserve: 3,50 EUR, Tsitsikamma: 19 EUR.

🐘 Kosten für Safaris
Preise für Safaris fanden wir in Südafrika sehr fair: Der Eintritt in den Kruger Nationalpark kostet 32 Euro für einen Tag beziehungsweise eine Nacht im Park. Für eine vierstündige Sunset Safari (geführten Game Drive) ab dem Skukuza Camp haben wir 23 Euro pro Person bezahlt. Der Addo Elephant Park in der Nähe von Gqeberha (Port Elizabeth) kostet 25 Euro Eintritt. Gerade im Vergleich zu anderen beliebten Safaridestinationen wie in Tansania, Kenia oder Botsuana ist das recht günstig, besonders als Selbstfahrer.

⏩ Lohnt sich die Wild Card?
Wenn du länger in Südafrika unterwegs bist oder viele Tage im Kruger Nationalpark planst, kann sich die Wild Card für dich lohnen. Mit dieser bekommst du ein Jahr lang unbegrenzten Eintritt in mehr als 80 Nationalparks und Reservate in Südafrika. Die Wild Card kostet 4.680 ZAR (ca. 235 EUR) für eine Einzelperson, 7.310 ZAR (ca. 370 EUR) für Paare und 8.745 ZAR (ca. 440 EUR) für Familien. Für uns persönlich hat sie sich nicht gelohnt, weil wir insgesamt einen deutlich geringeren Betrag für Eintritte ausgegeben haben, aber rechne es am besten für dich selbst einmal durch. Kaufen kannst du die Wild Card online über die offizielle Website oder direkt an den Eingängen bestimmter Reservate und Nationalparks.

🍜 Preise im Restaurant
Restaurantpreise sind in Südafrika deutlich günstiger als in Deutschland und du kannst mit ungefähr 4 bis 10 Euro für ein Hauptgericht kalkulieren. Wein ist extrem günstig, oft bekommst du ein Glas schon für 2 Euro und für einen guten Cappuccino kannst du mit ungefähr 2,50 Euro kalkulieren.

🛒 Preise im Supermarkt
Es gibt in Südafrika sehr gut ausgestattete Supermärkte wie Checkers und Spar, in denen die Preise etwas höher sind als in kleineren Supermärkten. Wir fanden das Preisniveau minimal geringer, aber insgesamt vergleichbar mit dem in deutschen Supermärkten. In jedem Fall ist es günstiger, einzukaufen und selbst zu kochen als jeden Tag mehrmals essen zu gehen.

💵 Unsere Kosten in Südafrika

Mietwagen für 20 Euro am Tag
Mietwagen sind in Südafrika sehr günstig
Wein gibt es für 2 Euro im Restaurant

Wir haben wie auf all unseren Reisen jede noch so kleine Ausgabe festgehalten, damit wir einen Überblick über unsere Finanzen haben. Dafür können wir dir die App TravelSpend empfehlen (die kostenlose Version reicht). So haben wir während unserer 3-wöchigen Rundreise durch Südafrika insgesamt 1.632 Euro pro Person ausgegeben. Da wir 24 Tage vor Ort waren, entspricht das einem Tagesbudget von 68 Euro pro Person. Beachte, dass der Hin- und Rückflug in diesem Betrag nicht eingerechnet sind, alle anderen Kosten aber schon. Wir haben schon versucht, etwas auf das Geld zu achten, weil wir natürlich wussten, dass das Preisniveau höher ist als beispielsweise in Südostasien, aber wir waren auch nicht super low Budget unterwegs – es geht also definitiv günstiger, aber auch teurer. Im Folgenden findest du all unsere Ausgaben pro Person:

Unser größter Kostenpunkt in Südafrika waren die Unterkünfte, für die wir im Schnitt 22,50 Euro pro Person pro Nacht ausgegeben haben, also 45 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer. Wir haben eher günstigere Unterkünfte gebucht, hatten aber für unser Empfinden einen guten Standard (immer Doppelzimmer oder kleines Apartment mit eigenem Bad und oft auch eigener Küche). Wir haben allerdings aus Kostengründen nur eine Nacht im Kruger Nationalpark verbracht (und die Nacht davor und danach außerhalb des Parks), denn dort haben wir 90 Euro für einen Bungalow bezahlt. Bleibst du länger im Kruger, werden deine Unterkunftskosten schnell steigen. Tipp: Übernachte in den Unterkünften kurz vor den Parkeingängen, diese sind deutlich günstiger (z.B. in Komatipoort bei der Crocodile Bridge, Malalane am Malalane Gate oder Hazyview am Phabeni Gate)

Für Essen und Trinken haben wir im Schnitt 18 Euro pro Person am Tag ausgegeben, wobei wir uns Frühstück fast immer in der Unterkunft selbst zubereitet haben, meistens ein Mal am Tag auswärts essen waren und ein Mal selbst gekocht haben. Dazu kommen Snacks und zwei tägliche Kaffee für Helen.

Transport hat uns in Südafrika durchschnittlich 14,30 Euro pro Person am Tag gekostet. Das sind in erster Linie die beiden Mietwagen, die wir für die Kap Halbinsel und die Garden Route sowie für die Panorama Route und den Kruger Nationalpark hatten. Dazu kommen 100 Euro für die One Way Miete des ersten Mietwagens, Benzin und ein paar Trinkgelder für die Tankwarte. Parken war allerdings immer kostenlos. Dazu kommen noch die recht zahlreichen Uberfahrten in Kapstadt.

Für alle Aktivitäten haben wir in unseren drei Wochen vor Ort 192 Euro pro Person ausgegeben. Dazu zählen: Free Walking Tour in Kapstadt: 7,50 EUR (Spendenbasis), Gondel Tafelberg: 23 EUR, Kap der Guten Hoffnung: 27 EUR, Boulders Beach: 13 EUR, Robberg Nature Reserve: 3,50 EUR, Tsitsikamma: 19 EUR, Addo Elephant Park: 25 EUR, Kruger Nationalpark: 32 EUR, Game Drive Kruger: 23 EUR, Blyde River Canyon Wanderungen: 8 EUR, Three Rondavel Viewpoint: 5,30 EUR, 2x Wasserfälle Panorama Route: 6,60 EUR.

Je nachdem, welche Aktivitäten du planst und wie lange du im Kruger bist, kann sich die Wild Card für dich lohnen. Bei uns war das nicht der Fall, aber besonders wenn du mehrere Tage im Krüger Nationalpark bist, kann sie die Wild Card lohnen.

Wir hatten einen Inlandsflug von Gqeberha (Port Elizabeth) nach Johannesburg und haben dafür mit Aufgabegepäck 125 Euro pro Person bezahlt.

Wir haben mehrmals unsere Wäsche in Waschsalons abgegeben, wobei wir circa zwei Euro pro Kilo bezahlt haben für waschen und trocknen. Das hat zuverlässig funktioniert und wir konnten die Wäsche am nächsten Tag abholen.

Für Südafrika haben wir uns, wie vor jeder Reise, eine eSIM bei Saily* gekauft, die sehr gut funktioniert hat. Dort kosten 5 GB Datenvolumen 11 Euro. Beachte, dass SIM Karten in Südafrika relativ teuer sind, weshalb eine eSIM hier die beste Option sein kann.

Alle anderen Kosten haben wir in der Kategorie „Sonstiges“ gesammelt. Dazu zählen Souvenirs und eine einmalige Geldautomatengebühr von 2,50 Euro, denn wir haben nur ein Mal in Südafrika zu Beginn Geld abgehoben und das hat die gesamte Reise gereicht, weil man fast alles mit Karte zahlen kann.

💡 Spartipps für Südafrika

Mit einigen Tipps kannst du in Südafrika viel Geld sparen: Beim Mietwagen reicht unserer Erfahrung nach ein kleines Modell, das viel günstiger ist als ein SUV. Statt jeden Tag mehrmals auswärts essen zu gehen, kannst du Unterkünfte mit Gemeinschaftsküche buchen und selbst kochen. Bei manchen Aktivitäten gibt es günstigere Alternativen (wie Pinguine bei Betty’s Bay statt am teuren Boulders Beach oder wandern auf den Tafelberg statt Gondel). Außerdem kannst du prüfen, ob sich die Wildcard für dich lohnt, bei der der Eintritt in viele Nationalparks inkludiert ist. Und du solltest deine Unterkünfte im Kruger Nationalpark mit viel Vorlauf buchen, damit die günstigeren Kategorien noch verfügbar sind – oder außerhalb vom Park schlafen.

weitere Südafrika Infos

Das Thema Sicherheit spielt in Südafrika eine große Rolle und du musst viele Dinge im Reisealltag wissen und beachten.

Wie kommst du am besten von A nach B, was solltest du bei einem Roadtrip durch Südafrika beachten und welche ist die beste Route?

Safari im Kruger Nationalpark, ein Roadtrip auf der Garden Route, Cityvibes in Kapstadt – wir zeigen dir, was du nicht verpassen darfst!

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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