Südafrika

🗺️ Routenvorschläge Südafrika 2 - 4 Wochen

Mietwagen für 20 Euro am Tag

Wie deine Route durch Südafrika aussieht, hängt in erster Linie davon ab, was du sehen willst, wie viel Zeit du hast und wie schnell du unterwegs bist. Grundsätzlich würden wir einen Aufenthalt von mindestens 10 Tagen empfehlen, besser sind aber zwei oder drei volle Wochen, besonders wenn du den südlichen Teil (Kapstadt, Kap Halbinsel, Garden Route) mit dem Kruger Nationalpark kombinierst.

📍 2 Wochen: Kapstadt, Kap Halbinsel, Garden Route, Addo
📍 3 Wochen: Kapstadt, Kap Halbinsel, Garden Route, Addo, Panorama Route, Kruger Nationalpark
📍 4 Wochen: Kapstadt, Stellenbosch, Kap Halbinsel, Garden Route, Addo, Oudtshoorn, Drakensberge, Panorama Route, Kruger Nationalpark

🗺️ Unsere Route durch Südafrika (3 Wochen)

Etwa drei Wochen sind unserer Meinung nach der perfekte Zeitraum für eine Rundreise mit Mietwagen durch Südafrika, denn so kannst du die Highlights im Süden (Kapstadt, Kap der Guten Hoffnung, Garden Route, Addo Elephant Nationalpark) wunderbar mit den weiter nördlich gelegenen Sehenswürdigkeiten (Panorama Route, Blyde River Canyon, Kruger Nationalpark) kombinieren, ohne dich stressen zu müssen. Im Idealfall buchst du einen Gabelflug, also einen Hinflug nach Kapstadt und einen Rückflug von Johannesburg. So sparst du dir am Ende der Reise einen zusätzlichen Inlandsflug von Johannesburg nach Kapstadt. Wenn du deinen Aufenthalt in Kapstadt und auf der Garden Route kurz hältst, die Panorama Route weglässt und von Gqeberha (Port Elizabeth) über Johannesburg zum Kruger Mpumalanga International Airport (MQP) fliegst, der sehr nahe am Kruger Nationalpark liegt, ist die Route theoretisch auch in zwei Wochen machbar, aber schon relativ stressig und an vielen Stellen ein Kompromiss.

Wir empfehlen, die ersten zwei bis drei vollen Tage in Kapstadt ohne Mietwagen zu erkunden, weil man sich dort kostengünstig mit Uber fortbewegen kann. Den ersten Tag mit Mietwagen solltest du dann für einen Tagesausflug zum Kap der Guten Hoffnung nutzen. Wir haben insgesamt drei Stops eingelegt:

  1. Muizenberg (Surfern zuschauen und Stop beim Hang Ten Café)
  2. Boulders Beach (Pinguine beobachten)
  3. Kap der Guten Hoffnung (Südwestlichster Punkt von Afrika)
  4. Rückfahrt über Chapman’s Peak Drive (Stop an verschiedenen Viewpoints entlang der Strecke)

Insgesamt sind das etwa 150 Kilometer und du solltest rechtzeitig in Kapstadt losfahren, damit du vor oder spätestens zum Sonnenuntergang zurück in Kapstadt bist. Und prüfe vorher, ob der Chapman’s Peak Drive offen ist – nach starkem Unwetter und Regen wird er manchmal gesperrt.

Wir haben uns entschieden, den Anfang der Garden Route relativ kurz zu halten und haben Hermanus (keine Walsaison) und De Hoop (ähnlich zu den folgenden Stops) ausgelassen. Daher sind wir direkt von Kapstadt nach Mossel Bay gefahren. Der erste Tag der Garden Route war damit eigentlich nur ein reiner Fahrtag ohne große Sehenswürdigkeiten. Nimm hierfür die A1 raus aus Kapstadt und biege dann auf die R60 bei Worchester ab. Wir empfehlen eine Mittagspause bei Nuy On The Hill und von dort geht es weiter über die R60 über Robertson nach Swellendam, wo du wieder auf die große Hauptstraße N2 kommst, die dann bis nach Mossel Bay führt.

Jetzt beginnt der schöne Teil der Garden Route: Von Mossel Bay geht es erstmal nach Wilderness, wo du einen ausführlichen Strandspaziergang machen kannst. Von dort führt ein kleiner Abstecher über Knysna und die Knysna Heads, bevor du in Plettenberg Bay ankommst – unserer absoluten Lieblingsstadt der Garden Route. Hier würden wir mindestens zwei volle Tage empfehlen, damit du Zeit für Tagesausflüge ins Robberg Nature Reserve und zum Nature’s Valley Beach hast. Der Tsitsikamma Nationalpark ist unserer Meinung nach kein Muss, da teurer und weniger schön als Robberg, aber viele machen dorthin ebenfalls einen Ausflug von Plettenberg Bay aus.

Von Plettenberg Bay geht es weiter auf der N2 Richtung Colchester, einer kleinen Stadt direkt am Südeingang des Addo Elephant Nationalparks. Auf dem Weg dorthin passierst du die Bloukrans Bridge, von der auch Bungeejumping angeboten wird. Definitiv einplanen solltest du einen Stop in Jeffreys Bay – einer kleinen Küstenstadt, die sich perfekt zum Mittagessen und einem kurzen Abstecher zum Strand anbietet, bevor es durch die große Hafenstadt Gqeberha (ehemals Port Elizabeth) weiter nach Colchester geht.

Von dort aus kannst du am nächsten Tag eine Selbstfahrersafari in den Addo Elephant Nationalpark machen. Hinweis: Die R335 solltest du aus Sicherheitsgründen unbedingt meiden!

Am nächsten Morgen sind wir von Colchester zum Flughafen Gqeberha gefahren (ca. 30 Minuten) und haben dort unseren Mietwagen abgegeben. Wir haben uns dazu entschieden, einen One-Way-Rental zu machen, also den Mietwagen in Kapstadt zu leihen und in Gqeberha zurückzugeben, was einen nicht unerheblichen Aufpreis kostet (ca. 100 Euro). Dadurch mussten wir die Garden Route aber nicht nochmal komplett bis nach Kapstadt zurück fahren. Vom Flughafen Gqeberha gibt es zahlreiche Inlandsflüge nach Johannesburg.

Wichtiger Hinweis: Fliege morgens nach Johannesburg, um den Mietwagen in Johannesburg möglichst früh abholen zu können, damit du auf jeden Fall noch im Hellen bei deiner neuen Unterkunft ankommst. Wir sind extrem früh geflogen und sind nach Abholung des Mietwagens in Johannesburg noch weiter gefahren. Du kannst nämlich am selben Tag noch bis nach Graskop oder zum Kurger Nationalpark fahren (siehe nächster Abschnitt). Das ist aber ein sehr langer Tag mit einem 2-Stunden-Flug, Mietwagenabholung und anschließender 6-stündiger Autofahrt. Du solltest dir auf jeden Fall sicher sein, noch bei Tageslicht an deinem Ziel anzukommen. Alternativ kannst du eine Nacht in Johannesburg verbringen und am nächsten Morgen weiter fahren.

Hast du eine Nacht in Johannesburg verbracht, kannst du entspannt am nächsten Morgen Richtung Graskop fahren – dem Ausgangsort für die Panorama Route und den Blyde River Canyon. Bleibe hier für den größten Teil auf den Hauptstraßen N12 & N4, wo es auch große Raststätten zum Essen gibt, bevor dich kleine Landstraßen Richtung Graskop führen. Für Graskop und die Umgebung solltest du zwei volle Tage einplanen.

Graskop liegt nicht weit vom Kurger Nationalpark entfernt, wobei du über das Phabeni Gate in den Kurger Nationalpark fahren solltest (Numbi Gate meiden!). Falls benötigt, kannst du in Hazyview nochmal tanken und deine Vorräte auffüllen und dann beginnt deine Selbstfahrer Safari durch einen der schönsten Nationalparks der Welt. Frage am Phabeni Gate nochmal nach, bis wie viel Uhr du im Skukuza Camp sein solltest, denn die Zeiten für die Schranken variieren je nach Jahreszeit (aber immer VOR Sonnenuntergang). Das Skukuza Camp gehört zu den größten im Kruger Nationalpark und eignet sich daher gut für eine Übernachtung.

Den nächsten Tag haben wir uns voll und ganz der Safari gewidmet und sind (mit kleinen Loops und Umwegen) über Lower Sabie (Mittagspause dort) Richtung Crocodile Bridge gefahren. Dort haben wir den Kruger Nationalpark verlassen und sind noch wenige Kilometer weiter nach Komatipoort gefahren, weil die Unterkünfte dort deutlich günstiger sind, als im Kurger Nationalpark selbst.

Von Komatipoort geht es über die N4 und die N12 zurück nach Johannesburg. Dabei handelt es sich um einen reinen Fahrtag und wir würden empfehlen, eine Nacht in Johannesburg einzulegen, bevor dein Flug am nächsten Tag geht – außer, du fliegst spät abends, dann könntest du die gesamte Strecke fahren, deinen Mietwagen am Flughafen zurückgeben und abends noch deinen Flug zurück nach Deutschland oder Kapstadt nehmen.

Solltest du keinen Gabelflug gebucht haben, sondern von Kapstadt zurück nach Deutschland fliegen, kannst du einen von zahlreichen Inlandsflügen von Johannesburg nach Kapstadt buchen und von dort deine Rückreise Richtung Deutschland antreten.

🚗 Mietwagen in Südafrika

First Car Rental in Kapstadt
Roadtrip entlang der Panorama Route

Ein Mietwagen ist die beste Möglichkeit, Südafrika auf eigene Faust zu erkunden. Die Straßeninfrastruktur ist weitestgehend gut, Mietwagen sind sehr erschwinglich, eignen sich für Selbstfahrer Safaris und man kann sich unabhängig und flexibel fortbewegen. Wir haben zwei Mal einen Mietwagen geliehen: in Kapstadt mit Rückgabe in Gqeberha (Port Elizabeth) für die Garden Route sowie in Johannesburg für die Panorama Route und den Kruger Nationalpark. Die besten Angebote haben wir bei billiger-mietwagen.de* gefunden und die Preise variieren je nach Modell zwischen 15 und 75 Euro pro Tag. Wir haben uns für einen Kleinwagen (Suzuki S Presso) entschieden und bei Frist Car Rental inklusive Vollkaskoversicherung, Glas-, Reifen- & Unterbodenschutz 20 Euro pro Tag gezahlt. Beachte allerdings, dass der Aufpreis für eine One-Way-Miete vergleichsweise hoch ist (Abholung Kapstadt mit Rückgabe in Gberha ca. 100 Euro extra).

⬅️ In Südafrika herrscht Linksverkehr und wenn du zum ersten Mal auf der linken Seite fährst, würden wir dir ein Automatik Auto empfehlen, damit du nicht mit der ungewohnten linken Hand schalten musst, sondern dich besser auf den Verkehr konzentrieren kannst. Sonst haben wir das Fahren in Südafrika als äußert angenehm empfunden – außerhalb von Städten herrscht nicht allzu viel Verkehr, die Beschilderungen sind gut zu verstehen und die Menschen fahren verglichen mit vielen anderen Orten auf der Welt recht rücksichtsvoll und entspannt.

🧭 Wir haben uns mit Google Maps navigiert und Offline Karten runtergeladen, um Mobile Daten zu sparen. Das funktioniert gut, aber beachte hierbei, dass dir Google Maps Routen anzeigt, die gegebenenfalls aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden sollten. Frage daher am besten beim Mietwagenverleih nach, welche Straßen du auf deiner Route meiden solltest.

⛽ In Südafrika gibt es viele Tankstellen, die du ebenfalls bei Google Maps findest. Alle Tankstellen haben Tankwarte: Du sagst ihnen nur, welche Art Benzin und wie viel du tanken möchtest und kannst im Auto sitzen bleiben und per Karte zahlen. Meistens wird deine Scheibe noch gereinigt, wofür du ein kleines Trinkgeld geben kannst.

🛞 Ein SUV oder 4×4 ist unserer Meinung nach in der Trockenzeit auf der Standardroute nicht notwendig. Für das Kap der Guten Hoffnung und die Garden Route sowieso nicht, da dort alle Straßen asphaltiert sind. Für die Selbstfahrer Safaris bietet ein höher gelegenes Auto natürlich eine bessere Sicht auf Tiere, wobei wir uns mit unserem kleinen Suzuki nicht eingeschränkt gefühlt haben. Anders kann es aussehen, wenn es im Kruger Nationalpark stark regnet. Dann können einige unbefestigte Straßen mit einem kleinen Auto durchaus schwierig werden, wobei das während unserer Selbstfahrer Safaris im Addo oder im Kruger Ende April/Anfang Mai kein Problem war.

⚠️ Aus Sicherheitsgründen sind einige Aspekte bei einem Roadtrip durch Südafrika DRINGEND zu beachten (keine Wertsachen offen liegen lassen, nicht nachts fahren etc.). Weitere Infos und Tipps dazu findest du auf unserer Seite Sicherheit in Südafrika.

✈️ Inlandsflüge in Südafrika

Flughafen Gqeberha (ehemals Port Elizabeth)
Inlandsflug von Gqeberha nach Johannesburg

Südafrika ist ein großes Land und Inlandsflüge sind für viele Touristen ein gängiges Verkehrsmittel, um die größeren Distanzen zu überwinden – besonders zwischen Johannesburg und Kapstadt/Gqeberha (Port Elizabeth) gibt es täglich zahlreiche Flüge von verschiedenen Airlines. Die drei größten Fluggesellschaften sind Airlink, FlySafair sowie South African Airways. FlySafair ist ein typischer Low-Cost-Carrier (wie Ryanair oder AirAsia, bei dem Gepäck, Sitzplätze und Essen extra kostet), Airlink ist etwas komfortabler mit freiem Aufgabegepäck bis zu 20 kg und die staatliche South African Airways nimmt nach langen finanziellen Schwierigkeiten langsam wieder Fahrt auf. Tickets kannst du über Vergleichsportale wie Skyscanner* suchen oder direkt auf den Websites der Airlines buchen. Fliegen in Südafrika unterscheidet sich dahingehend kaum von Flugreisen innerhalb Europas.

🚖 Fortbewegung in der Stadt

Must Have für Südafrika: Uber App
Spazieren in Kapstadt? Eher weniger ...

Wir lieben es, auf Reisen durch Städte zu schlendern, kleine Gassen zu erkunden und uns einfach treiben zu lassen. Das ist in vielen Städten in Südafrika allerdings aus Sicherheitsgründen nicht möglich! Daher ist es ratsam, Uber zu nutzen, selbst wenn die Distanzen relativ kurz sind. Uber bietet dir Sicherheitsfeatures, transparente Preise und funktioniert sehr zuverlässig. Nimm auf keinen Fall Taxis von der Straße und steige nur in das Uber, wenn das Kennzeichen mit der App übereinstimmt. Für kurze Strecken innerhalb von Städten zahlt man meistens nur ein paar Euro und auch längere Distanzen (z.B. zum Flughafen) sind sehr erschwinglich. Als Tourist öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen würden wir bei einer ersten Reise nach Südafrika nicht unbedingt empfehlen. Zudem solltest du dich immer bei deiner Unterkunft über die Sicherheitslage informieren und wissen, welche Straßen du zu welcher Zeit meiden solltest. Besonders nach Sonnenuntergang solltest du in großen Städten wie Kapstadt nicht zu Fuß unterwegs sein.

weitere Südafrika Infos

Das Thema Sicherheit spielt in Südafrika eine große Rolle und du musst viele Dinge im Reisealltag wissen und beachten.

Safari im Kruger Nationalpark, ein Roadtrip auf der Garden Route, Cityvibes in Kapstadt – wir zeigen dir, was du nicht verpassen darfst!

Kleine Guesthouses, teure Lodges oder einfache Campingplätze? Hier findest du unsere persönlichen Unterkunftsempfehlungen.

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Über die Autoren

Wir sind Helen und Horst, die Köpfe hinter BetterBeyond. Seit über 4 Jahren reisen wir um die Welt und teilen auf diesem Blog alles, was wir in dieser Zeit gelernt haben. Ob Weltreise Planung, Länderguides oder spezifische Beiträge – unsere Reisetipps sind immer ehrlich und authentisch.

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